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Kreativitätszwang

30. April 2013

Remy_schreiben_aManchmal hat man einen Lauf – und manchmal eher nicht. Eigentlich könnte ich nach diesem Satz aufhören zu schreiben, weil damit eigentlich alles gesagt ist.

Bei mir war in letzter Zeit das ganz Große „eher nicht“ angesagt. Ich habe sehr viel gezeichnet … jedoch irgendwie nichts von belang. Immer „ganz nett“ aber jeder weiß, dass „nett“ nur der kleine Bruder von „scheiße“ ist. Geschrieben habe ich maximal Fragmente und mit keinem davon war ich auch nur ansatzweise zufrieden. Ich habe mir zum Vergleich durchgelesen, was ich vor einem halben Jahr zu Papier gebracht habe und dachte mir einfach nur noch „WTFLOL?! Das war gut! Und jetzt? Pittoresk-maniriertes um sich selbst kreisen, dass es einer Sau grausen möcht´“.

Das muss anders werden. Wieder klarer, strukturierter – und vor allem fleißiger sein. Dieses „der einfache Weg führt auch zum Ziel“ produziert nur Mittelmaß.

Aber sich so etwas sagen und sich dann dazu aufraffen sind zwei grundverschiedene Paar Stiefel!

Remy_schreiben_bNatürlich wird so etwas nicht von jetzt auf gleich wieder gut. Vor mir liegt ein ganz schön steiler Hang. Aber den ersten Schritt habe ich getan, in dem ich zugelassen habe, dass ich mich über etwas geärgert habe. Peace is a lie, there is only passion.

Bei unserer Dark-Ages-Runde teile ich mir den Spielleiterposten mit einem Kumpel. Wir wechseln uns alle paar Monate ab. Und wir sind alles Individuen. Soll heißen: Ihm ist Setting wumpe, hauptsache Action. Und das macht mich fertig. Es muss/kann/soll keine Vorlesung zum Thema Politik der Stauferzeit werden … aber ich will kein Disney-Mittelalter. Ich halte die Klappe so lange es geht (man will ja auch nicht rumnörgeln, wenn man schon mal spielen darf!) aber irgendwann zuckt mir die Hand zur Retro-Facepalm, wenn ich nicht aufpasse wie ein Schießhund. Und mein versteinertes Lächeln fängt an, die Mitspieler zu entnerven. Through passion I gain strength.

In der letzten Runde war es mir einfach zuviel. Ich war sowieso übermüdet und deshalb etwas näher am Ärger und … naja, zuviel eben. Nicht schön. Vor allem im Kontrast zu Vampire Rome, wo unser Spielleiter genauso ein Geschichtsfreak ist wie ich und ich mich absolut dort fühle.

Zusammenfassung der Wirrnis: Inneres Brodeln. Viel davon. Und dann heute auf dem Weg zur Arbeit der Durchbruch. Die Idee, wie ich die derzeitige Charakterkonstellation optimal in die Kampagne bringen kann, die die andere Gruppe angefangen hat. Through strength I gain power.

Jetzt muss ich das alles nur noch zu Papier bringen, damit ich es nicht wieder vergesse und die anderen dazu bringen, dass ich nächstes Mal wieder leiten darf. Through power I gain victory.

Dürfte nicht allzu schwer sein. Denn eigentlich schneide ich mir damit ins eigene Fleisch. Immerhin möchte ich ja viel lieber spielen als leiten. Aber ich mag es, eine World of Darkness zu basteln, die so nah an der „historischen Wahrheit“ entlangschrammt, wie es mit Vampiren, Gestaltwandlern und Magi eben möglich ist. Das ist immens unterhaltsam. Through victory, my chains are broken.

Und mit diesem Projekt kommt meine Kreativität und meine Energie zurück. Das muss ich mir jetzt bewahren. The Force shall free me.

Second Life fand gestern ein wenig statt – Adran hat mir ein Haus für Vampire-RP gezeigt. Ich war aber zu müde um mich konstruktiv zu äußern.

Mell und ich haben tatsächlich die Fantasy Faire verpasst. Na, passiert. So einen Event nur so kurz laufen zu lassen ist vermutlich auch gelinde unweise. Wird trotzdem seinen Schnitt gemacht haben.

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