Wüstenwanderung und ewiges Eis

Für einen ausführlichen IC-Bericht war ich gestern zu kurz im RP. Nur eine halbe Stunde habe ich in Fort Asha auf Jaguada verbracht, gerade einmal genug Zeit, dass ein schlecht gelaunter Captain Stryder für ein in der Freizeit geäußertes “Su cuy, Iljana!” 50 Liegestütze Strafe verteilen konnte (“Wir sind hier im Imperium, hier wird Basic gesprochen!”) und nach dessen Abschwirren die genannte Iljana Khalb in ziemliche Peinlichkeit (gefühlt) bringen konnte. Sobald der Captain verschwunden war ging Khalb auch wieder zu Mando’a über. Er ist der Meinung, dass er außerhalb des Dienstes durchaus seine Sprache sprechen darf, weil das wohl kaum irgendwelche Kampftaktiken beeinflussen kann. Der Medic und der Cathar-Rekrut schienen das, ihrem Gemurmel aus dem Hintergrund nach, ähnlich zu sehen. Die Ehe bekommt dem Captain wohl wirklich nicht. Er ist sehr unleidlich geworden. Nicht einmal Iljana Riefenstahls Propaganda-Filmträume mit dem Captain als idealisiertem imperialen Soldaten im Mittelpunkt, konnten ihn wirklich aufheitern.

Für Khalb hingegen wurde es, nachdem die initiale Peinlichkeit wegen der Fotos auf dem Datapad überwunden war, ziemlich nett, da er erfuhr, dass Iljana nun frei und vollwerrtige Bürgerin des Imperiums ist. Nicht, dass er Lord Tragos auch nur einen Meter weit trauen würde (obwohl er ihn bei der Befreiung von Lord Garrde schon nah im Kampf erlebt hat, was von einem Mando’ad mit “gut kennen” gleichgesetzt wird). Im Gegenteil – er ist fest davon überzeugt, dass der Sith für Iljana noch ein dickes Ende im Ärmel hat. Aber im Moment läuft alles.

Viel mehr passierte im RP nicht, dazu hatte ich vorher zu viel Zeit im PvE verplempert.

Wie man am Titelbild sehen kann, hat das Gree-Event wieder angefangen. Das ist eine etwa halbjährlich wiederkehrende Veranstaltung, während derer man einem Haufen Tentakel-Aliens bei ihren Forschungen helfen darf. Ich hatte daran bisher noch nie teilgenommen und wollte es mir dieses Mal endlich einmal ansehen.

Hübsch anzusehen ist es auf jeden Fall. Aber das war klar, schließlich gefällt mir auch Asation, die Gree-thematisierte Operation, sehr gut. Das Event selbst … nun ja. Die Heroic-Quest habe ich noch nicht gemacht, die PvP-Quests tue ich mir wohlweißlich nicht an (der General Chat war so voller Gift und Galle – da brauche ich nicht auch noch zum Drama zu addieren) und so blieben die normalen Quests, die mir reichlich uninspiriert vorkamen. Kein Vergleich zum Rakghoul-Event, das sowohl optisch als auch questmäßig in meinen Augen gelungener ist. Allerdings gibt es Goodies wie Legacy-Offhands zu kaufen .. und das würde mich doch gar sehr locken. Ich sehe aber nicht, wie ich das dafür benötigte Material zusammenbekommen könnte. Ich fürchte, dieses Event wird reichlich an mir vorbeilaufen. Andererseits habe ich exakt das selbe über das Rakghoul-Event gesagt.

Dafür war ich danach mit Kathro (bzw. Xakae) auf Tatooine unterwegs um die GSI-Quests zu machen. Die Heroic ging wunderbar glatt mit Xakae als Tank und Khalb als Heiler. Doch dann hatte ich die Idee, dass ich mir doch einmal alle GSI-Quests auf dem Planeten ansehen könnte. Und das beschäftigte uns (mit Datacron-Umweg) fast eine Stunde … Das Ganze ist wie ein Ei mit Maggi: Lecker aber ich brauch nicht noch eins. Heute lieber wieder nur die Heroic – die lässt sich in fünf Minuten erledigen.

Apropos heute: Zwar haben wir schon die ganze Woche jeden Abend Soldaten-RP aber heute ist der dafür designierte Abend. Mal sehen, was sich so ergibt.

Außerdem hat sich der potentielle Sklavenspieler wieder bei Sey gemeldet, was mich zugegebenermaßen überrascht hat. Bieten wir doch keinerlei Sex-und-Hauen für Sklaven an (das ist rein für Concabille und Ghurab selbst reserviert). Da werden wir wohl demnächst tatsächlich einmal nach Lebendware shoppen gehen.

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Die Moral, die Loyalität und der Kampf

22. Juli 2014 8 Kommentare

Es wäre vermutlich alles viel leichter, wenn er früher ein Imperialer gewesen wäre. Früher – er erinnerte sich kaum noch daran, obwohl es doch eigentlich noch gar nicht so lange her war. Früher, bevor buir ihm gesagt hatte, dass er mando’ad sei. Aber er hatte nunmal nichts mit den Imperialen zu tun gehabt, bevor sie ihn in diese Mine auf Keska zwei verschleppt hatten und wusste deshalb einfach nicht, wie sie tickten. Und jetzt war auch nicht alles klarer. Obwohl er jeden Tag mit ihnen kämpfte, trainierte, lebte. Sie blieben rätselhaft.

Vom Platz vor den Quartieren hörte er Garrm herangaloppieren. Der war wohl auch froh, von der Lieutenant wegzukommen. Die hatte jetzt den entspannten Sergeant vom 181sten am Wickel. Der käme sicher mit ihr klar. Der kam mit einer ganzen Menge klar. Und vielleicht geriet dann auch der Inhalt von Khalbs Datapad wieder in Vergessenheit …

Khalb sah hinter sich Garrm aufschließen. Sein vod wirkte ungewohnt ernst, sein Vortrag über Loyalität, Ehre und die Lebensart ihres Volkes hatte ihm eine deutlich erwachsenere Aura verliehen. Khalb blieb stehen und wartete auf den Zabrak.

Alles nur wegen dieses absurden Befehls von Captain Stryder. Stryder-Garrde. Was auch immer. Den hatte nach seiner Hochzeit mit einer dar’jetii (Khalb hatte dank eines kompletten Mangels an Interesse nur sehr am Rande davon mitbekommen) der Rappel gepackt und er hatte eine Initiative zur Hebung der Moral der Truppen ins Leben gerufen. Und die Lieutenants und Sergeant Morrisen mussten nun den verblüfften und verärgerten Soldaten sämtliche “fragwürdigen und schädlichen” Bildmaterialien abnehmen. Also alles, worauf irgendwo nackte Haut zu sehen war. Und weil man hier im Imperium war natürlich speziell nackte Alien-Haut.

Nicht, dass Khalb dergleichen besessen hätte. Frauen ohne Waffen und Rüstung waren maximal nett. Aber er hatte dieses Comic, das ihm Illjana gegeben hatte. Um sein Lesen zu verbessern. Und in diesem Comic war eine Frau unter der Dusche zu sehen. Auch jede Menge anderer Dinge. Aber was, wenn Illjana deswegen Ärger bekommen würde? Also hatten die beiden mando’ade sich beratschlagt und den Stein des möglichen Anstoßes erst einmal Sergeant Morrisen zur Begutachtung vorgelegt, während im Hintergrund Lieutenant Lienas mit zwei Soldaten herumsetzte, die wohl Probleme damit hatten, sich von in ihre Haut eingestochenem “unmoralischem Bildmaterial” zu trennen. Seltsamerweise schien es fast so, als würde der Lieutenant die fixe Idee des Captains für genauso schräg halten wie die Mannschaftsdienstgrade es taten.

Das Comic wurde dann vom Sergeant als “harmlos wenn auch möglicherweise nicht für Jugendliche geeignet” eingestuft, was Proteste von beiden mando’ade nachgezogen hatte. Das wirkliche Problem war dann aber ein Anderes gewesen … Auf Khalbs altem, mit Tape geflickten Datapad befand sich nämlich nicht nur das pädagogisch wertvolle Bildwerk, alles, was Lorsa ihm zum Thema “mandalorianische Philosophie” und Taktiken gegeben hatte und sämtliche Briefe an seine Familie, sondern auch etliche Fotos von Illjana. Die zu erklären, so harmlos sie waren (und Illjana hatte auch Spaß daran gehabt, ihm die Zunge herauszustrecken, während sie trainierte), hatte einiges an Peinlichkeit verursacht. Das ärgerte ihn. Es war nichts Peinliches dabei. Gar nichts. Trotzdem hatte er einen roten Kopf bekommen. Und dass Garrm dann, als er erfuhr, dass Illjana jagen, schießen und Raumschiffe fliegen konnte, vor Anfällen seiner üblichen Sofort-Entflammtheit kaum noch geradeaus gucken konnte und Khalb bedrängte, ihm Illjana uuuuunbedingt vorzustellen, hatte auch nicht geholfen.

Man konnte nur hoffen, dass sein vod die spontane Liebe zur Piratin wieder vergessen hatte, als wieder einmal das leidige Thema der kulturellen Differenzen aufkam und man mit dem Sergeant und dem Lieutenant herumdiskutierte, ob imperiale Soldaten nicht doch besser die selben Freiheiten erhielten wie die Mandalorianer in Diensten des Regiments. Das führte nach einigen Verwicklungen und wohl auch Missverständnissen dazu, dass alles aufeinanderprallte und sich die mando’ade als kämpfende Handlanger gebrandmarkt sahen.

Es gab hin und her, Garrm hielt wilde (und kurze) Reden zu brennenden Themen wie Leidenschaft, Loyalität und Mut, man kam nicht zu sehr viel und dann wurde schließlich der Sergeant des 181sten, der gerade vorbeikam, miteinbezogen. Der äußerte sich aufgrund der Erfahrungen vergangener Einsätze positiv, was die Stimmung ein wenig entspannte und man konnte verschwinden, ohne dass eine der beiden Seiten das Gesicht verloren hätte.

Und das alles nur wegen Captain Stryders (Stryder-Garrde!) komischen Befehls.

Osik.

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Und weiter geht es mit OOC, wie man schon an Khalbs PvE-Rüstung in Warnfarben-Giftgrün erkennen kann. Ja, ich habe den Raptor! Endlich meiner! Ist er nicht entzückend und berauschend hässlich? Hat er nicht die gar begeisterndste nässender-Ausschlag-Hautstruktur? Den debilsten Unterbiss seit der Zeldrate? Die nutzlosesten Stummelärmchen?

Ich finde ihn wundervoll.

Das RP gestern war eher entspannt und sozial als actiongeladen und kämpferisch. Aber unterhaltsam war es doch. Gholams Beschreibung des Tats der “vornüber knieenden Twi`lek von hinten unter Einbeziehung des Bauchnabels” hat mich sehr zum Lachen gebracht. Tja, da muss wohl jemand wegen eines anatomisch korrekten Twi’lek-Ärschleins unter den Laser. Für die Moral! Für den Imperator!

Und zum Abschluss ein wenig Shaun. Während des Werewolf-Spielens am Samstag ergab sich die absurde Situation, dass unser Children of Gaia-Theurge (also ein echtes Werwolf-Blumenkind) Shaun in Crinos-Gestalt (die Kampfmonster-Variante der fünf Gestalten, die ein Garou so zur Verfügung hat) versuchte, für Ruhe zu sorgen, während sein noch-nicht-Rudelgefährte Rhys schreiend seine Revolvertrommel in Shauns Oberkörper leer machte (normale Munition tut nicht viel an so einem Crinos). Das tat der Theurge, in dem er eine Klaue vors Maul legte und ganz sanft “Pssssst!” machte. Unsere Spielleiterin kugelte daraufhin beinahe vom Sofa und bat mich, diesen Moment zu zeichnen.

Dazu sage ich: Bittesehr.

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Dieser Sommer ist eindeutig imperial …

… denn “Only a Sith deals in absolutes”. Und viel extremer kanns kaum werden. Es nervt.

Zum Glück konnte man den vierzig Grad am Samstag Vormittag mit ein wenig virtuellem Eis entkommen. Hoth ist wirklich ein sehr angenehm anzuschauender Planet. Aber ich fand keine wirkliche Ruhe zum leveln. Erstens natürlich da ich viel in Sachen P&P unterwegs war und sowohl mit den Vampiren im Jahre 1244 als auch mit Werwölfen 1890 viel Freude hatte (Opium, “Britannia ruling the Waves” als Eisskulptur bei einer Geburtstagsparty in Kensington und eine Zimmermädchen-Wyrmkreatur) und zweitens weil ich seit der Raptor-Kohle-heranschaff-Aktion irgendwie nicht mehr anders kann, als weiter Credits zu hamstern.

Denn es könnte ja sein, dass ich im RP irgendwann mal genau diese Klamotte (irgendeine) brauche und ich mir deshalb das Set zusammenkaufen muss, damit ich es freischalten kann. Derzeit gilt meine Kauf-Aufmerksamkeit der Series 212, einem eher hässlichen Droiden-Set, das aber als einziges komplett metallische Beinpartien hat. Mir fehlt nur noch das Kopfteil. Doch dieses gibt´s aktuell nur einmal im Handelsnetz – und der Verkäufer möchte 1.45 Millionen Credits dafür, was mir dann doch etwas zu viel für eine reine Möglichkeit, dass ich es mal brauchen könnte, ist. Falls jemand das Kopfstück verkauft und mit entweder einem Bild oder 500.000 Credits zufrieden wäre, würde ich mich über ein Angebot freuen.

Eine weitere Möglichkeit ist der Survival-Plot. Ich hoffe, dass er stattfindet. Im Moment herrscht gerade bei Saph und mir extremer Hype, es wird sich darauf ein Loch in den Bauch gefreut und man kann´s kaum erwarten. Ich bin sogar so weit gegangen für Khalb ein Lagerfeuer zu kaufen, damit die zwei Mando-Buben im Dschungel auch standesgemäß Klein- und Großgetier jagen und kochen können.

Diese Woche möchte ich gern sowohl mit Khalb als auch mit Ghurab unterwegs sein. Der Plot mit der Suche nach Saphs Angreifern wurde zwar leider gecancelt aber ich denke, die beiden Mandos können sich auch anderweitig beschäftigen als nur Ritter in bunter Rüstung für Sergeant Morrisen zu spielen. Und Ghurab hat noch Etliches über Meister Concabilles merkwürdiges Verhalten herauszufinden. OOC weiß ich schon, dass sie versuchen wird, Ghurab völlig im Dunkeln zu lassen, was das Kind angeht. IC wird das aber auch sehr, sehr einfach werden, da es ihm erstens nicht in den Sinn kommt und er zweitens sicherlich andere Ursachen für ihr Verhalten vermutet. Gar nicht zu reden von seiner üblichen Fokussierung auf praktisch alles andere. OOC habe ich natürlich mächtig Spaß an dem Versteckspiel, das Concabille aufführt.

Jetzt gilt es zunächst einmal einen Montag zu überleben. Und eventuell ein neues Headset zu kaufen, da mein “altes” (das Ding hat nur ein Jahr gehalten!) am Wochenende einen Wackler ins Mikro bekam.

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Eine halbe Stunde Strandurlaub

17. Juli 2014 Kommentare aus

Der verdammte Sand kommt echt überall hin. Überall. Ich dehne die Schultern, stehe auf und gehe zum Wasser. Die Kälte des Gletschersees treibt mir die Luft aus den Lungen. Trotzdem stapfe ich ein paar Meter hinein, halte den Atem an und tauche unter. Die Welt zerbirst zu tausend weißen Bläschen um mich herum. Als ich wieder nach oben komme und mich schüttle spüre ich ihren Blick in meinem Nacken. Ich drehe mich um. Ihre dunklen Augengläser halten mich fest. Sie wirkt trügerisch zerbrechlich, wenn sie nackt ist. Niemand sollte auf diesen Eindruck hereinfallen.

Ihre Hände schließen sich um einen imaginären Ball und neben mir bildet sich eine kopfgroße Sphäre aus eiskalt viel-zu-blauem Wasser, schwebt mir auf Schulterhöhe.

Sie grinst. Ich zucke die Schultern. Ich bin schon nass, schlimmer kanns nicht werden. Die Wasserkugel verliert ihren Zusammenhalt. Regen bei Sonnenschein und Schäfchenwolken.

Sie erhebt sich und folgt mir in den See, öffnet den straffen Knoten, zu dem ihre Haare gedreht sind. Ihre Brüste heben sich in der selben Bewegung wie ihre Oberarme. Ich denke an unser Gespräch über Vergangenheit und Wahrheit. Ich habe gemeint, was ich sagte. Ich will nichts wissen, wenn es nicht für das Hier und Jetzt relevant ist. Ich verbanne das, was sie so beiläufig fallen gelassen hat, tief in meinen Kopf, denn ich brauche es nicht. Und ob ich es glauben soll, weiß ich auch noch nicht. Das Wort “Jedi” schwebt vorbei wie die Wasserkugel. Zerplatzt genauso. Wird eins mit dem Wasser und unsichtbar.

Ich lasse zu, dass die Einsamkeit dieses Gebirgssees auf Alderaan sich um mich legt und für ein paar Minuten die Wut in mir zu einem Bett aus Kohlen macht. Ich beobachte, wie sie sich wäscht und fühle mich als der Punkt zwischen den Waagschalen.

Irgendwo hinter uns streiten sich unsere Reitechsen zischend und grunzend um eine Beute. Eine feine Spur Blutgeruch liegt in der Luft, metallisch wie das Wasser vor mir.

Es ist erst etwas über zwei Stunden her, dass wir uns wiedergesehen haben. Onkel Ginyu hat mich und meine Zeldrate am Raumhafen praktisch aus seinem Schiff geworfen, damit er es rechtzeitig zu dieser Party nach Kaas City zurück schafft. Ich bin ihm dankbar, dass er mich überhaupt her gebracht hat. Der Weg hier zum See war nicht lang aber irgendwie schafft es Alderaan, dass selbst nur wenige Kilometer von Städten entfernt alles nach unberührter Natur aussieht. Als ich sie auf dem Felsen am Wasser liegen und eine ihrer teuren Cigaras rauchen sah, schien es, als wären wir nur für eine Minute in anderen Zimmern des selben Hauses gewesen. Unser Gespräch nahm, ohne Begrüßungen, ohne Rührseligkeiten, einfach einen Faden auf und spannte sich über die Berge.

Ich habe ihr das, weswegen ich gekommen bin, weswegen ich überhaupt so dringend hermusste und nicht warten konnte, bis sie wieder auf Dromund Kaas ist, zügig serviert. Dass Darth Aroval ihre Loyalität in Zweifel zieht. Oder dies zumindest als Möglichkeit betrachtet. Ich denke, das hat sie härter getroffen, als sie sich anmerken lässt. Er ist mehr als ihr Mentor und Herr. Ich weiß nicht, was genau er für sie ist, aber es wurzelt tief genug in ihr, dass sie jetzt, da er diesen beiläufigen Pfeil abgeschossen hat, schwankt wie ein Baum im Sturm.

Sie wird nicht den Fehler machen Schwäche zu zeigen. Ich habe ihr gesagt, dass ich immer noch darauf lauere, dass sie fällt. Um mit meiner Klinge an ihrem Hals für sie da zu sein. Ich bin ihr Schüler, das ist normal. Es wäre krank, wenn es anders wäre.

Sie möchte Sheysa einweihen. In unseren nicht-Plan. In das, was Treue ist, wie Sith sie verstehen können. Es ist ihre Entscheidung. Sie weiß, dass ich Darth Aroval Bericht erstatten werde. Und wir beide wissen, wie wir zu ihm stehen. Dass ein Stück von ihm fehle, sagte sie. Dass es nicht wieder gekommen sei, als sie ihn zurückholte aus seinem langen Schlaf. Ich weiß es nicht. Ich kann nur ihrer Einschätzung vertrauen.

Ob ich hingegen Sheysa vertrauen kann weiß ich noch nicht. Ich glaube, sie hat ihre ganz eigene Agenda. Hatte sie schon immer.

Ich gehe aus dem See, setze mich auf einen der dunklen, riesigen Felsen am Ufer. Das Wasser auf meiner Haut prickelt als die Sonne es aufsaugt.

“Ich will einen Kampf, Reden und dann Sex” Ihre Worte von vorhin. Mir war es recht.

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Weiter mit OOC. Ja, die pure Sith-Romantik. Nach Wochen sehen sich Meisterin und Schüler wieder und nirgendwo spielen dicke kleine Engel auf Trompeten. Statt dessen nüchterne Unterhaltung, Kampf und Körperflüssigkeiten. Ghurab weiß nun ein unangenehmes Wort aus Concabilles Vergangenheit – hat aber beschlossen, dass es ihm egal ist, wenn es nichts mit dem jetzt zu tun hat. Da er aus einer geradezu pathologisch auf die Vergangenheit in jeder Form fixierten Familie kommt, mag es nur natürlich sein, dass er versucht, alles, was “früher” heißt, zu vermeiden. Es könnten Probleme auftauchen, wenn Concabille nun versucht, eine Machttechnik an Ghurab zu geben, die Sith eigentlich nicht benutzen (behauptet zumindest die Jedipedia – die Wookieepedia widerspricht, wem nun glauben?) – aber über diese Brücke gehen wir, wenn wir an sie kommen.

Unser Story-Groupie Saph hat mich verpflichtet unbedingt einen RP-Bericht ins Forum zu setzen, da sie gestern im Jaguada-Offiziers-RP war und deshalb nicht im Busch hinter uns sitzen konnte. Wird natürlich prompt erledigt! Im SWTOR-RP findet, anders als im Gor-RP, mehr Kommunikation in Foren denn in Blogs statt, weshalb ich storyrelevante RP-Berichte, die ich hier archiviere, immer auch noch ins Gildenforum stecke, damit darauf reagiert werden kann, falls es nötig ist.

Heute werde ich versuchen, die letzten 300.000 Credits für meine Raptorschulden zu sammeln (das sollte mit einer Dailies-Runde erledigt sein) und dann eventuell noch mit Khalb zu einer Jaguada-Veranstaltung gehen. Allerdings kann sein Bro Garrm nicht da sein, weshalb es vielleicht etwas öde wird. Mal sehen!

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Strike it rich

16. Juli 2014 Kommentare aus

Das einzige Geräusch war das leise, monotone Summen der Klimaanlage. Der Frachter durchschnitt die Leere zwischen den Welten völlig lautlos. In vier Stunden müssten sie umsteigen. Und dann in zwei Tagen noch einmal. Und dann jemanden finden, der aus welchen Gründen auch immer zum Outer Rim flog. Aber jetzt konnten sie sich ausruhen. Sherku schloss die Augen. Das Bild der Rüstung war sehr deutlich. Die Form war noch etwas unausgearbeitet, da musste man sehen, was sich anbot. Was ins Auge sprang. Für sich selbst hatte er damals eine sehr klassische Form gewählt. Keine Besonderheiten. Aber für Jepall … irgendetwas, das den Träger mit abbildete. Er würde es jederzeit auch mit Gewalt abstreiten aber Sherku war auf seinem Gebiet mehr Künstler als Handwerker. Es war ihm wichtig, dass eine eiserne Haut ihren Träger nicht nur vor allem bis hoch zu den Schwertern der jetiise und dar’jetiise schützte und dabei so wenig als möglich (gar nicht!) behinderte, sondern dass sie durch mehr als ihre Farben ausdrückte, was für ein Krieger in ihr steckte. Aber kein Firlefanz. Praktisch hatte die Rüstung zu sein …

Sherku rollte sich auf der schäbigen Matratze herum. Jepall schlief. Der Sack mit den fast dreißig Kilo beskar lag zwischen ihnen beiden eingeklemmt. Der Captain, der sie von Dxun mitgenommen hatte, hatte natürlich keine Ahnung, dass die zwei mando’ade hier Metall im doppelten Wert seines gammeligen Schiffes herumschleppten. Und man musste ihn auch gar nicht auf Ideen bringen.

Letztendlich war der Schatz ganz einfach zu finden gewesen. Zumindest wenn man wusste, wer ihn versteckt hatte. Und natürlich kannte Sherku seinen vor etlichen Jahren gefallenen buir. Trotzdem hatten sie sich durch eine Menge falscher Höhlen gequetscht, die sich rund um die eher vagen Koordinaten, die sie bekommen hatten, befanden. Sie hatten es tage- und wochenlang mit der unfreundlichen Fauna des Mondes aufgenommen und es wäre eigentlich ein sehr unterhaltsamer Jagdausflug gewesen, hätten sie nicht so ein klares Ziel gehabt.

Am Ende war es die wirkliche Herausforderung gewesen, den Eingang der Höhle überhaupt zu finden. Nicht an einem Berghang sondern tief eingeschnitten am Grund einer Felsenschlucht. Und natürlich voll mit unfreundlichen Monstertieren. Humorvoll wie buir schon immer gewesen war, hatte er die einzigen Hinweise direkt hinter dem Nest der Brutmutter dieser Tiere – einer lederhäutigen Monstrosität, groß wie ein Bagger – angebracht.

Sie hatten das Vieh besiegt und die Stelle gefunden, an der der Sack mit dem Eisen unter einem Haufen großer Steine vergraben worden war. Und der Moment, als sie endlich die handgroßen Barren berühren konnten, war sehr feierlich gewesen.

Aber sie waren mando’ade. Rührseligkeit war nie lange ihr Ding. Also hatten sie das Erbe eingepackt und sich direkt wieder auf den Heimweg gemacht.

Oh, wie sehr ihm die Finger juckten, endlich mit der Arbeit anzufangen!

Aber ohne eigenes Schiff war die Reise zurück nach Hause, zu seiner Schmiede, der Werkstatt und seinen Werkzeugen, sehr lang. Auf von System zu System zockelnden Händlerschiffen, auf alten Passagiermühlen mit nahezu historischen Hyperantrieben … es würde vermutlich Wochen dauern. Er würde Geduld haben müssen.

Sherku seufzte.

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OOC: Der Schatzjäger-Plot ist nun also zu ende. Jetzt müssen wir eigentlich den Housing-Patch abwarten, da wir Tatooine brauchen. Sollte kein größeres Problem sein, weil unser nächster Mando-RP-Abend sowieso dem Survival-Plot zum Opfer fallen wird. Und dann sind es nur noch drei Wochen bis zu den Häusern.

Die Höhle, die uns Kathro empfohlen hatte, war wirklich klasse! Den ganzen Abend kein Publikumsverkehr (obwohl dort ein saftiger +4-Endurance-Datacron herumliegt und wir das dazugehörige Championmonster jedesmal, wenn es auftauchte, wieder umgeklatscht haben) und stimmungsvoll ausgeleuchtet. Es kam wahres Schatzgräber-Feeling auf.

Ob wir Garrm mit in unseren Clan aufnehmen sollten? Die Leute, die mit ihm groß einen Clan geplant hatten, haben es wohl doch nicht durchgezogen, so dass der arme Kerl nun allein herumsteht. Er sieht Jepall ziemlich ähnlich. Was natürlich völlig irrelevant ist.

Etwas ganz Anderes und allgemeine Beobachtung: Im Moment ist SWTOR gestopft voll. Es muss wohl die Housing-Ankündigung sein, denn früher war es nicht normal, dass zur besten Raid- und RP-Zeit (wir haben etwas später angefangen) über zwanzig Leute auf dem Czerkamond herumspringen. Außerdem nehmen die Goldseller überhand, was für die Gesundheit eines Spieles ja immer ein gutes Zeichen ist. Es macht das Creditsammeln natürlich nicht leichter, wenn man bei den Dailies ständig von Leuten ohne Kinderstube die Objectives, auf denen man grade gegen den entsprechenden Wächter-Mob kämpft, weggenommen bekommt. Aber machen kann man da nichts, einfach Geduld haben. Und Karma schlägt auch des öfteren mal zu.

Und natürlich das hier. Ich komme langsam in Stimmung für unser viktorianisches Werewolf am Samstag. Und auch wenn mein walisischer Fianna nicht Luke Kellys ausufernde Haarpracht hat, so stelle ich mir ihn stimmmäßig durchaus so vor. Etwas anderer Dialekt (poshes Walisisch? Geht das überhaupt?) aber ich mag diese Stimme unglaublich gern. Ich hoffe, Fee (Spielleiterin für Werewolf) zwingt mich nicht beim Spielen zum Singen. Dieses musische Talent hat mich meterweit verfehlt. Laut – kein Problem (hey, jahrelang aufm LARP am Lagerfeuer gegrölt. Der Hauptmann der Wache ist … ach, egal) auch mit viel Gefühl geht … allein gebrichts an Fähigkeit.

The sky for a roof and your candle a star
My love for a fire sweet Tibby Dunbar …

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Geschenke und Mitfahrgelegenheiten

15. Juli 2014 4 Kommentare

Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird! Aber dabei habe ich wohl vergessen, dass es in unserer Familie anscheinend in jeder Generation einen gibt, der immer genau das tut, was er will und nicht soll. Ich drehe mich auf der Frachtrampe, durch die ich mich gerade in das Schiff ducken will, noch einmal um und sehe nach unten. Onkel Ginyu ist auf einen Kistenstapel gesprungen und wühlt sich durch den Inhalt eines kleineren Containers. Um ihn verstreut Scherben von uralten Gefäßen, Steintafeln und die Reste irgendeines zeremoniellen Dingsdas der alten Sith. Einige der Bediensteten versuchen die Artefakte in Sicherheit zu bringen, bevor er sie in seinem Eifer von den Kisten herunter auf den Boden fegt. Hin und wieder raunzt er Anweisungen und irgendein erschrecktes Assistenten-Häschen hoppelt davon.

Ich grinse, drehe mich wieder um und gehe mich im Schiff umsehen. Mein Taxi nach Alderaan zu Meister Concabille. Eigentlich habe ich Lord Ginyu nach seiner Rückkehr nur besucht, weil ich neugierig war. Als ich meinen Onkel das letzte Mal gesehen habe, war ich gerade mal sechs Jahre alt und er dabei, zu seiner größten Forschungsreise aufzubrechen. In den Jahren danach gab es zwar gelegentliche Holonachrichten – aber ich gebe zu, dass mich seine archäologischen und genetischen Forschungen zu sehr an den wissenschaftlichen Eifer meines Vaters und Borraas erinnern und ich ihnen deshalb wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Trotzdem war er immer derjenige Verwandte, der mich am neutralsten behandelt hat. Er scheint der Meinung zu sein, dass ihm alles egal sein kann, solange er tun und lassen kann, was er will. Diese Auffassung von Freiheit teile ich – deshalb kommen wir so gut aus, wie es innerhalb unserer Spezies überhaupt möglich ist.

Ich betrachte die alte Waffe, die er mir mitgebracht hat. Eine Art rasiermesserscharfer Bumerang. Gefällt mir. Er will eine cortosisbeschichtete Version davon bauen lassen, dann könnte ich das Ding tatsächlich sinnvoll im Kampf führen. Oder zumindest damit trainieren. Viel altertümlicher würde es dann nicht mehr.

Aber jetzt erst einmal nach Alderaan. Es ist mir recht, dass es schnell gehen muss, da Onkel Ginyu in vier Tagen wieder hier sein will, weil irgendein gesellschaftlicher Zinnober ansteht, zu dem ihn ein Lord Blabla-Schlagmichtot (überall pompöse Namen! Kann sich doch kein Mensch merken!) eingeladen hat und von dem er sich wohl Zugang zu weiteren Projekten erhofft. Oder einen interessierten Zuhörer. Jedenfalls maximale Blasiertheit und hasserfüllte Langeweile. Dann doch lieber ein direkter Kampf. Dieses Getue auf solchen Parties macht mich kirre. Ich vermute, Onkel Ginyu geht es da ähnlich – aber ihm ist die Anerkennung seiner wissenschaftlichen Ergebnisse wohl zu wichtig, um sich von der Aussicht auf das nervenzerfetzend spitz-falsche Lachen irgendwelcher Matronen und die öd-neidischen Blicke der dazugehörigen Würdenträger-Männlein abschrecken zu lassen. Mutiger Onkel Ginyu.

Zum Glück wird das weit weg von mir stattfinden. Ich werde dann auf Alderaan sein und Meister Concabille berichten, was auf Voss geschehen ist. Und was Darth Aroval mir für einen Auftrag gegeben hat.

Viel weiter, als dass ich zu ihr muss, habe ich noch nicht gedacht oder geplant. Zu viel hängt von ihrer Reaktion ab.

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Weiter mit OOC! Ja, für Ghurab hat sich nun eine Möglichkeit eröffnet, zu Concabille zu gelangen. Und gleichzeitig ist sein Onkel wieder da, so dass nun die Hoffnung besteht, wieder einen Verbündeten innerhalb der Karaz-Familie zu haben. Auch wenn Ginyu nun nicht unbedingt am innerfamiliären Politik-Zirkus interessiert ist.

Außerdem hat mir Sey gestern erzählt, dass jemand bei Concabille und Ghurab einen Sklaven/eine Sklavin spielen möchte. Auf der einen Seite bin ich seit Gor ein wenig gebrannt was Sklavenspieler angeht (es gibt doch nur wenige, die die nötige Konsequenz für diese schwierige Rolle aufbringen) auf der anderen Seite ist es mir auch egal. Wie ich Sey schon fragte “Darf man´s auch totmachen?”. Und sie antwortete “Wenn´s darauf anlegt, darf man´s totmachen”. Na, dann von mir aus. Ich bin gespannt. Ich gebe der Sache eine 50/50-Chance, dass es sowieso schon vorher im Sande verläuft.

Aber für mein RP ist erst einmal wichtig, nach Alderaan zu kommen. Und andere Dinge. Die Mandos suchen noch nach dem Beskar (eventuell heute weiter. Kommt drauf an, ob Sey Zeit für Alderaan hat oder nicht), Qird hat noch keine Möglichkeit von Dromund Kaas wegzukommen und Khalb und sein Bro Garrm langweilen sich gar sehr (das tun sie praktisch immer, wenn sie nicht 24/7 Action haben) und werden diesen Zustand so schnell wie möglich ändern.

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Die wahre Party ist in der Küche!

14. Juli 2014 2 Kommentare

… das weiß jeder, der das Unpassend-sein zur Kunstform erhoben hat. Meistens unfreiwillig – aber egal! Am Wochenende war ich sowohl in Second Life als auch in SWTOR so dermaßen unpassend, dass ich eigentlich einen Preis dafür verdient hätte.

Als erstes sind Laesio und Ingula auf Pilgerreise gegangen. IC deshalb, weil Laesio nach seinem über-Bord-gehen im Sturm den Priesterkönigen geschworen hatte, nie wieder auf der Thassa unterwegs zu sein. Ingula ist – ausgestattet mit dem zweiten Wissen – insgeheim zwar der Meinung, dass Laesio diese Geis getrost vergessen könnte, tut seinem Freund aber den Gefallen, mit ihm zu den Sardar zu pilgern und die Weißkastigen dort zu bitten, Laesio freizusprechen. OOC wollten wir uns eigentlich auf anderen Sims umsehen. Hauptsächlich deshalb, weil ich mich in Victoria unglaublich unpassend fühle. Es ist einfach nicht meine Sorte RP. Selnar war meine Sorte. Aber da das anscheinend kaum jemand anderes Sorte war, während Victoria brummt bedeutet das: Ich habe Unrecht, alle anderen haben Recht.

Allerdings ist es so, dass es keine Alternativen mehr gibt, da außerhalb von Victoria kein Gor-RP mehr stattzufinden scheint. Samstag abend und nirgendwo mehr als ein, zwei, meistens gar keine grünen Punkte. Unsere Pilgerreise verlief, noch bevor sie wirklich begonnen hatte, im Sande. Also haben wir die Zeit genutzt, uns auszudenken, was wir auf der einzig noch verbliebenen Gor-Sim RP-mäßig anstelle könnten, um auf unsere Kosten zu kommen. Richtig viel ist uns noch nicht eingefallen – aber wir geben uns noch ein, zwei, drei Wochen Zeit. Während dessen wird die Vogelverkäuferin versuchen, Fuß zu fassen. Klappte bisher wohl auch nicht so, kann aber noch werden. Und ich denke ganz gemütlich mit Abstand nach. Wenn uns gar nichts einfällt, kann man Laesio und Ingula immer noch als “auf der Pilgerreise verschollen” abmelden und dann war´s das wohl in Sachen SL für mich. Aber noch ist nicht aller Tage abend. Alberne Ideen wie die Sache mit dem Organhandel haben wir recht schnell wieder verworfen – aber vielleicht kommt uns noch etwas viel Besseres (und sogar Umsetzbares) in den Kopf. Never give up, never surrender!

Neben dieser Second-Life-Unpassendheit habe ich auch in SWTOR ausgeglichen. Ich fühlte mich kräftigst unpassend und habe mich auch so benommen. Freitag ging noch. Anreise nach Jaguada. Nicht eben aufregend aber das hatte auch niemand erwartet. Samstag habe ich ausgelassen. Erstens natürlich wegen SL und zweitens weil mein kleiner Mando’ad logischerweise mit der Art, wie Imperiale mit dem Verlust von Kameraden umgehen, nicht das Allergeringste anfangen kann. Nu kyr’adyc, shi taab’echaaj’la.

Aber Sonntag war ich wirklich unpassend. Ich habe extrem sarkastisch auf Merrarus Frage, ob jemand mit zum Jaguada-Grillfest-RP-Event kommen möchte, geantwortet. Es mag mein universeller Unwillen gegenüber Tavernen/Teehaus-Social-RP gewesen sein, der da aus mir sprach. Vermutlich war mein süffisanter Hinweis darauf, dass man sich im Anschluss ja auch gegenseitig schminken und die Haare flechten könne, bevor man sich dann nicht zu gruselige Gespenstergeschichten erzählt, einfach nur zuviel. Ich glaube, ich habe damit Leute, die Social-RP mögen, vor den Kopf gestoßen. Klar, wir spielen Militär und da möge mir die Meinung, dass ich Grillfeste für im Vergleich eher unspannend halte, gestattet sein … aber ich hätte es vermutlich deutlich diplomatischer formulieren können. Oder einfach die Klappe halten. Das wäre am Besten gewesen. Werde ich in Zukunft auch wieder verstärkt praktizieren. Man muss seine Meinung nicht immer und überall äußern, weil sie nämlich nicht automatisch den großen Kontext weiterbringt. Vor allem, wenn das einzige Alternativ-RP, das man anbieten kann, immer nur mit Gewalt zu tun hat. Kurz: Zurücknehmen, andere in Ruhe lassen. Soll jeder spielen was er mag.

Jedenfalls habe ich das Beste draus gemacht, bin den Grill-Leuten IC nicht auf den Sack gegangen sondern habe mit Garrm etwas herum ge-mandot. Wir haben versucht Saph zu helfen und Thun auf Trab gehalten. Also Teilerfolg. Thun wirkte gegen Ende aber OOC eher unglücklich. Sollte dies eine Folge meiner Unpassendheit sein, muss ich mich bei nächster Gelegenheit dafür entschuldigen.

Generell möchte ich den großen, alten, klassischen Star Wars-Satz zitieren: I have a bad feeling about this. Aber man muss dem Ganzen wohl Zeit geben. Dann wird es vielleicht und hoffentlich noch ganz toll. Und wenn nicht freue ich mich auf jeden Fall auf den Survival-Plot. Leider sieht es aber so aus, als müsste der noch weiter geschoben werden. Und wenn ich dann in Urlaub sein sollte, verpasse ich ihn. Bad Feelings.

Bleibt, dass ich dankbarer dafür sein muss, dass sich andere Leute Gedanken um RP für alle machen. Mein Geschmack ist nicht der Nabel der Welt und deshalb habe ich meinen Hut vor Menschen zu ziehen, die sich hinstellen und etwas tun.

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