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Break my rusty cage … and run!

3. Oktober 2012

Cetus fuhr im Dunkel der Gladiatorenunterkunft fast zärtlich die Ränder des nicht sehr tiefen, dafür aber erstaunlich langen Schnittes an seinem Oberschenkel entlang, den Diviciacus ihm beim Kampf in der Arena beigebracht hatte. Wohl wissend, dass die Schwärze der Nacht ihn verbarg, lächelte er. Sie waren ärgerlich gewesen. Oh ja, so ärgerlich!

Es war kindisch, die Römer so zu provozieren. Und womöglich ein Fehler, da das Publikum in der Arena immer ein Faktor war, desen Launen über Leben und Tod entscheiden konnten. Aber die Versuchung war zu groß gewesen! Und offensichtlich hatte es geklappt – soweit er mitbekommen hatte, war es sogar in der Loge der Lanistae fast zu Handgreiflichkeiten gekommen. Und das alles nur, weil der Gallier und er den „Übungskampf“ (wen wollten die Römer für dumm verkaufen? Sie hatten in jedem Fall nach Blut gegiert, diese Geier!) etwas mehr nach der Art ihrer nordischen Völker gestaltet hatten: Spontan und einer Prügelei ähnlicher als dem Tanz ausgebildeter Gladiatoren. Cetus hatte etwas gebraucht, um sich wieder daran zu gewöhnen, nicht vom Pferd aus zu kämpfen. Aber dann hatte er das Ganze dennoch für sich entscheiden können. Vermutlich weil Diviciacus zunächst versucht hatte, sich allzu sehr an das frisch Gelernte zu klammern, statt seinen alten Instinkten zu vertrauen.

Da dieses Geplänkel jedoch kein müdes As eingebracht hatte (nur die Bäckerin hatte wohl ihr letztes Erspartes auf ihren gallischen Stier gesetzt und war damit nun ziemlich mittellos), war Cetus seinem Ziel, zur Legion zurückzukehren, keinen Schritt näher gekommen. Alles unnötig.

Und nicht einmal den Streit der Lanistae hatte er mitbekommen können. Die Loge lag zu weit oben …. So hatten sie unten im Sand nur das Geschrei hören können.

Was lag schon für eine Ehre in diesen Zirkusveranstaltungen. Nur Narren wie dieser Syrer fanden Gefallen daran, so sinnlos zu kämpfen. Cetus knurrte verächtlich und rollte sich vorsichtig herum, ohne die verkrustete Verletzung wieder aufzureißen. Nur dressierte Äffchen …

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War wieder ein cooler Kampf, in dem Kenny mal wieder von seinen Würfeln gehasst wurde. Irgendwie muss er mal Lady Luck richtig verärgert haben! Wie es nach der die Massen wenig begeisternden (Verbrüderung mit dem Feind!) Vorstellung weitergeht? Ob Quintus seine beiden blonden Querulanten maßregeln wird? Das erfahren wir am Freitag! Genau wie Florinas Dilemma mit dem verwetteten Geld und den Ausgang der Tätlichkeiten zwischen den Lanistae.

Auch ohne Ereigniskarten und Erdlöcher kriegen wir doch ganz famoses RP auf die Reihe.

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  1. Tanja
    3. Oktober 2012 um 10:00 am

    Wer weiß schon ob Ihr nicht heimlich irgendwo ein paar Erdlöcher versteckt habt!

    • 3. Oktober 2012 um 10:07 am

      Es muss auch ohne Erdlöcher gehen! Man kann sich nicht auf ewig von ihnen abhängig machen!

  2. Andera
    3. Oktober 2012 um 12:37 pm

    Schön wie der Schild in der Sonne glüht.

    „Andera schützt siegreiche Männer“

    Das währe doch mal nen slogan

    • 3. Oktober 2012 um 1:01 pm

      Der Glow ist vom Exodus, das ist nichtmal Photoshop.:)

  3. Johanna
    3. Oktober 2012 um 4:30 pm

    Eine Frage: Seid ihr eigentlich von der „Kaesar und Kikero“-Fraktion? Ja, ich weiß, ist eigentlich müßig, weil geschrieben und nicht gesprochen wird. Aber würdet ihr sprechen, würdet ihr Ketus und Divikiatus heißen?
    Ist ’ne reine Interessensfrage.

  4. 4. Oktober 2012 um 7:33 am

    Oh, wie ich lese gab es doch Blut in der Arena, mist….ok, dann ist es vielleicht nicht in den Sand getropft oder keiner hats gesehen *grins*

    • 4. Oktober 2012 um 7:36 am

      Ich war mir nicht sicher. Ich hab Dich ja nur mit dem Schild vermöbelt … aber Du hast mich schonmal mit dem Schwert verhauen. 😀
      Ach, alles nur Dramatisierung von mir!

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