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Eine Wanderung über verschlungene Pfade

19. November 2012

Es ist, als ob die Zeit wie Wasser zwischen den Fingern verrinnt. Besonders die Zeit, die ich im RP verbringe. Und irgendwie fehlt mir im Moment die Idee, wie ich das Wasser aufhalten kann.

Als ich mit diesem Blog begonnen habe, war für mich SL-RP ständig neu und aufregend. Ich hatte zwar schon ein wenig Zeit im Gor-Spiel hinter mir, fand aber trotzdem noch genug Dinge, die ich einmal ausprobieren wollte. Dass ich mit meinen Vorstellungen des öfteren mit hundert Sachen gegen die Wand klatschte („Wir spielen hier keine Plots – ich lasse mir nichts vorschreiben!“ oder „Der fliegt einen Tarn .. das is ja voll Disney“), machte mir noch wenig aus, da das Drumherum für mich noch nicht den Charakter des ewig Gleichen offenbart (oder angenommen?) hatte.

Aber Zeit verging … und es kam nichts Neues. „Been there, done that, got the shirt“. In der RP-Welt außerhalb des Computers kämpfte unsere Gruppe gegen das Tzimisce-Voivodat, verbündete sich mit dem Lehen des Schwarzen Kreuzes um dann doch eigene Wege zu gehen; verteidigten wir in einer blutigen Schlacht eine Stadt gegen die anrückenden Horden – und verloren, endete eine epische Liebesgeschichte gegen alle Widerstände doch mit Verrat, musste mein Charakter zusehen, wie er um ein Haar einen Freund nicht davor bewahren konnte, von einem Warder of Men-Ahroun zerissen zu werden und trug unser Ravnos tatsächlich eine ganze Nacht lang ein lila Kleidchen. Blut und Tod, Feuer und Flucht, Sieg und Ruhm, Liebe und Leidenschaft – all dieses ist im P&P-RP das, was immer weiter treibt, was die Charaktere formt, bricht und neu schmiedet. Es ist die Ilias und die Odyssee, das Gilgamesch-Epos und der Beowulf, die Nibelungen und der Wurm Ouroboros … Und in SL? Diplomatie und Handel. Ein Bier in der Taverne.

Hmmm… konnte es das sein?

Ich kehrte Gor den Rücken. Manchmal denke ich mir, ich könnte es doch noch einmal ausprobieren. Doch ist das wohl wie ein Paar Pantoffel – bequem, vertraut, angenehm aber ich kann darin nicht tanzen.

Nein, ihn hier wird man in SL wohl nie erleben. Kurtarbeles, ein Gangrel der 5. Generation, derzeit – 1244 – Herr von Zypern und unspielbar. Aber die coolste Sau des Universums. Naja, unter den Top Ten. Wer ist eure coolste RP-Sau?

Und nach Gor kam Carcassonne. Aufhören, wenn es am Schönsten ist. Wir haben die Sim dicht gemacht, als wir jeden RP-Abend zwischen zehn und fünfzehn Spieler auf der Sim hatten. Es hat mir viel Freude bereitet, da wir Plots spielen konnten und wollten, die bis zur Zerstörung reichen sollten. Leider kam uns viel RL dazwischen. Und eine RP-Sim, auf der Schlüsselrollen nicht stetig anspielbar sind, verliert den nötigen Schwung. Trotzdem … Dark Ages … Vampire sind nunmal meine große Liebe wenn es um RP geht. Und damit meine ich nicht die anämischen Goth-Spitzenwestchenträger mit Rocker-Ambitionen, die in SL so häufig ganzkörpertätowiert Motorrad fahren und BDSM-Spielchen mit RP verwechseln, sondern die Herren der Nacht aus dem World of Darkness-Universum. Ja, jeder Magus, jeder aufgeblasene Silver Fang, jeder Hunter mit Größenwahn mag da anderer Meinung sein, aber das kann man zu einem beliebigen Nachtzeitpunkt noch einmal ausdiskutieren. Mit Klauen und Schwertern!

Aber weiter auf dem Weg ins Jetzt … Brundisium ist auch heute noch mein Angelpunkt in SL-RP. Derzeit bin ich völlig planlos, was geschehen soll. Was ich spielen und erreichen möchte. Brundisium ist in stetiger Bewegung. Es ist ein bißchen, als wären wir Spieler dort das Eichhörnchen aus Ice Age und würden unsere Nuss immer mit uns herumschleppen, sie behüten und an uns drücken. Egal was passiert … Aber trotzdem: Was tue ich derzeit?

Neben dem Antiken-RP kam GoT hinzu. Ein wundervolles Setting. Dass es nichts wurde ist internen Dingen geschuldet. Und der Tatsache, dass Low-Fantasy-Settings in SL nicht gut ankommen. Auch Ferdok (und DSA hätte ich vor SL nun nicht wirklich als Low Fantasy bezeichnet!) kämpft stetig ums Überleben. Ich ziehe meinen Hut vor den Ownern, die trotzdem nicht wie andere Sims einknicken, und der Drachen-Furry-Dämonen-Drow-Flut Einlass gewähren. Wäre das RP dort etwas weniger Alltags-orientiert, könnte es genau mein Ding sein. Leider haben sie zuerst die bürgerlichen Ränge besetzt und es blieb ein Vakuum. Hinzu kommt, dass ihre RP-Tage genau dann sind, wenn ich meistens im RL unterwegs bin.

Steampunk ist eine schöne Charakterstudie. Aber ich habe Zweifel, dass sich plotmäßig die Kurve bekommen lässt. Und in Alltäglichem möchte ich nicht steckenbleiben.

Selbes gilt für Ceriba. Ich kann das selbstverständlich noch nicht beurteilen – ein einzelner Besuch sagt gar nichts. Aber ich habe das nagende Gefühl, dass es … schwierig werden könnte. Nein, der „William Turner“-Charakter hat das nicht ausgelöst. Nur ein wenig befeuert.

Wozu habe ich das alles nun aufgeschrieben? All diese Dinge, die ich schon hundertmal erzählt und gesagt habe? Vielleicht, weil mir gestern der Gedanke kam, dass es doch eventuell nicht mehr lohnt, das Blog zu führen. Immerhin spiele ich kaum noch. Und was habe ich schon zu sagen, wenn ich kein RP habe? Einfach aufhören. Nach einer Viertelmillion Views auf dem Blog, ist das ja auch sicherlich keine „Aufgabe aus Mangel an Akzeptanz“. Was habe ich mir selbst festzuhalten und was Lesern zu geben? Ist es nur noch eine Gewohnheit und eine Fingerübung?

Vielleicht ist es wirklich nur temporär. Vielleicht hat Kenny recht, der gestern meinte, dass die Lust auf SL in jedem Fall wiederkommt. Das wäre schön. Ob mit oder ohne Fluch der Karibik, Vampire oder Gladiatoren.

Panta Rhei! Ich hoffe es. Ich spiele gern in SL, auch wenn ich wohl tatsächlich Dinge suche, die es dort nicht geben kann. Dennoch kann auch SL-RP dramatisch, emotional und mitreißend sein. Ich habe es erlebt.

Ich möchte es wieder erleben.

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  1. Adran
    19. November 2012 um 8:51 am

    Akkon… definitiv Akkon. Oder eben Jerusalem…

    Aber im Ernst – ich fand Ceriba unterhaltsam – ich bin so mit NULL erwartungen hingegangen, habe mich in meinen Charakter hineingefunden und hatte Spaß. Und wenn ich morgen keinen Spaß mehr habe, muss ich nicht mehr hingehen.

    Trotz meiner Liebe zu einflussreichen, autoritären Rollen liegt mir als Spieler glaube ich das Drucklose besser.

    Und das DEINE Laune eher zyklisch verläuft ist bekannt – du hattest den Blues schon öfter, der geht auch wieder weg sobald wir etwas neues finden um die Fänge reinzuschlagen. Wie… Akkon 🙂

    • 19. November 2012 um 8:58 am

      Diesmal ist es doch etwas anders. Es ist weniger Blues – es ist mehr Gleichgültigkeit. Ich bin vollständig themenneutral.
      Es ist beängstigend.

  2. Kendrick McMillan
    19. November 2012 um 9:24 am

    Ey, das geht ma garnicht, den Blog einstellen, is mit egal über was du schreibst aber schreib bloß weiter. Was soll ich um himmels willen denn noch lesen wenn du hier aufhörst?
    Bei Ceriba könntest du recht haben, was aber nicht am RP der Spieler liegt , sondern an der Anzahl der Spieler, denn nur wo viele Spieler sind kann es hoch her gehen und selbst dann kann es Probleme geben, wenn alle nur euf einer Seite spielen wollen, das sieht man sogar bei den berühmten MMORPs. Battlestar Galactica Onlie ist ein gutes Beispiel, alle wollen zu den Kollonien, wenige zu den Zylonen, folglich bekommen die Toaster ständig eins auf die Fresse und innerhalb von kurzer Zeit wurde sogar deren Hauptbasis zerstört, so das der Betreiber des Games den Sektor für weitere Aktionen sperren mußte. Im offenen Chat ständig gejammer von gefrusteten Toaster Spielern.
    Ein Vampirsetting ala Dark Ages könnte mich auch reizen, nur hab ich gerade von Dark Ages null Ahnung und nachdem ich mal vor längerer Zeit nur mal so nachgeschaut habe um meine Avis den verschiedenen Clans zuzu ordnen wurde mir schon anders, da das ganze doch recht umfangreich ist und ich warscheinlich Monate brauchen würde um mich da einzulesen.
    Und ich habe nicht nur vielleicht recht, was die RP Lust angeht, ich weiß das ich Recht habe, denn ich habe in 5 Jahren einige male aufgehört und dann wieder neu angefangen.
    Zuerst Gor, dann Pause, ohne RP alles scheisse, wieder nach Gor, wieder Pause, Chicago, Piraten, die Überlegung ein V-Die ausserirdischen Besucher RP zu machen, die Überlegung ein Battlestar Galactica RP zu machen. Oder meine tolle Reaktion auf Star Wars Online, wo es hieß RP-Server, ich freu freu freu und dann kam raus, nix RP nur Zocken mit ein bischen Bla Bla……..ich hätte die verklagen können.
    Länger als ein oder anderthalb Monate Pause war nicht drin, nur stumpfes Zocken ala Word of Tanks u.ä. ist es nicht, TV glotzen macht Birne weich.
    Glaub ma, November, Dezember sind frust Monate, dass ewige Dunkel ist zwar für Vampire die tollste Sache von Welt, aber für das menschliche Gemüt eher Nervig.
    Ich glaube, irgendwo da draußen liegt ein RP, das darauf wartet gefunden zu werden und das Hölle viel Spaß macht.

    • 19. November 2012 um 9:35 am

      Also Dark Ages ist auch nicht soooo anders als Masquerade. Es ist zwar regeltechnisch die Weiterentwicklung (die Disziplinen sind ausbalancierter und dergleichen) aber wenn man Masquerade kennt, hat man in Dark Ages nur die Überraschung, dass die Kappadozianer noch aktiv sind und es tatsächlich noch etliche gutedle Salubri gibt. 🙂 Okay, und natürlich die Einteilung in hohe/niedere Clans und das Fehlen von Camarilla und Sabbath.
      Es ist einfach schwer, in SL so etwas hinzubekommen. Deine Einschätzung, dass es an der Spielerzahl liegen könnte, kann ich sowohl teilen als auch ablehnen, da eine P&P-Gruppe auch nur aus Wenigen besteht – die vielen SL-Leute hätten dann NSC-Funktion .. und das ist natürlich kritisch. Will ja keiner eines anderen Spielers Statist sein.

      Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.

  3. Serena
    19. November 2012 um 9:30 am

    Dann betrachte es doch einmal als Chance. Wenn Du themenneutral bist, wenn es sich gleichgültig anfühlt, dann bedeutet das auch, dass keine bestimmten Erwartungen mehr da sind.
    Das Feuer, das Dich ins RP treibt ist doch der Wunsch nach etwas Besonderem, nach diesen „dramtischen, emotionalen und mitreissenden“ Momenten.
    Du sagst immer ohne Ziel muss man gar nicht erst ins RP gehen, denn dann dümpelt das so vor sich hin. Ich sage „Jain“.
    Wenn man hohe Erwartungen hat, ist es klar, dass diese oft enttäuscht werden. Wenn man aber „einfach hingeht“, erwartungslos so wie Adran es oben beschreibt, dann ist man sehr viel offener für das was kommt. Denn die Erwartung macht uns ja oft auch blind für das „Unerwartete“.
    Wenn Dein Feuer und somit Deine Erwartungen ruhen, und wenn Du relativ gleichgültig losgehst, Dir nur über die Eigenschaften und Psyche Deines Chars bewusst, ansonsten aber offen – DAS könnte eine Chance sein etwas an Dich ran zu lassen was sonst der inneren Erwartungshaltung zum Opfer gefallen wäre. Versuch es mal als Segen zu sehen und nicht als einen Fluch!

    Übrigens, was Goatswood angeht hast Du Dich (glaub ich) vertan.
    Nachdem ich Deine schönen Bilder gesehen hatte wollte ich mir das anschauen. Kurz vor meiner Pause bin ich da hin, aber im Gegensatz zu Dir neige ich ja dazu vorher Notecards zu lesen. Und es gibt ja auch für die Besucher die dieses „Drei Tage Besucherticket“ am Bahnhof lösen, Regeln zu unterschreiben.
    Die Leute dort haben ein extrem festgelegtes Setting. Damit meine ich nicht eng sondern einfach sehr genau definiert. Und sie werden nicht müde zu erwähnen, dass es ihnen immens wichtig ist, dass man sich damit vertraut macht, bevor man RP hat. Man kann nicht einfach so reinschneien und spielen. Offenbar steckt da viel Herzblut drin, und wegen der Kleidung ist es ihnen nur bei den Besuchern relativ egal was die tragen. Es gibt ganz ganz viele NCs die sich auf das Setting beziehen, auf das Gesellschaftssystem, das Gesundheitssystem, die Magie, die politischen und sozialen Gruppen die man innerhalb des settings gründen kann, auf das Rechtssystem und die Wirtschaft. Es gibt eine RP eigene Währung, es gibt ein Meter welches ähnlich einem Rollenspiel auf dem PC alles Erdenkliche festhält. Ich habe längst nicht alles gelesen, das hätte wohl Stunden gedauert. Aber ich war neugierig genug die ersten beiden NCs zu lesen……danach ging ich erst mal wieder heim. Ich werde dort nicht spielen weil es keine deutsprachige Sim ist, und auch wenn mein Englisch nach aussen reicht um RP zu machen, befriedigt es mich nicht weil ich die sprachlichen Nuancen die ich von mir erwarte dort nicht formulieren kann.
    Aber eins ist sicher – wäre es eine deutschsprachige Sim würde ich es antesten! Und mir tatsächlich antun die ganzen NCs zu lesen. Das sieht bei Gott nicht nach „Friede Freude Eierkuchen Alltag“ aus. 🙂

    • 19. November 2012 um 9:39 am

      Hat mir Adran schon alles erzählt. Aber eben auch, dass – wie immer – Anspruch und Wirklichkeit sehr stark auseinanderklaffen. Ein RP, das eine Währung und NLS-artige Dinge benutzt kann das schönste der Welt sein, das ist nichts für mich. Da kriege ich Ausschlag. Ich bin schon aus RPs raus, bei denen NLS Pflicht war. Was mein Charakter hat und tut und wann er krank wird ist meine Sache.
      Es ist nett anzusehen, mehr brauche ich da nicht.

      Ich denke nicht, dass planloses Spielen mir helfen kann. Habe ich ja manchmal – wider besseres Wissen – doch getan und es war nie gut. 😦
      Ich sitze es aus und komme wieder, wenn/falls die Lust wieder da ist. Solange ist SL ein Chatprogramm.

      • Serena
        19. November 2012 um 9:45 am

        Mit dem NLS da stimme ich Dir zu, das nervt mich auch zu Tode. Nicht das ich es nicht spielen könnte, hab ich lang genug gemacht. Aber ich MAG es nicht 🙂
        Aus genau den Gründen die Du nennst.
        Wer selbst genug Phantasie hat brauch kein System das ihm sagt wann er welche Erkrankung bekommt, und was er grad zu handeln hat weil sonst die Bosks verhungern. Und da geht mir nicht nur das NLS auf den Sack sondern alle Systeme in dieser Art.
        Waren…….. die kann man emoten, auch dafür braucht es bei Gott keine lagmachenden gescripteten Brunnen, Felder und Getier.

        • 19. November 2012 um 9:56 am

          NLS ist eine Krücke für Leute, die genug von unendlich reichen Supermännern hatten … nur half das nie etwas. Es entstand nur die absurde Situation, dass Charaktere aus dem RP mussten, um die absurden Ideen des NLS zu erfüllen (Zeug sammeln, etwas essen, einen Heiler nerven ..). Solche Systeme sind Beschäftigungstherapien. Jeder sollte das machen können, wenn er Bock drauf hat – aber wer meint, andere dazu zwingen zu müssen, hat den Schuss nicht gehört.

          • Serena
            19. November 2012 um 9:59 am

            *unterschreibt das mal vollumfänglich*
            ……und wenn Dir momentan für Dein Blog nicht recht was einfallen will, dann gib mit der Frequenz etwas nach, schreib nur ein über den anderen Tag oder so. Aber hey, mach es nicht gleich platt!!

          • 19. November 2012 um 10:07 am

            Mir ist die Frequenz wichtig. Das Blog hat mich auf der Kurzstrecke gut geschult – ich schreibe besser, flüssiger und sehe Fehler schneller. Das gefällt mir. Aber es ist eben diese brutale Gleichgültigkeit.

  4. Kendrick McMillan
    19. November 2012 um 9:59 am

    Ich muß zu meiner Schande eingestehen, das ich nicht mal Masquerade kenne, irgendwie ist das an mir vorrüber gezogen und ich weiß nicht warum.
    Was die Ansprüche anein RP angeht kann ich Zasta voll verstehen. Mir geht es nicht anders. Mann will ein RP man hat Vorstellungen und werden die nicht erfüllt gibts Frust.
    Will ich ein antikes RP am Hadrianswall, dann will ich römische Soldaten auf der einen Pikten auf der anderen Seite, ich will Überfälle und Scharmützel, kein Lagerfeuer gesitze und Lieder gesinge, selbst wenn ich Feuerwehrmann in der Großstadt spielen würde, erwarte ich Feuer, Überschwemmungen und Unfälle, erwarte Menschen zu retten und nicht den ganzen Tag die Autos zu waschen.
    Mein persönliches allerbestes Beispiel ist (nicht kotzen) Gor. Angefangen hab ich einfach so, aus Lust und dollerei, dann habe ich mir alle 25 Bücher einverleibt (man wollte ja wissen um was es da wirklich geht) und POMPF, stellt man fest, dass das gespielt garnichts mit den Büchern zu tun hat, wollte sowas erleben, was in den Büchern steht, aber nicht mal blaues Gras hab ich bekommen, von da an steig mein Frustpegel immer weiter bis zu em Punkt woich sagte Ende aus, kein Gor mehr und ich kann auch heute noch keinen Kompromiß eingehen, von wegen schönem oder gutem RP, ne, nein, njet, alleine schon das aussehen einer Sim entscheidet über Leben und Tod und selbst wenn das zu 90% Stimmig ist, hauts dann mit den Klamotten nicht hin, oder das RP ist driß.

    Aber ich geb nicht auf, ich bin jetzt „Indiana Kenny auf der Suche nach dem verschollenen RP“

    • 19. November 2012 um 10:05 am

      Psssst …. das blaue Gras hat Norman später selber x-Mal durch grünes ersetzt. 😀
      Aber ja, in den Büchern ist das alles viel weniger altes-Ehepaar-macht-Urlaub als „Hey, ich mach, worauf ich bock hab!“. Aber was rede ich – ich hatte eine Tarn und war ein Guerillero! 😀

  5. 19. November 2012 um 10:01 am

    ich mag Kenny zustimmen, die lust kommt wieder. anfang dieses jahres ging es mir gesundheitlich recht schlecht und und die gespräche dazu verliefen alles andere als positiv. in der zeit nervte mich sl im allgemeinen ungemein an. schon allein das freundlich sein zu anderen leuten, ich meine, die konnten ja nichts dafür. daher hatte ich rund 2,5 monate pausiert und war nur on gekommen, um meine mieten zu bezahlen. und die lust kam wieder, nach und nach. damit auch die lust auf rp.

    vor der zeit dachte ich, ich muss weitermachen, das wäre ich den spielern, vermietern usw. schuldig. mittlerweile sehe ich das völlig anders. wenn es nicht geht, dann geht es nicht. basta! z. b. habe ich keine ideen mehr zum nymphvale-college, also pausiere ich dort, bis ich wieder ideen habe. das gleiche gilt für den blog. ich denke gar nicht daran, täglich was zu schreiben. entweder es gibt etwas, in meinen augen, interessantes zu schreiben oder eben nicht.

    was ich damit sagen möchte, manchmal macht es mehr sinn, an sich selbst zu denken und das zu machen, was man „selber“ will. allerdings sollte man sich darüber im klaren sein, was man überhaupt will.

    • 19. November 2012 um 10:09 am

      Eben: Man muss sich selber klar sein, was man sucht. Und: man muss sich darüber klar sein, was in SL machbar und realistisch erreichbar ist. Und das ist im Moment schwer, wenn man an den Wochenenden mit den Freunden gerade die Mongolen aufhält, wieder auf „Ich will keinen Becher Rum, danke“ runterschalten muss. 😉 Ich bin ´ne verwöhnte Bratze und muss mir klarwerden, was geht und was nicht.

  6. 19. November 2012 um 10:19 am

    Bitte nicht aufhören zu schreiben! Dein Blog ist meine Zeitung beim Frühstück (Kaffee nach dem alle anderen das Nest verlassen haben).Ich liebe deine Bilder und lese so gerne was du schreibst.
    Sonst muss ich dich bitten nur für mich ein ordentlich dickes Buch zu schreiben mit Bildern 🙂
    Weiter machen und nicht den Kopf in den Sand stecken. Dann ist SL eben eine Weile nur Chatprogramm. Ich bin sicher die Lust etwas zu spielen kommt wieder.

    • 19. November 2012 um 10:36 am

      Ich bin da ja auch sehr neutral und offen. Ich hoffe. Ich möchte nicht in negativen Vibrations versumpfen.

  7. Serena
    19. November 2012 um 11:11 am

    Ich stimme Ganzbaf zu, wenn es nicht geht, geht es nicht. Soll heissen, wenn das Überwinden der Unlust dazu führt, dass man sich Stress macht, dann sollte man runterschalten. (was ich ja auch momentan mache).
    So lange es allerdings keinen Stress bedeutet weiterzuschreiben – tu es!
    Und falls es stressig wird bis zu einem Punkt an dem man alle anderen mit runter zieht ist es tatsächlich sinnvoller eine Pause einzulegen als sich zu stressen.

    • 19. November 2012 um 11:14 am

      Wie gesagt – es ist nicht so sehr deprimiert sein, es ist völlige Neutralität. Ich bin die RP-Schweiz!

      • Serena
        19. November 2012 um 11:31 am

        loool
        Gruezi wohl Frau Stierlimaaaaa

  8. Adran
    19. November 2012 um 11:15 am

    Neutral und offen ist ja prinzipiell nichts verkehrtes. Ich bin das im Augenblick weniger – ich schmecke Salzwasser, den Staub der Wüste und das Blut einer jungen Christin, die sich vor einigen Waffenknechten der Johanniter in meine Zuflucht geflüchtet hat – und ich habe eine Rechnung offen mit dem Typen der die „Assamiten“ dauernd als „Bahnu Haqim“ bezeichnet… „Regere sanguine regere in veritam est“…

    Das ich exakt diese Szene niemals in SL haben werde ist mir erschreckend bewusst. Die junge Christin würde darüber meckern das ich sie nicht ordentliche bespiele und ihr die Möglichkeit einer Vergewaltigung durch die Johanniter verbaut hätte – einzig das Duell mit dem Typen der die Assamiten nicht beim Namen nennt könnte ich tatsächlich bekommen – vorrausgesetzt mich ballert kein Gangrel Germanenwikinger in Baggypants vom Dach.

    Alternativ dazu bin ich einsamer, verzweifelter Autor in Goatswood, der sich in Absinth und Laudanum verliert um den Schmerz seiner verlorenen Liebe zu betäuben und darum ein Buch über den Tod schreiben will. Oder rassistischer, abergläubischer, verhinderter Ingenieur an Bord eines Piratenschiffes. Oder, oder, oder. Es gibt unbegrenzte Möglichkeiten. Nicht alle davon machen gleichzeitig und immer Spaß 🙂

    • 19. November 2012 um 11:45 am

      Die heißen nunmal so! Nur weil der Rest der Welt zu blöd ist, das richtig auszusprechen, wird´s nicht besser. Banu Haqim – Clan/Familie/Stamm von Haqim. Einfacher geht´s nicht!
      Und das würde kein Duell. Die Nosferatu mögen glauben, dass die Dunkelheit ihnen Schutz bietet wie keinem anderen, die Lasombra mögen glauben, dass die Schatten ihr Ding sind. Aber die Opfer der in einen Mantel aus Nacht gehüllten Krieger können nicht einmal das Cheshirecat-Grinsen neben ihrem Ohr sehen, wenn der Kuss Baals sie zu Staub zerfallen lässt! 🙂
      *seufz*

  9. Tanja
    19. November 2012 um 11:34 am

    Zasta Korobase :
    Wie gesagt – es ist nicht so sehr deprimiert sein, es ist völlige Neutralität. Ich bin die RP-Schweiz!

    Wo genau liegt dann das Problem?

    • 19. November 2012 um 11:40 am

      Dass alles besser ist als Neutralität!

  10. Adran
    19. November 2012 um 12:25 pm

    Zasta Korobase :Und das würde kein Duell. Die Nosferatu mögen glauben, dass die Dunkelheit ihnen Schutz bietet wie keinem anderen, die Lasombra mögen glauben, dass die Schatten ihr Ding sind. Aber die Opfer der in einen Mantel aus Nacht gehüllten Krieger können nicht einmal das Cheshirecat-Grinsen neben ihrem Ohr sehen, wenn der Kuss Baals sie zu Staub zerfallen lässt! *seufz*

    Ventrue, mein Freund. Ventrue… Attentäter gehören einfach zum Rang dazu und Seelenstärke hilft doch massiv gegen einen Dolch im Rücken…. 😉

    Ich glaube, ich suche gleich mal eine Sim dazu 😉

    Nix RP Schweiz – RP Deutschland! Ehrgeizig und Missverstanden!

    • 19. November 2012 um 12:43 pm

      Ich sag ja nicht, dass Du Lasombra bist. Ich zähle nur die anderen Clans auf, die meinen, dass sie die Sache mit der Dunkelheit gut hinbekommen.
      Und Seelenstärke ist ´ne feine Sache … und das einzige, was zwischen Dir und dem sofortigen Staub steht. 😀

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