Zehn Kilo Muskelfleisch vom Sleen

Man kann erkennen wie weit ein Gewitter entfernt ist, wenn man die Zeit zwischen Blitz und Donner zählt. Falls das stimmte war dieses spezielle Unwetter überall in der Umgebung. Wenn man normalerweise auf Dromund Kaas lebte, war einem athmosphärische Unruhe ein ständiger Begleiter. Immer wieder zogen Gewitter über Kaas City hinweg und die Entladungen in den Wolken waren sowieso allgegenwärtig. Aber dank der Blitztürme kamen einem die Lichtbündel nicht wirklich nahe.

Das war auf diesem Planeten definitiv anders. Khlab war hundemüde und konnte trotzdem nicht einschlafen. Die Abstände zwischen den Blitzen waren so gering, dass es aussah wie Stroboskoplicht. Und dazu der heranrollende Donner und der prasselnde Regen auf der Zeltplane. Ozongeruch zog von draußen herein. Der junge mando’ad gab es auf, die Augen geschlossen zu halten und drehte sich auf den Rücken. Autsch. Die Bisswunde schmerzte. Er sollte vielleicht -

Die Welle Übelkeit kam unerwartet. Khalb zog sich auf die Füße, stolperte fast über das dünne Laken und schaffte es noch nach draußen, bevor er im hohen Bogen in einen Busch kotzte. Er zitterte, würgte und fühlte sich, als hätte er gerade einen Gutteil seiner Eingeweide mit ausgespuckt. Regenwasser rann ihm in den Nacken, kühlte den leicht entzündeten Sleenbiss an der Schulter. Wieder ein Blitz ganz in der Nähe. Khalb spuckte noch einmal aus und schleppte sich dann auf weichen Beinen zurück ins Zelt. Was war das gewesen? Hätte er vielleicht das Wasser aus der Quelle nicht trinken sollen, bevor er die antibakterielle Tablette in seine Feldflasche geworfen hatte?

Er ließ sich auf die Schlafmatte fallen. Sein Bauch schmerzte. Und die Schulter auch. Osik.

Dabei war die Jagd heute so schön gewesen! Nach Wochen hatte er endlich einmal wieder Zeit mit seiner buir verbringen können. Hatte sie ihm wieder Dinge beibringen und ihn auf ihre rau-freundliche Art motivieren können. Sie schaffte es immer wieder, ihn über seine Grenzen zu bringen, damit er wachsen konnte. So hatte sie ihm heute auf der Jagd verboten, seine Blaster zu benutzen. Statt dessen hatte er nur sein beskad verwenden dürfen. Weil Lorsa genau wusste, dass ihr Sohn dem mandalorianischen Schwert aus dem Weg ging, wenn er die Wahl hatte. Er mochte seine Blaster lieber. Und eben diese Bevorzugung wollte sie ihm austreiben. Und so musste er nicht nur zeigen, dass er ein Beutetier sinnvoll aufspüren, auswählen und bejagen konnte, sondern auch den riesigen Sleenbullen nur mit dem beskad bewaffnet töten.

Sie hatte nicht eingreifen müssen! Es war zwar nicht ganz optimal gelaufen, der Sleen hatte Khalb einmal abgeschüttelt und ihn sowohl mit den Klauen als auch mit den Zähnen erwischt – aber am Ende hatte Khalb ihm einen sauberen Fangstoß ins Genick verpassen können. Die beiden mando’ade hatten die Beute dann zurück ins Lager geschleppt und Lorsa hatte das Tier fachmännisch zerlegt. Es blieben nur etwa zehn Kilo nutzbares Fleisch übrig – aber das war doch schon ein sehr schöner Beitrag zur Ernährung der gestrandeten Soldaten.

Schade, dass dieser “Urlaub” nicht ewig dauern würde. Khlab gefiel es hier im Dschungel. Er hatte seine vod’e (Illjana zählte er einfach mal dazu), seine buir, konnte jagen, kämpfen – was wollte man mehr? Leider bemühten sich die Imperialen wie verrückt um Kontakt mit der Besh-Basis. Und da sie nun schon 48 Stunden abgängig waren, kreisten vermutlich schon die ersten Aufklärungsdrohnen über dem Planeten. Also alles nur eine Frage der Zeit.

Später am Nachmittag, nachdem das Sleenfleisch verpackt und mit nassem Stoff wegen der Verdunstungskälte umwickelt war, hatte ihn Sergeant Morrisen gebeten, ihr die Quelle mit dem Wasserfall zu zeigen. eine der Chiss-Soldaten war auch mitgekommen, hatte aber die ganze Zeit nur Bedenken geäußert. Das war nunmal die Art der Blauhäutigen, soviel hatte Khalb schon mitbekommen. Sergeant Morrisen hatte den Ausflug genutzt um ein wenig zu schwimmen, während Khalb Wasser mitgenommen und auch getrunken hatte – vermutlich genau der Fehler, der ihn jetzt so schön übel in die Büsche geschickt hatte.

Die imperialen Soldaten kamen ganz gut mit der Situation zurecht. Sie behielten eisern ihre Ordnung und Disziplin, vermieden es konsequent, Spaß an ihrer Lage zu haben und waren so effizient, dass Khalb nur mit offenem Mund staunen konnte.

Sogar Illjanas Propagandafilme wurden weitergedreht. Wie sich Illjana auch im Ganzen eher merkwürdig verhielt. Sie gab das verletzliche Sekretärinnen-Mäuschen und sorgte so dafür, dass die männlichen Soldaten ständig um sie herumtanzten um sie “zu beschützen”. Illjana beschützen! Die Ex-Piratin! Khalb konnte es nicht fassen.

Er hatte es geschafft, kurz allein mit ihr zu reden, bevor sie wieder “in Gefahr geraten” konnte und so erfahren, dass er richtig damit lag, dass sie nicht plötzlich lebensuntüchtig geworden wäre. Sie wollte ihm bei Gelegenheit erklären, was es mit dieser Schauspielerei auf sich hatte. Dann lenkte sie ihn damit ab, dass auf ihrer Kamera ein Filmchen mit Lorsa gespeichert war. Khalb war völlig von den Socken, wie locker und lustig seine sonst so ernste Mutter darauf für Illjana agierte. Außerdem erfuhr er, dass noch ein Crewmitglied der “Pink Turtle” (Illjanas altem Schiff) bei den Imperialen gelandet war. Logan, der Techniker mit der wilden Tätowierung (Khalb wollte auch so eine). Warum der das Glück gehabt hatte, nicht versklavt zu werden, bekäme Khalb dann ein anderes Mal erzählt. Illjana wusste wirklich, wie man Leute neugierig auf Fortsetzungen machte! Vermutlich war Filmedrehen tatsächlich ihre Berufung.

Dann war das Gewitter schlimmer geworden. Die Soldaten hatten die Zelte noch einmal kontrolliert und man hatte sich zurück gezogen.

Und jetzt lag Khalb hier, hatte Bauchschmerzen, seine Schulter mit dem Sleenbiss brannte und er fühlte, dass er bald wieder ins Gebüsch kotzen würde. Diese Nacht konnte nicht gut werden.

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Und zum OOC-Teil! Der Survival-Plot war auch gestern zur RP-Prime-Time mit zwölf Leuten sehr stark besucht. Und nicht nur das – über den Tag verteilt gab es spontan auch jede Menge RP. Lorsa und ich haben Familie Kreldo jagen geschickt (hat mir viel Spaß gemacht. Ich mag Mando-Familiy-RP sehr!) und das 181ste hat sich um die Bergung von Technik und Vorräte gekümmert. Ein ganz, ganz großes Lob (das kann man nicht oft genug sagen) an Spielleiter Genthri, der wieder mit Engelsgeduld überall gleichzeitig war um Fragen zu beantworten und Aktionen anzuschieben.

Außerdem gab es am Wochenende natürlich auch PvE. Wir haben “für Kohle” Asation im 8er-Gruppenfinder gemacht und für beide Tanks war es die OPS-Premiere. Denn sowohl Kathro als auch ich haben unsere “Kleinen” ins Feld geschickt und sich die Köpfe verhauen lassen. Er war mit Xakae und ich mit Qird unterwegs. Beide Assassin-Tanks, beide nicht so gut ausgerüstet wie unsere Mains. Als Heiler kamen Aroval und Ginyu mit und auch Saph führte einen OPS-Neuling, ihren Maro, ins Feld. Dazu dann noch drei Random-DDs und fertig war die Laube. Es lief auch sehr gut, laut Aroval und Ginyu hat man kaum gemerkt, dass unsere zwei Tankbabies nur 162/168 ausgerüstet waren (Xakae hatte zwar noch ein 180er Kopfstück, dafür aber schlechtere Relikte, glaube ich). Ich habe dann die 200.000 Credits, die ich in Asation bekommen habe (diese OPS ist der Traum jedes Schwaben!), für das Gildenschiff in die Gemeinschaftskasse geworfen. Da ein voll ausgebautes Schiff 130 (!!) Millionen kosten soll, wird die Sammelei dafür noch eine ganze, ganze Weile dauern. Hundertausend Hasentaler!

Außerdem habe ich viele GSI-Quests gemacht, weil ich die Stiefel möchte, die man für die Rufstufe “Champion” kaufen kann. Das dauert noch. Deshalb war ich auf Tatooine unterwegs, habe mich spontan entschieden, eine Ballonfahrt zu den zwei Sandcrawler-Datacrons zu machen und traf auf dem Jawa-Ballon zwei andere Datacronsucher. Und dann geschah das, was man oben im Bild sieht. Plötzlich flog der Begleiter der Sorcerer-Dame rechts im Bild einfach davon. So kanns gehen.

Noch eine ganze Woche Survival-Plot!

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Fliegender Kuchen, fallendes Shuttle

27. Juli 2014 3 Kommentare

Die nicht-ganz-so-realen Minuten vor dem Einschlafen. Bilder des vergangenen Tages, hin und wieder eine Erinnerung, die ihn zucken liess. Dann öffnete Khalb kurz die Augen – oder zumindest etwas – und rollte sich wieder ein wenig anders zusammen. Niemand schlief gern in Rüstung, nicht einmal Mandalorianer. Aber es ging nicht anders, denn jederzeit … ja, jederzeit. Der Schlaf schlich sich an. Die Hitze und der lebendige Modergeruch aus dem Wald sammelten sich im Zelt wie unter einer Glocke.

Der Flug hatte auf einen Wüstenplaneten führen sollen. Nichts als ein kurzer Einsatz des Sturmregiments und des 181sten gegen ein paar Irre, die meinten, imperiales Hoheitsgebiet bedrohen zu können. Khalb war der Anlass egal. Hauptsache etwas zu tun. Etwas Sinnvolles. Kein Exerzieren, keine Übungen. Echter Kampf. Auch sein vod Garrm war aufgeregt und fröhlich gewesen, hatte einen ganzen Haufen uj’alayiise gebacken, die klebrigen Sirup-Nuss-Trockenfrucht-Kuchen – unglaublich beliebt bei den mando’ade. Und bei Private Beskell, der bei der Einsatzbesprechung drei davon in kürzester Zeit auffraß (was er dann auf dem Flug bereuen sollte … aber später).

Und noch etwas machte den Einsatz besonders: Buir war dabei! Sie hatte extra ihre Zusatzausbildung unterbrochen. Khalb hatte noch keine Möglichkeit gehabt, mit seiner Mutter allein zu sein und auch außer einem erzieherischen Klapps und einem kurzen Haarewuscheln noch keine familiäre Nähe genossen aber nun saßen sie ja erst einmal … ja, später.

Ein ereignisloser Flug. Ein Befehl von buir, seine so schön bunt bemalte Rüstung mit Wüstentarn aus der Dose zu versehen. Das Verlassen des Hyperraums. Das “später” wird zum überraschenden “jetzt”. Irgendetwas, das so gar nicht stimmte. Ein Schlag gegen die Außenhülle, laut wie ein Blastergewehrschuss. Die erstarrten, genervten, überraschten Gesichter der Kameraden, als das Shuttle zu trudeln begann, als die künstliche Schwerkraft ausfiel. Und dann ging alles sehr schnell. Khalb verlor die Dose mit der Tarnfarbe und das Paket mit Garrms restlichen ujalayiise. Beide Dinge verbanden sich in der Schwerelosigkeit zu einer extrem unschönen Masse. Seltsam, was einem in solchen Momenten auffiel. Private Beskell, der die letzte halbe Stunde (aber mindestens! Oder so) auf dem Klo verbracht hatte und der wütend brüllend, gleichzeitig Hose hochziehend und nach seinen Waffen suchend dort herausgeflogen kam. Das Wiedereinsetzen der Schwerkraft … das Auftreffen der Kuchen-Farbmasse auf Beskell … das Aufglühen der Schilde beim Eintreten des Shuttles in die Athmosphäre im völlig falschen Winkel. Die Wolkenschicht wie graues Nebelnichts. Die Baumkronen als Brokkoligemüse auf einem riesigen Teller.

Der Aufprall. Das Hüpfen und hilflose Trudeln des tödlich verwundeten Shuttles über die Bäume, Felsen … Buirs fester Griff als sie Khalbs Gurt am Sitz mit einer raschen Bewegung festzog bis ihm die Luft wegblieb. Irgendjemand fing an zu singen, jemand anderes brüllte ihn an.

Dann noch ein Schlag; gequält stöhnendes Metall neigte sich noch einmal und lag dann still. Rauch der fettig aus Konsolen quoll. Ein letztes Zischen sterbender Hydraulik und dann nur noch das Gezeter fremdartiger Vögel, die, vom sich durch den Wald pflügenden Shuttle aufgeschreckt, in bunten Wolken in den dunstig-grauen Himmel stiegen.

Und so hatten sich dann die durchgeschüttelten aber größtenteils unverletzten Soldaten aus den Sitzen geschält, hatten den verletzten Piloten geborgen, die erschreckend wenigen noch brauchbaren Ausrüstungsgegenstände aufgesammelt und begonnen, die Lichtung unter dem Felsüberhang, der das Shuttle endgültig gebremst hatte, zu einem Teil des reibungslos funktionierenden Imperiums zu machen.

Zumindest bis es gelang, Verbindung mit irgendjemandem aufzunehmen, der sie von hier wegholen konnte. Oder bis es auffiel, dass sie nicht dort ankamen, wo sie hinsollten, und man Suchmannschaften losschickte.

Während Captain Carsson zusammen mit Lieutenant Cole und dem Medic versuchte, von den Soldaten ein einigermaßen sicheres Basislager aufbauen zu lassen, hatte buir sich die einzig walderfahrenen Kämpfer geschnappt (was bedeutete, dass einfach alle mando’ade plus erstaunlicherweise Beskell unterwegs waren) und war zur Erkundung losgezogen.

Khalb fand den Planeten (den Mond? Was auch immer!) eigentlich ziemlich schön. Es war zwar sehr heiß und feucht, der Boden dampfte und das Moos und die leuchtenden Riesenpilze schienen ständig von glitzernder Nässe bedeckt … aber es war wild, gefährlich und voll von riesigen Tieren, die praktisch nur darauf warteten, dass man sie jagte. Sie hätten definitiv auf einem schlechteren Felsen abstürzen können.

Schade war, dass sein vod Garrm und seine buir irgendwie keinen so optimalen Start hatten. Garrm kam nicht ganz damit zurecht, dass Lorsa von ihren Soldaten verlangte, Basic zu sprechen, obwohl Garrm sich im Notfall auf mando’a viel schneller ausdrücken konnte. Und dass sie auf eine korrekte Anrede bestand. Garrm hatte noch viel zu lernen. Khalb hatte aus Solidarität die Bestrafung seines vod mitgemacht – immerhin war er in der Hektik des Gundark-Angriffes auch in mando’a verfallen. Ja genau, Gundark-Angriff. Denn neben einem paradiesischen Wasserloch samt leckerer Sleens rundherum hatten sie auch eine Höhle gefunden, aus der ziemlich beunruhigende Geräusche drangen. Garrm versuchte Lorsa davon abzuhalten, hineinzugehen. Was er fast nicht geschafft hätte … wären nicht plötzlich mindestens fünf der wilden Monster dort herausgeschossen wie Korken aus der Flasche.

Sie konnten sich noch auf eine kleine Klippe zurückziehen und von dort beobachten (mehr hören als sehen), wie die Gundarks Dschungelkatzen jagten. In Khalbs Kopf begann eine Idee zu reifen, die lose um Worte wie “Jagen”, “großes Tier” und “Ritus” kreisten. Mal sehen, wie viel Zeit sie hier verbringen würden …

Zurück im Lager hatten die zwei jung-mando’ade geholfen die drei unbeschädigten Zelte aufzubauen und dann hatte sich Khalb, der vor Müdigkeit kaum noch geradeaus sehen konnte, in einer Ecke zusammengerollt.

Für ihn war der Absturz nichts wirklich Furchtbares. Ein unerwarteter Jagdausflug traf es eher.

Bevor ihn der Schlaf völlig übermannte dachte er noch an Illjana, die selbst unter diesen widrigen Umständen ihre Propaganda-Filmkamera nicht verloren hatte. Und die mit Schweißrändern am Hals und unter den Armen sehr energisch aussah.

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OOC: Da isser, der Survival-Plot. Er hat schon großartig und mit reger Beteiligung angefangen. Ich hatte sehr, sehr viel Spaß und freue mich auf eine Woche Dschungelkampf, Jagen und Psychoterror. Man bekommt alles von Blut und Angst bis zu Comic Relief geboten – wie in einem guten Kriegsfilm. Genthri gibt als Spielleiter alles und zerreißt sich zwischen den verschiedenen Gruppen. Ich hoffe, er verliert dabei nicht seine eigene Spielfreude aus den Augen! Ich liebe das actionreiche RP und bin voller Vorfreude auf das, was noch kommt!

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An der Fleischtheke

Ich war bisher noch nie bewusst auf dem Sklavenmarkt. Warum auch? Sklaven sind Haushaltsgegenstände, sie erscheinen einfach irgendwie; darin Tassen sehr ähnlich, die auch niemals jemand gekauft hat und von denen man doch einen ganzen Schrank voll besitzt, darunter auch die komische mit dem angestoßenen Henkel und der Aufschrift “Man muss kein Jedi sein um hier zu arbeiten – und es hilft auch nicht!!” (im Ernst – woher kommt diese Tasse?).

Aber diesmal war es nötig, eine Sklaven zu kaufen. Denn irgendwie wollte grade gar keiner in der Küche einfach so erscheinen und Meister Concabille neigt dazu, Gegenstände die keine Waffen sind, einfach fallen zu lassen. Also waren wir in Kaas City auf dem Sklavenmarkt. Begleitet von Onkel Ginyu, der zwar ähnlich wenig Ahnung von Lebendware hat, die man nicht mit Betäubungsmunition im Dschungel fängt, aber zumindest hat er eine Menge Untergebene und das schien irgendwie die passende Qualifikation zum Kaufberater.

Der Markt war deprimierend. Hoffnungslose Gesichter, der Geruch nach Verzweiflung und das stetige Summen von Energiepeitschen. Natürlich ist es einfach so, dass Sklaven nunmal Sklaven sind. Wer zu schwach ist, um frei zu sein, kann sich glücklich schätzen, im Imperium zu leben. In der Republik würde so ein Wurm nur in irgendeinem Slum verrotten, an Hunger oder Krankheit eingehen. Bei uns darf er zumindest um sein Leben arbeiten. Trotzdem muss ich mich nicht ständig mit diesem Bodensatz umgeben.

Ich habe keine Meinung zur Ware geäußert. Seit ich von zu Hause fort bin versuche ich, meinen Besitz systematisch zu reduzieren. Kleidung für den Alltag, Robe und Rüstung für Dienst bei Darth Aroval, meine Schwerter, ein Datapad, ein Holocom, meine Zeldrate. Mehr habe ich nicht. Dafür braucht es keinen Sklaven.

Am Ende hat Meister Concabille einen Zabrak erworben, der sich um die Echsen kümmern soll. Und sie hat bestimmt eine Stunde mit einem schmierigen Verkäufer herumgesetzt, der ihr eine weißhaarige junge Menschen(?)frau aufschwatzen wollte, für die er den Gegenwert eines kleinen Raumfrachters haben wollte. Ich weiß nicht, ob sie das Weibchen am Ende gekauft hat oder nicht (sicher nicht zum verlangten Preis). Ich bin vorher gegangen. Außerdem hat mir Onkel Ginyu etwas in den Kopf gesetzt, das sich dort nun hin und herwindet und mir keine Ruhe lässt.

Sie würde es mir sagen. Obwohl es natürlich ein Nicht-Problem ist, das sich mit einem kurzen Besuch beim Medi-Droiden (man muss dazu nicht einmal einen Arzt belästigen!) lösen lässt. Deswegen muss ich mir darüber keinerlei Gedanken machen. Meine Phantasie läuft Amok, eine Sekunde lang schießt mir ein merkwürdiges, ungebetenes Bild durch den Kopf und ich schüttle mich. Nein. Nicht mein Ding. Die Männer meiner Familie waren schon immer ziemlich üble Väter. Ich habe nicht vor, diese Tradition fortzusetzen.

Es ist nichts passiert und es wird nichts passieren. Wir bleiben frei.

Aber nur um sicher zu gehen, dass auch in Zukunft nichts passiert, werde ich einen Arzt aufsuchen. Natürlich ist nichts passiert. Was weiß Onkel Ginyu schon, dessen vergleichende Verhaltensbiologie auf der Beobachtung von Tieren fußt!

Alles nur Spekulationen.

Real hingegen ist der cortosisverstärkte Parang, den mein Forscheronkel mir vorhin überreicht hat. Das Bumerangschwert liegt gut in der Hand und lässt sich auch sehr gezielt werfen. Ich musste etwas mit der Macht nachhelfen damit es auf Spur blieb, da es noch winzige Balanceprobleme hat. Oder ich einfach noch nicht gut genug daran gewöhnt bin. Eine wirklich feine Waffe. Hoffnungslos simpel - aber das denken die meisten Sith auch über Vibroschwerter. Ich werde mich eingehender mit dem Parang beschäftigen. Onkel Ginyu erwartet dahingehend einen Bericht.

Etwas gesünderes, auf das ich meine Gedanken konzentrieren kann.

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Weiter mit OOC und passend zu Ghurabs unangenehmen Gedanken zum Thema Familie ein Bild seines Vaters. Superdaddy Lord Rednelak. Rein optisch sowohl seinem Sohn als auch seinem Bruder ähnlich. Ich gewöhne mich langsam wirklich an das Aussehen des alten Bastards.

Das RP gestern war etwas konfus. Ich weiß nicht, ob die Sklaven-Spielerin nun bei uns bleibt oder nicht. Ich werde es sehen! Wie man auf dem ersten Bild links auf dem Container sehen kann, hatten wir auch wieder RP-Besuch. Wobei es natürlich nicht die Bohne romantisch war. Vielmehr wurde Ghurab irgendwann sehr ungeduldig und gereizt, als sich die Verhandlungen hinzogen.

Ich habe gestern versucht die GSI-H2 auf Tatooine allein zu machen. Kathro meinte, es wäre gar kein Problem. Naja, ist es wohl auch nicht. Wenn man einen Jugger spielt und lockere sieben Interrupts zur Verfügung hat. Ich als Powertech musste mit meinen drei Interrupts deutlich zuviel Schaden fressen. Und weil ich keinen ausgestatteten Heal-Gefährten habe, schaffte ich den Droiden nur auf etwa 15% herunterzuprügeln. Ich habe dann Genthri um Hilfe gebeten und zu zweit war es natürlich (obwohl er noch RP-mäßig ohne Waffe unterwegs war …) Kuchenstückchen.

Ich werde heute mal meine ganzen überflüssigen Basic- und Classic-Coms für neue Ausrüstung für meine Heal-Gefährtin raushauen (Mako ist noch mit Voss-Gegenständen eingekleidet … die heilt derzeit gar nichts!). Und dann nochmal sehen, ob der Droide allein zu schaffen ist. Tschakka und so.

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Shereshoy

24. Juli 2014 3 Kommentare

Dank eines Bugs (?) sieht man derzeit auf dem Charakterauswahlscreen zuerst eine Dreiviertelansicht des ersten Charakters. Nett aber ich mag die Close-ups lieber, da man sonst nie gescheite Nahansichten bekommt.

Achtundvierzig Stunden ohne Schlaf. Im Gefecht kam das des öfteren vor und dann machte es Khalb auch nicht besonders viel aus. Man war voller Adrenalin, hatte Stims in der Blutbahn und die Gewissheit, dem Feind jederzeit Auge in Auge gegenüber stehen zu können. Aber hier auf dem lahmen Ausbildungsplaneten waren achtundvierzig Stunden Dauerdienst einfach nur die Schokostreusel auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen auf dem Sirupkuchen.

Wenn es wenigstens wegen irgendetwas Sinnvollem gewesen wäre! Eine richtige Schlägerei, Sachbeschädigung, eine wirkliche Auflehnung … aber es war dem Captain nur nicht schnell genug gegangen, das sich-in-einer-Reihe-Aufstellen. Mehr nicht. Schon gab es einen Wink zur Lieutenant und man durfte sich auf eine Strafe freuen, deren Sinnhaftigkeit irgendwo zwischen Sandschaufeln auf Tatooine und Mülleimer für Spannungsabfälle holen kreiste.

Khalb spürte, wie ihm nach und nach die Shereshoy abhanden kam. Das, was ihn bisher zuverlässig durch die Feuergefechte auf Tessien, das Eis von Mirande und jede Trainingseinheit in den Gewittern von Dromund Kaas getragen hatte. Shereshoy – das Grundgefühl der Mandalorianer. Diese Mischung aus Energie, Lebensfreude, der Gewissheit, dass man das Leben in vollen Zügen genießen sollte, weil es jede Sekunde vorbei sein konnte. Die Gier nach körperlicher Betätigung, die wilde Lust auf Kämpfe und der Spaß an Herausforderungen. Die Neugier auf das, was hinter dem Horizont lag und auf das, was man über den Lauf eines Blasters sehen konnte.

Shereshoy … langsam begraben unter einem Berg von “wir sind hier im Imperium, da …”, habtacht und immergleichen Reihen von Soldaten mit müden Augen.

Khalb kam sich älter als Garrm vor. Sein vod trug noch die unverwüstliche Freude vor sich her, die auch Khalb die letzten Monate über Wasser gehalten hatte. Aber mittlerweile war es sehr schwer geworden, noch Begeisterung zu entwickeln. Zu viele Strafen für Dinge, die im Gefecht unwichtig waren. Zu wenig Motivation. Und was war das Leben noch wert, wenn man nicht einmal mehr Aussicht auf einen Kampf hatte?

Er wünschte sich verzweifelt einen Angriff der Republik. Wilde Tiere. Rebellen. Irgendetwas.

Achtundvierzig Stunden.

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Weiter mit OOC. Meine Geisterfahrertheorie im RP. Wenn ich um mich herum lauter Leute sehe, denen es Spaß macht, bin ich das Problem und habe mich irgendwie zu motivieren. Das Problem ist aber gar nicht mal so einfach zu fassen. Denn eigentlich mag ich Militär-RP. Sonst wäre ich auch kaum in einer Militär-Gilde. Aber. Ich möchte Militär-RP wie in einem Vietnam-Film. Also 10% Ausbildungs- und Exerzier-RP. 60% Kämpfen, Dschungel, Drama, Blut, Explosionen, Gut gegen Böse, Böse gegen Böse, Action, Fluchen, Coolness. 30% Social-RP in dem die Kameraden und die Offiziere zu einer Einheit werden. Ich möchte das hier (das Feeling, sozusagen):

Der Peak in dieser Richtung war für mich der Plot bei dem Taris uns Tessien gedoubelt hat und wir als Trupp in völlig zerstörtem Gelände Feindkontakt hatten, ob nun mit den Mutanten (als Ghurab Beskell das Schwert ins Bein gehauen hat) oder mit der Republik (Khalbs erster Kill und das Vorrücken zum Funkturm um der Flotte zu signalisieren, dass wir Rettung benötigen). Immer die 60% Kampf ist natürlich schon deshalb schwierig, weil man dafür einen konstant verfügbaren Gegner haben müsste. Hat man nicht – also Konzentration auf die anderen 40%.

Was ich beim Militär-RP gar nicht mag: Die Aufstell- und Marschier-Übungen sowie Strafen für Kleinigkeiten, die bei mir kein Gefühl von “ich bin in einer faschistisch-irren Diktatur” aufkommen lassen sondern eher ein “ich bin unter die Bürokraten gefallen”. Das ist für mich völlig verschwendete Lebenszeit. Es interessiert mich absolut gar nicht. Ich bin dann oft auf dem Desktop, gucke Reddit (“hihi, was diese Katze anstellt ..”) und verpasse wieder irgendein “Rechtsum” oder so, wofür ich mich dann ein paar Minuten schäme, weil ich den Leuten, die Freude an solchem RP haben, ebendiese versaue.

Klar, immer Kuchen essen geht nicht. Der wird dann fad. Aber gelegentlich ein Krümelchen? Bald der Survival-Plot. Jawoll. Nur nicht zu sehr hypen … aber trotzdem drauf freuen. Wäre ich gut im Umgang mit Menschen und könnte meine Ideen, die ich als Spielleiter im P&P für Plots ja massenhaft habe, auch in MMO-Plots umsetzen, könnte ich mich einfach selbst beschäftigen. Aber irgendwie mag das nicht so recht gelingen. Habe ich dann überhaupt das Recht, etwas zu sagen? Ich weiß es nicht …

Vielleicht gibt es irgendwie eine Möglichkeit für einen Kompromiss. Wenn man während des Übungs-RPs als Mannschaftsgrad immer noch die Möglichkeit hätte, statt stumpfer Befehls-Befolgung (dass ich gestern im OPs-Chat gebeten wurde, doch bitte wörtlich zu schreiben, dass mein Char habtacht geht war in dieser Hinsicht ein ziemliches Erweckungserlebis) auch mal ein wenig Leine zu haben, könnte das Spieler wie mich etwas mehr motivieren. Also vielleicht mal straflos zulassen, dass die Mandos sich abklatschen, wenn Garrm gut getroffen hat (plus die Gelassenheit, ein “Kandosii!” nicht mit Strafarbeit zu belegen), ein Jubeln oder Pfeifen durchgehen lassen, wenn etwas gut gelungen ist, vielleicht mal ein Auge bei kurzen Gesprächen zudrücken und all sowas. Ja, das ist das Imperium und kein Picknickausflug. Aber auch in imperialen Offiziersrängen sollte sich herumgesprochen haben, dass motivierte, mitdenkende Soldaten im Gefecht bessere Ergebnisse erzielen als hirnlose Drohnen, die im Koma noch Stechschritt beherrschen. Ich will keine Demokratie ausrufen – nur etwas mehr Coolness. Vielleicht wäre all das auch jetzt schon möglich – aber die letzten Tage gingen für mich mit ihren Strafen für Nichtigkeiten gefühlt eher in die Gängel- als in die Coolness-Richtung.

Ich muss mal genauer über diesen wirren Gedankenbrei sinnieren und ihn dann in bereinigter Form im SRK-Forum zur Diskussion stellen. Ich glaube zwar, dass ich mit diesen Wünschen ziemlich allein da stehe, möchte sie aber doch gern aufs Tapet bringen. Aber, wie gesagt, nicht so durcheinander wie hier in diesem Post sondern konstruktiv formuliert. Braucht noch etwas Hirnschmalz um das dem Rest der Gilde zumuten zu können.

Ob man es auf die Formel “Lieber der GI mit Sonnenbrille und Kippenpäckchen unterm Helmband als der angstschwitzende Volksarmist” bringen könnte?

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Wüstenwanderung und ewiges Eis

23. Juli 2014 Kommentare aus

Für einen ausführlichen IC-Bericht war ich gestern zu kurz im RP. Nur eine halbe Stunde habe ich in Fort Asha auf Jaguada verbracht, gerade einmal genug Zeit, dass ein schlecht gelaunter Captain Stryder für ein in der Freizeit geäußertes “Su cuy, Iljana!” 50 Liegestütze Strafe verteilen konnte (“Wir sind hier im Imperium, hier wird Basic gesprochen!”) und nach dessen Abschwirren die genannte Iljana Khalb in ziemliche Peinlichkeit (gefühlt) bringen konnte. Sobald der Captain verschwunden war ging Khalb auch wieder zu Mando’a über. Er ist der Meinung, dass er außerhalb des Dienstes durchaus seine Sprache sprechen darf, weil das wohl kaum irgendwelche Kampftaktiken beeinflussen kann. Der Medic und der Cathar-Rekrut schienen das, ihrem Gemurmel aus dem Hintergrund nach, ähnlich zu sehen. Die Ehe bekommt dem Captain wohl wirklich nicht. Er ist sehr unleidlich geworden. Nicht einmal Iljana Riefenstahls Propaganda-Filmträume mit dem Captain als idealisiertem imperialen Soldaten im Mittelpunkt, konnten ihn wirklich aufheitern.

Für Khalb hingegen wurde es, nachdem die initiale Peinlichkeit wegen der Fotos auf dem Datapad überwunden war, ziemlich nett, da er erfuhr, dass Iljana nun frei und vollwerrtige Bürgerin des Imperiums ist. Nicht, dass er Lord Tragos auch nur einen Meter weit trauen würde (obwohl er ihn bei der Befreiung von Lord Garrde schon nah im Kampf erlebt hat, was von einem Mando’ad mit “gut kennen” gleichgesetzt wird). Im Gegenteil – er ist fest davon überzeugt, dass der Sith für Iljana noch ein dickes Ende im Ärmel hat. Aber im Moment läuft alles.

Viel mehr passierte im RP nicht, dazu hatte ich vorher zu viel Zeit im PvE verplempert.

Wie man am Titelbild sehen kann, hat das Gree-Event wieder angefangen. Das ist eine etwa halbjährlich wiederkehrende Veranstaltung, während derer man einem Haufen Tentakel-Aliens bei ihren Forschungen helfen darf. Ich hatte daran bisher noch nie teilgenommen und wollte es mir dieses Mal endlich einmal ansehen.

Hübsch anzusehen ist es auf jeden Fall. Aber das war klar, schließlich gefällt mir auch Asation, die Gree-thematisierte Operation, sehr gut. Das Event selbst … nun ja. Die Heroic-Quest habe ich noch nicht gemacht, die PvP-Quests tue ich mir wohlweißlich nicht an (der General Chat war so voller Gift und Galle – da brauche ich nicht auch noch zum Drama zu addieren) und so blieben die normalen Quests, die mir reichlich uninspiriert vorkamen. Kein Vergleich zum Rakghoul-Event, das sowohl optisch als auch questmäßig in meinen Augen gelungener ist. Allerdings gibt es Goodies wie Legacy-Offhands zu kaufen .. und das würde mich doch gar sehr locken. Ich sehe aber nicht, wie ich das dafür benötigte Material zusammenbekommen könnte. Ich fürchte, dieses Event wird reichlich an mir vorbeilaufen. Andererseits habe ich exakt das selbe über das Rakghoul-Event gesagt.

Dafür war ich danach mit Kathro (bzw. Xakae) auf Tatooine unterwegs um die GSI-Quests zu machen. Die Heroic ging wunderbar glatt mit Xakae als Tank und Khalb als Heiler. Doch dann hatte ich die Idee, dass ich mir doch einmal alle GSI-Quests auf dem Planeten ansehen könnte. Und das beschäftigte uns (mit Datacron-Umweg) fast eine Stunde … Das Ganze ist wie ein Ei mit Maggi: Lecker aber ich brauch nicht noch eins. Heute lieber wieder nur die Heroic – die lässt sich in fünf Minuten erledigen.

Apropos heute: Zwar haben wir schon die ganze Woche jeden Abend Soldaten-RP aber heute ist der dafür designierte Abend. Mal sehen, was sich so ergibt.

Außerdem hat sich der potentielle Sklavenspieler wieder bei Sey gemeldet, was mich zugegebenermaßen überrascht hat. Bieten wir doch keinerlei Sex-und-Hauen für Sklaven an (das ist rein für Concabille und Ghurab selbst reserviert). Da werden wir wohl demnächst tatsächlich einmal nach Lebendware shoppen gehen.

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Die Moral, die Loyalität und der Kampf

22. Juli 2014 9 Kommentare

Es wäre vermutlich alles viel leichter, wenn er früher ein Imperialer gewesen wäre. Früher – er erinnerte sich kaum noch daran, obwohl es doch eigentlich noch gar nicht so lange her war. Früher, bevor buir ihm gesagt hatte, dass er mando’ad sei. Aber er hatte nunmal nichts mit den Imperialen zu tun gehabt, bevor sie ihn in diese Mine auf Keska zwei verschleppt hatten und wusste deshalb einfach nicht, wie sie tickten. Und jetzt war auch nicht alles klarer. Obwohl er jeden Tag mit ihnen kämpfte, trainierte, lebte. Sie blieben rätselhaft.

Vom Platz vor den Quartieren hörte er Garrm herangaloppieren. Der war wohl auch froh, von der Lieutenant wegzukommen. Die hatte jetzt den entspannten Sergeant vom 181sten am Wickel. Der käme sicher mit ihr klar. Der kam mit einer ganzen Menge klar. Und vielleicht geriet dann auch der Inhalt von Khalbs Datapad wieder in Vergessenheit …

Khalb sah hinter sich Garrm aufschließen. Sein vod wirkte ungewohnt ernst, sein Vortrag über Loyalität, Ehre und die Lebensart ihres Volkes hatte ihm eine deutlich erwachsenere Aura verliehen. Khalb blieb stehen und wartete auf den Zabrak.

Alles nur wegen dieses absurden Befehls von Captain Stryder. Stryder-Garrde. Was auch immer. Den hatte nach seiner Hochzeit mit einer dar’jetii (Khalb hatte dank eines kompletten Mangels an Interesse nur sehr am Rande davon mitbekommen) der Rappel gepackt und er hatte eine Initiative zur Hebung der Moral der Truppen ins Leben gerufen. Und die Lieutenants und Sergeant Morrisen mussten nun den verblüfften und verärgerten Soldaten sämtliche “fragwürdigen und schädlichen” Bildmaterialien abnehmen. Also alles, worauf irgendwo nackte Haut zu sehen war. Und weil man hier im Imperium war natürlich speziell nackte Alien-Haut.

Nicht, dass Khalb dergleichen besessen hätte. Frauen ohne Waffen und Rüstung waren maximal nett. Aber er hatte dieses Comic, das ihm Illjana gegeben hatte. Um sein Lesen zu verbessern. Und in diesem Comic war eine Frau unter der Dusche zu sehen. Auch jede Menge anderer Dinge. Aber was, wenn Illjana deswegen Ärger bekommen würde? Also hatten die beiden mando’ade sich beratschlagt und den Stein des möglichen Anstoßes erst einmal Sergeant Morrisen zur Begutachtung vorgelegt, während im Hintergrund Lieutenant Lienas mit zwei Soldaten herumsetzte, die wohl Probleme damit hatten, sich von in ihre Haut eingestochenem “unmoralischem Bildmaterial” zu trennen. Seltsamerweise schien es fast so, als würde der Lieutenant die fixe Idee des Captains für genauso schräg halten wie die Mannschaftsdienstgrade es taten.

Das Comic wurde dann vom Sergeant als “harmlos wenn auch möglicherweise nicht für Jugendliche geeignet” eingestuft, was Proteste von beiden mando’ade nachgezogen hatte. Das wirkliche Problem war dann aber ein Anderes gewesen … Auf Khalbs altem, mit Tape geflickten Datapad befand sich nämlich nicht nur das pädagogisch wertvolle Bildwerk, alles, was Lorsa ihm zum Thema “mandalorianische Philosophie” und Taktiken gegeben hatte und sämtliche Briefe an seine Familie, sondern auch etliche Fotos von Illjana. Die zu erklären, so harmlos sie waren (und Illjana hatte auch Spaß daran gehabt, ihm die Zunge herauszustrecken, während sie trainierte), hatte einiges an Peinlichkeit verursacht. Das ärgerte ihn. Es war nichts Peinliches dabei. Gar nichts. Trotzdem hatte er einen roten Kopf bekommen. Und dass Garrm dann, als er erfuhr, dass Illjana jagen, schießen und Raumschiffe fliegen konnte, vor Anfällen seiner üblichen Sofort-Entflammtheit kaum noch geradeaus gucken konnte und Khalb bedrängte, ihm Illjana uuuuunbedingt vorzustellen, hatte auch nicht geholfen.

Man konnte nur hoffen, dass sein vod die spontane Liebe zur Piratin wieder vergessen hatte, als wieder einmal das leidige Thema der kulturellen Differenzen aufkam und man mit dem Sergeant und dem Lieutenant herumdiskutierte, ob imperiale Soldaten nicht doch besser die selben Freiheiten erhielten wie die Mandalorianer in Diensten des Regiments. Das führte nach einigen Verwicklungen und wohl auch Missverständnissen dazu, dass alles aufeinanderprallte und sich die mando’ade als kämpfende Handlanger gebrandmarkt sahen.

Es gab hin und her, Garrm hielt wilde (und kurze) Reden zu brennenden Themen wie Leidenschaft, Loyalität und Mut, man kam nicht zu sehr viel und dann wurde schließlich der Sergeant des 181sten, der gerade vorbeikam, miteinbezogen. Der äußerte sich aufgrund der Erfahrungen vergangener Einsätze positiv, was die Stimmung ein wenig entspannte und man konnte verschwinden, ohne dass eine der beiden Seiten das Gesicht verloren hätte.

Und das alles nur wegen Captain Stryders (Stryder-Garrde!) komischen Befehls.

Osik.

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Und weiter geht es mit OOC, wie man schon an Khalbs PvE-Rüstung in Warnfarben-Giftgrün erkennen kann. Ja, ich habe den Raptor! Endlich meiner! Ist er nicht entzückend und berauschend hässlich? Hat er nicht die gar begeisterndste nässender-Ausschlag-Hautstruktur? Den debilsten Unterbiss seit der Zeldrate? Die nutzlosesten Stummelärmchen?

Ich finde ihn wundervoll.

Das RP gestern war eher entspannt und sozial als actiongeladen und kämpferisch. Aber unterhaltsam war es doch. Gholams Beschreibung des Tats der “vornüber knieenden Twi`lek von hinten unter Einbeziehung des Bauchnabels” hat mich sehr zum Lachen gebracht. Tja, da muss wohl jemand wegen eines anatomisch korrekten Twi’lek-Ärschleins unter den Laser. Für die Moral! Für den Imperator!

Und zum Abschluss ein wenig Shaun. Während des Werewolf-Spielens am Samstag ergab sich die absurde Situation, dass unser Children of Gaia-Theurge (also ein echtes Werwolf-Blumenkind) Shaun in Crinos-Gestalt (die Kampfmonster-Variante der fünf Gestalten, die ein Garou so zur Verfügung hat) versuchte, für Ruhe zu sorgen, während sein noch-nicht-Rudelgefährte Rhys schreiend seine Revolvertrommel in Shauns Oberkörper leer machte (normale Munition tut nicht viel an so einem Crinos). Das tat der Theurge, in dem er eine Klaue vors Maul legte und ganz sanft “Pssssst!” machte. Unsere Spielleiterin kugelte daraufhin beinahe vom Sofa und bat mich, diesen Moment zu zeichnen.

Dazu sage ich: Bittesehr.

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Dieser Sommer ist eindeutig imperial …

21. Juli 2014 Kommentare aus

… denn “Only a Sith deals in absolutes”. Und viel extremer kanns kaum werden. Es nervt.

Zum Glück konnte man den vierzig Grad am Samstag Vormittag mit ein wenig virtuellem Eis entkommen. Hoth ist wirklich ein sehr angenehm anzuschauender Planet. Aber ich fand keine wirkliche Ruhe zum leveln. Erstens natürlich da ich viel in Sachen P&P unterwegs war und sowohl mit den Vampiren im Jahre 1244 als auch mit Werwölfen 1890 viel Freude hatte (Opium, “Britannia ruling the Waves” als Eisskulptur bei einer Geburtstagsparty in Kensington und eine Zimmermädchen-Wyrmkreatur) und zweitens weil ich seit der Raptor-Kohle-heranschaff-Aktion irgendwie nicht mehr anders kann, als weiter Credits zu hamstern.

Denn es könnte ja sein, dass ich im RP irgendwann mal genau diese Klamotte (irgendeine) brauche und ich mir deshalb das Set zusammenkaufen muss, damit ich es freischalten kann. Derzeit gilt meine Kauf-Aufmerksamkeit der Series 212, einem eher hässlichen Droiden-Set, das aber als einziges komplett metallische Beinpartien hat. Mir fehlt nur noch das Kopfteil. Doch dieses gibt´s aktuell nur einmal im Handelsnetz – und der Verkäufer möchte 1.45 Millionen Credits dafür, was mir dann doch etwas zu viel für eine reine Möglichkeit, dass ich es mal brauchen könnte, ist. Falls jemand das Kopfstück verkauft und mit entweder einem Bild oder 500.000 Credits zufrieden wäre, würde ich mich über ein Angebot freuen.

Eine weitere Möglichkeit ist der Survival-Plot. Ich hoffe, dass er stattfindet. Im Moment herrscht gerade bei Saph und mir extremer Hype, es wird sich darauf ein Loch in den Bauch gefreut und man kann´s kaum erwarten. Ich bin sogar so weit gegangen für Khalb ein Lagerfeuer zu kaufen, damit die zwei Mando-Buben im Dschungel auch standesgemäß Klein- und Großgetier jagen und kochen können.

Diese Woche möchte ich gern sowohl mit Khalb als auch mit Ghurab unterwegs sein. Der Plot mit der Suche nach Saphs Angreifern wurde zwar leider gecancelt aber ich denke, die beiden Mandos können sich auch anderweitig beschäftigen als nur Ritter in bunter Rüstung für Sergeant Morrisen zu spielen. Und Ghurab hat noch Etliches über Meister Concabilles merkwürdiges Verhalten herauszufinden. OOC weiß ich schon, dass sie versuchen wird, Ghurab völlig im Dunkeln zu lassen, was das Kind angeht. IC wird das aber auch sehr, sehr einfach werden, da es ihm erstens nicht in den Sinn kommt und er zweitens sicherlich andere Ursachen für ihr Verhalten vermutet. Gar nicht zu reden von seiner üblichen Fokussierung auf praktisch alles andere. OOC habe ich natürlich mächtig Spaß an dem Versteckspiel, das Concabille aufführt.

Jetzt gilt es zunächst einmal einen Montag zu überleben. Und eventuell ein neues Headset zu kaufen, da mein “altes” (das Ding hat nur ein Jahr gehalten!) am Wochenende einen Wackler ins Mikro bekam.

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