Erholungsphasen und Ausklinken, dazu kostenlose Augmentberatung (wie Avon-Beratung, riecht nur anders)

Im Moment habe ich irgendwie gar keine Lust, mich kreativ zu betätigen. Ich könnte zeichnen. Mehrere Anfragen und mehrere Ideen liegen dafür auf Halde und schauen mich vorwurfsvoll an, eine Satyr aus Werewolf, Onkel Ginyu ohne Yu-gi-oh-Stock, eine Gobber-Lady, eine Ghoulin aus der Vampire-Runde …
Oder ich könnte schreiben. Über Lord Rednelaks Begegnung mit dem “jungen” Lord Neferus und den Beginn ihrer gemeinsamen Expedition, um Prinzessin Borraa aus den Klauen des finsteren Drachen Aroval zu befreien. Wenn Lord Neferus Glück hat, bekommt er nach Abschluss der Mission sogar die Hand besagter Prinzessin und garantiert kein halbes Königreich. Oder ich schreibe über die vorsichtige Rückkehr von Saqr in die Zivilisation – die Begeisterung von Lord Ginyu darüber, dass wenigstens einer seiner Söhne den Forschergeist und die Entdeckerfreude geerbt zu haben scheint. Komplett mit der Suche nach Substituten für gewisse psychotrope Pflanzen, die es außerhalb des wilden Planeten Thenebria III so nicht gibt … Oder ich schreibe sogar über Werewolf. Die Mordserie im viktorianischen London, die seltsame Klinik eines noch viel seltsameren Arztes, ein Philanthrop mit der zufälligen Häufung von Fomori in seiner Umgebung, ein Bonegnawer-Ahroun mit so einem neumodischen luftbereiften Fahrrad, ein mit der menschlichen Gesellschaft und ihren Absurditäten kämpfender Children-of-Gaia-Theurge, ein gerade erst vom Lost Cub-Dasein geretteter Fianna-Galliard und eine resolute, verwitwete Black Fury, die versucht, mit dieser winzigen Septe (und zu ihrer gut verborgenen Enttäuschung auch noch alles Männer) etwas zu erreichen …
Es gäbe wahrlich genug, um mich kreativ zu beschäftigen.
Aber irgendwie lacht mich nichts wirklich an. Eine vage Lust auf alles ist vorhanden, aber bevor das nur etwas Halbgares wird, lasse ich es lieber noch.
Auch SWTOR-RP-mäßig ziehe ich mich derzeit ein wenig zurück. Ghurab ist ja immer noch auf der Suche nach einer Heilung für Concabille und damit erst einmal aus dem Aroval-Plot heraus, der Lord ist nur eine Randfigur, die Piraten tun nichts, weil Genthri Spätschicht hat … und PvE, tja, da könnte ich etwas tun. Wir machen hin und wieder Kommandanten und ich freue mich darauf, wenn unsere DDs ihre Ausrüstung soweit aufgebohrt haben, dass wir auch wieder als Gilde den aktuellen Content raiden können.
Das Problem ist, dass wir natürlich eine RP-Gilde sind. Und kein RPler ist besonders scharf darauf, ständig PvE zu machen, nur um genug Ausrüstung zu bekommen, damit man noch mehr PvE machen kann. Ich korrigiere mich: ersetze “kein RPler” durch “nicht jeder RPler”. Ich bastle recht gern an meinen Charakteren herum und Aroval hat da wohl auch viel Spaß daran. Bei den allermeisten MMORPGs ist es nunmal so, dass man mit Skill allein nicht alles gebacken bekommt. Ausrüstung ist fast immer ein wichtiger Teil – wäre von den Herstellern auch schön blöde, auf Langzeitmotivation durch Gear-Grind zu verzichten. Nicht jede Spielergruppe ist so genügsam wie die RP-Crowd, die man mit Housing und dem bald kommenden Appearance-Tab auf Jahre hinaus froh und zufrieden halten kann.
Ein wenig PvE wird jedenfalls auch von fast jedem noch so hingebungsvollen RPler goutiert – gerade im Kreis der Gildenfreunde und mit nebenher entspanntem Teamspeak-Geplauder.
Der Sprung auf 60 zu den Hardmodes ist jedoch etwas harsch geraten. Eben noch wumpelte man zufrieden vor sich hin, kam mit den Tactical-FPs super klar … und dann *bäm*, Schlag ins Gesicht mit den 60er Hardmodes, die mit der bisher nebenbei gesammelten Ausrüstung fast nicht lösbar sind (zumindest nicht alle. Gerade der Endboss in Manaan mit dem engen Timer verzeiht kein Prozent zu wenig Schaden).
Also muss bessere Ausrüstung her. Zum Glück ist der Anfang schnell gemacht. Ich habe, um das mal zu testen (nein, eigentlich weil ich gern einen effektiven Heiler-Charakter wollte), Mowgli grundoptimiert. Er war in noch keinem Hardmode, hat noch kein 192er Teil, bringt es aber schon auf etwas über 1100 Bonusheilung (wenn ich das richtig im Kopf habe) und hat etwas über 46.000 Hitpoints.
Man startet also auf 60 und mit nichts Vernünftigem. Also, dann mal los!

Schritt eins – mit Basicmarken 186er Ausrüstung kaufen. Sollte man auf 60 genug für ungefähr sieben Teile haben. “Aber ich habe viel zu wenig Marken, aus welchem Grund auch immer!” Dafür gibt es Lösungen. Erstens kann man Ohrstück und Implantate in 186er Qualität herstellen. Oder im GTN kaufen. Das gleiche gilt für Relikte, die es glaube ich auf Basic-Level eh nicht vom Vendor gibt. Damit hat man schon etliche Plätze voll und kann sich seine Marken für Klamotten aufsparen.
“Das reicht immer noch nicht!” Ebenfalls lösbar. Mit Weeklies. Die Black Hole-Weekly gibt 30 flotte Basicmarken und ist auf 60 allein ohne Probleme zu machen. Die Oricon-Weekly kann etwas stressiger sein (die H2 als Heiler hat mir deutlich weniger Freude bereitet denn als Tank …), ist aber ebenfalls ein grandioser Marken-Goldesel. Dann noch die Section-X-Weekly (falls man genug Leute für die H4 findet) und man hat fast ein ganzes 186er Ausrüstungsteil zusammen. Und ist noch nicht am Ende der Markenflut! GSI-Weekly, Makeb-Weekly, Czerka-Weekly, von Ilum-Dailies gar nicht zu reden … alles wartet nur darauf, mit 60 sehr flott abgegrast zu werden.
Angenehmer Nebeneffekt: Die Weeklies geben richtig viele Credits. Und die braucht man auch für Schritt zwei.
Aber noch sind wir bei Schritt eins. Und wie bohrt man seine Waffe auf, denn der Basic-Vendor bietet nur Offhand? Zunächst kauft man sich ein Paar 186er Stiefel oder Handschuhe zusätzlich und nimmt Mod und Enhancement heraus. Dann lässt man sich Barrel oder Hilt in 186er Qualität vom Bastler seines Vertrauens herstellen (oder kauft das Zeug für kleines Geld im GTN). Die drei Komponenten packt man nun in seine Waffe und voilá – Schaden! Oder andere gewünschte Effekte.
Jetzt ist man also von Kopf bis Fuß in 186er Zeug gepackt und schwimmt dank der ganzen Dailies und Weeklies in Geld. Weshalb es weitergeht zu …

Schritt zwei – Augmenten. Augments sind unser Freund. Augments sind der Unterschied zwischen “meh, okay” und “fuck, yeah!” Packt eurem Charakter Augments in die Rüstung. Das freut den Heiler. Und alle anderen, die mit euch im FP oder der OP sind.
Dumm nur: Gute Augments sind sackenteuer. Sie brauchen nämlich zur Herstellung eine Sorte Slicing-Materialien, die so selten sind, dass ich bisher nur zweimal welche aus Missions-Crits herausgezogen habe. Gut, ich bin diesbezüglich vermutlich der Pechvogel vor dem Herrn, aber ein gewisser Trend ist auszumachen.
Und weil die Preise im GTN nunmal keinerlei logischen Gesetzen folgen, ist es in 90% der Fälle billiger, die fertigen Augments zu kaufen, als das Zeug selbst herzustellen.
Also, Backen zusammenkneifen und Geld hochhusten. Pro Itemslot müsst ihr mit etwa 200.000 Credits rechnen. Ist man ein gemächlicher Dailies-Macher muss man also jeden Tag einmal Ilum, Czerka und Black Hole durchlaufen, um einen weiteren Slot zu augmenten. Geht doch, oder nicht?
Ihr habt 200.000 Credits in der Hand. Wie geht es nun weiter? Kauft euch ein Augmentation Kit Mk-10. Oder baut es selbst. Das selbst bauen ist billig, einfach, dank der vielen benötigten Teile aber langwierig; ich bin meist zu faul dazu. Ist man fleissig und handwerkt sich das Ding selber, spart man 40-50.000 Credits. Soviel kosten die Kits nämlich im Schnitt im GTN.
Dann kauft ihr noch ein Augment in lila Qualität (also das 186er Zeug) eurer Wahl. Nehmt zu Anfang das Primärattribut eurer Klasse, damit macht man wenig falsch (Willpower beim Inquisitor, Cunning beim Sniper, Aim beim Bounty Hunter, Strength beim Warrior). Man kann später noch Guides zur Klasse und zum jeweiligen Baum nachlesen und dann mit Power, Crit und anderen Dingen finetunen, da die Augments wie alle Mod-Teile problemlos wieder aus der Rüstung gezogen werden können. Außer ihr seid Tank. Dann ist das Augmenten etwas komplexer. Dann steht die Mitigation im Vordergrund. Augmentet auf gar keinen Fall auf Endurance. Macht es einfach nicht. Niemand mag Fleischtanks, am allerwenigsten der Heiler. Die Gewichtung von Shield/Absorb/Defense ist nicht nur bei den drei Tankklassen verschieden, sondern auch Spielstilabhängig. Ich bin mit Sherku derzeit nicht mehr so stark auf Shield wie noch vor 3.0, obwohl das reine Shield-Augmenten laut einiger PT-Guides derzeit der heiße Scheiß zu sein scheint. Die Heiler treten nicht nach mir, weshalb es also ganz in Ordnung zu sein scheint. Bei Fragen zum Tank-Augmenten (auch bei Jugg und Assa) helfe ich gerne weiter, einfach Ingame ansprechen.
Wenn ihr Augmentation Kit Mk-10 und das Augment in den Händen haltet, begebt ihr euch ins Stronghold/Crew Skill-Viertel der Flotte. In der vordersten Crew-Skill-Nische gibt es eine Modstation. Die braucht ihr, um das Augmentation Kit in das Rüstungsteil zu bringen. Einfach davorstellen, draufklicken; der Rest ist Selbsterklärend und zieht euch 42.000 Crdits aus der Tasche. Opfer an BioWare. Ist eben so. Macht man nix. Imperiale Sektsteuer.
Da der ganze Prozess richtig teuer ist, sollte man seine Rüstung wirklich mögen. Denn rein aus Geizgründen wird man ab jetzt recht lange mit ihr herumlaufen. Ist zumindest bei mir so. Ich freue mich wirklich sehr auf das Appearance-Tab …
Man kann jedes Teil der Ausrüstung mit einem Augment versehen. Zu Beginn sind aber Ohrstück, Implantate und dergleichen nicht empfehlenswert, da deren Shells bei jedem Item-Sprung komplett mitausgetauscht werden. Augmentet also am Besten zuerst Waffe, Offhand und Kleidung. Das ist teuer genug und wenn ihr das vollständig durchgezogen habt, kann sich der Manaan-Endboss auch im Hardmode verdammt warm anziehen!
Ich hoffe, das war jetzt nicht allzu wirr.
Und hat rübergebracht, dass es wirklich einfach ist, seine Ausrüstung hardmodetauglich aufzubohren. Was danach kommt ist langwieriger – aber da ist auch der Weg das Ziel!

Gildenraid und anderes PvE-Gedöhns

26. Februar 2015 Kommentare aus

Nach dem ganzen RP-Story-Content der letzten Zeit möchte ich mal wieder den Stand des PvE festhalten. Natürlich liegt bei einer RP-Gilde der Schwerpunkt nicht darauf, aber die meisten von uns haben auch Spaß daran, sich mit der Umgebung und ihren Monstern zu messen, weshalb es recht regelmäßig Unternehmungen in dieser Richtung gibt.

Der Ehrgeiz dahingehend ist jedoch unterschiedlich ausgeprägt, so dass man immer Mittelwege finden muss. Ich zum Beispiel habe großen Spaß daran, meinen Haupt-PvE-Char (Sherku) gut auszurüsten, mache meine Weeklies für Marken und habe ihn natürlich schon lange voll in 186er Augments. Seine Ausrüstung generell ist noch nicht ganz so blühend, mir fehlen noch ein paar Teile bis er voll 192 ist und 198 hat er noch gar nichts. Das liegt daran, dass ich immer noch nicht besonders gern mit Randoms Flashpoints oder gar Operations gehe und natürlich daran, dass ich im Zweifel lieber einen Abend RP als PvE einschiebe.

Rein aus Spaß fange ich jetzt auch an, Mowgli besser auszurüsten. Wenn ich auch garantiert niemals in einer Operation heilen werde. Das ist mir viel zu stressig! Hut ab vor unseren Heilern – ihr seid deutlich multitaskingfähiger als ich!

60er Hardmodes gildenintern klappen im Moment unterschiedlich gut. Erstens ist die Motivation dafür nicht allzu groß, da die Belohnungen den Aufwand nicht wirklich rechtfertigen (184er und ein 192er Teil … seriously?) und zweitens mangelt es unseren DDlern zum Teil noch ein wenig an Wumms. Für die meisten 60er reicht es, aber manchmal hängt es dann. Muss man locker sehen und einfach warten, bis alle ausgerüstet sind. Das beste Housing gibt es sowieso in den niedrigeren Flashpoints und ich brauche auch nicht zwingend noch einen Walker.

Für mich ist immer noch das gemeinsame Erlebnis das Wichtigste bei der Sache. Und die Entspannt- und Gelassenheit gildenintern macht das Gemetzel von bösen Pixeln immer noch zu einer sehr schönen Abendunterhaltung.

Gestern gab es mal wieder einen Gildenraid. Allerdings kein 60er Content: Wir wollten Holocrons für die Gildenschiffdekoration ernten. Also Dread Fortress. Zur verabredeten Anfangszeit waren zwar neun Leute in der Gilde on – aber Genthri wollte sich vor der Nachtschicht noch einmal hinlegen und Geri und Fräulein Sabatova sind levelmäßig noch nicht ganz up to date.

Also wurde herumgefragt und am Ende starteten wir zu siebt, mit Siri als Fremdergänzung.

Blöderweise fiel nur ein einziger Holocron. Einer! Das war mal enttäuschend. Da müssen wir noch ein paar Mal rein, damit die Sith ihre Forschungsräume gut ausstatten können (der Deko-Kampf rund um die Imperatorstatue im Eingangsbereich tobt übrigens immer noch. Team Gebüsch gegen Team egal-was-aber-bitte-kein-Gebüsch. Ich bin klarerweise bei “Bring me … a shrubbery!”).

Ansonsten lief alles recht gut. Gerade dafür, dass wir nur zu siebt waren und drei (oder sogar vier?) davon diese Operation noch nie gemacht hatten. Aroval hatte einen ganz uncharakteristischen Anfall von Boshaftigkeit (ich glaube, das RP färbt ab! Er muss mal mehr den “Cake Pop des Bösen” spielen, der ist bestimmt netter als der Alte!) und sagte den Neuen nicht, dass die Trash-Droiden vor dem Weekly-Boss mit ihren roten Sprengfeldern auch 60er problemlos platzen lassen. “Das muss jeder mal in dieser Operation erlebt haben.” Äquatortaufe in der Dread Fortress. Ich lief übrigens auch mal wieder in eines der Felder. Irgendwie kann ich nicht anders …

Auf jeden Fall war es unterhaltsam. Wir mussten allerdings Brontes stehen lassen, weil uns die Zeit davongelaufen ist. Na, machen wir irgendwann diese Woche noch. Vielleicht hat Borraas großes Vorbild ja Housing dabei!

Ansonsten natürlich: Kommandanten verhauen! Das Gildenschiff braucht mehr Räume, uns gehen die Hooks zum Dekorieren aus. Derzeit fällt der auf Ilum allerdings flach, Ilum ist dank Gree-Event übel überlaufen.

Das Gree-Event ist das einzige zeitlich begrenzte PvE-Spektakel, das mich nicht wirklich interessiert. Ich mag zwar die Optik. Aber irgendwie sind die Dailies so öde und die Belohnungen … naja, den Aufwand für mich nicht wert. Mal sehen, vielleicht mache ich ein, oder zweimal ein paar Quests. Nur um mir wieder alles anzuschauen.

Heute abend bin ich ab halb neun wieder auf der guten Seite unterwegs, Jedi-RP. Aber davor kann ich Mowgli noch ein wenig über Yavin schicken (Dschungel ist immerhin definitiv ganz seins) oder mit Sherku einen Flashpoint gehen.

Ich bin beileibe kein Gruppenmensch, Ansammlungen von Leuten sind mir unangenehm – aber in SWTOR gefällt es mir tatsächlich, mit anderen zusammen Dinge zu erreichen.

Vermutlich werde ich senil.

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Nur ein Brief

25. Februar 2015 2 Kommentare

Zu einer Zeit, als man Briefe noch auf Papier schrieb, hätte er jetzt wahrscheinlich auf dem Stift gekaut. So blieb ihm aber nichts übrig, als sich in die Ecke hinter dem Tisch mit den Waffen im Eingangsbereich der Enklave zu setzen und sein Datapad anzustarren, bis vielleicht Buchstaben darauf wuchsen.

So richtig schön war der Tag nicht gewesen … also eigentlich keine optimale Grundlage für eine fröhliche, positive Antwort. Was sollte er auch sagen? Sollte er davon erzählen, dass er jetzt viel Zeit mit buir in der mandalorianischen Enklave verbrachte und nicht mehr bei den Imperialen? Oder eher davon, dass er gerade von einem Planeten zurück gekommen war, auf dem er zusammen mit einer vod von Lorsa und zwei neu in den Clan adoptierten Frauen trainiert hatte? Das würde Illjana bestimmt nicht interessieren. Und dass es schon recht … speziell gewesen war, als die Zabrak mit ihm unbewaffneten Kampf geübt hatte … nein, das erzählte er besser Garrm. Vor dem konnte man damit auf jeden Fall gut angeben. So eine richtige Kriegerin, die sich auf ihn geworfen und – … da wüsste er noch nicht einmal, was für Worte er für Illjana benutzen könnte, damit das nicht … naja, so klang … wie es eben gewesen war. Beim Gedanken daran wanderte Khalb jetzt noch eine nicht unbedingt unangenehme Röte den Hals nach oben und landete heiß auf seinen Wangen. Ringkampf … ohne Rüstung. Ja, besser bei Garrm aufgehoben, dem konnte man die sehnigen Schenkel der Rothäutigen doch deutlich unbefangener beschreiben.

Aber vom Streit mit seiner Mutter könnte er Illjana erzählen. Dass sie ihn für etwas hatte bestrafen wollen, was er nicht getan hatte und sie sich dann angeschrieen hatten. Dämliches Gezanke wie in letzter Zeit immer wieder. Nein, das wäre auch komisch. Damit musste er ganz alleine klar kommen. Wenn er das verd`goten erst einmal hinter sich hätte, wäre er sowieso frei. ´lek, natürlich liebte er seine Mutter. Er verdankte ihr sein Leben. Sein richtiges Leben. Aber er blieb eben auch nicht ewig ein kleiner Junge ohne eigenen Kopf. Und da Lorsa genauso stur war wie er, führte das zwangsläufig immer wieder zu Kämpfen.

All diese Kleinigkeiten. Der Streit, das Training – eigentlich wurde doch alles von Illjanas Brief überschattet. Diesem plötzliche Schlag in den Magen, dass seine vod einfach nicht mehr da wäre. Weg. Gegangen. Gegangen worden?

Überraschend war es nicht. Die Ex-Piratin hatte nie wirklich zu den Imperialen gepasst. Sie war gut gelaunt, wild, phantasievoll und bunt. Das hatte nicht lange gut gehen können. Aber dass sie jetzt wieder in die Dienste eines der dar`jetiise getreten war, blieb Khalb unverständlich. Sicher, das war wohl eine eher auf Reisen und Abenteuer als auf Kampf und Krieg spezialisierte Truppe. Reisen, Abenteuer, Jagd – das klang genau wie alles, was Khalb im Moment nicht haben konnte. Aber trotzdem – schon wieder Imperiale? Gab es die auch in anders, als die Offiziere auf dem Jaguada-Planeten? Er dachte an Sergeant Morrisen, die versetzt worden war. An den verrückten Beskad. An den betulichen Arzt, den dunkelhäutigen Lieutenant mit den interessanten Trainingsideen und an den alten Ingenieur, der so schlecht rennen konnte. Ja, es gab andere. Aber die wurden im Laufe der Zeit geradegebogen, auf die imperiale Norm eingenordet. Und wenn er sich die lockere shereshoy der Zabrak-vod von vorhin im Vergleich zu buirs immer strenger werdendem Blick ansah, schien es wohl ein ziemlich auswegloser Prozess zu sein.

Also hatte sich Illjana gerettet, bevor es sie erwischen konnte. Oder hatte es aufgeschoben. Auf jeden Fall war sie nicht mehr da. Einfach so. Und Khalb war zu verletzt davon, als dass er zugestehen konnte, dass sie das nicht freiwillig getan hatte. Was zählte war, dass sie weg war.

Buir tat so, als sei es ganz normal, sich wieder mit Illjana zu treffen, hatte ihm sogar ganz nebenbei aufgetragen, sie zu grüßen. Als sei das alles so einfach!

Khalb starrte auf das Datapad. Ganz oben Illjanas Kennungsnummer. Das immerhin hatte er schon fertig gebracht. Also, schreiben. Er zog die Unterlippe zwischen die Zähne. Atmete tief und frustriert aus. Schreiben. Nicht seine starke Seite. Und schon gar nicht, wenn es um … so was ging.

Half nichts. Der Brief war ein Gegner und er würde ihn angreifen!

Su`cuy Illjana! (ein guter Anfang)
Wie geht es Dir mir geht es gut (klassische Fortsetzung. Das hatte schon damals gut geklappt, als er an buir geschrieben hatte). Hier ist alles okay. Buir sagt, sie will sich mal mit Dir treffen. Ich komme dann mit und schau mir das Schiff an. (und was jetzt? Wie fasste man in Worte, was man kaum gerade denken konnte?)
Ohne Dich wirds bestimmt nicht lustiger. Ich hoffe, ich hab bald meine erste Jagd. (sehr, sehr durcheinander. Und nichts Neues. Was konnte man sagen?) Es ist bestimmt toll, die Galaxis zu sehen und gefährliche Dinge zu jagen. Das klingt, als könnte man richtig Ehre gewinnen. Ich will Dich gerne mal wieder sehen, weil ich besser erzähle als schreibe. Ich vermisse Dich.
Ret´,
Khalb

Tja. Ein Brief. Und wenn er ihn abgeschickt hätte, wäre seine vod immer noch am anderen Ende der Galaxis.

Entschlossen tippte er auf “senden”.

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Für Aroval: Faltenzeichnen

23. Februar 2015 Kommentare aus

Der alte Darth: Revaniter, vollkommen verrückt (wenn man z.B. Ghurab fragt) und im Moment damit beschäftigt, seinem seltsamen Meister damit zu dienen, die Heros-Provinz auf Alderaan zu versklaven.

Mir war danach, Falten zu zeichnen. Also bekam Aro mal wieder ein Bild von seinem Charakter.

Jeder, der mit mir RP macht, schwebt in dieser Gefahr. Wenn es mich überkommt, zeichne ich.

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Der erste Schritt auf dem falschen Weg

23. Februar 2015 Kommentare aus

Die halbe Nacht nur Angst, Schreien, Wut. Dann ist sie vor Erschöpfung eingeschlafen und jetzt wieder wach und trotzdem nicht gut gelaunt. Ich kann es ihr nicht verdenken. Wir … ich … sind vor dem geflohen, was in einem der geschmackvoll eingerichteten Gästezimmer von Onkel Ginyu passiert ist. Und bei was ich nicht zusehen konnte, ohne dass mich Selbsthass und Zorn auf den Alten verbrannt hätten.

Seit drei Tagen waren der Meister, Tannan und ich schon auf dem namenlosen Wüstenplaneten, in dessen rechtsfreiem Raum Onkel Ginyu das tut, was ihm in den Sinn kommt. Der Zustand des Meisters hatte sich nicht verändert. Immer noch mäanderte sie zwischen Klarheit und den dunklen Tentakeln von Arovals Wahnsinn herum.

Gestern kam Sheysa an und brachte einen seltsamen Sith mit, der dem Meister helfen sollte. In dunkle Seide gekleidet und trügerisch sanft im Auftreten, ging er zu ihr, betrachtete sie zunächst aus dem Hintergrund, um dann auf sie zuzugehen und … Dinge zu tun. Ich kann es nicht beschreiben, denn es passierte hinter ihren Augenhöhlen, weit weg von dort, wo ich hätte eingreifen können. Ich blieb zunächst dabei. Ich habe sogar unkommentiert seine seltsamen Ausbrüche über korrekt-imperiales Verhalten ertragen.

Aber als er anfing, tiefer in ihren Geist zu greifen, als sie darauf ansprach, konnte ich nicht bleiben. Ich wollte nicht das Risiko eingehen, die Kontrolle zu verlieren und ihn anzugreifen. Ich schnappte mir Tannan, die noch deutlich sensibler als ich auf die geistige Verletzung ihrer Mutter reagiert, und ging mit ihr weg von allem. In die Wüste. In die große Leere, in der ich hoffte, nichts als einen Echoraum zu finden.

Ich wanderte ein paar Stunden in der klaren Nachtkälte – eine gerade Linie weg von dem, was hinter mir passierte. Und tatsächlich schien es zu helfen. Tannan schlief ein und auch mein Geist wurde ruhiger und offener.

Wie jedes Mal habe ich es nicht gespürt. Ich fühle selten, wenn dem Meister etwas zustößt. Meine körperliche Verbindung zur Macht war schon immer stärker als die seelische. Aber ich musste es auch nicht selbst spüren. Tannan wurde für uns beide getroffen. Es war deutlich nach Mitternacht, ich hatte mich die letzte Stunde auf nichts als meinen Atem und darauf konzentriert, im tiefen, nachglühenden Sand einen Fuß vor den anderen zu setzen, als Tannan nicht nur plötzlich wach wurde, sondern auch einen Schrei ausstieß, als würde sie abgestochen. Und dann mit dem Weinen nicht mehr aufhörte.

Mir war klar, worum es ging. Und dass ich nichts tun konnte. Also habe ich einfach hilflos versucht, das Kind zu beruhigen und einfach … weiterzulaufen.

Stundenlang. In den blauen Morgen hinein, durch die Hitze des Tages, über gesprungene Steine und wo es ging im Schatten überhängender Felswände. Tannans Verzweiflung wurde nicht kleiner, nur konnte sie irgendwann einfach nicht mehr. Und ich hatte nicht genug zu Trinken für sie dabei – nicht, dass sie auch nur einen Schluck hätte haben wollen.

Also kehrte ich um. Folgte der geraden Linie zurück zum Hof. Meine Spuren schon lange vom Wüstenwind gefressen.

Ich wollte nicht hören, was man mir dort erzählen würde. Und schon gar nicht sehen, was dort jetzt im Gästezimmer auf mich warten würde. Und trotzdem führte mich mein Weg direkt dorthin. Sheysa schlief in einem hochlehnigen Stuhl und mein Meister lag wie eine hingeworfene Puppe auf dem Bett. Nicht einmal mehr bewusstlos, nein, völlig weg.

Ich gebe zu, dass ich tatsächlich für einen Herzschlag daran gedacht habe, ihr die endgültige Freiheit zu schenken. Ihr Leben lang war sie nur ein Spielzeug und alles, was ich getan habe, um ihr zu helfen, sich zu befreien, führte sie nur tiefer in die hilflose Abhängigkeit. Ja, ein Großteil dessen, was in letzter Zeit passiert ist, war wohl mit meine Schuld. Ich hätte nur da sein müssen, als Aroval sie holte. Dann hätte ich es verhindern können.

Dass ich sie dann aber doch nicht getötet habe, ist purer Egoismus.

Und natürlich der Ärger über Sheysas bevormundende Art. Diese aufgedunsene Göre denkt, dass sie weiß, was in mir vorgeht. Und sie glaubt, dass sie die einzige sei, die sich um den Meister sorgt. Und von der moralischen Höhe dieser Selbstüberschätzung versucht sie mir einzureden, dass nur sie wüsste, was nun zu tun sei.

Seltsam, wie oft sie mit Vorschlägen kommt, die die Jedi involvieren. Wie bereitwillig sie mit ihnen zusammenarbeitet. Wie offen die Türen ihres Hauses für diese ewig herumredenden Häretiker stehen. Ich fange an, ihr stark zu misstrauen.

Sie sagt, der seltsame Sith hätte den Meister zu einem gewissen Teil von Arovals Beeinflussung getrennt, doch säße noch etwas in ihr, das nur ein Machtanwender der hellen Seite entfernen könnte.

Wie praktisch für Sheysas Geschichte, dass die Rituale des von ihr mitgebrachten Sith den Meister in ein Koma befördert haben und ich so den Wahrheitsgehalt der Geschichte nicht nachprüfen kann. Und wie noch viel praktischer, dass Sheysa direkt mit Kontakten zu Jedi aufwarten kann.

Und diese ganze Verkettung von “glücklichen Zufällen” soll ich glauben?

Ich muss einen Weg finden. Und auf diesem Weg wird sich keiner von Sheysas oder Shanoras Jedi blickenlassen. Keiner dieser Irren, die mit religiösem Eifer unsere Vernichtung planen, statt zu begreifen, dass sich nur im Konflikt die Macht in all ihrer Schönheit entwickeln kann, wird meinen Meister wieder an die Kette legen.

Ich habe Sheysa jetzt auf eine falsche Spur geschickt (es tut mir Leid, Onkel Ginyu, dass ich sie jetzt dir an den Hals hänge. Du hast was gut!). Ich hoffe, dass es sie lange genug ablenkt, dass ich mit dem Meister und Tannan verschwinden kann. Bevor sie ihre Jedifreunde auf uns hetzen kann.

Das, was ich dann tun muss, ist nicht das, was ich tun möchte. Aber es ist das, was mir der Meister aufgetragen hat, als sie noch klar im Kopf war. Es widerstrebt mir … jede Faser meines Wesens will dagegen an. Aber es ist die einzig neutrale Möglichkeit.

Vertrauen? Nein. Vertrauen werde ich ihm nicht. Aber er hat wohl schon einmal das Richtige getan, ohne darauf zu hören, was seine “Freunde” für richtig hielten. Ich kann nur hoffen, dass er das auch ein zweites Mal tut.

Jetzt muss ich warten, bis Sheysa verschwunden ist. Ein paar Minuten reichen. Und vorher werde ich den Cathar dazu bringen, unauffällig das Schiff startklar zu machen.

Ich bin müde. So furchtbar müde.

Ich werde nicht schlafen.

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OOC: Die Sache mit den Sith … Ich kann einfach keinen Sith spielen, der mit Jedi kooperiert. Funktioniert nicht. Nicht eine Sekunde. Ich stelle mir zwei Jahrzehnte der Konditionierung in Ghurabs Kopf vor. Dazu seine Erfahrungen an den Fronten des Krieges im direkten Kampf mit Jedi. Jedi, die nichts vorhatten, als ihn zu töten und das auch fast geschafft hätten. Jedi, deren Philosophie Ghurab als einen Affront begreift. Bei denen er spüren kann, dass sie ihn bemitleiden (weil sie glauben, ihre Wahrheit sei die einzige) und ihn gleichzeitig fürchten. Star Wars ist die Schlachtfelder der Kreuzfahrerzeit reloaded. Der selbe Gott, unterschiedliche Hintergründe. Deshalb unüberbrückbare Differenzen. Und am Ende spießt man Köpfe auf Stadtmauern.

Deshalb mache ich mir das RP, wie Ghurab mit Concabilles “Verletzung” umgeht, nicht leicht. Wie er nun versucht, das Richtige zu tun – so sehr es ihm auch gegen den Strich geht.

Ob die Verwerfungen mit Sheysa je wieder geglättet werden können? In seinen Augen wird sie durch ihre Nähe zu den Jedi mehr und mehr zum Nicht-Sith. Und damit zum Feind. Aber er selbst hat sich mit seinem individualistischen Anarchismus (bis auf die Gewaltlosigkeit natürlich …und ein paar andere Dinge) auch langsam von der imperialen Doktrin entfernt. Es könnte also durchaus sein, dass man wieder zu einer Koexistenz (oder zumindest Duldung) zurückfinden kann.

Ghurab ist in seiner “aut caesar aut nihil”-Haltung der extremste Charakter, den ich je gespielt habe. Er ist nicht einfach und manchmal möchte ich ihm eine reinhauen. Aber dann hat er wieder großartige Momente voller Drama (im epischen Sinne) und Pathos.

Ich mag ihn!

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Die Invicta und der Kolibri

20. Februar 2015 Kommentare aus

Nach einigen Tagen mit reinen Text-Posts gibt es heute nur ein Bild. Sey war gestern nicht gut drauf also habe ich ihr heute ein Bild von Concabille mit Tannan gezeichnet. Eigentlich wollte ich das alberne Manga-Alternate-Universe-Bild fertigmachen … aber es gelingt mir einfach nicht, das überzeugend japanisch hinzubekommen. Prinzipiell nichts Schlechtes, da man das Animegefrösel kaum noch aus den Fingern kriegt, wenn man es mal drin hat. Und das möchte ich nun wirklich nicht!

Ich habe Concabilles neue Buttermesser-Kaiserschnitt-Narbe vergessen. Aber vielleicht hat die ein ästhetisch begabter Medidroide mittlerweile auch einfach entfernt. Wenn er schonmal dabei war.

Und ich habe neue kybernetische Augen für die Invicta erfunden. Einfach so.

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Eine einmalige Gelegenheit – Teil 3

19. Februar 2015 Kommentare aus

Wunder der Zivilisation! Man war täglich davon umgeben und bemerkte sie nicht einmal. Eine gekühlte Getränkedose. So simpel, so schön. Und so verdammt nützlich! Wie hatte er vergessen können, wie es sich anfühlte, wenn Kondenswasser auf der glatten Metallhaut entstand und man sicher sein konnte, gleich nach dem Öffnen mehr Zucker und Chemie in wundervoll eiskalter Form in sich hineinschütten zu können, als man jemals brauchen würde.

Und andere Dinge. Kleine Dinge. Duschen, Reissverschlüsse, Holocoms, selbstöffnende Türen … Betten!

Das Bedürfnis, die andere Wahrheit zu finden, tiefer in die Vergangenheit und bis zu den Ursprüngen zu gelangen, verschwand deshalb nicht. Aber nur für den Moment, für ein paar Tage, Wochen, wollte er es sich erlauben, zu genießen. Ein bisschen Verweichlichung als Urlaub, um dann das Harte, Wahre wieder mehr würdigen zu können.

Das mit dem Öffnen der Getränkedose … Nun, beim nächsten Mal dann richtig.

Er stieg die Stufen aus dem tiefgelegenen Hof nach oben, Siqsa dicht auf seinen Fersen. Der junge Drache schleppte noch ein Stück Innerei des Tuk’ata mit sich herum.

Sie erreichten die Wüste, die sich karg und felsig rund um das Forschungsanwesen bis zum Horizont erstreckte. Sand und Steine in weichen Wellen, die sich in der Ferne im violetten Abendhimmel verloren.

Er schloss die Augen, führte die Hände vor der Brust zusammen, spürte in sich selbst und sprach das Ritual der kommenden Nacht. Dort, wo er zehn Jahre lang gewesen war, war die Zeit zwischen Tag und Nacht die Heilige gewesen. Wenn Schatten wuchsen und man nicht klar sehen konnte. Wenn es weder das Silber des Tages noch die Kanten der Nacht gab.

In seiner Meditation dehnte er die Sinne. Weitete sich seine Verbindung zur Macht. Hinter sich fühlte er das vielgestaltige Leben des Haushaltes. Sein Vater, mit schnellen Schritten unterwegs zum Arbeitszimmer. Die Wachen in den Gängen. Die Tiere in den Pferchen. Anderes …. Dunkles. Der schlafende Geist seiner Mutter? Nein, das war Einbildung.

Der Sand unter seinen nackten Fußsohlen strahlte Wärme ab. Der letzte Rest der zweiten Sonnenscheibe verschwand mit einem zitternden Strahlenkranz hinter der Wölbung des Horizonts und liess nur ein rotes Leuchten zurück, das den westlichen Sektor füllte und den Nachthimmel noch mit Blut färbte.

Er beendete die Meditation, sprach die abschließenden Worte und liess sich wieder ins Hier und Jetzt fallen. Sein jetzt-noch-Haustier sah zu ihm auf, schüttelte sich und Speichel und Blutbrocken sprenkelten den Sand. Er bückte sich, schob einen Finger unter den Schuppenkranz am Hals des Drachen und kraulte. Siqsa gab ein pfeifendes Wohlfühlgeräusch von sich.

Der Sith richtete sich wieder auf, begann um das Anwesen herumzuwandern. Die Stille der Wüste war nicht zu vergleichen mit der ewigen Geräuschkulisse des Sumpfes auf Thenebria.

Er hatte sich Zeit gelassen mit dem Ankommen. War ein paar Tage in der Wüste geblieben und hatte ungesehen – die Schattenmänner konnten die Macht sehr effektiv um sich ziehen – beobachtet, was sein Vater tat. Womit er sich beschäftigte. Und hatte sich angenähert. Erst als seine Jagdbeute des erste Tages aufgebraucht war und ihm das weitere Beobachten keine neuen Erkenntnisse mehr bringen konnte, hatte er sich … nein, nicht gleich gezeigt. Erst einmal war er weiter hineingegangen, Siqsa ein Tuk’ata aus den Ställen reissen lassen.

Mit der Neugier eines Wilden hatte er durastahlglänzende Labore bewundert, unterirdische Gänge und machtsummende Fokuskreise.

Und dann durfte sein Vater ihn bemerken.

Ein bisschen spielen, ihn raten lassen und dabei selbst beobachten. Schwer zu sagen, ob er sich verändert hatte. Immer noch der selbe Exzentriker, an den er sich erinnerte. Jetzt ein Lord – aber trotzdem der Exot der Familie. Und immer noch sein großes Vorbild.

Immerwährende, unersättliche Neugier. Alles dem Drang, zu finden, zu forschen, zu entdecken, auszugraben unterordnen.

Der Überschwang, der Ginyus nicht-fassen-können begleitete. Seltsam … zivilisiert.

Sie hatten sich in den Schatten zurückgezogen und einfach geredet. Noch nichts wirklich Wesentliches. Sich erst einmal nach all der Zeit aneinander herangetastet. Alles würde sich noch ergeben.
Wieviel konnte, sollte, durfte er seinem Vater erzählen? Würde er verstehen, dass sein Ältester nicht einfach nur noch Schüler sein konnte? Dass er sich verändert hatte, wie sich jeder Beobachter auch zum Beobachteten wandelte?

Die Zeit würde es zeigen. Zunächst einmal – Zivilisation.

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OOC: Mowgli ist jetzt 55. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht – aber da ich gestern kurzfristig beschlossen habe, doch nicht NSC beim VdL-Plot zu machen, weil ich irgendwie in einer anderen Zeitzone lebe (die fangen immer so immens spät mit dem RP an …), habe ich statt dessen einfach weitergelevelt. Und plötzlich war er 55. Und wird dann eben mal langsam in den Shadow of Revan-Questbogen driften. Sie werden ja so schnell erwachsen!

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