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Does not play well with others

10. Januar 2013

SonnenbrilleAlligator mit Sonnenbrille, Transporter mit fancy blauleuchtender Sonnenbrille … extremes „Deal with it„!

Nachdem Mel (nicht Mell) mich gestern in den Kommentaren zu meinem Blogpost davon überzeugen wollte, dass Gruppenspiel Spaß macht, habe ich mir einmal Gedanken gemacht, warum das bei mir nicht so ist. Ich liebe MMOs. Aber ich mag es nicht, mit Leuten zu spielen.

Es ist schön, mit Lola zu questen, während wir uns in Skype unterhalten. Aber mit anderen … nein.

Ich bin in Spielen gern mein eigener Herr. Ich möchte Dinge in meiner Geschwindigkeit tun. Das kann bedeuten, dass ich einfach mal zehn Minuten stehen bleibe, um in Pandaria die Berge im Jadewald auf einen guten Screenshot zu bekommen. Oder dass ich auf Tatooine in die Ferne starre. Und andererseits möchte ich wiederum nicht auf den Bekannten eines Fremden warten, der „nur mal noch eben Sachen verkaufen“ ist. Und dann eine halbe Stunde verschollen bleibt.

Taris

Gestern mal auf Republikseite unterwegs. Taris ist genial. Vor allem der Sound … gequältes Metall einer lange toten Stadt, das sich langsam setzt. Coole Sache.

Der gestern schon erwähnte Streß mit Ninjalootern, Leuten, die erziehungsmäßig offenbar der Sau vom Arsch gefallen sind und Movement-Herausgeforderten (ich bin selbst in Sachen Reaktion eher auf der Wanderdünen-Seite des Lebens, aber im Vergleich zu manchen bin ich der Blitz in Dosen) kommt hinzu. Möglich, dass ich deshalb Begegnungen mit den wundervollsten Menschen, dem Salz der Erde, verpasse – aber das ist eben der Preis dafür, dass ich Spaß am Spiel habe.

Endzeit-Filmplakat. Dumm nur, dass Jedi-Botschafter immer solche Kleidchen als Rüstung kriegen ... Ich seh´ aus, als würde ich gleich vom verrückten Hutmacher und dem Märzhasen zum Tee eingeladen. Oder diesem Daedra in Skyrim, der einem dann nen Bademantel gibt.

Endzeit-Filmplakat. Dumm nur, dass Jedi-Botschafter immer solche Kleidchen als Rüstung kriegen … Ich seh´ aus, als würde ich gleich vom verrückten Hutmacher und dem Märzhasen zum Tee eingeladen. Oder diesem Daedra in Skyrim, der einem dann ´nen Bademantel gibt. Aber den Bademantel hat ja schon mein Begleiter.

Warum ich dann überhaupt MMOs spiele? Weil ich zwar nicht gern mit aber mit Begeisterung neben Leuten spiele. Und das hat nicht nur mit Handel, Crafting und Auktionshaus zu tun. Das fing an mit Ultima Online (Freeshard), als man sich als Waldelf, wenn an der anderen Seite des Fensters die rote Schrift eines Black-Lotus-Typen auftauchte, überlegte, ob man sich nun traut, Blade Spirit zu casten und dann mit dem Bogen draufzuhalten oder ob man besser abhaut (die Typen hatten in ihrer Gilde nur schwarzgerüstete Krieger … praktisch nicht platt zu kriegen). Ging weiter, als in WoW „Doofe Namen-Spotting“ ein ganz großes Ding war und beinhaltet auch heute noch immer, dass man Fremden im Vorbeigehen hilft, wenn sie grade an einem Elite kleben oder auch einfach nur bufft. Aber mehr nicht. Nicht nerven, nicht ninja-inviten … in Ruhe lassen.

Ich habe mir, als man in WoW Tauren-Paladine erstellen konnte, eine Holy Cow gebastelt und sie ab Level 15 nur über Random-Instanzen gelevelt. Man kann also sagen, ich hatte mein „fair share“ an Erfahrung mit allerlei MMO-Bevölkerung. Zwar nie Schlachtzüge – aber die Kuh-Heiladin-Erfahrung hat mich auf der einen Seite gelassener werden lassen („Ah, der Todesritter würfelt mir die Willenskraft-Platte weg? Passiert. Vielleicht möchte er entscheidungsfreudiger werden“ – „Oh. Der Schurke geht bei Ikiss nicht hinter die Säule während der auflädt … nicht schlimm, geht auch ohne ihn“), auf der anderen Seite aber auch nach und nach meine Meinung zementiert, dass Menschen ein Problem sind, wie schon Douglas Adams feststellte. Meinen Main-Pala habe ich immer nur mit Lola als Tank in Instanzen gespielt (oder Lola als Heiler und ich als Tank) – und dann war das alles viel besser. Aber warum sich den Streß geben, eine 50%-Chance auf Trottel in der Gruppe zu haben, wenn man das so einfach vermeiden kann? Und mit dieser Erkenntnis verzichte ich frohen Mutes auf weitere Instanzen, Flashpoints, Heldenquests und wie sie alle heißen mögen. Was ich nicht allein oder mit Lola lösen kann, muss ich nicht haben – erhalte mir aber dafür die Freude am Spielen.

Und in SL ist das ähnlich. Auch dort wünsche ich Dinge dann wann ich möchte und in genau der Geschwindigkeit zu tun, die mir genehm ist. Wenn ich abends nach Hause komme, will ich einfach Entspannen. Ich möchte nicht besonders viel reden, ich möchte mich nicht aufregen. Nur Spaß.

SL ist dafür ideal geeignet – man kann IM haben und trotzdem vergnügt allein auf dem Dach des eigenen Hauses, ganz einsam und allein, herumsitzen. Und fühlt man sich sozialer, geht man woanders hin.

Mal sehen, wann ich wieder in SL aufschlagen werde. Ich gebe zu, mein derzeitiges Soziophobie-Level macht es etwas kompliziert.

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  1. Serena
    10. Januar 2013 um 9:52 am

    Mag auch sein, dass in bestimmten online spielen einfach extrem viele Teens unterwegs sind, die einfach nicht mehr schnallen wie man was zusammen macht, weil sie ja nicht mehr so erzogen werden das sie mit anderen zusammen arbeiten können, und sei es in einem Spiel.
    Ich habe damals aufgehört Sacred online zu spielen weil die entweder durchs Spiel rannten als brenne ihnen der Hintern und absolut keine Zeit für Nebenquesten hatten, sondern nur leveln leveln leveln um jeden Preis und im Eiltempo.
    Oder aber die waren so drauf das sie zwar ein mir angenehmes Tempo spielten, dann aber nur logen und betrogen, was eine Spielergruppe natürlich nach aussen angreifbar gegenüber anderen Gruppen macht.
    Dritte Variante waren die Obercheater und Godmodder. Naja.
    War dann nicht mehr meins, und um alleine zu spielen wollte ich nicht on gehen, ich hab es dann ne weile nur noch offline gespielt. Bis ich alles so oft durch hatte das es langweilig wurde weil man alle Quests mitsamt der Hauptquest auf allen möglichen Chars schon auswendig kannte.

    • 10. Januar 2013 um 9:55 am

      Das sind selten Teenager. 😉
      Douche-ness ist in allen Altersschichten verbreitet.

  2. mell
    10. Januar 2013 um 10:37 am

    Ja diese schrecklichen Teenager und noch schlimmer diese furchtbaren Eltern die einfach ihre Brut nicht mehr erziehen…. *entschuldigung das musste sein*
    Zasta du hättest dann mal Post bei SL Info 🙂

  3. Mel
    10. Januar 2013 um 11:27 am

    Ich muss zugeben, beim Versuch zu dritt oder zu viert komplett all-inclusive zu leveln, bin ich an und mit meiner Ungeduld gescheitert. Ich hoffe, Dark kann mir verzeihen.

    Aber zur Abwechslung finde ich immer mal wieder FPs und OPs innerhalb der Gilde nett. Immer dasselbe machen, ist öde. Abwechslung muss sein. Allerdings bringt es mich dann schon wieder an meine Gedulds-Grenze, wenn ich für eine OP mehr als ne halbe Stunde warten muss, bis alle auf den richtigen Char umgeloggt und endlich bereit sind.

    Das schöne an den FPs in Swtor ist aber auch, dass sie zwischen 30 und max 60 min dauern, also nicht abendfüllend sind. Und selbst ein FP mit Leuten, über die man sich ärgern könnte, versaut einem nicht den ganzen Abend.

    • 10. Januar 2013 um 11:50 am

      Die neuen Instanzen und Szenarien in WoW sind ja auch nicht länger. Aber in der Zeit könnte ich eben auch Spaß haben, statt mich vom Spielstil mir unbekannter Leute verblüffen zu lassen. 🙂
      Vielleicht probiere ich das in SWTOR ja irgendwann nochmal – derzeit aber nicht. Und auf Allianzseite … äh .. Republikseite … levle ich ganz allein, Lola möchte im Moment nur Imperium.

      Gilden vermeide ich übrigens auch. In WoW bin ich zwar in einer, aber die ist völlig zwanglos und ich mache das nur wegen dem Levelbonus und manchmal Craftzeug (vor der Sache mit dem Levelbonus war´s einfach nur, weil man mich gefargt hat, ob ich mitmache, als die Gilde gegründet wurde). Gildenchat ist meistens aus.
      Ja, Adran hat recht. Soziophobie vom Feinsten. Kaum zu glauben, wenn man mein Blog so liest …

  4. Adran
    10. Januar 2013 um 11:28 am

    Ja, die Jugend von heute. Verkommen und Verlogen allemale. Ich hab mehr meine Schwierigkeit mit den greisen Gestalten und ihrer gequälten geistigen Unbeweglichkeit, unterfüttert durch erbarmungswürdige Reflexe, die einfach kein ordentliches TEMPO in MMO’s entwickeln und jedes noch so langweilige Nebenquest mitmachen wollen. Und wenn man sich ihrem Schneckentempo anpasst, verstehen sie einfache Absprachen nicht und verwechseln „Need“ und „Greed“ und faseln dann was von Betrug. Am schlimmsten sind aber die „Bauergamer“, die unsagbar blödes Rollenspiel auch noch im finstersten Setting hinbekommen (Lord of the Rings online – da sitzen auch Elben in Bree und faseln Mist über das Wetter)… So hat jeder seine Problemchen mit bestimmten Altersstufen.

    @El Soziphobico: Du wirst spätestens Montag in SL sein – so war der Deal – Camarilla Victa! 😉

    • 10. Januar 2013 um 11:46 am

      Ich werde Montag in SL sein. In Chicago. Mit Vampir. Der Deal steht.
      Und die Camarilla ist der Witz eines Malkavs! Als ich jung war, gab´s sowas noch nicht! 😀 Da waren wir froh, wenn wir einen Bauern zu trinken hatten! Bergauf! Beide Strecken!

      • Tanja
        10. Januar 2013 um 12:05 pm

        Im Schnee! Mit Gegenwind…. egal in welche Richtung!

        • 10. Januar 2013 um 12:06 pm

          Sag ich doch! Mit nichts als unserer umfangreichen Körperbehaarung, um uns warm zu halten!

  5. Serena
    10. Januar 2013 um 3:53 pm

    Nix für Ungut, Mell und Adran.
    Aber ich bin sicherlich kein Kinderhasser. Wäre das so hätte ich nicht einen pädagogischen Beruf ergriffen.
    Nur ist es tatsächlich unserem unsäglichen Zeitgeist entsprechend so, dass viele viele Eltern gar nicht mehr die Zeit haben ihre Kids zu erziehen und ihnen Werte und Respekt vor den Mitmenschen zu vermitteln.
    Die Schäden davon landen dann bei mir. Tut mir leid wenn das in meinem Beitrag klang als würde ich die Jugend verurteilen, im Gegenteil.
    Und sicher gibt es Eltern die gute Erziehungsarbeit leisten, auch das stell ich nicht in Abrede.
    Man muss mich nicht gleich erschlagen nur weil ich ein Phänomen unserer Zeit anprangere

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