Ghurab – Katzenfutter

Das Schwierige war nicht, an sie heranzukommen. Nein, das war sogar erstaunlich einfach. Ein fast langweiliger Auftrag, den ich für den Orden ausführte. Nichts als ein wenig Rache. Kühler Zorn und strafendes Zuschlagen. Niemand tötet eine der Klingen, ohne zu bezahlen. Das Schwierige war, die Blecheimer zu bekommen, ohne dass sie in tausend Einzelteile zerfetzt wurden, damit man besser mit ihnen spielen kann.

(Nicht Tannan. Derzeit muss ich mich mit anderen verspielten Wesen herumschlagen.)

Aber von Anfang.

Vor einer Woche gab ich Tannan bei Skaara ab. Derzeit noch auf Onkel Ginyus Anwesen im Dschungel, wirkte der Miraluka aber so, als würde ihn im Moment alles fortziehen. Ich habe nicht nachgefragt. Ich vertraue ihm. Er wird meiner Tochter die nicht sichtbaren Wunder der Macht zeigen und sie dabei hüten wie … fast hätte ich „seinen Augapfel“ gedacht und das wäre nun wirklich absurd. Auf jeden Fall muss ich mir keine Gedanken machen.

In meinem Kopf steht die Vorbereitung auf das Opferritual des Togruta und ich sehne mich nach Ablenkung, um nicht jedes Mal in Zorn zu verfallen, wenn ich daran denke. Es ist eine ständig offene Wunde in mir. Ich sehe überlebensgroß, was vor mir liegt und es gefällt mir nicht.

Dass ich dann erfuhr, dass die Zakuulaner einen meiner Brüder aus dem Orden getötet hatten und ich dafür ausersehen war, Rache zu üben, passte mir. Es würde ablenken, mich fokussieren und auf meine Aufgabe hin erden.

Ich war vorher noch nie auf Felucia gewesen und von der überbordenden Natur sehr angetan. Der regentriefende Urwald, die moschussatten Gerüche und die tief im Boden widerhallenden Geräusche der Tiere berührten mich im Inneren. Vielleicht sollten ich einmal mit Meister Concabille und Tannan herkommen …

Nicht, dass diese kraftvoll-lebenspralle Umgebung für meinen Auftrag relevant gewesen wäre. Search and destroy, mehr gab es nicht zu tun.

Und, wie gesagt … es war fast zu einfach. Wie hatte diese überhebliche Frau in ihrer goldglänzenden Rüstung überhaupt einen der Bladeborn töten können? Vermutlich gegen den Wind angeschlichen und über eine Klippe geschubst.

Seit sie uns angegriffen haben, fühle ich nichts als Verachtung für diese Kultur, die ihre Bürger zu sabbernden Zombies macht und ihre Krieger zu hirnlosen Maschinen, die sich nur noch durch die ständig geblökten Propagandaphrasen von ihren droidischen Begleitern unterscheiden. Widerliches, wert- und ehrloses Pack.

Die Droiden … genau. Die Ritter sind selten allein unterwegs – noch etwas, das sie von uns Bladeborn unterscheidet – und auch diese hier hatte eine Eskorte von vier Metallfreunden dabei. Als ich sie sah, klang mir Borraas kratzige Stimme in den Ohren. Ihre Bitte, für ihre Schülerin (hatte sie nicht einen Schüler? Na, vermutlich hat sie ihn kastriert) noch fast funktionsfähige Skytrooper mitzubringen. Meiner Schwester einen Gefallen tun. Absurder Gedanke. Aber andererseits will sich Meister Concabille aus mir unerfindlichen Gründen bei meinem Vater beliebt machen. Und Vater neigt dazu, mich und alles, was zu mir gehört, mit etwas mehr Wohlwollen zu betrachten, wenn ich … nett zu Borraa bin. Also bekommt sie ihre verdammten Droiden.

Und hier kam ins Spiel, was mich eben doch nicht ganz zum Einzelgänger macht. Der Orden hat sich in den letzten fünf Jahren anpassen müssen. Unsere Zahl schrumpfte zu schnell und wir sind mittlerweile zu versteckt, um noch genug Rekruten zu finden. Doch unsere Pflichten nehmen auf Unterzahl keine Rücksicht. Also wurde diskutiert und beraten und man einigte sich darauf, die uralte Tradition von Kampftieren für uns wiederzubeleben. Helfer auf unseren Jagden. Mit den archaischen Regeln des Ordens vereinbar.

Weshalb ich nun seit anderthalb Jahren ein Nexuweibchen auf- und mittlerweile eher erziehe. Sie heißt Dis. Weil ich nicht vorhatte, mich an sie zu gewöhnen. Sie ist ein Problem, da sie sich nicht mit meiner Zeldrate versteht – schon als Dis mir noch nicht einmal bis zum Knie reichte, wollte sie die Echse angreifen, umgekehrt herrscht völlige Ignoranz – und ich so gezwungen bin, auf dem Rücken der Nexu in die Schlacht zu ziehen, anstatt auf der Zeldrate. Sie springt und klettert besser, ist aber unbequemer. Aber ansonsten ist Dis hilfreich, seit sie begriffen hat, dass es Freude bereitet, Skytrooper anzuspringen und zu zerlegen. Wenigstens einer von uns, der Spaß an den Blecheimern hat.

Aber genau diese Freude machte mir nun Schwierigkeiten. Wie gesagt – die Zakuulanerin zu töten war nicht wirklich herausfordernd. Sie finden es immer sichtbar amüsant, wenn man sie und ihre Lichtlanzen mit einer Vibroklinge angreift. Allerdings nie lange.

Die Arbeitsteilung, die sogar Dis recht schnell begriffen hat, ist immer die gleiche: Ich vermeide die Skytrooper und greife den dazugehörigen Ritter an. Dis darf mit den Droiden spielen, bis sie kaputt sind.

Dass der Nexu nun nicht verstand, warum ich diese Abmachung außer Kraft setzte, kann ich ihm nicht zum Vorwurf machen. Auch nicht, dass Dis dann dachte, ich wollte mitspielen, als ich die tote Ritterin achtlos gegen den Stamm eines der riesigen Pilzbäume schleuderte und daran ging, Skytrooper einzusammeln.

Nein, ich kann ihr nicht böse sein. Dennoch schmerzt die tiefe Krallenwunde an meinem Oberschenkel und das Zischen der zerbissenen Runen auf meiner Armschiene ist auch nicht gerade erbaulich.

Nach dem Kampf ist es bis auf das monotone Vogel- und Echsengeschrei still. Ein paar Blastereinschüsse lassen Rauchfäden von den Stämmen in den sporengeschwängerten Himmel steigen. Dis sieht ihnen hinterher, hat katzenüblich von einem Moment auf den anderen jedes Interesse an ihren Spielzeugen verloren.

Ich mache mich auf den Weg zurück zum Versteck der Destiny´s Blade. Als erstes Koltospray suchen, damit sich die Kratzer nicht entzünden. Dann schleppe ich die zerstörten Skytrooper an Bord. Und dann mache ich mich auf den Weg zu Borraa. Oder zu ihrem…r Schüler…in.

Vielleicht ergibt sich noch die Gelegenheit, meine Schwester ein wenig zu ärgern, so lange ich der brave Bruder bin, der ihr so nett etwas vorbeibringt. So brav.

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OOC: Einen fröhlichen Star-Wars-Day euch allen! Das neue KOTFE-Kapitel ist netter als die letzten, Gault ist eloquent wie immer und der Name des nächsten Kapitels lässt mich sehr sehnsüchtig auf Juni warten. It´s so fluffy I´m gonna die!

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There´s no party, …

Fezzes_are_Cool

… like a satyr-party!

Das haben unsere Werwölfe dieses Wochenende gelernt. Nicht einmal das von unserem Children of Gaia liebevoll gebackene Hasch-Früchtebrot konnte dagegen in irgend einer Form anstinken (trotzdem ein schönes Gastgeschenk).

Jedenfalls war mein Galliard dann irgendwann nackt, betrunken, hatte einen Fez auf (niemand weiß, woher. Es bleibt auf ewig ein Rätsel) und lernte, woher sein Tribe wohl vor ein paar tausend Jahren das Feenblut bekommen hat.

Mal ein etwas anderer, rein hedonistischer P&P-Abend. Amüsant.

Ghurab – Vorbereitungen auf das Opfer

29. April 2016 Kommentare aus

Die Stadt schläft tiefer als früher. Weniger Lichtpunkte in der Luft und in den Fenstern; kaum noch Schiffe, die schwer wie Wale über den Türmen hängen. Fast fünf Jahre, seit ich das letzte Mal hier war. Was hätte mich auch herziehen sollen? Der Orden ist dort, wo er gebraucht wird. Und derzeit wird das Imperium im Wild Space verteidigt, nicht auf Dromund Kaas. Außerdem machen wir uns rar, denn niemand soll auf uns aufmerksam werden.

Aber diesmal ging es nicht anders. Ich musste herkommen.

Ich trete auf die Terrasse des Penthouse hinaus. Schließe die Tür zum Schlafzimmer leise hinter mir. Es ist so früh, dass es fast noch spät ist. Am Horizont zeigt ein grauer Streifen den anbrechenden Tag. Ich gehe zur Brüstung und steige hinauf. Setze mich auf die kühlen Steine und lasse die Beine ins Nichts hängen. Unter mir nur der Sog der Leere, wie jedes Mal, wenn ich hier bin. Irgendwo vor mir im Dunkel ist das Hochhaus, das meiner Familie gehört. Oder gehörte. Auch am Vermögen der Karaz ging dieser Krieg nicht spurlos vorüber. Was will sie nur mit dieser Familie, warum will sie diesen Namen, gegen den ich mein ganzes Leben gekämpft habe? Es gehört zu den Dingen, die ich im Moment nicht verstehe.

Sie schläft noch. Unser Wiedersehen war wie immer … anstrengend. Auf gute Weise. Und wie immer war es, als wären wir nie getrennt gewesen. Es ist eine Harmonie, die mich zornig machen sollte, impliziert sie doch, dass ich allein nicht vollständig bin. Macht mich dadurch unfrei.

Genau wie ich mich auch dieses Mal wieder für sie an eine Kette gelegt habe. Diesmal die dieses seltsam bleichen Togruta, dessen Gedanken in Schleifen zu laufen scheinen. Ihres neuen Meisters …

In meinem Kopf wachsen Worte, die ich nicht hören will und die trotzdem dort feststecken und aus dem Dunkel hervorbeißen. Wird Meister Concabille alt und unsicher? Sie hat sich schon wieder an jemanden gebunden, obwohl sie doch weiß, dass es zu nichts führt. Wir wollten immer frei sein, das Ende des Sith Code erreichen. Und dennoch sucht sie sich wieder einen Meister. Wozu? Die schwarzen Gedanken flüstern: Sie hat Angst. Sie erträgt es nicht, auf sich gestellt zu sein.

Es gab nie einen festeren Fels für mich. Sie war das Fundament, von dem aus ich emporstieg. Sie gab mir die Flügel, mich aufzuschwingen. Jetzt bin ich frei, diene nur dem Orden, den ich gewählt habe und der das ist, was ich immer gesucht habe. Nichts hält mich zurück.

Und doch sind die Ketten noch da. Die, die ich nicht abstreifen will. Weil ich nicht sein möchte wie der Rest der Familie. Die Kette zu Tannan, die in ihrem bisher fast nie benutzten Kinderzimmer schläft und vermutlich von den tausend Sorten Eis träumt, die sie gestern in einem Laden am Raumhafen gesehen hat. Und die Kette zu meinem Meister. Denn Loyalität ist ein Pfeiler meiner Ehre.

Ist es auch eine freiwillige Kette, die sie an diesen Togruta bindet? Ich kann es nicht verstehen. Sie braucht ihn nicht. Er hält sie nur zurück, ihrer Bestimmung zu folgen. Sie schuldet ihm nicht das Geringste. Aber es ist nicht meine Aufgabe, ihr das zu sagen.

Ein anderer schwarzer Gedanke erzählt von ihrer Besessenheit von Aroval. Der alte Darth ist schon lange nur noch ein Fleck vor einer Sonne und trotzdem kann sie nicht loslassen. Wie Puzzlestücke passen die Gedanken ineinander. Ihre Angst, auf sich gestellt zu sein. Sie greift nach alten und neuen Herren wie Tannan nach meiner Hand, wenn wir in unbekanntem Terrain unterwegs sind.

Nein, nicht meine Aufgabe, ihr das zu sagen.

Ich werde ihr helfen, dieses Ritual zu vollziehen. Werde ihr eine Stütze sein und ihr damit einen Bärendienst erweisen, weil ich ihr wohl nicht zutraue, allein nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

Wenn dies alles vorbei ist, muss ich sie wieder zu einem richtigen Kampf fordern. Muss Blut fließen, damit wir sehen können, wessen Band in der Macht stärker ist. Und dann wird sich zeigen, ob ich in der Lage bin, ihr die Angst zu nehmen. Ich bin ihr Schüler, aber es scheint, als müsste ich ihr zeigen, dass sie keinen Meister braucht.

Meine Gedanken gehören ihr. Ob ich das will oder nicht.

Ich ziehe die Beine auf die Steinbrüstung in einen Lotussitz und lasse mich in die einstimmende Atmung fallen. Ein wenig Meditation, dann ein wenig Training. Dann werde ich die beiden wecken – wenn Tannan nicht schon lange in unserem Schlafzimmer ist – und wir werden uns wieder trennen.

Ich muss mich vorbereiten. Auf das Opfer, das der Togruta fordert. Und ich muss Tannan in Sicherheit bringen. Bei Skaara kann ihr nichts passieren und sie werden vermutlich gemeinsam durch alte Jediruinen wandern, um Artefakte zu suchen. Vielleicht ein wenig moderate Lebensgefahr. Dennoch würde ich meine Tochter niemand anderem anvertrauen wollen, so lange der Meister und ich um das schwarze Loch herumtanzen, das Aroval gerissen hat und das sie anzieht wie Licht eine Motte.

Und bis der Togruta mich rufen wird, werde ich noch für den Orden kämpfen. Zakuulanische Ritter töten und vielleicht, wenn ich gute Laune haben sollte, auch für Borraa ein paar nicht zu zerstörte Skytrooper mitbringen. Natürlich nur um zu sehen, wie sie an ihnen scheitert.

Die Macht wird mich befreien …

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Echsenaffenbusiness

27. April 2016 Kommentare aus

Eine Szene aus der letzten Story. Nur, dass der Holorecorder mit ziemlicher Sicherheit keine Polaroids macht. Aber das ist künstlerische Freiheit.

Die Beine und Arme des Echsenaffen sind auf den ersten Blick nicht leicht zu sortieren. Es war sehr spaßig, ihn so in vollem Galopp zu zeichnen.

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Die neue Zartheit im RP

25. April 2016 4 Kommentare
Saqr_KOTFE1

Zur Bebilderung: Saqr auf seinem Weg durch KOTFE. Durchgehend wütend guckend. Passt.

Das wird kein Rant (fies gelogen. Es wird ein passend zum Thema ganz sanfter Rant). Ich werde möglichst unspezifisch bleiben, da ich niemanden bloß stellen möchte, der für sich ein RP-Konzept gewählt hat, das nicht mit meinem konform gehen kann.

So viel als Disclaimer. Also – „asking for a friend“ …

Gehen wir mal davon aus, dass es eine recht stringent imperial spielende Sithgilde gibt. An diese Sithgilde tritt jemand IC mit einem Anliegen heran, das sich recht schnell als problematisch erweist. Problematisch genug, um als Verrat an einem Darth zu gelten. Und das bedeutet im Imperium was? Genau, ab mit dem Kopf! Da die Sithgilde seit dem Angriff des Eternal Empire ohne Darth ist und deshalb tunlichst vermeidet, sich mit den wenigen noch überlebenden Darths schlecht zu stellen (wir erinnern uns: Vom Dark Council ist genau eine Person noch am Leben/auffindbar, also wird es darunter nicht viel besser aussehen), wenden sie sich an eine offizielle Institution, die IC mit solchen Verrätern befasst ist. Diese Institution ist per se nur dazu da, durch Sith an Sith verübte Verbrechen aufzuklären und zu ahnden. Das ist im Konzept so tief verankert, dass es keine verschiedenen Interpretationen geben kann. Echt nicht. Das wäre als würde man bestreiten, dass der KGB Regimegegner verfolgt hätte.

Die Sithgilde ist also ganz brav imperial, hält den Dienstweg ein und übergibt einer Delegation dieser Institution diesen Verräter (Verblüffung beim frisch Gefangenen). Damit hat man seine Schuldigkeit getan, hat sich wieder ein wenig Freiheit erkauft und kann das alles hinter sich lassen.

Soweit der IC-Teil, der die Sithgilde betrifft.

Saqr_KOTFE2

’scuse me, you wot mate?

Aber nun erfährt man OOC, dass der Verräter mit einem „aber nie wieder machen, gell?!“ einfach frei gelassen wird. Weil. Halt so. (Okay, das war dramatization. Sie haben ihm gesagt, dass sie ihn „ab jetzt im Auge behalten werden“)

Und dann fragt man sich, ob man das selbe Imperium bespielt.

Und ob überhaupt noch jemand bereit ist, Konsequenzen auszuspielen. Wobei ich nicht weiß, von wem diese vorauseilende Vorsicht ausging. Ob von der Institution, die Angst haben, dass jemand OOC auf sie böse sein könnte, wenn sie ihr Konzept imperial ausspielen oder vom Verräter, der nicht wollte, dass sein Charakter Nachteile hat oder sogar drauf geht.

Ich finde es recht ermüdend. Dieses ganze „wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“ zieht sich durch fast alle Online-RPs. Seien es die Prinzessinnen-Kajirae auf Gor, die herumblöken wollen aber schon ein „kein Haare ab!“-Limit im Profil stehen haben oder eben die superbösen Sith, die jeden betrügen aber dann Angst bekommen, wenn der Rest der Welt konsequent mit ein wenig IC-Ablehnung (nicht zu verwechseln mit OOC-Ablehnung!) reagiert.

Ich weiß es einfach nicht.

Vielleicht interpretiere ich auch alles falsch oder das, was ich über zwei Ecken gehört habe (eine Ecke, um genau zu sein. Aber eben immer noch nicht direkt) hat irgendwelche wesentlichen Teile verloren, bis es zu mir kam. Aber an und für sich ist es einfach verschenktes Potential. Man kann das Imperium hart, kalt und gemein spielen. Weil es nunmal per Star-Wars-definitionem die Ultrabösen sind. Die Ultrabösen, bei denen es kein in dubio pro reo gibt. Und man kann das sogar tun, ohne das Gegenüber zu töten. Es gibt genug kybernetische Prothesen. Dann verliert der Gefangene eben ein Körperteil, kann im letzten Moment am Rande des Todes entkommen und lebt fortan als Rächer/Cagefighter/Rebell/verbitterter Barkeeper im Untergrund oder muss sich einen sehr, sehr mächtigen Beschützer suchen – das hat doch verdammtes Potenzial! Charaktere wachsen an Leidenssituationen.

Saqr_KOTFE3

Der Tag wird nicht besser.

Aber es ist nicht mein Recht oder meine Aufgabe anderen Leuten vorzuschreiben, wie sie ihr RP zu gestalten haben. Ich kann nur aus Begegnungen lernen. Lernen, ob ich meine RP-Freizeit mit jemandem verbringen möchte, dessen Ansichten zu weit von meinen entfernt sind oder nicht.

Your choice matters oder so.

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Wieder einmal die Ruder regen – der Lord kehrt zurück.

22. April 2016 7 Kommentare

Concabille_Cabinet_Card

Dieses Portrait von Concabille als steampunk-beeinflusste Cabinet Card (Steampunk und Star Wars gingen schon oft Hand in Hand) hat mir ein Nexu-Mount eingebracht. Mit fünf Millionen Credits Zuzahlung allerdings, da das Vieh wirklich exorbitant teuer ist. Nur der Rancor war bisher teurer.

Sey hat sich von den fünf Millionen (hier mit zwei Millionen Zuzahlung) dann für Borraa ein Acklay-Mount geholt. So geht Spielgeld im Kreis.

Außerdem habe ich gestern das erste Mal seit langer Zeit wieder Red im RP gespielt. Es war ein wenig merkwürdig, gefühlsmäßig, da ich mit ihm OOC doch eine heftige Zäsur hinter mir habe und ihn eigentlich nicht mehr so bald IC bringen wollte. Aber es wurde ein Großkopfeter für einen Besuch der Inquisition (no-one expects the spanisch inquisition!) gebraucht und deshalb war ich mit ihm dann doch IC und dabei.

Und es war gar nicht schlimm. Lief alles. Ich war sogar im TS.

Wer weiß, vielleicht finde ich langsam wieder zur Normalität zurück. Das wäre sehr angenehm.

Aber erst einmal werde ich mich in Sachen RP auf Captain Lab konzentrieren. Das ist sichereres Terrain. Und PvE-mäßig entdecke ich den Lightning-Sorc für mich. Dachte ich bisher, dass ein Arsenal-Merc abräumt wie Larry, ist das gar nichts gegen die dauer-proccende Blitzeschleuder. Olaf die Waldfee, haut der rein! Ich habe Saqr (meinen Sorc) bis 65 auf Heal gespecct gehabt. Aber seit ich DD ausprobiere, fallen mir regelmäßig fast die Augen aus dem Kopf. Der Naturbursche ist zwar eine reichliche Glaskanone – aber mit einem gut gefütterten Companion ist das zu machen. Man muss nur zusehen, dass man einem Tankbegleiter nicht permanent die Aggro abzieht. Healcompanion habe ich noch nicht ausprobiert, müsste ich mir mal ansehen.

Ansonsten hat Bioware angekündigt, dass es bald Weapon Tuning geben wird. Also Slots in modbaren Waffen, in denen man Effekte wie Blitzgebratzel oder Geleuchte unterbringen kann. Finde ich fürs PvE sehr nett, hübscher Eyecandy. Fürs RP natürlich nicht wirklich brauchbar, obwohl ich es mir (sofern nicht wieder viel zu teuer) für Ghurabs Masterblade holen würde, damit dieses Wunder des Vibrobladebaus endlich einmal einen stilechten Rahmen bekommt. Die gezeigten Mündungseffekte für Blaster und Blastergewehre sehen zum Teil nett, zum Teil nicht sehr interessant aus. Ich lasse mich einfach mal überraschen und hoffe, dass es bald auch außerhalb der teuren Cartel Packs Tuning Kits geben wird. Am Besten hergestellt. Von Artifice, Armstech oder Cybertech.

Aber – nettes Gimmick. Jetzt noch färbbare Waffen und Waffenslots in den Costumes und ich bin zufrieden.

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Die Wege des Rächers, Teil 1 – A Bitch Ain´t One.

21. April 2016 Kommentare aus

Zwei Drittel waren gut – aber bei weitem nicht gut genug. Die Zeit für halbe Sachen war vorbei. Und wie immer blieb alles an ihm hängen. Er musste das Schicksal mit sanfter Gewalt dazu bringen, sich zu seinen Gunsten zu neigen.

Glücklicherweise war das Schwerste schon vollbracht. Der Rest sollte zu schaffen sein.

Aber dazu brauchte es anscheinend mehr Material. Dass Menschen so schwer von Begriff sein konnten, wollte ihm nicht in den Kopf. Er hatte nun wirklich alle nötigen Hinweise auf möglichst diskrete Art (man konnte schließlich nie sicher sein, wer noch mitlas) an die Frau gebracht. Aber noch keine Reaktion.

Dass sie jetzt auf diesem staubigen Felsen festsaßen half natürlich auch nicht. Ach, warum waren alle immer nur so furchtbar kompliziert?

Er seufzte und sprang in Richtung des schon nach kürzester Zeit völlig vollgerümpelten Schlafraums. Auch das ein ewiges Problem. Ordnung halten. Wieso landete getragene Kleidung mit chirurgischer Präzision direkt auf dem Boden? Wieso schafften es leere Flaschen und abgegessene Pappteller nicht, ihren Weg in den Müll zu finden? Unverständlich.

Er wühlte in den Dünen aus Hosen und Hemden und fand schließlich, was er gesucht hatte. Holorecorder. Nicht das neueste Modell dafür ohne direkten Standortuplink. Das war wichtig. Damit man später seine eigenen Koordinaten hübsch ins Bild verschlüsseln konnte und ihr etwas zu rätseln gab.

Was sie aber zweifellos lösen können würde. Dann käme sie und alles wäre wieder so, wie es sein sollte. Aber dazu brauchte es erst einmal etwas Kooperation.

Er schnappte sich den Recorder und stellte ihn mit ein paar geschickten Fingerbewegungen auf Einzelbildaufnahme. Dann schlich er in Richtung der Nasszelle, von wo her Plätschern und eine eher unmusikalisch vorgetragene Version des derzeitigen Nummer eins Hits „My heart longs for a bothian woman“ verrieten, dass sein Opfer sich ahnungslos der Körperreinigung hingab. Sehr gut. Genau da, wo er ihn haben wollte. Das konnte praktisch nicht schief gehen.

Nun ganz ruhig. Er drückte den Knopf, die Tür glitt zur Seite. Sein Opfer war weiterhin ahnungslos hinter dem Duschvorhang. Gut, sehr gut. Eine natürliche, ungestellte Wirkung half der Botschaft immens. Er schlich sich an. Ein Schritt noch … sich vorbeugen, die Kamera im Anschlag. Nicht zu viel Zeit lassen, da sonst die Linse beschlagen konnte … ein Griff nach dem Vorhang … und … zur Seite reißen, Zielen, Abdrücken. Perfekt!

Und dann flüchten. Er hatte nicht viel Zeit.

Die Schrecksekunde. Dann ein „Was zum …?! Verdammtes Mistvieh, was soll der Scheiß!!?“ Ja, ziemlich genau eine Sekunde.

Er schoss um die Ecke in Richtung des Laderaums. Hinter ihm polterte es und ein sehr lästerlicher Fluch zeigte, dass sein Opfer sich mit Seife und Wasser recht unsanft auf´s Maul gelegt hatte. Dann Schritte. Schnelle Schritte.

Nun, nicht schlimm, sein Vorsprung war komfortabel und wenn er erst einmal aus dem Schiff war, konnte ihm nichts mehr passieren. Er drückte die Kamera an sich, hechtete durch das sich öffnende Schott und raste dann vom Schiff weg hin zu den Felsen. Erklomm sie mit der üblichen Geschwindigkeit und machte es sich dann auf einem kleinen Vorsprung in etwa fünf Metern Höhe bequem.

Sein Opfer folgte ihm, griff mit einer Hand an den Schottrahmen, um die Kurve zu bekommen, die andere Hand hielt ein Anstandshandtuch am Platz. Obwohl im Umkreis von zwanzig Klicks niemand lebte.

Er sah hochmütig nach unten, gönnte sich ein überhebliches Grinsen. Es war doch alles nur zu ihrer aller Bestem. Dass das niemand einsehen konnte.

Er bekam einen sehr, sehr finsteren Blick, eine halbgare Drohung „Mach das noch einmal, und du landest im Eintopf!“ und dann war er wieder allein und konnte sich der Fortführung seines Planes widmen.

Ein paar einfache Verschlüsselungen, dann war das Bild auf dem Weg. Zu ihr. Der, die hier fehlte, um das Leben wieder wie damals und damit perfekt zu machen. Die beiden, ein Schiff, Kriminalität. Und er.

Er war sich sicher, dass es funktionieren würde. Sein ausgiebiger Holonet-Konsum hatte ihn gelehrt, dass menschliche Frauen nichts so sehr schätzten, wie Bilder der Fortpflanzungsorgane ihres Männchens. Bei seiner Spezies lief das anders. Aber er bezweifelte, dass er Lab dazu bringen könnte, Illjana mit Obst und Kleintieren zu bewerfen. Also musste das Bild reichen.

Es würde sie anlocken. Ganz sicher.

Bonzo, der maskierte Rächer von Nar Shaddaa, Teilzeithaustier eines Mirialaners und wie alle Echsenaffen deutlich intelligenter, als der Rest der Galaxis gemeinhin annahm, drückte auf „senden“.

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