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Diesmal wirklich Aussicht auf eine Tesla-Spule!

16. Oktober 2012

Wenn das Schiff stillag schien es fast, als würde ein sehr großes Tier schlafen. Es knarrte manchmal leicht hin und her, wenn der Wind es erfasste, doch hielten es die Taue und Ketten sicher an seinem Platz am alten Leuchtturm. Der Leviathan bewegte sich wie im Traum.

Für Zacharias war die fast-Stille nicht so schön wie das herzschlagmonotone Stampfen der Maschinen, doch war es schon großartig, überhaupt in diesem Koloss von Schiff zu sein. Glücklich robbte er unter den Generator 3 und fing an, ihn für den Wiedereinbau des Wollington vorzubereiten. Von draußen drangen gedämpft und kaum verständlich die Stimmen seiner … nun, es waren wohl mittlerweile Kollegen, oder? … herein.

Der Kapitän hatte sich sofort wie ein Geier, der eine dreibeinige Antilope erspäht hat, auf die neue Pilotin gestürzt, die sich gerade erst vorstellte. Zacharias hatte das nur mit sehr gemäßigtem Interesse beobachtet – erstens war Romantik für ihn zwar durchaus denkbar (sollte sich irgendwann zwischen Maschine 2 und 4 eine Frau manifestieren, die wusste, welchen Schlüssel sie ihm anzureichen hatte, konnte er sich durchaus auf eine ungeplant-vage Art zumindest ein Gespräch mit einer solch holden aber leider wohl fiktiven Dame vorstellen!) aber dennoch ein fremdes Land und zweitens war der andere Neuankömmling, der Mann mit dem Zylinder (nicht der Vogel-Lord. Der trug zwar auch einen Zylinder, wollte aber nur etwas von Vögeln. Und schnell weg von Neu-Tortuga oder so.), viel spannender. Er bot eine deutlich realistischere Aussicht auf eine Tesla-Spule! Und schien sich auch mit dergleichen auszukennen, denn er hatte einen kybernetisch verbesserten Arm. Zacharias war beeindruckt und begeistert.

Dass der Rest der Mannschaft inklusive Lord irgendetwas von Geldbeschaffung und Banken redete, war ebenfalls völlig an Zacharias vorbeigezogen. Irgendwann würden sie irgendwie irgendwohin fliegen. Das war sicher. Und warum die blonde Funkerin der Meinung war, die Maschinen könnten versagen, war dem Mechaniker sowieso ein Rätsel. Sie waren nun nach einigen Tagen konzentrierter und glücklicher Arbeit (der Fund des wunderschönen Taschentuches – wer war N.B.? – mit dem sich präzise jede Art von Ölresten entfernen liess, war ein Geschenk des Himmels gewesen. Und das Ding hatte einfach so auf dem Schreibtisch des Kapitäns gelegen!) in perfektem Wartungszustand.

Von ihm aus konnte was-auch-immer jederzeit losgehen!

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OOC: Gestern haben wir zu unserer illusteren Runde noch zwei Neuzugänge bekommen. Kenny als einen aus irgendwelchen Gründen mit einer geheimnisvollen Maschine vor den Briten (oder Amerikanern?) flüchtenden Ingenieur und Mashia als Pilotin. Ich gebe zu, ich war gestern unglaublich platt und müde, so dass ich nicht nur schon um halb zehn die Segel strich, sondern vorher auch recht ichbezogen gespielt habe. Also wenig Dialog undsoweiter. Ich wäre nicht besonders unterhaltsam gewesen, also war ich sozusagen emotende Dekoration. Hat mir aber trotzdem viel Spaß gemacht! Den Charakter kennen zu lernen ist auch toll.

Außerdem war vor dem RP jemand da und hat sich unseren Leuchtturm und das Schiff angesehen. Ich glaube, es war ihr dann aber zu klein. Bin mir aber nicht sicher. Es war eine nette Unterhaltung. Klar, wir haben keine Sim für uns sondern eine Art Skybox – aber mittlerweile bin ich bei bestimmten Settings, in denen eine terrageformte Umgebung nichts zum „Flavour“ addiert, durchaus der Meinung, dass man in Zeiten der schrumpfenden Spielerzahlen, auch mit hübsch aussehenden kleinen Brötchen viel Spaß haben kann.

Jedenfalls geht es Donnerstag weiter, wenn Sie Kapitän Blackthorn sagen hören „Ich möchte nichts einzahlen und auch kein Konto eröffnen!“

Anderes Thema. Ich habe gestern zwei Meeroonen gewonnen! Bei Durandirs „Suche Namen für mein nächstes Meeroonenpärchen!“-Wettbewerb im SLInfo-Forum. Ich habe mit dem Namensvorschlag „Simone und Garfunkel“ ein Zuchtpaar Nocturnals erbeutet, die ich heute auf meiner Platte loslassen werde. Dazu werde ich, um die Geduld von Lola nicht überzustrapazieren, ein anderes Meeroonenpaar zu Meepets machen (die fressen dann nichts mehr und dergleichen) und ins Inventar nehmen. Mit Serena habe ich gestern auch einen Plan zur Erringung der finanziellen Souveränität in SL mittels Verkauf von Meeroonennestern entwickelt, der hauptsächlich darin besteht, dass ich ihr alle Nester meiner Quieketiere gebe, sie sich die rauspickt, die ihr gefallen und den Rest für 35 Linden pro Stück vertickt.

Apropos Lola – in Coghaven hat sich (wie ich aufgrund jahrelanger Erfahrung erwartet habe) alles wieder normalisiert. Also weiterhin Steampunk-RP ohne Einschränkungen möglich!

Heute geht es wieder nach Brundisium! Mal sehen, was sich nun als nächster Plot nach dem Mord-Krimi so anlässt. Ich habe ja meine eigene Agenda, die aber eben kein Plot für alle ist, sondern eher persönlich und auf wenige Beteiligte beschränkt.

Und als Nachtrag: Spiders on drugs!

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  1. Adran
    16. Oktober 2012 um 7:52 am

    Wenn du wüsstest was N.B. mit dem Taschentuch sonst so wegwischt, würdest du es nicht nehmen.

    Im Übrigen hast du den von der Funkerin abgefangenen Funkspruch verpasst, dass die Briten eine nach eine Meuterei vermisste Colossus Klasse in der Karibik vermuten. Echt nachtragende Bande….

    • 16. Oktober 2012 um 7:55 am

      Da hat er aber ein sehr nettes Spitzentaschentuch dafür! 😀
      Sollte er jetzt aber auch nicht mehr für irgendwas verwenden.

      Und Meuterei … ach, passiert! Wo überfallen wir eine Bank? Suchen wir uns eine unschuldige Steampunk-Sim?

  2. Kendrick McMillan
    16. Oktober 2012 um 8:30 am

    Die Sim Steampunk (dort wo diese herrliche Nautilus steht *seufzt*) wäre vielleicht brauchbar, zu unseren Zeiten ist die fast leer.
    Diese eigen Emotes vom Mechaniker waren voll korrekt, das hat einem das Gefühl rüber gebracht das der Kerl abends auch irgendwelche Maschineteile zum an kuscheln mit in seine Koje nimmt zum.
    Und Glück hab ich obendrein auch noch, da ich auf der Schwarzen Welle mein Set getauscht habe und erst nächste Woche senden muß (ein Hoch auf den Fußball, Monti geht nämlich nächste Woche BVB guggen), kann ich sogar beim Ba-Ba-Banküberfall dabei sein.

    • 16. Oktober 2012 um 8:34 am

      Eine leere Sim wäre aber schade! Es braucht doch jede Menge reaktionsfreudige Einheimische. 😀 Und Rrrrrisikoo!

  3. Kendrick McMillan
    16. Oktober 2012 um 9:42 am

    Hm, mal sehen ob sich sowas finden läßt, bisher bin ich immer nur auf leere Sims gestoßen, leider

    • 16. Oktober 2012 um 9:51 am

      Ja, ich habe zwar jetzt mehrfach gesagt bekommen, dass z.B. in Babbage auch zu Euro-Zeiten Leute wären, doch so richtig was los (also mehr als ein, zwei andere grüne Punkte) war nie, wenn ich dort war. Schön wär´s auf jeden Fall – ob der Überfall nun gelingt oder dann doch vereitelt wird.

  4. Tanja
    16. Oktober 2012 um 10:49 am

    „Wenn du wüsstest was N.B. mit dem Taschentuch sonst so wegwischt, …“

    Das nennt sich dann perfekter Wartungszustand? Und was macht es auf seinem Schreibtisch??

    • 16. Oktober 2012 um 11:02 am

      Mir doch egal wenn da Krusten dran sind! 😀
      Ist ja vielleicht gerade das Geheimnis des perfekten Wartungszustandes.

  5. liweistardust
    16. Oktober 2012 um 11:59 am

    öhm
    ich beginne das Wort „Schmieröl“ ganz neu zu definieren, grins.
    Schöne Bilder, Zasta, super schöne Bilder. Schade das Steampunk so gar nicht mein Genre ist. Ich meine ich mag ihn aber ich bin nicht wirklich kompatibel. So wie man halt von Dingen fasziniert ist von denen man nichts versteht. Grinst.

    • 16. Oktober 2012 um 12:11 pm

      Ja, Steampunk ist erstens sehr ästhetisch und spielt sich zweitens auch sehr gut, wenn man sich auf ein wenig sinnlosen Technobabble einstellen kann. Im RL bin ich Technik-Amish (wenns nicht so weit wäre, würde ich echt lieber mit dem Horse-Buggy zur Arbeit fahren! 😀 ) aber so einen inselbegabten Maschinenversteher zu spielen macht Laune.

      • liweistardust
        16. Oktober 2012 um 4:35 pm

        Maschinenversteher ist gut! Vor allem wenn die Technik über die man redet nicht wirklich real existent ist, grins, da soll einem erst mal einer nachweisen das man ein Technik Amish ist. Apropos Amish, lach, ihc war gestern Abend auf der Verkaufssim für die Phönix Pferde und die haben einen total hübschen „Horsebuggy“ oder besser gesagt nen Sulky mit Dach. Würde von der Gestaltung her sicher sehr sehr gut zum Steampunk passen, schöne Messingleuchter und Trittbretter, und ansonsten schwarzes gestepptes Leder innen.
        *grübelt*
        Also ALLE verstanden ja auch nix von der Technik, Steampunk hin oder her. Da ich doch ein relativ leicht zu entflammendes Wesen habe wäre es eventuell ja spannend, so ne Art Sufragette zu spielen die uuuunbedingt eine Passage nach Australien braucht um dort Sufragette zu werden oder so 🙂
        Apropos, habt Ihr eigentlich schon eine Schiffskatze??

        • 16. Oktober 2012 um 5:44 pm

          Nein, wir haben nur im Untergeschoss des Leuchtturms jede Menge Meeroonen, die mit ihren Methanausdünstungen die Insel am Schweben halten. 😀

  6. 16. Oktober 2012 um 1:05 pm

    ich habe es leider nicht geschafft, habe gestern überraschenden Besuch bekommen
    war auch toll, aber eben kein RP

    nun der gegenwind war wohl doch noch stärker ^^

  7. 16. Oktober 2012 um 5:08 pm

    mist, ich werde den bankraub verpassen und so nicht mitbekommen, wo die beute versteckt wird. egal, gestern hat spass gemacht, nur dass ich Zacharias angepampt habe, weil ich übersehen hatte, dass Duncan auch einen zylinder trug, hat mir dann leid getan. aber ich vermute, er ist drüber weg. 😉

    *mit einem seitenblick auf Adran verteilt er dampfbetriebene keuschheitsgürtel an die damen, nur für den fall, dass die hormone mit dem kapitän durchgehen sollten.* ;P

    • 16. Oktober 2012 um 5:45 pm

      Och, Zacharias wird das unter „übliche Seltsamkeiten anderer Menschen ablegen“. 😀
      Und ich denke, der Kapitän hat die Zielstrebigkeit eines Tunnelbohrers, den hält nix auf!

  8. Adran
    17. Oktober 2012 um 7:25 am

    Pah, der Captain liebt eben alle Frauen – aber die eine(TM) wohnt in London 😉

  9. Tanja
    17. Oktober 2012 um 12:01 pm

    ich verkneife mir an dieser Stelle die Frage weshalb ein Keuschheitsgürtel dampfbetrieben sein sollte….

    • 17. Oktober 2012 um 12:28 pm

      ich beantworte dir die verkniffene frage gerne. zum einen wollte ich damit mehr auf die steampunk-thematik eingehen, denn nur keuschheitsgürtel klingt zu mittelalterlich. zum anderen darf der abwehrmechanismus als dampfbetrieben angesehen werden. 😉

      • Tanja
        17. Oktober 2012 um 1:48 pm

        Erst recht werde ich nicht auf die notwendigen thermischen Aspekte der Dampferzeugung zu sprechen kommen….

  1. 16. Oktober 2012 um 6:58 pm
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