Beim virtuellen Schweden

22. August 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Nein, ich möchte keinen Farn kaufen. Und keine Teelichte. Nicht einmal das hübsch skandinavisch gestreifte Sofakissen Ølebørg. Ich möchte so schnell wie möglich am Kinderland vorbei, durch die Möbelausstellung, ganz sicher keine Köttbullar essen und dann einfach ein Ivar-Kellerregal mitschleppen.

In der voll-4D-Welt schon hart genug.

In SWTOR auch ohne die im RL unvermeidlichen Zusammenstöße mit Turboeltern und ihren blökenden Jan-Linussen (“Paula-Lena, lass das bitte, das machen wir nicht!”) noch viel verwirrender!

Ich habe “for the greater good” noch zwei Räume à 900.000 Credits auf Tatooine freigeschaltet (ja, genau – fast zwei Millionen nur für zwei verdammte kleine Zimmerchen unter dem Wüstenboden!) und irgendwie mit dem Einrichtungssystem herumgewumpelt. Dabei habe ich festgestellt, dass mein nicht einmal ansatzweise im RL vorhandenes Dekorationstalent mich auch in SWTOR nicht im Stich lässt. Ich habe halt … so … Zeug irgendwie … hingestellt.

Und die Freiflächen sind … frei.

Naja, wird vielleicht noch. Ich werde am Wochenende etliche kleinen Flashpoints solo durchkämmen um eventuell noch an Einrichtungsgegenstände zu kommen, denn bisher habe ich an dieser Front noch nicht allzu viele Erfolge zu verzeichnen.
Sey hat mir Concabilles Appartment in Kaas City gezeigt, komplett mit dem “Dojo” für unsere zwei Sith. Und sogar einem spartanischen (was sonst!) Kämmerchen für Ghurab. Sieht sehr gut aus! Jetzt muss Bioware nur noch den Bug in den Griff kriegen, dass beim Ausloggen immer alle Schlüssel verschwinden, die man von anderen Leuten bekommen hat. Dann ist alles golden.

Nicht-Housing-betreffend: Das Conquest-Zeug. Das sind Ziele, die man entweder pro Charakter oder für die ganze Gilde jede Woche erreichen kann und dafür Crafting-Materialien und Geld bekommt. Eigentlich eine tolle Sache – für mich nur wahrscheinlich nicht schaffbar. Denn ich springe ständig zwischen meinen Charakteren. Mal habe ich Lust auf Flashpoint mit Qird, dann Operations mit Sherku, Heroics mit Khalb … und auf diese Weise käme ich zwar innerhalb der Woche insgesamt sicher auf meine Punktzahl, jedoch nicht mit einem einzelnen Charakter. Schade drum. Aber ich werde meinen Spielspaß nicht an diese Ziele anpassen. Das wäre es mir nicht wert. Und ich würde mir vermutlich auch einen Charakter sauer spielen, wenn ich die ganze Zeit nur mit diesem unterwegs wäre, ohne Abwechslung zu haben.

Ich crafte nebenher für die Gilde, mache Flashpoints wenn ich Lust darauf habe (gestern einen zufälligen, gab gar nichts außer ein paar Punkte) und konzentriere mich ansonsten auf das, was mir am wichtigsten ist: RP und Dinge entdecken.
Freitag Abend wird Onkel Ginyu seine luxuriöse Behausung der Familie vorstellen (sein Bruder, der Lord, lebt noch auf Umzugskisten … ich habe mich bisher auf Tatooine konzentriert). Mal sehen, ob Borraa und Ghurab aufeinandertreffen. Die erste RP-Gelegenheit im Housing!

… und Bilder meiner sehr … beuys`schen Dekorationsversuche gibts am Wochenende!

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Unter dem Meer und in der Wüste

21. August 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Zuerst ein wenig Illustration. Garrm und Khalb, die beiden best-buddy-Mandalorianer-Jungtiere (“ori’vode” bedeutet “beste Freunde”). Es ist extrem schwierig die beiden zu zeichnen. Mein erster Versuch mit Khalb ließ ihn viel zu jung aussehen. Jetzt bin ich schon etwas näher dran, wenn auch vermutlich in die andere Richtung übers Ziel hinausgeschossen. Trotzdem bin ich recht zufrieden. Vor allem mit den “On the Moon”-Shirts der Beiden. Sey will nun auch in RL ein Hemd mit Toast King oder Insanity Prawn Boy.

Nächstes Projekt: Eine Auftragsarbeit aus dem VC-RP-Forum. Mal sehen, ob ich wirklich verstanden habe, was die Kundin möchte!

Und jetzt … zur Galactic Strongholds Expansion! Wenn dieser Post in die Tiefen des Internets geschüttet wird, werde ich schon zwei Abende Zeit gehabt haben, mich damit auseinander zu setzen. Beim Schreiben dieser Zeilen kann ich erst auf einen Abend Erkundung zurückblicken. Meine Meinung ist also noch bei Weitem nicht als gefestigt zu betrachten. Ich bin noch sehr im Alles-herausfinden-Prozess.

Als ich nach dem Patchen (ging flüssig) on kam, hatte Kathro schon die fliegende Blurrgfarm (das Gildenschiff) erworben und war dabei, sie für die wöchentliche Conquest über Voss zu platzieren. Wie ich mir gedacht hatte, hat jedermann und sein Hund ein Gildenschiff – in weniger als drei Stunden schwebten fast dreißig Schiffe über den drei Conquest-Planeten. Klar, Conquest macht bestimmt Spaß und bringt auch Vorteile. Aber. Wir sind eine RP-Gilde. Unser Hauptaugenmerk liegt nicht auf wildem Craften und PvE. Ich werde mich gern so gut ich kann an den Conquest-Bemühungen beteiligen – aber erstens geht natürlich RP vor (sowas von!) und zweitens ist man ja on, um Spaß zu haben. Also keinen Streß. Wenn man sowieso für die üblichen Aktivitäten (Flashpoints, Operations, Dailies …)  Conquestpunkte bekommt, ergibt sich vermutlich sowieso vieles von selbst.

Den Großteil des Abends verbrachten wir dann mit zwei Manaan-Runs. Der neue Tactical Flashpoint auf und unter dem Heimatplaneten der fischartigen Selkaths (“Under the seeeaaa!”). Denn erstens gibt es dort die Relict-Drops, mit denen man sich die genialsten Vibroschwerter bisher kaufen kann (ein Muss für Bladeborn-Spieler!) und zweitens setzt sich dort nicht einmal unspannend die Story der Tython/Korriban-Flashpoints fort (die Endsequenz mit Theron und dem Wookiee fand ich wirklich schön alt-star-warsig). Tatsächlich hat der Schwierigkeitsgrad etwas angezogen und liegt etwa auf dem Niveau eines normalen 55er Hardmodes. Trotzdem sind bei zwei Runs nur zwei Leute drei Mal gestorben – und zweimal war das ich mit Khalb. Die ersten beiden Tode waren völlig unnötig. Khalb und Illjana fielen dem “Tür-Boss” (der ist dem Brücken-Boss aus Darvannis sehr ähnlich) zum Opfer, in dem Kathro den ersten Manaan-Boss angriff und wir noch auf der Begrenzungslinie des Bereichs standen. Elektrozaun zu, wir instant kaputt. Khalbs zweiter Tod war unlogisch, weil Wasser eigentlich keine Rampe hochfließen sollte. Tat es doch. Bug oder nicht – wieder kaputt.

Ansonsten gingen wir zügig durch und auch der Timer des Endbosses hat uns nichtmal bei der schadensmäßig sehr gummeligen Erstgruppe (drei Heiler, ein Tank ….) umgehauen.

Der zweite Run lief dann noch einmal deutlich schneller. Richtig schwer war es jedenfalls nicht. Über den Wiederspielwert des Flashpoints habe ich mir noch keine Meinung gebildet. Ob ich ihn weiterhin gezielt besuchen werde, sobald ich das Schwert für Ghurab habe, kann ich noch nicht sagen.

Und die Strongholds? Ich habe mir natürlich gleich drei davon direkt geholt. Ihre Lordschaft hat sich das Kaas-City-Penthouse komplett gekauft und sich dort verlaufen (Mann, ist das Teil groß!), Khalb durfte Nar Shaddaa freischalten (und mit den Trophy-Bildern zwecks Komplettierungspunkten vollpflastern. Im RP brauche ich Nar Shaddaa sowieso nicht) und Sherku hat auf Tatooine die Casa de Mando erworben. Und dieses teure Tuskulum schoss den Vogel ab. Man hat das Gefühl, den halben Planeten zu besitzen. Und dabei habe ich noch nicht ein einziges zusätzliches Gebäude gekauft! Platz genug für RP wird sicherlich sein.

Einrichtung ist allerdings ein anderes Thema. Man hat natürlich deutlich weniger Möglichkeiten als in Second Life (aber es gibt kein Spiel, das in dieser Hinsicht Second Life auch nur das kleinste Schlückchen Wasser reichen könnte), dafür aber auch keinen Lag. Ich habe das Selbstbau-System noch nicht vollständig durchschaut, rechne aber fest damit, dies in den nächsten Tagen zu tun. Wogegen ich nichts tun kann ist meine komplette innenarchitektonische Unfähigkeit. Ich kann keine Dekoration. Ich habe auf Tatooine jetzt erst einmal mein Bantha, mein Dewback und zwei Teppiche hingestellt. Und Blizz. Weil ein Jawa passt. Aber ansonsten? Vielleicht sieht man bald Bilder von anderer Leute Strongholds, dann kann ich Ideen klauen.

Ich denke, das Housing könnte dem RP wirklich gut tun. So viele Möglichkeiten!

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Viel zu nah

20. August 2014 2 Kommentare

Wir haben uns heute schon einige Schwächen gegönnt. Also kommt es darauf auch nicht mehr an. Ein Moment, in dem die Körper fast noch eins sind. Völlig entspannt. Wir liegen mehr als dass wir sitzen, auf dem vornehmen Gästesofa im noch vornehmeren Gästehaus dieses absolut extrem vornehmen alderaanischen Anwesens. Ich halte sie fest, was sie nie zuließe. Ihre Fingerspitzen liegen auf den v-förmigen Knochenplatten auf meiner nackten Brust. Was ich nie zuließe.

Die Wärme unserer Körper gleicht sich an. Unsere Atmung wird ruhiger.

Zuviel “wir” für Sith. Sith sind “ich”.

Ich kann mir einreden, dass es nur heute so war. Ein Moment, ein Ausrutscher. Keine Gefühle. Gefühle vom falschen Spektrum bremsen, hindern, machen weich. Es ist nur Ficken. Ehrlich.

Aber in Wirklichkeit ist es eine Entwicklung, die mich schon seit Wochen, fast Monaten beunruhigt. Sie nimmt zuviel Raum in meinem Kopf ein. Ja, ich darf an sie denken, wenn es darum geht, von ihr zu lernen. Von ihr zu profitieren. Ich darf an sie denken, wenn es darum geht, dass wir unsere Pflicht gegenüber Darth Aroval erfüllen. Und ich darf an sie denken, wenn wir uns im Kampf aufeinander verlassen, was das Maximum an Vertrauen ist, das man als Sith geben kann. Mehr darf ich mir nicht zulassen, denn sonst wird sie mich vernichten. Ich würde geringer von ihr denken, wenn ich nicht sicher wäre, dass sie bei mir jede Schwäche ausnutzen wird, wie ich es bei ihr tun werde. Sie hält mich klein. Fördert mich genau so weit, dass ich ihrer Position nicht gefährlich werden kann. Und ich lauere auf den Tag, an dem ich doch mehr gelernt habe, als sie erlauben will. Und dann schlage ich zu.

Meisterin und Schüler. So ist es schon immer gewesen.

Warum dann vorhin dieser Moment im Schnee vor dem Gästehaus … Ihre Finger mit meinen verschränkt. Darf nicht sein, soll nicht sein. Ist passiert.

Wir tun das, was hilft: Darüber hinweg gehen. Eine Wunde wurde geschlagen, lassen wir sie verschorfen. Und konzentrieren uns auf das, was vor uns liegt.

Ich muss Darth Aroval Bericht erstatten. Ich werde ihm von Sheysas Schwangerschaft erzählen (ob ihn das freut? Gehört es zu seinem Plan, dass sich die Kleine mit ihrem gegelten Captain auch noch vermehrt?) und davon, dass die Meisterin und ich vorhaben, es den Jedi etwas schwerer zu machen, Sheysa für sich einzunehmen. Die Meisterin will irgend jemanden direkt angreifen. Ich hätte Lust, mir dieses Anwesen noch einmal vorzunehmen, das ich schon einmal besucht habe. Damals, vor ungefähr zehntausend Jahren (es kommt mir mindestens so lange vor!), als wir nach der Invicta und Darth Aroval gesucht haben.

Und ich werde Darth Aroval die Wahrheit sagen. Dass sie loyal ist. Natürlich ist sie das. Und dass ich glaube, dass er sich mit seinem Misstrauen in diesem sehr speziellen Fall nur selbst schadet. Dergleichen einem Darth ins Gesicht zu sagen, könnte Probleme nach sich ziehen. Aber es ist besser, als ihn sich in seinem Kopf im Kreise drehen zu lassen – das endet nur damit, dass er uns irgendwann beseitigen lassen will. Hat man schon oft genug bei anderen Mächtigen gesehen.

Die Meisterin glaubt an Darth Aroval und seine Ziele. Ich habe keine Meinung dazu. Wir werden sehen.

Zu denken wagen? Ich fürchte, ich bin derzeit mit “zu fühlen wagen” völlig ausgelastet.
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Weiter mit OOC! Seit ich die “später publizieren”-Funktion bei WordPress für mich entdeckt habe, bin ich aktualitätsmäßig völlig neben der Spur. Ich schreibe diese Zeilen ungefähr zehn Stunden, bevor ich das erste Mal den neuen Flashpoint Manaan betreten werde, bevor das Gildenschiff sein Dock verlassen wird und bevor die Mandalorianerclans Hettyc/Tracyn ihre neue Heimat auf Tatooine beziehen werden. Ich weiß also noch nicht, ob ich an all diesen Neuerungen Spaß haben werde, wie viele Credits ich für alles brauchen werde und wie sich die Dinge aufs RP auswirken werden.

Aber ich bin gespannt! Unheimlich gespannt. Eine Expansion, die fast nur der Rollenspieler-Fraktion in SWTOR zu Gute kommen wird. Großer Wurf oder doch nur “meh”? Ich hoffe Ersteres!

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Das neue Kind auf dem Spielplatz

19. August 2014 Hinterlasse einen Kommentar

.. nun, nicht direkt “neu”. Star Citizen ist schon seit einiger Zeit der nächste Messias. Ich hatte es bisher nicht wirklich auf dem Schirm, da alles, was ich so hörte, eher nach einer verqueren Hardcore-Zocker-Verbissenheits-Sache klang, bei der es hauptsächlich darum zu gehen schien, welches MMO-Urgestein (“Damals hatten wir noch Permadeath, ihr Loser! Und jeder konnte jeden Looten! Und wir fanden das gut, denn wir waren die Elite und nicht solche weichen Casuals!”) die größten Eier vor sich hertragen konnte.

Aber Kathro hat immer wieder davon geschwärmt und mir neulich diesen Trailer (ja, ich weiß, Kubrick ist lahm und uralt und überhaupt! Davey, Davey, why are you such a dick?) gezeigt. Und sich darüber ausgelassen, dass man dort auch an die Casuals denken würde (ich bin so casual, ich trage fast eine Windjacke!) und man praktisch alles tun könnte. Außerdem wäre es irgendwie auch Firefly-mäßig. Und damit hatte er mich. Jetzt beobachte ich das Ganze und werde mal genauer hinsehen, ob das für RP taugen wird.

Aber erst einmal steht natürlich etwas ganz anderes auf dem Plan. SWTOR-Housing! Oh my gosh, oh my gosh, oh my gosh!

Heimat, Herz, Sand

18. August 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Wieder der dunkle Bauch eines Frachtschiffes. Wieder die Schwärze zwischen den Sternen und das blaue Nichts der Hyperraumrouten. Diesmal zuerst wieder den Hydian Way Richtung Kern, dann zurück in den Outer Rim. Einen anderen Teil des Outer Rim. Zuhause?

Sherku nagte an der Unterlippe. Zuhause. Jepalls leichtfertig dahergesagte Erinnerung daran, dass Manda’yaim ihre eigentliche Heimat sei, hatte ihn nachdenklich werden lassen. Ja, natürlich. Das stimmte schon. Und Sherku hatte während seiner Ausbildung zum goran auch ein ganzes Jahrzehnt dort verbracht (wo auch sonst? Nur hier gab es das Eisen) … aber Zuhause?

Wenn er an Heimat dachte, fielen ihm nicht die wuchernden Wälder, die steilen Klippen und die wilden Berge von Mandalore ein, sondern als erstes das Gefühl von trockener Kälte, wenn man morgens ganz früh aufstand, um mit dem Clan jagen zu gehen. Wenn man die nackten Zehen in pudrigen Sand bohrte. Das langsame Ansteigen der Hitze. Das Singen der unter den Schlägen der zwei Sonnen langsam aufspringenden Felsen.

Der nicht-Geruch von Knochen, groß wie Raumschiffe. Langsam im kochenden Sand versinkende Reste großer Beutetiere.

Das war Heimat. Wenn man denn unbedingt einen Ort brauchte. Vielleicht war Heimat auch abstrakter. Ein unsichtbares Netz um alle Clansmitglieder. Silberne Fäden, die sich durch die ganze Galaxis erstreckten, von Herz zu Herz. Das war wohl am ehesten manda, die All-Seele.

… und trotzdem war die Vorstellung schön, in die dunkle Werkstatt zu treten. Die schrittdicken Lehmmauern eine Barriere gegen die verschlingende Hitze. Und genau zu wissen, wo welche Werkzeuge lagen.

Vertrautheit. Blindes Zurechtfinden.

Es ging darum, eine Basis zu haben. Man musste nicht die ganze Zeit dort sein. Sie musste nicht einmal immer am selben Ort sein. Aber man musste wissen, dass es immer ein zurück dort hin gab. Egal von woher. Und dass dort die Anderen warteten. Oder vielleicht gerade nicht da waren. Völlig egal. Ein Haltepunkt für die Gedanken.

Manda’yaim mochte so etwas für das ganze Volk sein. Aber für Sherku war es derzeit ein Ort auf einem Planeten, den außer jeder Menge Krimineller niemand freiwillig aufsuchte.

Heimat?

Ein schwieriges Alter

17. August 2014 Kommentare aus

Irgendwie geht mir mit dem Blog langsam die Luft aus. Vier Jahre sind eine lange Zeit um etwas mehr oder minder regelmäßig zu betreiben. Vielleicht ist die Lustlosigkeit aber auch nur eine Phase und ich wende mich irgendwann (TM) wieder voller Energie einem nahezu täglichen Postrhythmus zu.

Die mangelnde Freude am geschriebenen Wort ist in diesem Fall aber nicht das eigentliche Postthema. Vielmehr geht es um meine Probleme mit Khalb.

Der Junge ist jetzt vierzehn, pubertiert gewaltig und ist ein Kindersoldat. Er steckt mitten in einer schwer abgedrehten und bis zum Anschlag bürokratisch-faschistischen Gesellschaft fest, während er ganz im Geiste einer militaristischen proto-Stammesgemeinschaft erzogen wird. Das allein sollte genug sein, diesen Charakter als “nicht gerade einfach zu spielen” zu kategorisieren. Habe ich bisher hinbekommen, in dem ich ihn als eher einfaches Gemüt dargestellt habe, das versucht, aus jeder Situation für sich Spaß zu ziehen.

Aber seit einiger Zeit wird das zunehmend schwieriger. OOC hängt es daran, dass ich mit dieser ganzen Jaguada-Sache nicht klarkomme. Ich mag die engen Strukturen der Gilde und betrachte andere Menschen, die nicht direkt zur eigenen Horde (Ugga!) gehören, prinzipiell erst einmal als feindlich (ganz und allein mein Problem. Ich weiß, ich weiß). Hinzu kommt, dass ich zu den Action-Plot-Spielern gehöre (Ach neee, sach bloooß!) und mit Ambiente-RP nur sehr wenig anfangen kann. Meetings, Übungen, Exerzieren, allgemeines Besprechen und Bundeswehr-RP sind für mich Garanten für Unwohlsein und der Schlüssel zu aggressivem Fehlverhalten meinerseits.

So bilden OOC-Missmut und IC-Problematik (dass ein jung-mando’ad Herumsitzen und Üben nicht erträgt, wenn draußen in der Galaxis ein Krieg tobt, liegt in der Natur der Sache. Und dass er mit Illjanas “Verrat” auf dem Silbertablett serviert bekam, dass im Imperium nie etwas das ist, was es zu sein scheint und Vertrauen dort praktisch nicht stattfinden kann) ein übles Gemenge, das mir Khalb nicht eben einfacher und schöner zu spielen macht.

Ich mag den Charakter sehr. Er ist und bleibt mein Main-RP-Char und ich möchte ihn nicht in eine Sackgasse manövrieren. Eine Lösung ist auch in der Mache … aber wird sie ihn wirklich retten? Was bringt mir eine Lösung, wenn er sich im Charakter so sehr verändert hat, dass sowieso keiner mehr in seine Nähe möchte, weil er doch nur um sich beißt? Die Ereignisse folgenlos an ihm abprallen zu lassen fände ich nicht richtig. Was soll RP, wenn man den Charakter nicht weiterentwickelt? Dann ist es nur eine ewige Sitcom-Wiederholung mit Lachern aus der Konserve.

Viele Fragen. Ich muss sie irgendwie für mich beantworten.

Ich mag die Gilde. Ich mag das RP. Und ich mag meinen kleinen mando’ad.

Das muss zu packen sein. Irgendwie.

Demnächst wieder IC-Berichte. Ich bin mit allen Chars in Plots aber mir fehlt die Muße und die Kreativität, daraus geschriebenes Wort zu stricken.

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DAT ASS!

11. August 2014 2 Kommentare

Rakghoulwochen bei MacDonald´s mit einer Extraportion Rakghoul-Arschburger für alle!

Wir haben den letzten Tag des Rakghoul-Seuchen-Events auf Tatooine genutzt um dem Worldboss und dem Raidboss auf die Pelze zu rücken (O-Ton Kathro: “Sie sind so flauschig!!”). Zuerst kam der freilaufende Eventboss dran. Von dem ich leider keinen Screenshot gemacht habe. Wie immer sind wir enthusiastisch und nahezu vorbereitungsfrei einfach mal losgestürmt. Heftig druffgehauen, wird schon schiefgehen. Tats auch. Der verteilt nämlich Debuffs, für deren Entfernung man Unmengen von Vakzin im Inventar haben sollte. In unserem Falle ein Konjunktiv und deshalb gabs eine Runde Tritt ins Gesicht für alle. Aber wir sind lernfähig – jeder zimmerte sich das Inventar mit Vakzin voll und im zweiten Anlauf lag das Tier problemlos im Staub der Wüste.

Und das Tollste: Es hat ein Pet fallengelassen! Und wer hat´s erwürfelt? Ich hab´s erwürfelt! Jeder andere behauptete zwar, noch nie ein so hässliches Haustier gesehen zu haben .. aber die haben doch alle keine Ahnung! Mal im ernst .. das hier ganz rechts mit den nüdelichen Hörnchen … hässlich?

Unbeeindruckt von der vorherrschenden Meinung ging es dann weiter in die Rakghoul-Tunnel und zum Raidboss. Den man im oberen Screenshot ausgiebig bewundern kann. Zumindest sein hervorstechendstes Merkmal. Wer auch immer bei Bioware die Rakghoule designed hat, hatte eine fast pathologisch zu nennende Liebe zu athletisch-muskulösen, vor allem aber: großen Ärschen.

Der Kampf an sich war nicht weiter spektakulär. Erinnerte stark an den Karagga-Endkampf. Aber es gab einen Erfolg und Rufitems. Diesmal hatte ich beim Würfeln kein Glück, werde mich aber sicherlich nach dem Erhalt des gar putziglichen Reek-Tierchens nicht mal im Traum beschweren.

Ein erfolgreicher Abschluss des Events für mich. Ob die mit allen Charakteren gesammelten Rufitems reichen, mich bis Hero zu katapultieren, werde ich morgen sehen.

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