Vier Kommandanten und eine Buddel voll Rum!

Draufklicken zum Vergrößern. (Das erwähne ich nur aus Eitelkeit)

Natürlich kein Screen vom Kommandantenklatschen. Das sieht doch immer gleich aus. Zumindest aus Tank-Sicht: Einfach nur überall Blitze, Feuer und Explosionen.

Wir haben gestern gleich vier große Kommandanten umgelegt. Das hatten wir bisher noch nie. Vier lila Schiffsteile in unter zwei Stunden. Erst Hoth, dann Quesh (preiset Erasco!), dann Corellia und zum Abschluss Ilum. Es war schon ein extremer Glücksfall, dass vier Große ohne Schild standen. Und Seniai Qo haben ihre Chance genutzt. Die ersten drei haben wir noch rein gildenintern mit acht Leuten bestritten, beim letzten musste Genthri off und es kamen statt dessen Ria und Amon dazu.

Danach hatte ich aber wieder erst einmal genug vom nervenaufreibenden Warten, bis alle versammelt sind (schließlich weiß man nie, ob nicht eine andere Gruppe schneller vor Ort ist und einem die Beute vor der Nase weghaut).

Ich habe an diesem Double-XP-Wochenende auch meinen Padawan von Level 32 auf Level 39 gebracht und damit die beiden Planeten, die ich am wenigsten mag, einigermaßen ausgelassen. Zwar dafür mehr Kuat – aber lieber Kuat als Alderaan und Lag-Balmorra!

Und der Screenshot am Anfang des Posts mit dem extrem dumpfen Anmachspruch als Antwortmöglichkeit? Tja, schön wär´s!

Darien Gautier ist bisher mein liebster NSC in TESO. Zum Glück scheint er einen zu verfolgen, da ich ihn zweimal in Glenumbra und jetzt kurz vor Rivenspire schon wieder getroffen habe. Von mir aus kann er gern noch öfter auftauchen! Leider ist er nicht ganz so offen für Flirts wie Jakarn von der Crew der Spearhead. Aber dafür gibt es ja Möglichkeiten. Vier Jahre Studium; ein Diplom; wofür? Genau – dafür! (siehe oben und so)

Rivenspire selbst gefällt mir jetzt nicht so sehr. Wie man hier sieht ist es verwinkelt, felsig und überall liegen Trümmer und tote Bäume. Aber das ist nur eine Sache des persönlichen Geschmacks. Ich mag eben idyllische Wüsten und Inseln lieber. Designmäßig ist Rivenspire durchaus schick. Ich wünschte, ich hätte jetzt schon einen besseren Computer und müsste nicht auf Gammelsettings herumstolpern. TESO muss auf Ultra umwerfend sein. Manchmal sehe ich Screens von Leuten mit etwas modernerem Rechnerwerk und das macht mir schon den Mund wässrig. SWTOR ist genügsamer. Das kann ich auf höchstmöglichen Settings (nur die Schatten und Bäume etwas heruntergeregelt) spielen.

Eisernes Sparen, dann gibts als Weihnachtsgeschenk an mich selbst eine mächtige Spielmaschine. Hätte ich mal etwas Richtiges gelernt. Irgendetwas unmoralisches wie Investmentbanker oder Marketing-Clown. Dann hätte ich zwar keine Selbstachtung mehr aber könnte mir jedes halbe Jahr neue Hardware leisten. Tja, statt dessen habe ich besseres Karma.

Was mir die TESO-Settings auch nicht auf Ultra schraubt. Wäh-wäh und so.

Die “Worst Cat” von Star Wars – der Blurrg

Das Internet brütet kollektiv immer mal wieder völlig entzückende Dinge aus, über die ich mich manchmal zu spät, manchmal zur Stundes des Hypes, fröhlich beömmeln kann. Eines davon war: Worst Cat! Worst Cat ist all das, was man bei einer Katzenrasse nicht haben möchte. Worst Cat ist unkuschelig und schleimig. Worst Cat ist unproportional und irgendwie gar nicht niedlich. Worst Cat ist eindeutig kein gutes Haustier. Worst Cat ist vermutlich sogar noch schlimmer als Catsnake. Oder Foundcat.

Im Star Wars-Universum gibt es auch eine Worst Cat. Und das ist eindeutig der Blurrg. Was manche Leute nicht daran hindert, Blurrgs zu lieben und jedes Blurrg-Pet mit Hingabe zu sammeln. Und ganz schlimm wird es, wenn die Leute mich auch noch bitten, Bilder von Worst Cat Blurrg zu zeichnen.

Gar nicht zu reden davon, wenn diese Leute auch noch wollen, dass Worst Cat Blurrg ein Admiral-Nelson-Gedächtnisoutfit trägt!

Seltsam aber so steht es geschrieben! Ein Nelson-Blurrg für Kathro. “Kiss me, Hardy!” – “I´d rather not, Sir!”

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Bilderpost, Labore, Padawane und die reine Sexyness

Bunte Dinge! Den Anfang macht das jetzt so ziemlich wirklich fertig gestellte Labor/Arbeitszimmer von Lord Rednelak auf dem Schiff der Seniai Qo. Wie schon erwähnt sind die Obelisken wirklich groß. Vielleicht hätte ich statt dessen eine Reihe Imperator-Statuen aufstellen sollen, aber die gibt es schon vor dem Zugang zum Ratssaal der Sith. Als Beleuchtung kam das orange Networked Light über dem Schreibtisch (vage zu erkennen vor dem Monster-Holocron am Ende des Raumes) hinzu. Gibt allem ein hübsch krankes Aussehen. So muss das sein.

Ich bin mit dem Raum recht zufrieden, schließe aber nicht aus, dass ich noch bessere Ideen habe und dann Dinge umräume.

Und weil das ein Bilderpost ist, möchte ich mit einigen Beispielen darauf hinweisen, was für tolle Möglichkeiten man in TESO hat, um erwachsene Charaktere zu gestalten. Die nicht aussehen, als wären sie grade mal zwanzig und noch nass hinter den Ohren. Mein Thalab hier ist sexy as hell und sieht locker mal an die vierzig aus. Und dabei habe ich den “Age”-Slider nichtmal bis zur Hälfte bewegt! Ich habe auch schon Charaktere gesehen, die wirklich, wirklich nach kurz-vorm-Rollator aussahen. Kleine Hutzelmännlein mit Wallebart, Glatze und zerfurchten Gesichtern. Gefiel mir sehr.

Bei weiblichen Charakteren scheint das aber wohl nicht zu gehen. Zumindest habe ich noch keine netten, tödlichen alten Damen gesehen. Ob das nun ein merkwürdiges Licht auf Entwickler oder doch eher Spieler wirft, kann ich nicht so genau sagen.

In SWTOR war gestern wie fast jeden Donnerstag Jedi-RP angesagt und mein kleiner Padawan musste lernen, sich wieder auf seinen Meister zu verlassen. Nicht ganz einfach nach dem, was der gute Ritter Quercus da auf dem Flug mit dem Schiff des seltsamen Piloten von Tatooine so erzählt hatte. Aber man ist ja ein braver Jedi, weshalb das am Ende doch gelang. Für viel mehr war dann keine Zeit mehr, da erstens die gesuchte Person gestern nicht on sein konnte und zweitens dank der immensen Alderaan-Ladebildschirme für jeden alles immer länger dauerte.

Gerade mitbekommen: Dieses Wochenende ist ein Überraschungs-Double-XP-Weekend. Da gehen meine TESO-Pläne dahin. Muss … endlich … Trooper-Rishi-Story … spielen. Eigentlich sollte auch der kleine Padawan mal in die Hufe kommen. So ein paar Runden Kuat (statt Alderaan. Wer mag schon Alderaan! Alderaan saugt Kamelhoden!) könnte ich bequem einstreuen.

Tja, nix mit Ripper Street zweite Staffel fertig schauen und schon gar nicht so etwas absurdes wie soziale Interaktion. PC-Wochenende!

Innenarchitektonische Meisterleistungen, Krokodile und der goldene Boden des Handwerks

Lord Rednelaks Labor macht Fortschritte. Es ist noch nicht soweit, dass ich Screens davon zeigen möchte, aber befindet sich auf einem guten Weg. Gestern habe ich mit Sherku Oricon- und Yavin-Dailies gemacht, währenddessen meine Companions Universal Prefabs basteln lassen (Blizz hatte etliche Crits. So ein braver Jawa!) und dann eine kleine Einkaufstour gestartet. Als erstes vier Yavin-Obelisken (die immer deutlich größer sind, als ich sie in Erinnerung habe), dann zwei Sith Mantelpieces von Oricon und zuletzt noch eine dunkle Lightsaberforge.

Und damit bin ich dann in Rednelaks Raum und habe umgebaut. Ich wollte den imperial üblichen Reichskanzlei-Faschoschick haben, weshalb eine Reihe von riesigen Obelisken zu einem Schreibtisch ganz am Ende des Raumes führt. Die Forge steht noch etwas eng an der Mitte, aber da kann man wohl nichts machen. Wie gesagt – die Obelisken sind wirklich groß. Wirklich.

Was jetzt noch fehlt ist Stimmungsbeleuchtung. Auf Lavalampen kann ich nicht hoffen, weshalb ich heute Abend mal zwei Generator Lights basteln und sehen werde, ob die etwas taugen.

Dann dürfte der Raum eingerichtet sein und das Gildenschiff wieder kaum noch Hooks frei haben. Was ich zu gegebener Zeit gerne noch einrichten möchte ist der Hangar der Mandos. Aber bis dahin dauert es noch etliche tote Kommandanten. Ansonsten habe ich dekomäßig keinen Ehrgeiz.

In TESO konzentriere ich mich im Moment sehr aufs Handwerken. Das macht mir richtig Spaß. Außerdem hoffe ich, irgendwann endlich den Berg zu erforschender Gegenstände abgearbeitet zu haben. Kann sich nur noch um Wochen handeln. Bei der immer länger werdenden Forschungsdauer … ich bin schon bei zwei Tagen pro Stück und das erst beim vierten Trait! Diese Zeit könnte Zenimaxx gern halbieren. Oder vierteln. Müllt einem doch alles nur Inventar und Bank zu. Und ich habe noch nie ein Spiel gespielt, bei dem meine Taschen so konstant voll waren wie TESO.

Zur Entspannung habe ich gestern einen der Gruppen-Weltbosse gelegt (eine Magierin war dabei, die die Adds gebombt hat, während ich den Boss getankt und gebetet habe, dass sie schnell mit den Kleinen fertig wird, da das Vieh gar mächtig zuschlug und ich als Tank natürlich schadensmäßig die Wurst nicht vom Brot ziehe), zweimal den selben großen Anchor/Dolmen gemacht, einen Mini-Anchor gefunden, ein neues Set-Bruststück geschmiedet und einer Rentnergang geholfen, wieder auf die Straße zu kommen.

Sehr skurrile Questreihe. Man entdeckt eine Plantage am Meer, bei der der Damm gebrochen und die nicht nur von Brackwasser, sondern auch von Banditen und Krokodilen überschwemmt ist. Die Besitzer der Plantage sind eine Gruppe alter Abenteurer, die sich hier zur Ruhe setzen wollten. Nach und nach stellt sich heraus, dass eigentlich keiner von ihnen wirklich Lust auf Rente hat und so ziehen sie am Ende glücklich in den Sonnenuntergang. Bis auf eine Argonierin, die nicht mehr alle Latten am Zaun hat und durch den Satz “I have a secret – I´m not an Argonian, I AM A CROCODILE!!” charakterisiert wird. Nuuun … wenn sie meeeeint …. Der Dame konnte geholfen werden.

Nächste Ziele:
In den Achievements konnte ich sehen, dass mir noch etliche Skyshards fehlen. Nachholen.
Mehr Traits erforschen und nachsehen, was mir dieses Set aus Glenumbra bringen könnte.
Gebietsquest fertigmachen … obwohl es so viele Quests am Wegesrand gibt!
Endlich mal zum Propheten zurückkehren und nach der Hauptquest sehen.
Die Bank leerhandwerken (haha) und mit Rüstungen für Twinks füllen. Obwohl ich die Babychars im Moment gar nicht spiele.

Zum Glück liegt ein völlig freies Wochenende vor mir! Viel Platz für alles. Sei es Rednelaks Labor oder die Weiten Tamriels.

Die Welten durch einen Schleier

25. März 2015 Kommentare aus

Nicht zusammenhängend: Ghurab bekam ein Vorantikus-Reittier. Alles schön und gut, bis …

… das da. Wer kommt denn damit durch? Zweifellos ein/e immer noch vor sich hin kichernde/r Designer/in. Ich ziehe meinen Hut vor ihm/ihr.

Eigentlich geht es nicht um den Vorantikus. Auch wenn es natürlich ein massiver (wahrscheinlich) Glücksfall war, ihn zu bekommen. Eigentlich geht es um Vater und Sohn, um Drogen und Entspannung, um Familie und mögliches Vergessen, wenn auch nicht verzeihen. Aber der Vorantikus war zu amüsant, um ihn nicht zu bringen. Ich habe einen infantilen Humor.

Jetzt aber genug OOC und Vorantikus-Teile, deshalb auf zu den Ereignissen des gestrigen Abends IC.

————

Siqsa sprang auf, als Ginyu sich erhob. Der junge Kelldrache hatte bisher neben dem Sith gesessen, das Kinn auf dessen Knie abgelegt und hatte ihn hingebungsvoll angesabbert, während Ginyu ihn hinter den Hornstummeln kraulte. Als sicher war, dass von dieser Seite keine weitere Zuwendung zu erwarten war, schüttelte Siqsa sich, zischte und trottete wieder hinüber zu ihrem Herrn, der immer noch regungslos im Sand saß.

Saqr öffnete die Augen, schnippte mit den Fingern und Siqsa ließ sich neben ihn fallen. Wartete ab. Der Schatten der improvisierten Zeltplane wanderte ein Stück weiter, seltsam unscharf und zweigeteilt durch die Wege der beiden Sonnen. Der ewige Wüstenwind zerrte an der wackligen Konstruktion und ließ die Holzstangen knarzen.

Die Pilze in ihren extern bewässerten Nährschalen öffneten langsam ihre Lamellenschirme noch weiter. Sporen tanzten in der Luft, bunte Schlieren und dunkle Wirbel vor dem silberhellen Himmel.

Saqr atmete ein. Zog das Gift in seine Lungen, ließ zu, dass die chemische Klinge der Pflanzen ihm die Verbindung zur Macht Faden um Faden zerschnitt und ihn gleichzeitig zurück in die Vergangenheit führte.

Was sein Vater wohl gesehen hatte? Ohne den Schutz des Rituals und ohne die jahrelange Übung, mit der Saqr sich gegen den Sog stemmen konnte, hatte Ginyu vermutlich weit mehr bekommen, als er gewollt hatte. Der plötzliche Sinneswandel, seine Frau betreffend, könnte das Resultat sein. Aber vielleicht hatte diese Überlegung auch schon viel länger im Geist des Sith Lord geschwelt und die Pilze hatten nur den letzten Anstoß geliefert.

Seine Frau … Saqrs Mutter. Er hatte keine sehr klare Erinnerung an sie. Sie war der Schatten an der Seite seines Vaters, immer beschäftigt mit ihren eigenen Projekten. Und ihre Kinder waren ihr weitaus unwichtiger als das, was sie forschte. Oder mit was sie sich auch unterhalten mochte. Saqr war, wie seine Geschwister, unter der professionell-kalten Fürsorge diverser Kindermädchen aufgewachsen. Seine Eltern nur als gelegentlich auftauchende Besucher aus einer anderen Welt.

Nicht, dass er an seine Geschwister viel mehr Emotion verschwendet hätte. Er war der Älteste; als er nach Korriban ging, war Quen`lin erst drei Jahre. Keine Schnittmenge.

Und jetzt plötzlich, nach all der Zeit. Nach den Schrecken der Akademie, nach der kurzen Lehrzeit bei Lord Gofferd, der langen Zeit auf Thenebria III … so viel Verwicklung in das alles. Ein Vater, der sich tatsächlich dafür zu interessieren schien, was er tat, eine fast zu kooperative Cousine. Ein offenbar eifersüchtiger Bruder, den er noch als weinendes Kleinkind in Erinnerung hatte. Und nun bald auch noch wieder eine Mutter, aufgetaut aus dem Carbonitschlaf, zu der er nichts zu sagen wusste.

Fast zuviel. Deutlich zuviel. Er brauchte die Rituale, die Jagd. Dann wäre alles klarer. Seltsam. Solange er auf Thenebria festgesessen hatte, war ihm die Zivilisation, die gnadenlose Gesellschaft der anderen Sith wie eine Verheißung erschienen. Doch jetzt … jetzt sehnte er sich immer stärker zurück zu den Stämmen. Zum Alltag, der aufs Überleben gerichtet war. Und zwar auf ganz andere Art als im Imperium, wo nicht riesige Echsen, die unbarmherzige Natur und ein feindlicher Stamm das Ende bedeuten konnten, sondern ein falsches Wort zum falschen Mann zur falschen Zeit.

Der Schamane hatte es ihm gesagt. Schon als das Schiff der Schmugglerin das erste Mal aufgetaucht war. Dass man auch zu viel wünschen konnte. Und dass ein Traum immer bunter war als die Realität.

Nun, Thenebria war nicht aus der Welt. Jetzt wusste er, wie er ein Schiff gegen die Strahlungswellen schützen konnte. Diesmal würde er kommen und gehen können wie er wollte.

Wieder an der Regenjagd teilnehmen. Wieder das Herzritual sehen. Wieder näher an sich sein. Die Macht in sich fühlen wie eine Hülle um seine Knochen …

Und bis dahin war Ginyus neues Projekt, der Forschungseifer dieses fremden Darth, etwas … Interessantes.

Die Sporenfäden drehten sich in der backofenheißen Luft.

Hook, line and sinker

24. März 2015 Kommentare aus

Irgendwann muss ich es auch vor mir selbst eingestehen: TESO hat mich. Ja, es ist immer noch kein herausragendes Spiel. Ja, es ist Standard-Fantasy. Ja, es hat Bugs wie Hulle. Ja, das Kampfsystem ist wirklich gewöhnungsbedürftig. All das und viel mehr: Ja.

Trotzdem habe ich zunehmend Spaß daran. Eben weil das Kampfsystem ganz anders ist. Es ist sehr movementlastig (ich bin dank Powertech-Erfahrung daran gewöhnt, mich nicht auf Autotarget zu verlassen, sondern meinen Charakter immer schön frontal zum Gegner zu platzieren, damit der Flammenwerfer nicht ins Leere geht), das aktive Blocken fordert meinen inneren Tank heraus (BÄM! Schild auf die Brotmühle! Du willst einen starken Angriff machen? Dann nochmal! BÄM! Haha, interrupt!) – dafür hat man dann eben nur fünf Fertigkeiten in der ersten Leiste. Der Spaß dabei ist, aus all den Fertigkeiten, die man lernen kann, genau die fünf parat zu haben, die in der Situation nützen.

Überhaupt die Fertigkeiten … so viele Möglichkeiten, seinen Charakter zu bauen! Magier in Kette mit Schwert und Schild, Schurke mit Stabkampf, Heilerdose mit zwei Waffen. Ich vermute, dass es im Endgame dann doch wieder nur drei effektive Builds gibt, aber in der Levelphase (und wohl auch als Casual) kann man sich austoben.

Dazu dann noch das Handwerkssystem, das ebenfalls nicht zu knapp Skillpunkte fressen kann, und schon ist man damit beschäftigt, jede Questreihe und jeden Skyshard zu suchen, damit man genug zu Verteilen hat.

Handwerken ist auch das, was mich derzeit am ausgiebigsten beschäftigt. Man hat die Möglichkeit, sich selbst Sets mit Setboni zu bauen. Ein MMO, bei dem die gebastelten Rüstungen tatsächlich besser sein können (zumindest in der Levelphase, ich vermute, im Endgame ist es das gleiche wie überall) als das, was man über PvE bekommt! Unglaublich!

Das Basteln von Rüstungs-Sets hat natürlich etliche Vorbedingungen. Man braucht ein bestimmtes Skillevel und man muss, je nach Set, verschieden viele Rüstungs-Traits über das – immer zeitintensivere – Zerlegen von Gegenständen erforscht haben. Zumindest ist das die Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Ich habe genug Traits an Rüstungen zusammenbekommen, um mir drei Setteile bauen zu können. Jedes Set wird an einer anderen, meist tief in der Pampa nur durch Zufall gefundenen, Spezialschmiede gefertigt. Und das Allerbeste: Man kann die Teile aussehen lassen wie man will! Es gibt kein festgelegtes Set-Design. Mein Charakter kann mittlerweile in fünf verschiedenen Volksstilen schmieden und hat sich sein Set wild zusammengestellt. Dunmerische Hosen, Khajiit-Oberteil und Redguard-Gürtel. Das Khajiit-Oberteil ersetze ich vielleicht noch durch etwas nordisches oder einen fetten bretonischen Panzer – aber da muss ich erst wieder genug Honing-Stones zum Verbessern finden.

Ja, Crafting macht in TESO tatsächlich Spaß. In SWTOR baue ich mir nur manchmal Einzelteile um ein RP-Set besser aussehen zu lassen – aber meist läuft es nur darauf hinaus, dass ich mich mit der Produktion von grünem Müll aufs Höchstlevel handwerke und dann Barrels, Augments und dergleichen herstelle. In der Levelphase hat mir nur das Cybertech-Zeug wirklich etwas gebracht. Und auch dann ausschließlich zu den Zeiten, wenn Kuat und andere Flashpoints nicht genug Marken abwarfen. Es ist natürlich auch so, dass das Crafting in SWTOR nur von wirklich verbissenen Naturen ausgiebig betrieben wird. In diesem Spiel geht es um andere Dinge, Basteln steht bei Sith nicht ganz oben auf der To-Do-Liste.

Da ich gestern nicht viel spielen konnte, habe ich Thalab nur in ein paar kleine Höhlen geschickt und ihn das Rätsel um die Baronin und ihren Spiegel lösen lassen. Wenn man in TESO die vielen herumliegenden Briefe liest, erfährt man eine Menge zum Hintergrund der verschiedenen Storyquests – und meistens bereut man es. Denn wer auch immer die Geschichten schreibt, ist ein maximaler Misanthrop. Oder Dramatiker. Findet man einen Liebesbrief kann man sicher sein, dass man entweder bald auf die Leiche eines der Beteiligten stößt oder ein Daedra Spaß daran hat, die Beziehung zu torpedieren. Und wäre es nicht schlimm genug, dass eine Attentäterin die Duchess umgebracht hat, findet man zufällig einen Tag später in einem völlig abgelegenen Goblinlager die angenagten Überreste eines Botenreiters, der einen Brief der Verblichenen an ihren Vater dabeihat, in dem sie davon erzählt, dass sie schwanger ist, aber ihren Mann erst noch damit überraschen will. Tja, tough luck.

Man muss das Ganze nicht lesen, es ist selten relevant für den direkten Questfortschritt. Aber es gibt Tiefe. Gestern hatte ich gerade durch einen Brief auf einer Kommode (mein Charakter ist neugierig, der stöbert in anderer Leute Korrespondenz) davon erfahren, dass die Baronin ein Verhältnis mit ihrem Diener hat (eben jener, der einem aufgetragen hatte, nach der Adligen zu sehen, weil diese sich so seltsam benehmen würde), als der arme Kerl auch schon aus dem Hinterhalt umgebracht wurde. So ein Mist. Ich hatte auf ein Happy End gehofft! Aber nicht bei TESO. Da stapeln sich die Leichen, sobald Gefühle ins Spiel kommen.

Heute wird es wieder gefühlig. Allerdings mehr familiär. Denn ich bin in SWTOR zum RP verabredet. Mowgli will seinem Vater mal die ganzen seltsamen Pilze zeigen, die er von Thenebria Drei mitgebracht hat und die alles so bunt machen können.

Ich hoffe, der jetzt endlich konkreter vorgestellte und mit dem nächsten Patch verwendbare Outfit-Designer macht mir wieder mehr Lust auf SWTOR. RP ist klar, da habe ich auch jetzt Freude dran. Aber ich habe derzeit einfach keinen großen Antrieb zu PvE. Na gut, Hardmodes würde ich ja machen … aber nur mit Gildenkollegen. Und die scheinen da keine Lust drauf zu haben.

Schlimmstenfalls dann eben auch in Zukunft die klare Zweiteilung: SWTOR fürs RP, TESO fürs PvE. In TESO habe ich keine Kontakte außer Kathro, der allerdings schon deutlich weiter gelevelt hat als ich. So bleibt TESO ein recht einsames Vergnügen. Ich mag, dass man Dinge wie Anchor oder Gruppenbosse mit anderen Leuten machen kann, ohne in ihrer Gruppe zu sein. Das hält das menschliche Aufeinandertreffen in erträglichem Rahmen.

Das weiseste Tier auf Erden …

23. März 2015 Kommentare aus

… denn der Erzählung nach kennt es als einziges Wesen den letzten Namen Gottes.

Ob das auch in Tamriel so ist? Ich traf Benedict auf einer sehr exklusiven Party. Mit mir philosophieren wollte er trotzdem nicht. Alles, was von ihm kam, wenn man den verführerischen “Talk”-Button drückte, war “Blleeeeuuuurrrrggghh”. Typisches Höckertiergeräusch eben. Aber ist es nicht bemerkenswert genug, dass jemand ihn hoch genug schätzt, um ihn überhaupt zu dieser Party einzuladen? Andererseits – ohne Mr. Cumberbatch geht ja heutzutage in Hollywood gar nichts mehr.

Zweite Begegnung. Der Aragonier, den ich hier im Target habe und der sich im Schloß von Wayrest (oder war es woanders?) mit Besen und Staubtuch nützlich macht, heißt tatsächlich “Dust-Foe”. Der Mann hat seinen Job verinnerlicht. Respekt!

Und dann noch ein paar unzusammenhängende Reisefotos. Thalab ist jetzt Level 22, erforscht Stonefalls (oder so ähnlich. Ich kann mir den Namen einfach nicht merken! Gebiet nach Glenumbra) und findet alle möglichen Geschichten und Abenteuer am Wegesrand.

Das Interessante ist wirklich das Forschen. Die Mainstory kommt mir dagegen eher etwas belanglos vor. Ich habe nicht wirklich den Antrieb, sie sofort weiterzuspielen, sobald der Prophet auftaucht. Statt dessen gibt es dann noch da diese Ruine, dort ein Lager mit Goblins, hier ist eine Höhle und ach ja, da drüben ist gerade ein Anchor gefallen …

Die Dumme-Namen-Fraktion ist mittelzahlreich, etwas auffallender als vor der F2P-Umstellung, aber hat den Vorteil, dass man sie nur bemerkt, wenn sie einem wirklich direkt ins Target läuft. Optisch ist ein Verschandeln sogar weniger möglich als bei SWTOR, obwohl man meinen sollte, dass das überreiche Pastellfarbenangebot an den Dye-Stations Tupperparty-Ritter und Dildo-Feen doch erst möglich machen würde.

Ich habe mich für Khalbs Rüstungsfarben entschieden. Auch Thalab läuft in grün/blau herum. Merkt man auf den Bildern kaum, oder? Fällt nämlich je nach Rüstung kaum ins Gewicht. Stoffroben nehmen Farbe anscheinend viel besser an als Plattenrüstungen. Und da mein Herr Dragonknight natürlich als Volldose durch Tamriel wandert, ist er farblich sehr, sehr dezent unterwegs.

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