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… anders als man denkt. Oh ja.

21. Juli 2012

Thalab wackelte vorsichtig mit dem Arm. Es tat nicht weh. Gut, hatte es vorher schon nicht mehr, aber jetzt durfte er den Arm auch mit offizieller Erlaubnis wieder bewegen. Der festsitzende Verband, der sein im Kampf gegen Tiberius gebrochenes Schlüsselbein ruhig gestellt hatte, war endlich weg! Kein dämliches Herumdrehen mehr, wenn man mal im Schlaf aus Versehen auf diese Seite gekommen war und kein peinliches Fragen, ob Msanaa ihm das Brot kleinreißen könnte. Jetzt war er wieder ein Mensch. Oder zumindest ein Gladiator. Allerdings einer, der seit bald drei Wochen nicht mehr trainiert hatte.

Der Medicus hatte irgendetwas von „sechs Wochen nicht trainieren“ zu Quintus gesagt, jedoch waren das für Thalab nur unverbindliche Empfehlungen. Er fühlte sich kribbelig, als würde eine ganze Herde Ameisen über seine Haut laufen. Und seine Belohnung (zumindest die, die nicht als klingende Sestercii und Denari in der Schatulle in der Truhe des Lanista lag) hatte er auch noch nicht bekommen, obwohl er nun fast so gut wie ein bisschen vollkommen wieder gesund war!

Er hörte von draußen vor der Mauer zu den Insulae leises Fluchen und beschloss, seine neue Freiheit auszutesten. Er nahm ein paar Schritte Anlauf, sprang, packte die Mauerkrone und zog sich hoch. Keine Schmerzen. Wunderbar. Nun saß er wie ein neugieriger Vogel auf der Mauer und spähte nach unten.

Einer der Haussklaven versuchte eine Malerei auf dem Putz zu entfernen, was nicht so recht zu gelingen schien. Er spuckte wütend auf die Straße, als er Thalabs neugieriges Gesicht über sich auftauchen sah „Mann, das könnteste wirklich selber machen!“ Thalab blinzelte „Ich machen. Was?“ – „Irgendeine irre Matrone hat deinen Namen hier hingeschmiert. Mit ´nem Herzchen!“ – „Was tun? Warum schreiben hier, ya?“ – „Weil du diesen Kampf gewonnen hast, wie du dich vielleicht in deinem hohlen Syrerkopf erinnerst?!“ Thalab beschloss, der Wut des Mannes keine Aufmerksamkeit zu schenken. Er war die Gelassenheit, er war die Stille. Er beugte sich etwas vor und begutachtete die roten Linien nun mit mehr Interesse. „Warum die hat schreiben meinen Namen? Die alle mögen haben immer Tiberius weil er sein groß und helle Haut mit so viel Muskeln mehr sein als ich?“ – „Was fragst du mich? Ich bin nur der Depp, der den Quatsch hier wegmachen kann!“ Der Sklave nahm sein wütendes und reichlich erfolgloses Geschrubbe wieder auf und Thalab rutschte langsam und nachdenklich von der Mauer in den Trainingshof. Er würde seine verlässlichste Quelle zum Thema weibliches Verhalten befragen, die er sowieso viel zu lange nicht mehr gesehen hatte. Heute abend, wenn sie mit den Pflichten fertig wäre. Er starrte in Richtung des Ludus Granatus, wohin ihm natürlich etliche Straßenzüge die Sicht versperrten.

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OOC: Diese Geschichte war eine Antwort auf das hier und wird hoffentlich heute abend weitergespielt. Denn hier kommt die Blogüberschrift ins Spiel. Eigentlich wollte ich das lange Wochenende, das dank einer nicht gerade mit exorbitanten neuen Möglichkeiten einhergehenden Beförderung bis Weihnachten meine letzte Gelegenheit für vier freie Tage am Stück dargestellt hätte, mit dem wichtigsten Menschen in meinem Leben verbringen. Dumm nur, dass gestern meine Schwiegermutter ausrutschte, sich das Steißbein brach und der Rest der Familie entweder völlig hilflos (in jedem Sinne) oder im Urlaub ist. Somit hatte ich also nicht ganz 48 Stunden etwas von Lola und bin nun dementsprechend muffig.

Was will man machen? Gibt Dir das Leben Zitronen, drücke sie anderen Leuten in die Augen. Also war ich meinen strahlenden Frohsinn gestern bei Kennys gut besuchter (für eine private Einladungssache) Dunkelkrachparty ausleben. Die Musik war großartig. Manchmal ein wenig zu kuschelig (Wünsche halt! *grins*) aber meistens wunderschön. Ich konnte völlig versinken und fühlte mich etwas besser. Es gab erstaunlich viel Paargetanze um mich herum, was ich zum Glück kompensieren konnte, als Tanja ankam – in dem ich nicht mit ihr paartanzte. Hätte mir vermutlich auch nur ins Gesicht getreten und dann meinen Geldbeutel und die Schuhe geklaut.

Währenddessen hatte ich ein interessantes IM-Gespräch mit einer Ownerin der Hochburg-Sim, die auch in Brundisium spielt und sich als alte Bekannte herausstellte. Nun bin ich ein wenig nachdenklich. Man bleibt in Kontakt. Auf jeden Fall kriege ich nun auch ein T-Shirt.

Heute abend hoffe ich also auf Brundisium-RP. Wenn das nichts wird, wandere ich nach Ferdok. Schaun mer mal.

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  1. Serena
    21. Juli 2012 um 11:21 am

    ausnahmsweise mal kurz da voll im RL:
    Serena wird ihre Pflichten um acht Uhr heute Abend beendet haben.
    🙂

  2. 24. Juli 2012 um 1:06 am

    Die alte Bekannte hält Ausschau nach dem T-Shirt und bedankt sich fuer das Augenöffnende Gespräch.

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