Es gibt keinen Ort, der Heimat ist

Zu behaupten, dass es ruhig und friedlich und der ideale Ort für einen Brief nach Hause wäre, käme der Wirklichkeit nicht im Entferntesten nahe.

Nicht einmal Sekunden lagen zwischen dem Jaulen und Donnern der Flugabwehr und dem Dröhnen der startenden Transporter. Das Imperium verließ den Planeten. Und nur die Flotte dieses Darth stand zwischen den kleinen Shuttlen und dem plötzlichen Verglühen dank eines direkten Treffers der Republik. Sie würden hier ausharren, bis der letzte Mann evakuiert war, dann den allerletzten Transporter nehmen. Sie – das Sturmregiment (was davon übrig war) und das 181. (ebenfalls: was davon übrig war).

Khalb gönnte sich ein paar Minuten der nicht-ganz-Wachsamkeit. Sergeant Morrison kniete stumm wie eine Statue, das Snipergewehr im Anschlag, ein paar Meter neben ihm. Irgendwo hinter und unter ihm konnte er eine Bewegung wahrnehmen – vod Shillia suchte sich eine optimale Position. Auch der Rest des Regiments hatte sich in der vorderen Hälfte der weiten Halle verteilt. Und wartete. Noch gab es keinen direkten Feindkontakt, hier am Eingang des Raumhafens. Der junge mando’ad lag flach auf dem Bauch auf einem Frachtcontainer, seine beiden Blaster – die Läufe noch kalt – direkt vor den Händen. Und in seinen Fingern das alte Datapad mit dem schon flackernden Display und der mit Tape befestigten Rückseite, das er für praktisch alles verwendete – Lese- und Schreibübungen, Berechnungen, Zeichnungen, die von Illjana geschenkten Comics und jetzt auch für … einen Brief an seine Mutter. Seine Mutter, die weit weg von ihm kämpfte. An einer Front so geheim, dass er nicht einmal wusste, wieviele Sternensysteme oder Hyperraumsprünge ihn von ihr trennten. Vermutlich käme er nicht dazu, diesen Brief je abzuschicken. Und selbst wenn war unwahrscheinlich, dass sie ihn bekomme würde. Aber trotzdem. Es war ihm ein Bedürfnis, mit ihr zu reden. Selbst wenn sie nicht da war. Gerade wenn sie nicht da war.

Und so tippte er mühevoll, über jedes Wort nachdenkend, Sätze wie komplizierte Maschinen zusammenpuzzlend. Immer wieder von der geduldigen Autokorrektur auf den richtigen Weg gebracht …

Su cuy’ buir! (guter Anfang)

Wie geht es Dir mir geht es gut (ja, er hatte das mit der Literatur voll drauf). Ich glaube, ich komme bald nach hause (was war “zuhause”? Das kleine Quartier der Familie in der Kaserne auf Dromund Kaas?). Irgendwie läuft es hier nicht so gut. Aber ich habe nicht viel abbekommen. Nur blaue Flecken, weil ich von einer Granate herumgeworfen worden bin (das war eine Untertreibung. Aber es klang cooler, wenn man es herunterspielte). Ich warte jetzt, bis wir hier wegkönnen. So lange erschieße ich vielleicht noch jemanden (war das Understatement genug? Ganz lässig eingeworfen, dass er also schonmal jemanden erschossen hatte. Als wäre das ganz normal). Wenn wir wieder daheim sind, darf ich bestimmt ein Swoop haben. Ich bin jetzt älter (sehr subtil, fehlerlose Rhetorik. Lorsa käme gar nicht darum herum, ihn auf Illjanas modifiziertes Bike zu lassen!). Ich vermisse Dich und freue mich darauf, wenn Du wieder da bist (zu emotional?). Ich wette, Du hast einen ganzen Haufen Feinde getötet. Ich komme wegen dem ganzen Kämpfen kaum noch zum Trainieren, aber das wird sicher bald wieder anders. Wir sehen uns zuhause.

gar ad Khalb

Ein Knacken und ein kurzes Rauschen kündigten eine Com-Nachricht an. Feindkontakt erwartet.

Khalb steckte das kleine Datapad wieder ein und griff nach seinen Blastern. Es ging los …

——————-

OOC: Es ist schon wieder passiert. Erster Feindkontakt um 21.20 Uhr. Ich habe mich deshalb erst gar nicht ins Getümmel geworfen sondern Khalb per Emote als Unterstützer markiert und bin dann ins Bett. Der Fluch des Plots hielt bis zu seinem letzten Tag. Bei keiner Kampfhandlung habe ich je das Ende gesehen. Etliche Anfänge, manche auch sicher bis zur Mitte – aber  niemals den kompletten Abend. Das, was am Nächsten kam, war der Miniplot mit dem Kommunikationsturm, als Khalb seinen ersten Kill hatte. Da bin ich erst off, als nur noch Ro’ia und Biene-Maja-Aroval am Kämpfen waren. Klar, bei reinen social events habe ich meistens richtig viel mitbekommen. Aber Kampfplots … da schlug der Fluch der Mumie immer gnadenlos zu und ließ sie unglaublich spät beginnen.

Aber egal – ich hatte trotzdem Spaß. Meine Charaktere sind gewachsen, bekamen Tiefe und Ecken und Kanten. Der kleine Khalb musste halbwegs erwachsen werden und Ghurab sich in einen tückischen Dschungel aus ungewohnten Emotionen vorwagen. Beide haben gekämpft, beide haben gewonnen und verloren. Sie haben sich in ihr Umfeld eingefügt, Freunde und Feinde gewonnen und sind deutlicher geworden.

Jetzt bin ich gespannt auf die Berichte der Anderen – wie der Abend des letzten Gefechtes ausging.

Schlagworte: , ,

Die verlorene Wette und das Blut

16. April 2014 6 Kommentare

Wäre jetzt nicht der Moment, an dem mein bisheriges Leben an meinem inneren Auge vorbeiziehen sollte? All` die banalen Dinge, all` das sinnlose Zeug. Aber statt dessen habe ich nur im Kopf, dass ich diese blödsinnige Wette nun nicht mehr gewinnen kann.

Und alles ist so langsam … Es hat Ewigkeiten gedauert, gegen dieses Gebäude geschleudert zu werden. Jahrhunderte, in denen die Kugeln des Geschützes sich durch mein Bein und meine Schulter gebohrt haben. Und noch mehr Äonen, in denen ich zu Boden gesunken bin, eine rot-nasse Spur an der Wand hinter mir nach unten schmierend. Alles … dauert. Viel zu lange. Der Captain neben mir – wie hieß er nochmal gleich? Carsson? – braucht unendliche Sekunden, zu registrieren, was passiert ist. Und ich kann mich irgendwie nicht konzentrieren.

Sonnenlicht fällt wie durch zähnen Sirup auf mich. Ich will aufstehen, aber es geht nicht. Jetzt liege ich einfach nur hier. Ob der Jedi mich für tot hält? Oder ob er einfach weiß, dass es bis dahin nicht mehr lange dauern wird. Meine Welt ist auf mein Sichtfeld reduziert. Das Brüllen der Geschütze scheint mir gedämpft, der Geruch des zertrampelten, verbrannten Grases in diesem trostlosen kleinen Rasenflecken ist alles, was ich wahrnehme. Irgendwo dort drüben kämpft mein Meister und ich … liege nutzlos herum.

Verflucht … ich hätte diese Wette wirklich gern gewonnen.

———————–

OOC: Und ein Bild für Ro’ia. Also – erst einmal eine Vorzeichnung für Ro’ia. Keine Ahnung, ob ich das diese Woche noch fertig bekomme. Aber zumindest der Kernpunkt ist an den Mann gebracht: Eine verdammt muskulöse Sith-Kriegerin. An Kleinigkeiten wie dem ungewollt orangenhautigen Arsch wird vor dem Start der Kolorierung noch geschraubt.

Und dann gab es gestern noch eine weitere Folge der unendlichen Serie “… da wäre ich fast beim RP dabeigewesen!”

Eigentlich war Eventstart für 20 Uhr angekündigt. In meiner immer noch nicht tot zu kriegenden Naivität dachte ich mir “hey, das sind anderthalb Stunden RP für mich bevor ich off muss!”. Haha. Ja. Sicher. Das RP startete dann aus den üblichen, von niemandem verschuldeten Gründen kurz nach neun, der erste Kampf begann Viertel nach und so musste ich Ghurab recht abrupt aus der Situation holen. Was ich tat, in dem ich den in Wirklichkeit recht harmlosen Angriff des Jedi und des Geschützführers zu einem Knockout für meinen Sith hochgejazzt habe (die Reaktion von Armennor im TS war dementsprechend verwirrt “Aber ich habe Dich doch nur mit dem Lichtschwert getroffen!”).

Ich hoffe mal, mein Roter hat´s überlebt! Auf jeden Fall muss ich mir dann etwas für heute abend überlegen. Gehe ich mit Khalb in die Endschlacht? Oder schicke ich Ghurab dorthin – frisch aus dem Koltotank? Dass ich dabei sein will steht fest. Der Endpunkt des großen Letztes-Gefecht-Storybogens, der unsere Gilde bis an die Grenzen der IC- und OOC-Belastbarkeit gebracht hat, der einige IC- und OOC-Opfer gekostet hat. Ich will das Ding sterben sehen und sicher stellen, dass es ordnungsgemäß begraben wird!

So richtig mit Anlauf bedanken muss auch noch drin sein. Bei Sey, Amon und Aroval, die als Spielleiter-wider-Willen (sie haben das Ding von Sarah auf “fresst oder sterbt”-Basis geerbt) über sich hnausgewachsen sind, die Herde Katzen wirklich super gehütet und viel persönlichen Spielspaß für uns drangegeben haben. Das muss man noch irgendwie honorieren. Ich glaube, es wird wieder Zeit für noch mehr Zeichnungen. Sobald ich den vor mir immer bedrohlicher aufragenden Berg aus “Himmel, das habe ich ja ganz vergessen!”-Bildern abgearbeitet habe.

Yay, Plotfinale! Wann ist endlich heute abend?

In blood and sweat and sacrifice, in honouring every call

15. April 2014 9 Kommentare

Montag, Raidabend. Darvannis. Ich kann mich nicht wirklich beschweren, die ganze OPs ist wunderschön gemacht. Eine Wüstenbasis des Huttenkartells mit jeder Menge zwielichtiger Gestalten und ihrer Haustiere, die es zu besiegen gilt. Sandsturm und sich im Wind wiegende Palmen inklusive.

Ich mag das Design wirklich sehr. Man merkt an jeder Ecke, dass die Operations mit sehr viel Liebe und Herzblut gestaltet wurden – ob nun die fremdartigen Würfel in Asation, die bizarre Rakata-Technologie in der Eternity Vault oder die ganz klassische Episode-IV-Rancor-Grube bei Karagga. Außerdem habe ich jede Menge Elite- und Ultimate-Coms abgestaubt. Und eine neue Waffe, die auch wirklich mal nötig war.

Aber trotzdem bin ich am späten abend mit einem mehr als schalen Geschmack im Mund vom Computer aufgestanden und ins Bett gegangen. Denn eigentlich habe ich mich übel gelangweilt. Gut, ich habe mich in spektakulärer Umgebung gelangweilt. Aber eben immer noch gelangweilt. Ich hätte mich vermutlich bis auf an einer Stelle komplett auf “follow” stellen und mir so einen Vogel anschaffen können wie Homer, als er von zu Hause arbeitet und immer nur eine Taste drücken muss – und ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner gemerkt hätte, wenn ich mal verschwunden wäre.

Naja, ist der Gedanke, der zählt. Ziemlich olympisch: Dabeigewesen! Und vielleicht zumindest hilfreich für die anderen. Denk an England.

Heute gibt es wieder RP. Das wird sicher besser. Immerhin steht das furiose Finale eines langen Plots ins Haus.

Ich weiß noch nicht, ob ich mit Ghurab oder Khalb hingehen werde. Beide hätten zu tun. Der Sith kann prinzipiell immer irgendwelche Republiksoldaten umholzen (und hat nebenher, wenn man Saphs wilden Spekulationen glaubt, “Romantik”) und der kleine Mando’ad muss sich weiter daran gewöhnen, dass Kampf nicht nur Spaß ist, sondern dass am Ende einer für immer liegenbleibt. Mal sehen, auf was ich Lust habe.

Und rein weil ich es kann noch ein Bild (Wie immer: alle Bilder anklickbar zum Vergrößern) eines Boss-Gegners, der meinem Verdacht, dass das Star Wars Expanded Universe ein paar Mal bei Gor abgeschaut hat, weiter Nahrung gibt. Nach den omnipräsenten Sleens nun auch noch ein Tuchuk. Dass es sich dabei um ein haariges, grunzendes Wesen handelt, macht die Sache noch amüsanter. Ganzbaf sähe sich in seinem Gor-Bild einmal mehr bestätigt.

Heute werde ich in der Mittagspause mal sehen, ob ich ein erstes Scribble für ein Ro’ia-Bild hinbekomme. Aber das steht noch sehr in den Sternen.

Schlagworte: , ,

Hochprozentiges und die Freiheit

14. April 2014 18 Kommentare

Manchmal ist es besser zu gehen, bevor man sich in einer Situation wiederfindet, die man nicht mehr kontrollieren kann. Ich sage nicht, dass ich das unbedingt möchte (Kontrollverlust könnte dabei ziemlich spannend werden …) aber mitten auf einem mittlerweile vom Feind fast komplett übernommenen Planeten und verkleidet als eben jener Feind ist möglicherweise nicht der beste Zeitpunkt, um mit dem Feuer zu spielen.

Also mache ich, dass ich wegkomme. Weg vom Geruch nach Desinfektionsmittel aus dem Medi-Zelt, wo der Corporal gerade einer Mandalorianerin irgendetwas antut, weg von der als Zivilistin maskierten Sergeant, dem unruhigen Captain und der missmutigen Rothaarigen, die mit ihrem Haustier herumspielt. Und vor allem: weg von Meister Concabille; bevor einer von uns etwas sagt, das er besser nicht gesagt hätte.

Ich atme auf, als ich auf der Mauer rund um den Kommunikationsturm – unserer letzten Bastion auf Tessien – bin. Drei Meter über alllem.

Die Flasche mit dem Whisky steht mitten im Hof. Bestimmt nicht vergessen aber momentan nicht wichtig. Ich habe das Feuerwasser mit hergebracht – auf ihren Wunsch. Es war nicht eben einfach, in der riesigen, mittlerweile fast völlig von der Republik eingenommenen Stadt noch eine unversehrte Flasche Alkohol zu bekommen. Noch dazu, wenn man ein Schwert trägt und rote Haut hat … Die Order sich zu verkleiden hilft nicht wirklich, wenn man aussieht wie der Hauptdarsteller in jeder Gruselgeschichte, die Republiksoldaten in ihrer Ausbildung erzählt bekommen. Aber ich habe es geschafft und musste dafür nur drei Trooper und den Verkäufer töten.

Meister Concabille hat sich gefreut.

Aber dann kam dieses seltsame Gespräch. Was hat sie nur dazu gebracht, mich so etwas zu fragen? Zum Glück finden unsere tiefschürfenderen Unterhaltungen immer entweder betrunken oder im Kampf statt. Das hat den Vorteil, dass man, ohne allzu unhöflich zu wirken, schnell verschwinden kann, weil die Umstände nicht eben formal sind.

Und diesmal war es verdammt nötig, zu verschwinden. Was soll ich schon tun? Freiheit, Ficken und Zukunft … Alles einfache Themen. Verminte Themen. Oder bilde ich mir Dinge ein?

Besser sich erst einmal darauf zu konzentrieren, die restlichen Truppen von hier wegzubekommen. Bis zur Ankunft der Flotte unseres Herrn können wir uns nur unauffällig verhalten. Überleben. Und wenn wir es jemals zurück nach Dromund Kaas schaffen sollten, können Meister Concabille und ich immer noch … reden.

Verdammt, ich wünschte, die Flasche stünde nicht so weit weg …

———————

Weiter mit OOC. Irgendwie lässt die Faszination, die TESO auf mich ausübt, bereits wieder ganz stark nach. Ich spiele zwar gern mit Lola zusammen, habe aber nach maximal einer Stunde immer schon wieder genug. Die Quests sind Standardkost und es gibt nichts, das wirklich so neu und besonders wäre, dass es einen stark genugen Sirenengesang ausüben würde, um mich länger zu fesseln. Und meine Vorhersage, dass mich der Megaserver so sehr nerven würde, dass es mir das Spiel vergällt, ist bisher auch wahr geworden. Ich muss den Chat konsequent ausschalten, sonst kann ich fühlen, wie ich beim Lesen dümmer werde. Die üblichen MMO-Krankheiten, die eine nicht wirklich durchdachte virtuelle Wirtschaft liefert (soll heißen: Goldsellerspam in allen Rechtschreibfehlern des Regenbogens) kommen hinzu. Und das jenseitsmäßig schwachsinnige Auktionshaus-System (Handelsgilden … so ein Käse!). Außerdem keine RP-Features und ein das Inventar völlig zumüllendes Crafting-System.

Es scheint mir wirklich, dass der alte Spruch “Because if we don´t learn from History Channel we are doomed to repeat History Channel” (Blake, Workaholics) mal wieder Erfüllung findet. Die Zenimax-Leute wollten alles “ganz anders” machen als andere MMOs und haben einfach jede Kinderkrankheit genommen und zu einem Bündel geschnürt. Die Elder-Scrolls-Lizenz wird´s schon richten.

Nein, wird sie nicht. Zumindest nicht für mich. Vielleicht reicht es, es wie Amon zu machen, der sagt, dass er sich das Spiel in einem halben Jahr holt, wenn das Schlimmste beseitigt ist. Aber ich hänge jetzt erst einmal 90 Tage damit fest. Vielleicht geht es irgendwann Free to Play. Oder ich habe irgendwann meine Erwartungen der Realität angepasst und kann TESO ganz entspannt als das nehmen, was es für mich ist: Der Fastfood-Snack für zwischendurch. Hübsch anzusehen, recht flüssig zu spielen aber keine bleibenden Erinnerungen. Und keine Gruppeninhalte für mich. Eben: Nett.

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass das Teil seine Nische finden wird. Bisher weiß ich aber noch nicht, woher sich die Spieler rekrutieren. Aus SWTOR jedenfalls nicht – dort sind genauso viele oder sogar noch mehr Leute on, als vor dem TESO-Launch. Guildwars? Rift? Final Fantasy? LOTRO?

Und sonst? Es war Doppel-XP-Weekend in SWTOR, das ich aber nicht wirklich ausgenutzt habe. Zwei Level für Dabbur und zwei für meinen Trooper. Das wäre auch ohne das Event dringewesen. Ich habe lieber RP gemacht. Das hat nämlich wirklich Spaß gemacht.

Heute Abend gehen wir wieder raiden. Ich hoffe, diesmal wird es schöner als letzten Montag. Ich weiß noch nicht einmal, welche Operation heute dran ist. Na, unser Reiseleiter-Opa wird es sicher rechtzeitig mitteilen.

Schlagworte: , ,

Die Familie geht aus: Reinblüter-Salon

13. April 2014 2 Kommentare
Bingo_Sheet copy

Draufklicken zum Vergrößern

Eigentlich wollte ich Samstag RL haben, aber dann doch nicht. Weil und so. Jedenfalls hatte ich Csan zwar zwecks des Entertainments für ihre Pureblood-Party abgesagt, aber da ich dann doch zu Hause war, bin ich zumindest mit Ghurabs übler Schwester und dem Cousin (Genthris kleiner Pureblood) sowie Hamik als Zso’eb (eine der Lady-Khyraa-Töchter und Ghurabs Zukünftige-von-der-er-nichts-weiß) als Besucher dort hingegangen. Ein schlechtes Gewissen musste ich auch nicht haben, weil es trotzdem genug Hupfdohlen gab.

Ich bin nicht der Typ für Tavernen-RP (na, wer hätte das nur gedacht ..) und so bin ich nur solange geblieben, bis ich eine Reihe beim Bingo voll hatte. Dass “anmutig” unglaublich früh kam, hat mich gefreut und nostalgisch werden lassen. Ach, die guten Zeiten mit dem Bulldozer!

Wie gesagt – meine Sorte RP ist es nicht, dazu waren die Gäste zu nett zueinander. Es fehlte mir die blasierte Boshaftigkeit, die wir uns dann selbst gebastelt haben. Was dafür sorgte, dass uns dann die meisten gemieden haben. Vermutlich haben wir einfach die falschen Erwartungen daran gehabt, wie sich der uralte Blutadel untereinander verhält. Ist ja nicht schlimm. Es war nur ein Versuch!

Oder wir sind zu früh gegangen und später flog noch die Hass-Kuh.

Auf jeden Fall war es trotzdem ein schöner Abend. Und ich bin sicher, die anderen Beteiligten hatten auch ihren Spaß. Und wir haben den Grundstein dafür gelegt, dass Zso’eb irgendwann ausrasten und Ghurabs ganze arrogante Verwandtschaft in einem Amoklauf nie gekannter Größe auslöschen wird. Und dann hüpfen sie Hand in Hand in den Sonnenuntergang!

Ich hoffe, Csan hatte wieder Spaß an ihrer Veranstaltung. Denn die Gäste hatten ihn auf jeden Fall – es war voll! Es ist prima, wenn jemand etwas für die Community organisiert und noch besser, wenn das auch angenommen wird. Alle verfügbaren Daumen hoch und heftiges Glückwünschen für den nächsten Pureblood-Salon! Eine klasse Idee.

Schlagworte: ,

Bluttaufe

12. April 2014 Kommentare aus

Der junge mando’ad rannte aus dem Kommunikationsturm, bremste kurz, um sich zu orientieren. Sein Körper summte wie eine angeschlagene Instrumentensaite. Alles Euphorie. Wieviel Zeit war vergangen, seit er …? Keine Ahnung, nicht die geringste. Das Letzte, was wirklich klar vor ihm stand, war der Anblick des Kopfes des Snipers, der sich nach hinten öffnete wie eine Blüte am Morgen, Blut und graurote Fetzen versprühend. Von seinen Blasterschüssen ein korrekt gestanztes Loch zwischen den Augen.

Khalb schaffte es noch, sich den buy’ce vom Kopf zu reißen, bevor er sich in den von Trümmern übersäten Hof übergab. Er würgte, bis nicht einmal mehr das Frühstück drinnen war, dann hustete er noch hingebungsvoll, blieb etwas stehen. Sammelte sich. Natürlich war alles perfekt. Er hatte getötet. Nicht das erste Mal aber das erste Mal kein Tier sondern einen Menschen. Einen Menschen, dem er vorher in die Augen gesehen hatte.

Nein. Feind. Es war der Feind gewesen. Der Feind, der auf ihn geschossen hatte. Der auf die anderen geschossen hatte. Vielleicht der, der vod Shillia verwundet hatte?

Das war nicht von Bedeutung. Er hatte getötet. Er hatte dem gefallenen Feind Respekt gezollt, hatte als Trophäe die Marke des Republiksoldaten an sich genommen und jetzt musste er weiter machen. Die Sergeant hatte es gesehen. Er hatte getötet. Dafür hatte er trainiert, darauf hatte er hingefiebert. Oder nicht? Es war die Jagd, nur mit Menschen. Er hatte gewonnen.

Khalb taumelte noch ein paar Schritte weiter. Er musste jetzt auf Posten. Die ältere dar’jetii hatte ihn losgeschickt.

Langsam fasste er sich. Kam die Kühle. Im Herzen und im Kopf.

Er kletterte auf die Reste einer Mauer, suchte sich einen Platz, an dem seine grün-blau bemalte Rüstung potentiellen Beobachtern nicht allzu direkt auffiel und machte sich daran, eine Wachschicht zu beginnen. Im Mund noch den sauer-bitteren Geschmack von Erbrochenem und irgendwo ganz tief unten im Bauch eine Mischung aus wahnsinnigem Stolz und dem Bedürfnis, sich auf dem Schoß seiner buir zusammenzurollen. Aber jetzt gab es nur Pflicht.

Während er, den Visor des Helmes immer noch auf Infrarot gestellt, aufmerksam die staubig-tote Umgebung beobachtete, kamen die Ereignisse des Tages zurück und umflatterten ihn wie eine Schar aufgeregt kreischender Vögel.

Sie waren, begleitet von zwei dar’jetiise, durch zerstörte Kanalisation vorgerückt. Über Trümmerteile groß wie die riesigen Dschungelkatzen auf Dromund Kaas gestiegen. Knietief in … Zeug, das eben in Kanalisation war. So dankbar dafür, dass der Helm Luft filtern konnte …

Und kaum wieder draußen angekommen, stießen sie schon auf die Stellungen der Republik. Khalb konnte sich kaum noch klar erinnern. Die Lichtschwerter vor ihm, die rote Fächer aufspannten und alles reflektierten. Vod Shillia, getroffen mitten auf der Brust und doch nicht wirklich verletzt; ihre Rüstung aufgerissen wie ein vorwurfsvolles Auge zwischen ihren Rippen.

Vorrücken, weiter Vorrücken. Alptraumhaftes Gelände. Rauchende Reste riesiger Häuser, verwundete Leviathane aus Duracrete mit blind starrenden Fensteraugen.

Der Moment, als die eine dar’jetii getroffen wurde. Als er helfen wollte, wie er es von der blauen Ärztin gelernt hatte. Und die Rothaarige ihn nur mit einem unfassbar starken Schlag ihrer Hand wegwischte wie ein lästiges Insekt. Man konnte den dar’jetiise nicht trauen. Niemals.

Weiterer Weg durch totes Nichts. Eine Stadt wie ein Kontinent und überall nur Zerstörung.

Sie hatten Verletzte. Vod Shillia wurde ins Bein geschossen. Das Vorankommen war mühsam. Doch irgendwann hatten sie den Kommunikationsturm erreicht, der ihre Nabelschnur sein würde, an der Tessien mit der Außenwelt verbunden sein konnte.

Khalb konnte die Ereignisse nur schwer wieder in der richtigen Reihenfolge zusammensetzen. Wieder nur Bilder wie bunte Stoffetzen. Das Lichtschwert der älteren dar’jetii. Wie es aufflammte, wenn sie die Schüsse reflektierte. Die Granaten. Wo waren Feinde? Sie konnten nicht unsichtbar sein. Alles ein Durcheinander aus Stahl, Duracrete, Zerstörung und Blut. Über Com gebrüllte Befehle und der eigene Herzschlag laut wie Trommeln im Ohr.

Übermächtig über allen anderen Erinnerungen nur der Moment, als ihm das kaum sichtbare Aufblitzen aufgefallen war. Dort, wo der Sniper saß, der ihnen das Leben schwermachte. Und dann die Ewigkeit die es brauchte, um aufzuspringen. Wie seltsam – es war alles genau wie im Training mit buir. Ganz genauso. Er erinnerte sich so deutlich. Die Schüsse waren so perfekt. Er wusste im selben Moment, als seine Finger die Abzüge auch nur ganz leicht durchgezogen hatten, dass er treffen würde. Er wusste es einfach.

Aber nichts bereitete einen auf das vor, was kam, sobald der Feind umfiel. Dass die Welt sich dann weiterdrehte und man einen Menschen getötet hatte.

Das war gut, oder nicht?

Khalb saß zusammengekauert auf seinem Wachposten und spähte in die Nacht.

Irgendwo hinter ihm kämpften noch die dar’jetiise. Auch sie lebten dafür.

Seltsam, wenn man merkte, dass Kampf das Leben war, aber Töten nicht so toll. Ob man sich daran gewöhnte?

———————–

OOC: Was für ein cooler RP-Abend! Wir waren um die sechzehn Leute und hatten richtig viel Spaß. Taris doubelte uns wieder Tessiens Trümmerlandschaft und Amon gab den Reiseleiter. Das macht er wirklich hervorragend. Muss dringend mal gesagt werden!

Schlagworte: ,

Mal wieder über Allem

11. April 2014 Kommentare aus

Runter war einfacher als rauf. Das war eigentlich immer so. Vor allem, wenn man auf Eleganz nicht allzu viel Wert legte. Khalb gab sich nicht damit ab, den Umweg über die Vorsprünge an der Rampe zu nehmen, sondern ließ sich am Rand der Plattform nach hinten fallen, griff im einzig möglichen Moment nach der Stahlkante (er trug ja kom’rks, da konnte seinen Fingern nicht viel passieren), pendelte aus und ließ sich fallen. Er kam mit einem leisen Grunzen drei Meter tiefer auf, rollte sich einmal ab und trabte dann in Richtung des Lagerraumes, in dem er derzeit – zusammen mit dem, was an Ausrüstung noch übrig war – einquartiert war.

Ein letzter Blick über die Schulter hinauf zu dem breiten Vorsprung mit den Containern auf der Shillia immer noch gelassen hockte, dann hinüber zum Eingang des Offiziersbereichs, von wo aus die Sergeant sie beobachtet hatte.

Mitten im Krieg …

Vielleicht hatte die vod ja recht. Dass buir nur so gereizt gewesen war, weil sie auf diese Mission musste. Klar, das konnte es gewesen sein. Aber ein dummes Gefühl war es trotzdem. Wenn sie nun sterben sollte, wäre das Letzte, was ihn an sie erinnerte, dass sie ihm eine geklebt hatte, weil er über die Entscheidung des Mandalor herumdiskutiert hatte. Lorsa-buir war streng, weil sie es sein musste. Weil sie ihn nicht verweichlichen wollte und weil es natürlich Quatsch war, mit einem Kind (er war kein Kind mehr!) Politik zu besprechen.

Aber Shillia musste nicht so sein. Sie hatte keine Verantwortung für Khalb, sie konnte ganz zwanglos mit ihm reden, ohne sich Gedanken zu machen, ob ihn das in seiner Entwicklung zu einem guten Mando’ad nun behinderte oder weiterbrachte. Das tat echt gut. Er fühlte sich nicht erzogen. Und es schien fast so, als würde sie ihn ernst nehmen (naja, daran mochte er nun auch wieder nicht wirklich glauben – aber es war ein nettes Gefühl).

Bisher hatte er die vod immer etwas gemieden, da er – wie bei vielen Leuten – den Eindruck gehabt hatte, nicht gebildet genug für sie zu sein. Aber mittlerweile, nach der Zeit auf dem Eisplaneten, nach den Wochen in der Trümmerlandschaft von Tessien unter dem ständigen Geschützdonner, schien ihm das nicht mehr so ein gewaltiges Hindernis.

Vielleicht sollte er öfter mit ihr sprechen. Das lag natürlich nicht daran, dass er buir vermisste. Ganz bestimmt nicht, er war doch kein hilfloses Baby. Das war rein rational. Immerhin musste er noch viel lernen und es gab sonst keine Mando’ade in der näheren Umgebung.

Er könnte sie mal fragen, ob sie mit ihm auf die Jagd nach diesen entkommenen Tieren ging, die überall in der Nähe des Stützpunktes herumliefen. Dass man sich dabei gleichzeitig von weiteren Republikpatrouillen fernhalten musste, machte das Ganze noch spannender. Buir würde ihm dafür garantiert wieder eins hinter die Löffel geben, aber vielleicht war Shillia ja entspannter …

—————–

Weiter mit OOC! Neben dem RP mit Khalb (endlich mal wieder!) habe ich mich auch im PvE herumgetrieben. Wir haben den Koriban-Flashpoint gemacht, dessen Story diesen ersten Plothappen abschließt. Und … ich weiß nicht warum, aber der Zufallsgenerator der Tactical-Flashpoint-Gruppenzusammenstellung muss einen albernen Tag gehabt haben. Jedenfalls landeten wir in einer Gruppe von drei Heilern und mir als Tank. Wir waren also unkaputtbar aber langsamer als die Kontinentaldrift.

Hat uns den Spaß aber nicht verdorben. Ich weiß nicht, was die Leute immer über Heilermangel jammern …

Danach war ich erst einmal mit Lola TESO spielen. Wir haben festgestellt, dass wir auf Stros M’kai noch ein paar Quests vergessen hatten und sind in die Wüste zurückgekehrt. Ich wette, auch auf Bethnik haben wir nicht alles gefunden – aber egal, jetzt sind wir erst einmal in Daggerfall.

Nach TESO habe ich noch eine Runde SWTOR-PvE gespielt. Diesmal mit Aroval und Saph noch einmal Tython. Wir blieben zu dritt – das war ganz einfach zu schaffen. Obwohl ich nicht mit 69/72/78-Sherku (das klingt, als sei er ein gräßlich mageres Model, aber es sind nur seine Ausrüstungswerte) sondern mit 66/69-Ghurab dabeiwar. Beim Endboss droppte ein Korrealis-Mount. Ich habe es nicht bekommen – aber das ist nicht so schlimm. Ich sammle mehr die Tier-Mounts. Im Moment sind Dewbacks und Zeldrates sehr günstig. Aber beide gefallen mir nicht so wirklich. Ich spare lieber auf das Bantha im Mai.

Und nach dem ganzen PvE gab´s dann RP mit Shillia. Endlich mal wieder Khalb auspacken! Das hat mich gefreut. Eigentlich wollte ich noch mit Genthri über Mando-RP mit den Großen sprechen, aber der hatte sich ins Bett verzogen, bis ich aus dem Flashpoint wieder draußen war. Na, bekommt er eben eine PN im Forum.

Schlagworte: , , , ,
Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.336 Followern an