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Das Monster aus dem Dunkel

10. Juli 2012

Es war nur der Nachtwind, der an der Stalltür rüttelte – und doch fuhr Rondry beim ersten Laut in die Höhe und hatte nach dem Schwert gegriffen, noch bevor er ganz wach war. Das Pferd, das sich wegen seiner Verletzung zum Schlafen nicht hinlegte, und die Kuh sahen ihn erstaunt und (im Falle der Kuh) etwas vorwurfsvoll an. Der Rest des Hauses blieb ruhig.

Der junge Baumeister ließ sich wieder zurück in den Strohhaufen sinken, der heute sein Bett war. Was für ein Tag …. oder besser: Abend.

Er war von Castle Black aus hergekommen, da er für eine Konstruktion für die Verstärkung der Mauer Hölzer mit bestimmten Eigenschaften brauchte, welche die Bäume weiter im Norden nicht bieten konnten. Sein erster Auftrag, der ihn nach Beendigung der Ausbildung allein von dort wegführte … und dann das!

Der Lord Glover hatte ihn zwar mehr als freundlich empfangen und Rondry hatte auch einen Bruder, den Ranger Red auf Rekrutierungstour, getroffen – doch das war auch das einzig positive dieses Tages. Natürlich davon abgesehen, dass er …. eine Frau die fast Maryam sein könnte … gesehen hatte.

Aber er hatte auch noch etwas ganz anderes kennen gelernt! Eine Frau, wohl die Lady Glover, war völlig aufgelöst zum Dorf gekommen, begleitet von einem Heulen aus dem Wald, das nicht wirklich nach Tier geklungen hatte. Sie sei von Wildlingen überfallen worden – einer Frau und einem riesiger Mann.

Der Lord Glover setzte sofort für den nächsten Tag eine Treibjagd an, doch Rondry war es nicht schnell genug gegangen. Als das Heulen immer näher gekommen war, hatte er sich auf sein Pferd geschwungen und war – ganz hirnverbrannt – allein zum Wald galoppiert.

Doch bis dahin war er gar nicht gekommen. Schon hinter den letzten Häusern des Dorfes war es ihm begegnet. Ja … es. Ein Wesen von der Form her ein Schattenwolf, aber noch größer (höher fast als ein Pferd!) und vor allem – schwarz wie die Nacht selbst! Und es hatte nicht gezögert sondern sofort angegriffen.

Mit einem Satz hatte es Rondrys Pferd umgerissen, er war abgeworfen worden und hatte seinen Bogen dabei zerbrochen. Das Monster riss ein handspannengroßes Stück Fleisch aus dem Schenkel des Pferdes, bevor Rondry sein Schwert wiedergefunden hatte und Red und Lord Glover ebenfalls mit gezogener Waffe angerannt gekommen waren.

Angesichts der Überzahl an Feinden hatte sich das Monster in den Wald zurückgezogen und nur das Heulen unzähliger Wölfe war zurückgeblieben.

Zunächst hatten sich dann alle in der Taverne verbarrikadiert und Rondry hatte sein verletztes Pferd versorgt. Dabei hatte er … sie getroffen. Doch dieses Mysterium musste warten, denn die Bedrohung lauerte noch vor den Toren.

Er hatte Red gedrängt, noch einmal in den Wald zu gehen – nur um Spuren zu suchen. Doch in einer nebligen Nacht, dunkler als alles, was man sich vorstellen konnte, war dies ein aussichtsloses Unterfangen gewesen. Sie waren über gestürzte Baumriesen geklettert, durch mannshohes Gestrüpp gekrabbelt und wurden am Ende nur von einem Wildling (oder Banditen) mit Pfeilen beschossen. Es hatte keinen Sinn … die beiden Männer der Nachtwache zogen sich zum Dorf zurück und hofften wie alle anderen Bewohner, dass bald der Morgen käme.

———————–

OOC: Ja, Action-RP! Ich hatte gestern richtig, richtig viel Spaß. Unsere Wildlinge (drei bisher an der Zahl, glaube ich, obwohl nur zwei in Aktion waren) haben voll aufgedreht und eine Drohkulisse erzeugt. Und der Monsterwolf war definitiv nicht von schlechten Eltern.

Sehr schön auch die völlig aufgelöste Lady Glover, die – der Ohnmacht nahe – ihre Geschichte immer weiter ausschmückte. Weniger schön: Adrans Kampf gegen seinen Computer. Er stürzte im Minutentakt ab.

Donnerstag geht´s weiter. Der Wald hat Augen! Und was schlimmer ist – er hat auch Wölfe!

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  1. Mell
    10. Juli 2012 um 9:11 am

    Sehr schade das ich erst so spät dazu gekommen bin, so verlief der Abend irgendwie völlig zusammenhanglos für mich. Den Wolf hab ich nicht gesehen nur ne Katze, lauter panische Damen und ein schwer überschaubarer Chat.
    Rondry zu begegnen hab ich mir auch anders vorgstellt, nicht so zwischen Tür und Angel.
    Mal sehen wie es Donnerstag wird.

    • 10. Juli 2012 um 9:20 am

      So ist das halt im RP – planbar ist was anderes. 🙂
      Wäre halt unglaubwürdig, wenn er sich richtig Zeit für einen „bloßen Verdacht“ nimmt, während der Monsterwolf Amok läuft. Aber es gar nicht zu bemerken wäre auch unrealistisch gewesen.
      Kurz: Ja, Donnerstag ist hoffentlich mehr Zeit. 🙂

  2. Mell
    10. Juli 2012 um 9:31 am

    Das es anders nicht möglich war sehe ich natürlich genauso. Das war auch kein Vorwurf 🙂
    Zwischendurch sollte Jonah noch Fisch ranschleppen, sonst säuft uns die Bäuerin noch den ganzen Schnaps weg. Pro Brot eine Flasche scharfen Schnaps ….die hat Preise manno manno.

  3. Tanja
    10. Juli 2012 um 9:53 am

    Von Pfeilen beschossen?! Iss ja unerhört!!! Voll die Honks eyh! Lernt ma ErPeh! 😉

  4. Stiller
    10. Juli 2012 um 11:37 am

    Na da hat der WOLFSwald seinem Namen ja alle Ehre gemacht ^^. Schattenwölfe sind übrigens wirklich so gross, das sieht man ganz gut bei Games of Thrones ganz am Anfang bei der toten Wölfin.

    Da ich nicht den ganzen Abend dominieren wollte, hab ich mich relativ fix wieder zurückgezogen. Warscheinlich muss der Wildling mal das Deo wechseln wenn man ihn so leicht verfolgen kann (schmeisst die Axe-dose mal in den Wald), andererseits wars zu schön
    euch Nachtwacheleuten zuzuhören. 😀

    Des weiteren stelle ich eine Petition, die Simeinstellungen per default auf Nacht zu drehen. Son bisschen wie in Golgothica. Wann sonst versammmeln sich immer alle in der Dorfkneipe? Und im dunkeln ist besser munkeln 🙂

  5. Stiller
    10. Juli 2012 um 12:22 pm

    dies ist ein test und kann gelsöcht werdn (wordpress schluckt meine kommentare)

  6. Adran
    10. Juli 2012 um 1:44 pm

    Ich muss beizeiten mal was zur Währung schreiben. Hat jemand eine Ahnung wie man „Copper Groat“ in der Deutschen Fassung übersetzt hat?

    Das westerosische Münzsystem ist eine wunderbare Katastrophe. (240 Silberhirsche sind ein Golddrache!)

    • 10. Juli 2012 um 2:15 pm

      Klingt fast so logisch wie das englische Zeug früher. 😀

  7. Jenny
    10. Juli 2012 um 1:51 pm

    Stimmt Tanja, Ich hätte ihm die Mistgabel reingepfercht 😀
    Na na na Mell, wer Abmachungen nicht einhält muss eben teuer bezahlen 😉 beschwer dich beim Wirt.
    Donnerstag pack ich die Wildlingsfrau oder Mann aus, mal gucken wohin es mich eher zieht 😀

  8. MidnightColor
    10. Juli 2012 um 2:21 pm

    Lady Alysa Glover hatte es satt sich um die verfallene Burg sowie den von trauer gezeichneten Lord Alester Glover zu kümmern und ging hinunter in den Stall um ihr Pferd zu satteln. Alester ertrank seinen Kummer eher im Hochprozentigen und lies die ganze Last auf Aylsa ruhen, die selbst mit dem Verlust ihres Gatten zurecht kommen musste – obwohl sie nicht glauben konnte das er tot sein sollte. Alester hätte sich lieber mit ihr gemeinsam den Wiederaufbau des Dorfes widmen sollen….aber er lies nicht mit sich reden. Erbost über ihren Schwager …wollte sie ihren Kopf durch einen Ausritt frei kriegen.

    Sie eine geborene Stark die hier in den Wäldern aufgewachsen ist, fühlte sich so richtig frei, wenn sie ihrem Pferd die Sporen geben konnte um der Einöde der Burg zu entfliehen. Nie hatte sie Angst vor den Wäldern, auch wenn Geschichten über diese angeblichen Schattenwölfe ihr Grauen verbreiteten..oder gar Gesindel was sich im Wald herum treiben sollte. Alysa konnte mit dem Schwert gut umgehen, vergaß jedoch an diesem Nachmittag irgendeine Waffe mitzunehmen. Viel zu sehr war sie in ihren eigenen Gedanken versunken.

    Es dämmerte und sie wollte sich rechtzeitig auf den Rückweg machen, als ihr eine dunkel kleine Gestalt auf einem Pferd entgegen kam. Verhüllt in Winterfellen, die Kapuze stark ins Gesicht gezogen…näherte sich der Unbekannte ihr und ihrem Pferd. Sie hielt an, spürte keine Gefahr von der schmächtigen Person ausgehend, konnte jedoch nicht genau erkennen, ob ein Mann oder Frau auf dem Pferd saß. Die Person sprach sie leise an, als ihre Pferde nebeneinander zum stehen kamen. Alysa spitze die Ohren und bemerkte das rascheln neben sich zu spät, als sie die Klinge eines Schwertes an ihrer Kehle spürte. Sie blickte nach unten ein riesiger Mann lächelte sie an und meinte höflich galant „wenn ihr euer Leben behalten wollt, dann erbitte ich eure Münzen“.

    Ruckartig flog ihr Kopf zu der Person auf dem Pferd, verzog leicht ihr Gesicht als die Klinge dabei an ihrem Hals schrappte und schaute in ein zweites Schwert was auf sie gerichtet war…

    Schweren Herzens griff sie in ihre Manteltasche und gab dem Unbekannten ihre Geldbörse die nur mit einigen wenigen Münzen bestückt war. Verächtlich sah er hinein, murmelte etwas ungehobeltes und lies sie gehen.

    Wie von Sinnen galoppierte sie zurück zum Dorf, wo sie mehrere Männer und auch ihren Schwager aufgeregt reden hörte, zitternd stieg sie vom Pferd hinab und vernahm Wortlaute…das auch ein riesiger Wolf in der Nähe sein musste …erstarrt blieb sie stehen.

  9. Dr.Stiller
    10. Juli 2012 um 4:12 pm

    groat = Groschen

    Der Atmosphäre hat es SEHR gut getan nebenbei, dass man sich dazu entschied auf „nacht“ zu stellen. ich würde gerne generell ein anderes windlight setting einsetzen wenn schon nicht Nacht wie in Golgothica- dann wenigstens eines mit mehr Nebel. So hat man einfach bessere Athmo MMn. Is immerhin kein Feenwald hier sondern wie Tanja richtig sagte voller hässlicher Honks.

  10. Stiller
    10. Juli 2012 um 4:49 pm

    Groat = Groschen

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