Die Hexe

30. Oktober 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Meine früheste Erinnerung an sie ist ihr fröhliches Lachen als sie mir mein Spielzeug wegnahm und in Flammen aufgehen ließ. Wie glücklich sie wirkte, als mir, dem vierjährigen kleinen Bruder, die Tränen des Zorns über die Wangen liefen.

Fast zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen und nun scheint sich die Situation zu wiederholen. Sie hat mir etwas weggenommen, das mir viel bedeutet und wenn ich nicht sehr aufpasse, wird sie es zerstören. Nun, in diesem Fall hat nicht sie selbst es mir weggenommen, sondern Darth Aroval. Aber ich habe ihre Anwesenheit gespürt als ob man in einem Stück Schokolade auf eine Chili beißen würde. Sie ist dort. Und Sheysa hat Meister Concabille dort gefühlt (ja, ich weiß … ich schaffe es nicht, die Essenz meines Meisters in der Macht wahrzunehmen, habe aber keine Probleme damit, meine verhasste Schwester wie einen Leuchtturm aufragen zu sehen … von wegen “Band zwischen Meister und Schüler” – das Band des familiären Hasses ist weitaus stärker! Oder zumindest sichtbarer).

Wenn Borraa herausfindet, was der Parasit ist, wird sie ihn töten. Oder versuchen, ihn gegen mich zu verwenden. Darth Aroval wird ihr vielleicht nicht erlauben, Meister Concabille für ihr Vergnügen umzubringen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er meiner Schwester Zügel anlegen wird, wenn es nur um so etwas Unwichtiges wie diesen Parasiten geht.

Betrifft mich das? Ich weiß nicht. Ich will meinen Meister zurück. Das hat Priorität. Aber darf ich meine Gefühle, die meinen Zorn und damit meine Kraft nähren, an … so etwas verschwenden? Ist es besser, sich nicht auch noch daran zu binden? Ich klinge schon wie ein Jedi. Keine Bindung. So ein Schwachsinn. Wir holen den Meister dort heraus. In einem Stück. Ganz. Mit Allem.

Und Borraa sollte sich vorsehen, denn auch früher schon endete die Geschichte nicht mit dem weinenden kleinen Jungen. Sondern damit, dass unser Vater einer schreienden Borraa mit maximaler Gewalt einen wütenden Miniaturderwisch entfernen musste, der sich mit scharfen Zähnen so tief in ihr Bein verbissen hatte, dass sie vermutlich heute noch eine Narbe an ihrem dürren Schenkel trägt!

Ich schleiche mich weiter um das Anwesen herum, das vor einem halben Jahr noch eine halb verfallene Hütte war und nun zu einer monströsen Festung ausgebaut wurde. Irgendwo hinter mir sitzen Sheysa und Xzari in einer Felsnische und beobachten den Fortschritt des Spionagedroiden.

Wir wissen, dass der Meister dort ist. Wir wissen, dass Borraa dort ist. Und wir wissen nun – zumindest in groben Umrissen – was Darth Aroval an Sicherheit aufgeboten hat, um Eindringlinge fernzuhalten.

Ich denke, es ist schaffbar, dort einzudringen. Wenn Darth Aroval selbst nicht dort ist, versteht sich. Sheysa muss dringend ihre Aufgabe erledigen und Sith und Jedi für die Ablenkung auf den Weg schicken. Das kann nur sie mit ihrer Diplomatie. Am liebsten wäre es mir auch, wenn wir diese Diplomatie nutzen könnten, um ohne Kampf in das Anwesen hineinzukommen. Sheysa ist die Schülerin des Alten, sie sollte dort doch erlaubt sein … Raus wird es auf jeden Fall nicht ohne Blutvergießen gehen, da sie uns Meister Concabille kaum auf einem Silbertablett servieren werden. Aber zumindest den Hinweg könnte man einfacher haben.

Es ist noch viel zu tun, bis wir angreifen können. Meine nächste Aufgabe ist es, mit Xzari zu trainieren. Ich weiß noch nicht, wie gut sie ist und wie sie kämpft. Das sollte ich herausfinden bevor es ernst wird. Ich bin zwar ziemlich sicher, dass ihr Meister sie im Schwertkampf hart ausbildet aber ich muss auf jeden Fall ihren Stil sehen.

Noch ein Blick zu den dunklen Mauern in den schneehellen Bergen Alderaans.

Ob mein Meister stolz wäre, wenn sie wüsste, wie viele ungewohnte Dinge ich tue, wie viel Neues ich ausprobiere, nur um sie dort herauszubekommen? Dass ich tatsächlich einmal das Konzept “erst denken, dann handeln” teste? Dass ich sogar vorsichtiger war als Sheysa und nicht nur daran gedacht habe, zuerst die Mauern und Dächer nach Lebensformen und Sensoren zu scannen, sondern auch noch einen Plan entwickelt habe, um Sheysas Spionagedroiden unbemerkt in das Anwesen zu bringen. Gut, der Plan war nicht allzu elaboriert und beruhte nur darauf, eine Ablenkung durch ein aufgescheuchtes Nerf zu erschaffen – aber immerhin. Es hat funktioniert.

Der nächste Schritt wird schwerer. Aber er muss gelingen. Sie wird frei sein. Völlig egal, ob Borraa dort ist oder nicht.

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Fratzengulasch á la Mando

28. Oktober 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Es gab zwei Möglichkeiten – entweder hatte Garrm recht und dann hätte er wohl so etwas wie das goldene Los gezogen (und das nur dank seines … animalischen Charmes?) oder Khalb selbst hatte recht. Dann war da noch irgendwo ein monströser Pferdefuß verborgen und er würde vermutlich mit Hilfe des grandiosen Geschenks einen grausamen, absolut entstellenden Unfall erleiden.

Fall eins erforderte wohl keinerlei Arbeit seinerseits. Aber wäre Illjana wirklich wegen des völlig (gar nicht) unbeabsichtigten Zwischenfalls beim Fest der Imperialen so richtig sauer, dann wäre es besser, erst einmal vorsichtig zu sein und sich eventuell ein versöhnendes Geschenk (was mochten Piratinnen? Er könnte ihr Gewehr bemalen …) auszudenken.

Der Gedanke, Garrm könnte recht haben war aber zu schön. Und es war auch bisher noch nicht allzu viel passiert, was sich als gut aufgestellte Falle hätte bewerten lassen. Khalb war nur zweimal auf den Hintern gefallen – aber das war ja nun nicht wirklich schlimm.

Begonnen hatte der Abend damit, dass Garrm ein sorgfältig verpacktes Geschenk angeschleppt hatte. Dem Aufkleber nach für Khalb. Von Illjana. Einfach so. Garrm war vor Neid fast vergangen und hatte sehr deutlich darauf gedrängt, dass das Teil sofort und unverzüglich geöffnet und der Inhalt eingehend inspiziert würde. Khalb war sich da nicht ganz so sicher. Kleinere Gewissensbisse wegen des Abends auf dem Ball zuckten ihm übers Gemüt und so suchte er sich lieber Garrms mit Heldenmut (und Mundgeruch) stoisch zur Schau getragene dicke Backe als Ablenkung. Garrm erzählte, dass er Zahnschmerzen hätte und der Militärarzt ihn – statt in den Mund des Zabrak zu schauen – dazu aufgefordert hatte, die Rüstung abzulegen. Seltsame Sache. Wozu mussten sich Zahnpatienten nackig machen? Garrm war es jedenfalls sehr unangenehm, dass ein aruetii seine Jito (oder so ähnlich, Khalb konnte mit dem Begriff nichts anfangen, gemeint waren wohl Garrms Tätowierungen) gesehen hatte.

Khalb, ganz im festen Glauben an seine breit gefächerten Erste-Hilfe-Kenntnisse, wollte Garrm von den Zahnschmerzen befreien, konnte seinen ori’vod aber nicht dazu bringen, sich entweder den Zahn ausschlagen zu lassen oder wahlweise einen Eimer Schmerzstims direkt ins Zahnfleisch anzunehmen. Undank und Unverständnis!

Also öffneten die beiden eben doch das Paket und es enthielt das strahlendste aller wunderbaren Geschenke: Ein Hoverboard! Mit Garrms Neid hätte man eine Harrower einmal durch die Galaxis fliegen können. Aber da die beiden sich grundsätzlich alles gönnten, wurde einvernehmlich abwechselnd das neue Spielzeug ausprobiert und sein möglicher militärischer Nutzen diskutiert. Ob so ein Ding einem sen’tra wirklich überlegen war konnte nicht abschließend geklärt werden. Und auch Khalbs enthusiastisches “Brems mit dem Gesicht, dann wirst du den Zahn los!” als Garrm einmal unfreiwillig vom Board abstieg wurde nicht zügig genug umgesetzt um Wirkung zu zeigen.

Natürlich war es kein Zustand, dass es nur ein Board für beide gab. Zum Glück hatte Khalb noch alles und Garrm zumindest einen Teil seiner Prämie vom “Ausflug” auf den Dschungelmond. Zusammengelegt sollte sich so ein zweites Hoverboard bestimmt finanzieren lassen.

Obwohl Khalb natürlich immer noch nicht sicher war, ob Illjanas Geschenk nicht doch eine langfristig angelegte Racheaktion war. Man konnte nie wissen … denn was Frauen anging, hatte der junge mando’ad weder großartige Erfahrung noch irgendwelche Vergleichsmöglichkeiten. Und seit jenem Abend hatte er die Ex-Piratin auch nicht mehr gesprochen.

Es war wohl Zeit, das nachzuholen. Die Ungewissheit war sonst gar zu quälend. Und natürlich galt es herauszufinden, wer denn nun recht hatte. Garrms Vorstellung der Umstände hatte jedenfalls etwas verdammt verlockendes …

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Silence in the library

28. Oktober 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Versteckspiele waren noch nie wirklich meins. Ich tue mich schwer damit, mich zu verstellen und unauffällig war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Dennoch bin ich der schlichten, kurzen Comnachricht gefolgt und habe mich mit einer weiten Robe und tief in die Stirn gezogener Kapuze unkenntlich gemacht.

Ich bin in die Bibliothek der Universität von Alderaan und habe in einem bestimmten Lesesaal nach einem bestimmten Band der Geschichte der Adelshäuser gefragt. Ein im Vergleich zur Akademie auf Korriban so unbeschwert-fröhliches Lehrinstitut. Die Athmosphäre gelassener Gelehrsamkeit und friedlicher Forschung hat mich verwundert und mit Gereiztheit erfüllt. Wie kann ohne ständigen Konflikt Wissen, Macht und Einsicht in die Natur der Dinge entstehen? Aber das ist nicht mein Problem. Ich war nicht dort, um zu lernen.

Und dann habe ich sie getroffen. Habe ihr Auge in Auge gegenüber gestanden. Augen .. ihre Augen sind grau. Wären Meister Concabilles Augen das auch? Diese Farbe von wütendem Eis … statt der schwarzen Gläser mit den roten Funken tief dahinter.

Sie hat soviel Neugier auf ihre Mutter in sich. Ich kann sie verstehen, werde aber nichts sagen. Meister Concabilles Geschichte gehört nur ihr, es ist nicht mein Recht, sie zu erzählen. Zu viele haben schon zu viel über sie ausgeplaudert. Ich habe Shanora statt dessen die Gegenwart angeboten. Wie ich ihre Mutter sehe. Und die Option, selbst mit ihr zu reden, sobald wir sie befreit haben.

Ich glaube, dieses Treffen war überraschend für beide Seiten. Ich habe mich dabei erwischt, dass sie mir bekannter vorkommt, als sie es dürfte. Nicht körperlich; sie sieht völlig anders aus als mein Meister. Es sind Bewegungen. Das Ausholen mit einer ungeduldigen Geste, ein Wegdrehen, ein Heben der Schulter, die mir so vetraut sind wie die Rückseite meiner Hand. Und sie hat wohl ein irres Monster erwartet, das ihre Mutter mit irgendwelchen Tricks zur dunklen Seite verführt hat und konnte kaum glauben, dass ich zu kultivierter Konversation im Stande war.

Wir sind einer Meinung, dass ein Frontalangriff auf Darth Aroval – selbst wenn wir wüssten, wo er sich aufhält – blanker Selbstmord wäre. Also haben wir uns einen Köder ausgedacht, um ihn aus seinem Bau zu locken und Meister Concabille unbewacht zu lassen. Nun, sicher nicht wirklich unbewacht. Aber ich bin mir meiner Fertigkeiten spätestens seit der Bladeborn-Prüfung sicher genug, dass ich glaube, dass ich mit allen Wachen fertig werden kann, die er zurücklassen könnte. Und wenn nicht ich allein, so habe ich vermutlich Xzari an meiner Seite.

Jetzt müssen wir den Plan ins Werk setzen. Ich habe Sheysa über Shanoras Ideen informierrt und sie gebeten, ihre speziellen Kontakte zu nutzen. Denn uns fehlen noch so viele Informationen, um alles glaubwürdig zu inszenieren. Ich bin nicht gut darin, Dinge zu planen oder zu koordinieren. Ich bin Einzelkämpfer, maximal daran gewöhnt in einem kleinen Team vorzugehen. Aber für sie arbeite ich sogar mit Jedi zusammen (mit etwas Glück kann ich ihnen später auf dem Schlachtfeld das Lebenslicht ausblasen).

Für sie gehe ich diesen Berg an, der höher als alles ist, was ich bisher überwinden musste. Aber es geht darum, den Kodex zu erfüllen. Aus der eigenen Kraft Freiheit zu schaffen.

Und dann hält uns nichts mehr auf. Keine Ketten mehr. Keine Fäden an Marionetten.

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Der Wut Zügel anlegen

25. Oktober 2014 2 Kommentare

Es wäre zu einfach, jetzt dem Verlangen nachzugeben und sinnlos Zerstörung anzurichten. Alles in mir will töten. Irgendetwas. Ich will Schmerzen zufügen, um den Schmerz in mir auszureißen. Meine Füße tragen mich in den Garten dieses weitläufigen Anwesens. Die Luft ist klar, man sieht bis zu den zum verrückt werden hübschen Gipfeln der Berge weit hinter der Stadt. Ich balle die Fäuste, zwinge den Zorn, die Verletzung, die Ohnmacht in mir zu einem glühenden Ball in meiner Brust, der seine Fühler in meine Muskeln und Adern ausstreckt – ich nutze meine Leidenschaften, nähre die dunkle Seite.

In letzter Zeit erhielt meine Stärke durch andere Dinge Kraft. Durch den Stolz auf meine bestandene Bladeborn-Prüfung. Durch ihre Blicke, ihre Berührungen. Sogar – und es ist überaschend, das zu bemerken, durch den Gedanken daran, dem Parasiten einst zu zeigen, wie man kämpft …

Aber jetzt ist es Angst. Um sie. Um den Parasiten. Um uns. Und Wut, die aus der Angst wächst wie ein mächtiger Baum. Ich gehe weiter in den Garten hinein, ziehe aus jeder Bewegung Kraft, um Angst zu Hass zu machen. Ich strecke die Hand aus, krümme die Finger. Die Marmorstatue einer dicken Frau reißt von oben herab auf, fällt in zwei Teilen in das Wasserbecken, das sie eben noch in ihrer ganzen Hässlichkeit gekrönt hat.

Im Haus reden die drei Frauen immer noch. Ich hoffe, Shanora schafft es, Sheysa davon zu überzeugen, dass ich recht habe. Dass es Wahnsinn wäre, Darth Aroval direkt zu konfrontieren. Ich bin ein Krieger, meine Stärke liegt in meinem Schwert – nicht darin, gegen die Netze aus Alchemie und Dingen-im-Kopf anzurennen, die Darth Aroval so meisterhaft beherrscht. Und Sheysa ist eine … Diplomatin? Sie mehrt ihre Macht durch Beziehungen, durch wohl gesetzte Worte. Auch nichts, das uns gegen einen uralten Meister helfen kann. Bleibt noch Xzari, Lord Tragos´ Schülerin. Was sie kann weiß ich nicht. Da aber Lord Tragos ebenfalls eher in meinem Metier unterwegs ist, wird Xzari nicht plötzlich ein Jahrhunderttalent für Zauberei entwickeln.

Kurz: Wir haben die Chance eines Schneeballs in der Hölle, wenn wir kopflos auf den Alten zurennen. Ich will eine Ablenkung. Eine große Ablenkung. Die ihn von meinem Meister weglockt. Und dann hole ich sie da raus und wir ziehen uns zurück. Egal wohin. Nur weit weg. Was dann kommt wird sich zeigen. Die große Ablenkung kann vielleicht dieser Kerl bieten, auf dessen Spur mich Meister Concabille damals gesetzt hat. Als sie mir sagte, dass ich ihn aufsuchen und möglichst nicht töten solle, falls ihr etwas passieren würde. Klingt nach einem Jedi. Aber was habe ich für eine Wahl?

Im Moment bleibt mir nur zu hoffen, dass Shanora Vernunft in Sheysa und Xzari pflanzen kann. Seltsam, ich verlasse mich auf eine Frau, die ich vorhin zum ersten Mal im blauen Leuchten eines Holo-Coms gesehen habe. Die ihr überhaupt nicht ähnlich und doch absolut ähnlich ist. Die alles daran setzte mir klarzumachen, dass sie mich für das Letzte hält und nur um ihretwillen mit mir kooperiert (na, was solls – unangenehme Familientreffen bin ich nun wirklich mein Leben lang gewohnt).

Ich muss die Heart of Courage startklar machen, die seit meiner Rückkehr von der Prüfung still im Hangar liegt und auf uns wartet. Und dann werde ich sehen, was sich ergibt.

Ich werde sie dort rausholen. Ich wünschte, ich könnte ihre Präsenz so spüren wie Sheysa es kann. Aber meine Talente sind recht einseitig verteilt und ich habe zwar vor zwei Tagen in der Wildnis gefühlt, dass sie mich braucht, dass etwas nicht stimmt … aber ich kann sie jetzt nicht wahrnehmen. Sheysa sagt, dass sie lebt und sich seltsam-dämmrig wohlfühlt. Das klingt nach Drogen.

Ich muss jetzt Geduld haben. Der Moment muss perfekt sein, sonst verlieren wir alles und landen schlimmstenfalls ebenfalls in Darth Arovals Netz. Aber das wird nicht passieren. Nein. Ich bringe sie zurück. Sie wird frei sein. Wir werden frei sein. Und das ist besser als jede Droge, mit der er ihren Geist benebeln kann.

Ich gehe in Richtung Hangar. Eine weitere Statue birst in einer pudrigen Marmorwolke.

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OOC: Dramatische Dinge haben sich ergeben. Concabille ist gefangen, Sheysa hat – ganz klassisch star-wars-y – eine Hand weniger und Ghurab muss sich schwer zusammennehmen um nicht brüllend bei Aroval auf der Matte zu stehen und seinen Meister zurückzufordern. Außerdem wird man sich zu gegebener Zeit um den verräterischen Captain Stryder kümmern müssen (er denkt allerdings, wir wären die Verräter!) – aber Concabilles Befreiung geht vor. Leider ist die Spielerin des Jedi, der unsere Anlaufstelle wäre, derzeit krank (gute Besserung!), so dass wir erst einmal andere Dinge tun.

Die Bilderdekoration dieses Posts zeigt Ghurabs neue Rüstung. Seit ihm beim Einsatz auf Tatooine die alte zerstört wurde, brauchte er schließlich etwas neues. Und zu meiner Freude stellte ich fest, dass sich die Resolute Protector-Brustplatte – im Original sehr langweilig weiß-blau – mit einem schwarz-rot-Färbemodul zu einer blutbespritzten Scheußlichkeit pimpen lässt, die gerade perfekt passt.

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Alter Groll herumgetragen

20. Oktober 2014 Kommentare aus

Khalb wanderte durch die metalldunklen Flure der Jaguada-Kaserne zurück zur Unterkunft. Garrm wäre vermutlich noch unterwegs. Heimwege konnten bei dem Zabrak recht unterschiedlich lange dauern – je nachdem, wem er begegnete.

Aber es war vielleicht ganz gut, noch ein bisschen allein zu sein, bevor sein ori’vod, gut gelaunt wie fast immer, durch die Tür gebrochen käme.

Schlechte Laune. Sehr schlechte Laune. Einerseits weil seine buir nur so kurz dagewesen war und nun sogar diesen einen Tag Urlaub nicht mit ihrer Familie sondern mit einer Dienstbesprechung beenden musste (Khalb war ziemlich sicher, dass das wieder Ärger geben würde) und zweitens weil es immer schwerer wurde, mit der alten Wundstelle in seinem Herzen umzugehen. Das Thema kam immer wieder auf, immer wieder führte es zu Stress und Streit. Es war, als würde ihn immer öfter jede noch so diffuse Kleinigkeit daran erinnern.

Er hatte nichts gegen die imperialen Soldaten. Er hatte an ihrer Seite gekämpft und verließ sich im Gefecht so auf sie, wie sie sich auch auf ihn verlassen konnten. Soldaten. Einzeln. Oder zumindest nicht als Gruppe wahrgenommen. Denn sobald sie als Masse, als “Imperiale”, auftraten, wurde es schwer. Und besonders bei Offizieren. Sergeant Morrisen ging noch. Die schien Khalb manchmal in ihrer eigenen Vergangenheit gegen Dämonen zu kämpfen. Das brachte sie ihm nahe. Aber der Rest war … Imperiale.

Vielleicht war es ungerecht, alle in einen Topf zu werfen. Aber wenn man in letzter Zeit immer öfter nachts schweißgebadet aufwachte, weil man wieder davon geträumt hatte, wie einem ein Trupp gesichtsloser Soldaten durch den Wald folgte … dann war es schwer, in allen Kameraden zu sehen. Zu nahe stand das Bild der brennenden Siedlung. Und zu scharf noch der ölige Geruch der Mine in der Nase. Sklave aus dem einfachen Grund, weil man da war.

Er machte sich keine Illusionen über das Schicksal der anderen Leute, die in der Mine zurückgeblieben waren. Unwahrscheinlich, dass sie noch lebten. Und er war hier und nahm das Geld der Leute, die dafür verantwortlich waren (nicht direkt … aber Imperiale waren in gewisser Weise immer ein Kollektiv). Natürlich war jeder für sich selbst verantwortlich und wer kämpfen konnte, würde es auch schaffen … aber die anderen Kinder … besser nicht in den Kopf lassen, er schlief in den letzten Wochen schon schlecht genug.

Es hatte schon einmal Streit mit buir darüber gegeben, dass Khalb die Entscheidung des mandalor für falsch hielt, an der Seite des Imperiums zu kämpfen. Die Republik hasste die Mandalorianer (hatte buir gesagt). Die waren auch keine Option. Aber – musste man sich dann mit dem Imperium einlassen?

Er hatte für sich selbst das maximale aber erträglichste Übel gewählt: Den Lord. Der versuchte gar nicht erst, seine mando’ade zu Imperialen zu erklären. Für ihn waren sie auf eine erfrischend ehrliche Art nur Werkzeug. Waffen, Bluthunde, Ausführer. Er sah auf sie herab und machte aus diesem Gefälle kein hehl. Andererseits schien er auch keinerlei Absicht zu haben, sie zu assimilieren. Er wusste, dass das sinnlos war, nahm sie, wie sie waren und verlangte nur Ergebnisse. Er war ein Krieger. Er verstand.

Buir hatte ihm heute abend befohlen, sich nicht abzusondern. Weil das im Gefecht tödlich werden konnte. Sie hatte recht. Aber wie sollte er vergessen, was er erlebt hatte, wenn es immer wieder aufbrach?

Mit wem konnte er über so etwas reden? Garrm war als mando’ad geboren, der kannte nur Freiheit. Buir hatte klar gemacht, dass sie nicht erlauben würde, dass er sich daran abarbeitete. Illjana? Ja, Illjana. Sie wusste, was es bedeutete, wenn einem die Imperialen alles wegnahmen, was man war.

Er wollte buirs Befehl befolgen. Bis er erwachsen war und eigene Wege gehen konnte, fiel alles, was er tat, auf sie zurück. Und da es ihr Wunsch war, im imperialen Militär angestellt zu sein, würde er irgendwie versuchen müssen, seine Erinnerungen auszubrennen.

Wäre vermutlich sowieso das Beste …

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Eindeutig Ghurab. Und eindeutig auf der Republikflotte. Jawoll, mein Jedi-Ghurab ist jetzt 55, fast genau richtig angezogen und ich kann mich auf kindliche Weise über solche Bilder amüsieren.

Es ist nicht nur tragisches für Khalb im RP passiert. Er hatte auch einen albernen Abend mit Garrm, zu dem dann noch Lorsa und (sehr kurzfristig und dann vermutlich auch sauer auf Khalb) Lienas dazustießen. Garrm versuchte Lorsa anzusingen (Gildenchat: Lorsa ist eine MILF), prallte vollständig an ihr ab und es gab Whiskey. Khalb hat festgestellt, dass er bisher nicht versteht, was an Alkohol so großartig sein soll – pauschales Urteil derzeit: Schmeckt Scheiße.

Ich habe die ersten drei Episoden von “Rebels” angesehen und war positiv überrascht. Okay, das Design ist nicht hundertprozentig meins (vor allem Space-Mowgli als Held finde ich sowohl vom Äußeren als auch vom Verhalten her eher überflüssig) und die Quoten-Mando (ja, da gibt´s halt eine Menge Fans von, including yours truly) hat erstens einen Namen wie aus einer 70-Jahre-Grundschule im Sauerland und benimmt sich zweitens auch etwas schräg … aber der Jedi und die Twi`lek sind cool und das ganze hat (alle mitlesenden Browncoats dürfen jetzt aufschreien und mich enterben) ein nettes, subtiles Firefly-Vibe. Ich bin jedenfalls auf die nächsten Folgen gespannt und hoffe, dass Rebels so gut wird, wie Clone Wars aufgehört hat (Aroval meint, Mark Hamil hätte Darth Bane gesprochen. Muss ich glatt nochmal die sechste Staffel anschauen!).

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Eine Heimkehr und Verpflichtungen

17. Oktober 2014 Kommentare aus

Als Illustration wieder ein Weltraumbild aus der Reihe “Spaß mit weißen Sprenkeln”. Ich recycle Hintergründe. Passt aber dazu.

Der Lord kam an.

Er sah sich um.

Makellos, alles an seinem Platz. (Selbstverständlich. Entweder man hatte perfekte Diener oder gar keine)

Es war bestimmt zwei Monate her, seit er das letzte Mal in sein Arbeitszimmer getreten war. Er strich mit den Fingern über den durchsichtigen Deckel eines in Lösung vor sich hinwachsenden Kristalls. Alles wie er es verlassen hatte. Bald würden noch ein, zwei Exponate dazukommen, doch brauchten die noch ein wenig Sonderbehandlung, bevor man sie gefahrlos mit anderen … Dingen im gleichen Raum aufbewahren und erforschen konnte.

Der alte Lord hätte es nicht einmal vor sich selbst zugegeben – aber in dieser Beziehung glich er seinem flatterhaften, selbstverliebten jüngeren Bruder. Er sammelte. Hortete. Forschte. Optimierte und veränderte. Wie fast jeder in der Familie. Sie spielten selten Politik; die Karaz` verfolgten andere Ziele.

Seine letzte Reise hatte ihn auf einen Planeten im mittleren Rand geführt. Ein System so weit von den Hyperraumrouten entfernt, dass es nach Verlassen der Rimma Handelsroute bei Sullust noch etliche Tage im Normalraum gedauert hatte, es überhaupt zu erreichen. Aber es hatte sich gelohnt. Die Wachstumsrate der Kristalle war phänomenal. Er würde so bald als möglich – …

Halt, zuerst alles, was in seiner Abwesenheit liegen geblieben war.

Er legte den Mantel ab und ließ sich schwer auf den mit teurem Leder bezogenen Schreibtischstuhl sinken. Ein Holocron glitzerte ihn an und er strich kurz zärtlich über eine der Kanten der kleinen Pyramide, immer bedacht, es nicht in seinen Geist zu lassen. Ein bewachtes Erbstück. Die Schutzmechanismen waren selbst für ihn nur nach einer vorbereitenden Meditation zu überwinden.

Ein Griff nach dem Datapad. Fast hundert Nachrichten. Ungeduldig tippte er sich durch familiäre Korrespondenz, Einladungen zu allem Möglichen, schleimige Angebote und sinnlose Betteleien. Eine Nachricht von Ginyu – sollte der nicht noch auf Forschungsreise in möglichst gottverlassene Gegenden der Galaxis sein ..? Ein Impuls, die Botschaft zu löschen aber dann, aus einer Laune heraus, doch ein Blick …

Der Lord zog die Brauenwülste zusammen. Seine gelben Augen wurden schmal. Mit wem hatte sich Ginyu eingelassen? Darth Aroval … Eine kurze Recherche ergab nichts, was eine sonderliche Schnittmenge vermuten lassen würde. Also blieben als Bindeglieder nur Borraa oder Ghurab. Letzteres schien dem Lord eher unwahrscheinlich. Sein jüngster Sohn war für den Darth maximal ein besserer Türsteher (Stachel im Fleisch des Lords). Also Borraa.

Der Lord lehnte sich zurück, starrte ins Leere, trommelte mit den Fingern einen Rhythmus auf die Tischplatte. Dann griff er wieder nach dem Datapad und suchte die Kontaktdaten des Darth heraus.

Darth Aroval!
Aufgrund einer längeren Abwesenheit aus den zivilisierteren Gegenden der Galaxis erreichte mich Eure Nachricht, die Ihr meinem Bruder mitgabt, erst jetzt. Ich werde die kommenden Tage in Kaas City verbringen und stehe für ein Treffen zur Verfügung.
Ruhm dem Imperium,
Rednelak Karaz

Er schnippte mit den Fingern und ein Sklave mit einem Tablett erschien. Darauf ein Dekanter, der Wein hatte schon seit der Ankunft des Lords Zeit gehabt zu atmen. Wie gesagt … perfekte Diener oder keine. Der Lord ließ sich ein Glas einschenken. Betrachtete die tiefgoldene Farbe des Weins. Drehte das Glas in den Fingern und schloss die Augen. Nahm die Aromen in sich auf und ließ die Gedanken wandern. Dieses Treffen warf bedrohliche Ahnungen voraus. Es barg Möglichkeiten. Aber nur, wenn man mit äußerster Wachsamkeit vorging. Er würde vorher mit Borraa sprechen, falls er sie erreichen konnte.

Ein Schluck Wein.

Perfektion.

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OOC: Aroval hat die Nachricht schon vor längerer Zeit über Ginyu an den alten Lord geschickt. Bisher habe ich mich aber noch nicht getraut, darauf einzusteigen, da ich nicht sicher war, ob ich mit dem (wahrscheinlich) politischen RP klar kommen würde. Jetzt denke ich mir, dass ich es zumindest versuchen möchte. Möglicherweise ist der Plot zwar jetzt schon so weit fortgeschritten, dass der Lord sowieso überflüssig ist – aber man weiß ja nie!

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Bladeborn – Prüfung, Teil 2

16. Oktober 2014 Kommentare aus

Der Pilotensitz der Heart of Courage knarzt freundlich, als ich mich auf ihn fallen lasse. Der vertraute Geruch nach ihren Cigaras, der tief im Lederpolster hängt, umgibt mich. Mit einem dienstbeflissenen Piepen surrt der Medidroide heran und fängt an, die Wunde an meiner linken Hand zu versorgen. Die rechte Hand bleibt wie sie ist, ich verscheuche den Droiden mit einer ungeduldigen Geste, als er sich ihr nähern will. Obwohl er die Wunde vermutlich auch mit der besten Medizin nicht davon abhalten könnte, zu einer Narbe zu werden, da sie nicht auf natürlichem Weg entstanden ist.

Ich betrachte die Rune die jetzt rot und gewebeflüssigkeitsglänzend direkt über dem Daumenballen sitzt. Ich habe sie mir verdient.

Ein Griff zur Konsole und zum Hyperraumtransmitter. Ich tippe ihre Kennung ein und warte darauf, dass das Signal sie auf Alderaan erreicht. Die Zabrak hatte recht, die Turbulenzen sind verschwunden, alles ist, wie es sein soll.

Es dauert, bis sie ans Com geht.

Während dessen schweifen meine Gedanken. Die Reste des Giftes machen mir es auch schwer, völlig geradeaus zu denken.

… der Twi`lek sprang, nutzte die Macht und gab mir telekinetisch einen heftigen Schlag vor die Brust, der mich den Rest der Treppe nach unten schickte. Ich drängte ihn mit einer Serie schneller Angriffe wieder ein paar Schritte zurück, doch erwischte er mich dann so, dass ich mit der unbewaffneten Hand einen Schlag auffangen musste. Ich bin schon ziemlich weit in den defensiven Machttechniken, doch habe ich es nicht geschafft, das Schwert völlig zu stoppen, bevor er mir die Hand zwischen Mittel- und Ringfinger halb spalten konnte.

Ab da wurde der Kampf einseitiger. Schmerz kann man bis zu einem gewissen Punkt mit Hilfe der Macht gut unterdrücken – aber fehlende Funktionalität von Fingern lässt sich nur schwer kompensieren. Ich merke, dass ich mehr Training brauche. Das Problem ist nur, dass Meister Concabille in den nächsten Monaten dafür wohl zunehmend ungeeigneter sein wird. Ich brauche einen anderen Sparringspartner, bis sie den Parasiten los ist. Oder irre ich mich und das Ding wird sie nicht behindern? Alles nur in meinem Kopf? Ich sehe sie die Wasserkugel im eiskalten See auf Alderaan formen … die Macht liegt um ihre Schultern wie ein Mantel …

Der Kampf endete abrupt, wieder nur ein Test. Der Twi`lek erklärte mir mitten im Kampf, dass ich mich gar nicht mehr anzustrengen bräuchte – das durch die Wunde applizierte Gift würde sich durch Bewegung nur noch schneller in meinem Körper verteilen. Aber wenn ich stark wäre, würde ich es schon überleben.

Er fügte noch einen launigen Satz darüber an, dass ich irgendwann sicher einmal ein ernst zu nehmender Gegner würde (ich dachte mir: ich reiß´ dir bei nächster Gelegenheit den Kopf ab, Bruder!) und verschwand dann die Treppe nach oben.

Ich spürte das Gift zunächst nicht … oder dachte es. Alles wurde deutlicher und dunkler. Meine Wahrnehmung schien mir klar und doch sah ich Dinge wie brennende Nagetiere, fallende Steine, Lichter. Was konnte ich schon tun? Irgendwo dort vorne im schwarzen Nichts wartete die Zabrak … Also wanderte ich durch die Ruine, von der ich nichts als einen vagen Lichtschein weiter vorne erkennen konnte.

Meine Sinne waren unnatürlich geschärft und doch fokussiert-eingetrübt. Ich versuchte, mich nicht mehr auf meine Augen verlassen zu müssen, sondern nach ihrer Machtaura zu suchen. Und die war leicht zu finden. Wie ein turmhoher Leuchtturm, brüllend wie ein wütender Krayt-Drache. Sie nahm den ganzen Raum einer halb von irgendeinem jahrhundertealten Wassereinbruch überfluteten Apsis ein, war nicht zu übersehen und doch nicht da. Ob es das Gift war?

Wieder versuchte sie mich, mit Fragen aus der Reserve zu locken. Meinen Entschluss, Bladeborn zu sein, ins Wanken zu bringen. Obwohl sie Recht hat … warum tue ich es? Für mich? Für mehr Macht? Meinem Verständnis von Freiheit dient es nicht, sich einem Orden anzuschließen. Oder doch? Ich bin dem Weg gefolgt, ohne alles zu durchdenken. Sith sind keine Rudeltiere. Und dennoch stehe ich an der Klippe und muss fliegen oder fallen.

Als hätte die unterirdische Ruine vor, mich ebenfalls zu prüfen, lösten sich bei jedem tiefen Drachenbrüllen der Zabrak mehr Steine aus der Decke und klatschten um mich herum ins hüfttiefe Wasser.

Ich wich aus, versuchte gar nicht erst, tonnenschwere Felsstücke mit der Macht aufzuhalten. Die Zabrak und ihre Aura waren überall. Ich habe den Verdacht, die Hälfte ihrer Präsenz ging auf das Gift in meinem Blut zurück – aber ob diese Vermutung stimmt, werde ich erst morgen überprüfen können, wenn ich sie in nüchternem Zustand wiedertreffe.

Sie hat mich vor der einstürzenden Decke gerettet … oder? Alles bleibt unwirklich. Ich verlor das Bewusstsein. Verdammtes Gift, verdammt schwacher Körper.

Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Freien. Ich setzte mich auf und sah die zwei Bladeborn etwas abseits kauern und mich wie neugierige Raubtiere beobachten. Vor einer riesigen, bröckelnden Steinstatue eines Lords stand eine Feuerschale und inmitten der Flammen lag ein Schwert. Mein altes Schwert und meine Armschienen waren verschwunden.

Die Dunkelhäutige sagte mir, dass ich mir das Schwert verdient hätte. Ich müsste es nur noch für mich beanspruchen und nehmen. Der Twi`lek ließ es sich nicht nehmen, mir zu erklären, dass er mich beim ersten Anzeichen eines Zögerns töten würde. Weshalb ich noch einen Zacken ruhiger und langsamer (habe ich schon erwähnt, dass ich auf Provokationen gern einmal mit kindlichem Trotz reagiere?) als ohnehin geplant in die Feuerschale griff, meine Hand durch alles, was ich in meinem benebelt-geschärften Hirn an Machtfokus noch aufbringen konnte, gegen den Biss der Flammen gepanzert. Und dem Weißhäutigen dabei die ganze Zeit hasserfüllt in die Augen sah.

Ich schloss meine Faust um den langsam dunkelrot werdenden Griff, die Macht als Handschuh um meine Finger, die Hitze kam nicht durch … doch die Runen auf dem Metall glühten auf und eine davon bohrte sich durch meine Barriere und meine Haut; brandmarkt mich nun für immer als Bladeborn.

Und das war es. Ich gehöre zu einem uralten Orden, den die meisten Sith mit einer Mischung aus Verwunderung (die Weigerung, Lichtschwerter zu benutzen, wird als sehr archaisch angesehen) und Respekt (wer mit Ritualschwertern kämpft muss herausragende Fertigkeiten entwickeln, um die technischen Vorzüge moderner Waffen auszugleichen und zu übertreffen) betrachten. Ich mag jetzt noch der unterste der Hierarchie sein, aber ich werde mich nach oben kämpfen. Weiter habe ich noch nicht gedacht, was vermutlich ein Fehler ist. Ich war in letzter Zeit zu viel mit meiner direkten Umgebung beschäftigt. Ich werde noch ein, zwei Tage hier bleiben und mit der Zabrak reden und trainieren.

Das Holocom klickt und aus der Projektionsfläche wächst das blau-verwaschene Bild der Invicta. “Guten Abend, Meister …”

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OOC: Gestern haben wir es ganz knapp geschafft, den Bladeborn-Prüfungs-Plot zu Ende zu spielen. Bis kurz vor zehn hat´s gedauert und war keine Sekunde langweilig. Eine extrem gute Story mit vielen möglichen Abzweigungen und Variablen. Ich war zeitweise genauso ratlos wie Ghurab, wie es denn nun weitergehen könnte. Ich frage mich, ob es auf VC noch andere Bladeborn-Spieler gibt? Also so richtig aktive. Da die dann aber auch noch mit unserem Stil klarkommen müssen, wäre da vermutlich vorher viel Annäherungsarbeit nötig. Trotzdem … ich fände das cool.

Auf jeden Fall nochmal ein ganz großes DANKE an Sey und Eloun für das Organisieren und Mitspielen! Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie ich.

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