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Neues, Dinge, Zeug und Kartoffeln

11. April 2013

Mantis_SpaceTrotz dass ich gestern recht lange in Second Life war, habe ich keine Screenshots. Es gäbe vermutlich auch nur eine sehr kleine, spezielle Gruppe von Menschen, welche die szenische herbe Schönheit meiner Bauplatte in ihrer Gänze erfassen und angemessen goutieren können würden. Deshalb als Dekoration ein Bild des Schiffes meines Bounty Hunters auf dem Weg zu Darth-habs-vergessens Flotte. Bounty Hunter neigen zu ästhetisch fragwürdigen Schiffen. Es mag ein ganzes Rudel Fanboys geben, welche die Slave 1 für das gelungenste Star-Wars-Schiffsmodell halten … für mich sieht sie aus, als hätte der Hulk ein Dixiklo auf eine Schnecke gedonnert und „Now. KISS!“ gebrüllt. Und die Mantis meines SWTOR-Charakters ist ein ebensolcher Unfall. Aber man gewöhnt sich daran. Hässlich aber meins.

Walls_enlighteningAußerdem noch eine Prise „Professor Cedrax bitched mal wieder“. Sich in einer Welt, in der die Macht Realität ist und er in jedem Kampf sieht, was mein Jedi damit anrichten kann, weiterhin Skepsis zu bewahren, hat fast schon mit Trotz zu tun.

Aber ich wollte nicht von SWTOR erzählen, sondern von SL und Diversitäten.

Ich fange mit Second Life an. Ich hatte eine längere Unterhaltung mit einer der Veranstalterinnen des „We Herz/Eistüte/Hodensack RP“-Events. Das scheint nun tatsächlich richtig in Fahrt zu kommen und klingt interessant. Ich war mit ihr einer Meinung, dass man bestimmte Dinge aus SL-RP einfach nicht entfernt bekommt. Sie brachte Highheels aufs Tapet, in denen die ganzen SL-Elfchen immer kämpfen, schleichen und anmutig (TM) aussehen, während ich die omnipräsenten Collars erwähnte, auf die wir uns ebenfalls einigen konnten. Sie hatte zusätzlich die Klage, dass man für weibliche Charaktere keine vernünftige Ausstattung fände, wenn man jenseits von Kleidchen und Schühchen unterwegs wäre und brachte ihren Neid zum Ausdruck, dass es vergleichsweise soviel an Rüstung für männliche Charaktere gäbe. Das verblüffte mich – ist es doch eine immerwährende Quest gerade in diesem Bereich! Aber es liegt wohl daran, dass man fantasymäßig schon einen ganzen Haufen Zeug hat – es aber mauer bis nonexistent wird, sobald man das kleine Adjektiv „historisch“ hinzufügt und einen Anspruch knapp oberhalb von „Totenköpfe!! Stacheln!! Schulterpads!!“ kultiviert.

Ebenso immerwährend hat Adran weiterhin versucht, mir einen nächsten Tritt in den Hintern zu geben, damit Akkon mal auf die Füße kommt. Jap, es wird was. Ich baue heute das Grundgerüst für die Mönchsritter-Habite, vallah!

Soviel zu Second Life – weiter mit Dingen. In den letzten Monaten habe ich (vermutlich unbemerkt, alles nur blaue Schrift) immer mal wieder ein, zwei Dinge zu meiner Linkliste hinzugefügt. Keine SL-RP-Blogs, da ich nicht zu den Leuten gehöre, die sich für RP-Geschichten interessieren. Ironisch und/oder paradox – aber es ist einfach nicht meins. Entweder es ist schon ewig in meiner Linkliste oder hat etwas, das es völlig alleinstellt (wie Broms Blog. Das ist mal echt speziell, aber Holladiewaldfeeundallebewohnerdesmärchenlandes! „Wie geht es Deiner Liebesgrotte?“ hat in meinem engeren Umfeld das profane „Hallo“ oder „Guten Tag“ völlig abgelöst. Dank Brom! Das meine ich ernst – in einer Welt der Konsens-Literatur ragt er wirklich heraus). Ansonsten. Hm. Nichts für mich. Das ist keine objektive Wertung – ich wette, es gibt grandiose Epen dort draußen! Aber ich lese lieber Meta-Texte.

Neu und erwähnenswert sind American Bureaucrat, weil es die kurze Form perfektioniert hat, Unser Alltag, weil ich den runden Stil einfach bewundere, Wave at the Bus, dessen unbändigen Willen zur Kostümierung jeder LARPer mit anerkennendem Kopfnicken zur Kenntnis nehmen muss (und der völlig zu recht langsam wirklich berühmt wird) … und, als Höhepunkt: Stellar Potato. Noch recht neu – gestern habe ich Kartoffel 268 geflogen, mittlerweile sind es über 2000. Entspannend und wunderschön.

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  1. 11. April 2013 um 12:59 pm

    “Wie geht es Deiner Liebesgrotte?” hat in meinem engeren Umfeld das profane “Hallo” oder “Guten Tag” völlig abgelöst.

    HA HA HA HA HA HA HA HA

    • 11. April 2013 um 1:02 pm

      Hey, manche Leute setzen Trends, andere folgen nur. Ich find´s gut, dass Du so einen schrägen Stil hast. Immer weiter so, das ist effin´ cool!
      All glory to the hypnotoad! 🙂

  2. Johanna
    11. April 2013 um 2:57 pm

    Zasta, ich hätte nicht gedacht, dass ich mal was an deinem Schreibstil zu monieren haben würde.
    Aber „Trotz dass ich…“ rollt mir meine persönlichen Stil- und Grammatik-Fußnägel hoch.

    • 11. April 2013 um 3:14 pm

      Ersetze es im Geiste durch ein glattes „Obwohl“ und atme beruhigt aus. 😀

      Gestern hat mich Tanja auch bei einem badischen Genitiv (gemeinhin Dativ genannt) erwischt und angemessen gerügt. Vermutlich fault mir gerade die Stildrüse.

  3. Johanna
    11. April 2013 um 3:29 pm

    Boah, nun hab ich grad schallend losgelacht! Ich hab in der Eile, weil ich gleich zur Arbeit sause, statt „Stildrüse“ „Stinkdrüse“ gelesen.

    Eine faulende Stinkdrüse müsste der blanke olfaktorische Horror sein.

    • 11. April 2013 um 3:40 pm

      Minus mal minus gibt plus. Andererseits darf man mit einer Durian auch nicht ins Flugzeug steigen.

  4. Tanja
    11. April 2013 um 3:45 pm

    Zasta Korobase :
    Ersetze es im Geiste durch ein glattes “Obwohl” und atme beruhigt aus.
    Gestern hat mich Tanja auch bei einem badischen Genitiv (gemeinhin Dativ genannt) erwischt und angemessen gerügt. Vermutlich fault mir gerade die Stildrüse.

    Gerügt?! Ausdrücklich belobigt!! Ich darf das…ich komm aus’m Ruhrgebiet. DEM Hochburg vom Dativ!

    • 11. April 2013 um 6:01 pm

      Bei Dir liegt nur ein haarfeiner Grat zwischen Rüge und Lob!

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