Biedermeier auf Gor – der Rückzug ins Private
Nach den Wirren der napoleonischen Zeit zog man sich in Deutschland mehr und mehr in private Idyllen zurück, um Ruhe und Zufriedenheit zu finden – diese Epoche nennt man, in Anlehnung an eine literarische Figur, Biedermeier. Bekannte Künstler dieser Zeit sind Spitzweg, Richter oder Adalbert Stifter. Das mag sich erst einmal sehr spießig und öde anhören, hat jedoch unbestreitbare Vorteile, wenn man´s an den Nerven hat. Und genau so eine Idylle möchte ich jetzt einmal nach den OOC-Wirren rund um Spittes Sabbatical eine Zeitlang genießen: Nur RP, Frieden, Spaß. Ich bin nach wie vor absolut ansprechbar und offen für alles, was mit Lydius zu tun hat, helfe jederzeit und sofort wenn man mich fragt, genieße aber den Luxus, dass jetzt wieder hauptsächlich unser Praetor sich den Kopf zerbricht. *grinst und winkt zu Spitte*
Soll heißen: Dieses Blog wird wieder in die sumpfig-gemütlichen Tiefen des nur-RP-Berichterstattens mit einigen launigen Anmerkungen zu Gor-Facts zurückkehren. Nicht, dass es sich da jemals weit hinausbewegt hätte!
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Gestern lernte ich den Heiler Jaron kennen, der zusammen mit seiner Gefährtin Sheila und den beiden Sklaven Corin und Lele derzeit in Lydius zu Besuch weilt. Die Heilerin Sheila hatte ich schon vorgestern getroffen (die Lady mit den roten Haaren und der großen Robe), nun war der zugehörige Angetraute an der Reihe. Es gab für den guten Mann auch gleich genug zu tun, da er nicht nur eine Augenrötung bei Stadtsklavin Casy (ja, sie heißt jetzt anders – ich bin nur so verflixt konservativ was Namen angeht!) behandeln durfte, sondern auch Lydia mit einem Schnupfen anrückte und der durchreisende Bauer Herb (er wollte Urts kaufen. Wer züchtet denn Urts? Was soll man denn mit denen anfangen?) mit einem Zahnstein wie aus dem Bilderbuch prunkte (Dreck und Gestank erhöhen das Ambiente! Alte LARP-Weisheit!). Ja, unsere Heilerin Lola müsste mal wieder Sprechstunde halten, nur hat sie leider im Moment viel um die Ohren, da ist grüngekleidete Unterstützung doch ein echtes Geschenk der gepriesenen Dreimeterheuschrecken! Da mich die Frisur der Sklavin Lele unglaublich faszinierte (ich stehe auf wilde Mähnen! Nicht umsonst ist Schönheits Riesenschopf ein Quell ewiger Freude und auch bei Aanisah war die Haarexplosion auf dem Kopf der Hauptgrund fürs Mitbieten auf der Auktion.), ließ Jaron freundlicherweise seine Kajira Modell sitzen und es konnte ein Bild entstehen, das ihrer Wuscheligkeit hoffentlich in angemessener Weise gerecht wird.
Ansonsten war der Abend ereignislos. Ich ordnete mit Schönheits Hilfe die Regale und die Truhe mit der Einwohnerkartei neu und dies beschäftigte uns dann doch eine ganze Weile, da ein Regal recht hartäckige Unordnung vom Feinsten enthielt. Ganz auf Stand bin ich zwar immer noch nicht – doch wann ist man das als Chronist des Lebens einer sich ständig wandelnden Hafenstadt schon jemals!
Was mir noch nicht bekannt ist, was ich aber bald feststellen werde: Jemand ist in mein Haus eingebrochen! Die unredliche Person nutzte die hintere Tür am Balkon in Richtung Thassa und drang so zunächst ins Schlafzimmer ein, wo sie meinen privaten Schreibtisch durchwühlte und im Anschluss in den unteren Raum weitermarodierte, wo es in den Schubladen des Tisches mehrere Dokumente beruflicher Natur gab, die prompt entwendet wurden. Warum genau gerade mein kleines, unscheinbares Häuschen (das winzigste in ganz Lydius. Ja, der Richter lebt nunmal bescheiden!) Ziel der ungesetzlichen Attacke wurde und wer der Täter war, ist noch nicht ersichtlich. Obwohl das natürlich nur bedeuten kann, dass es um ein Verfahren geht und dass der Einbrecher mit den Einwohnern der Stadt vertraut genug sein muss um zu wissen, wer wo wohnt. Ich werde wohl das Team von CSI:Lydius wieder versammeln müssen um Spuren zu sichern.
Weiteres: Es kündigt sich noch mehr Spaß mit unseren She-Urts und ihren diversen, Verehrern, Gefährten, Schwiegermüttern und sonstigen Anhängseln an. Ich bin begeistert!






Schmunzelt bei deiner Einleitung – wo mein Sabbatjahr doch immerhin ne ganze Woche anhielt. Eine Woche die ich für ein wenig Abstand zu Lydius nutzte und dafür umso mehr mit Trish verbrachte. Gar nicht mal die schlechteste Idee, man sollte so etwas regelmässiger machen um aufzutanken und den nötigen Abstand zu gewinnen – vielleicht mit etwas weniger faden Beigeschmack.
OOC hat nun für mich Vorrang, es ist wichtig das unser Fundament wieder fest verankert steht. Einiges werden wir künftig etwas anders machen und verteilen und dann sollte schon bald der Spielspass wieder im Vordergrund stehen. Ich freue mich darauf