Schlimme, schlimme Seuche

21. Mai 2013

Kurtarbeles_Mantel_aIch habe mir etwas gefangen, das auf WordPress-Blogs seit ein paar Monaten umgeht: Die anonymen E-Mail-Follower. Keine Ahnung warum, keine Ahnung wie – aber seit vier Tagen habe ich jeden Tag sicher zehn Mails, dass mir „insertblödenNamenhere“ nun folgen würde. Natürlich hat mich das ziemlich verwirrt und ich habe nachgeforscht. Wie es aussieht, hat diese Flut eine Menge Blogs getroffen. Quer durch den Garten jedes Themengebiet, völlig egal, ob groß oder klein, Nische oder breit aufgestellt. Niemand weiß, was das soll. Allgemein wird vage von Spam-Möglichkeiten ausgegangen. Doch bisher ist der einzige Spam die schiere Masse der „has subscribed to your blog“-Mails. Ich könnte mal sehen, ob ich die E-Mail-follow-Möglichkeit ganz abschalten kann, nur wäre das blind an den Symptomen herumgedoktort. Nervig ist es auf jeden Fall.

Kurtarbeles_Mantel_bSL-mäßig lief am Pfingstwochenende für mich nicht viel. Chri hat mich wegen seines RP-Helfersyndrom-Projektes angesprochen, ich war etwas misanthropisch – aber anscheinend sind Schweizer an sich mit so unerschütterlichem Optimismus ausgestattet, dass zynische Antworten einmal durch den „der will doch nur spielen“-Filter laufen, um am anderen Ende dann frisch und rosig wieder aufzutauchen. Prinzipiell ist es ja auch eine gute Idee. Bleibt nur die Frage, ob man da nicht ein Problem schafft, das vorher noch nicht vorhanden war. Oder (wieder das zynische Schweinehündchen in meinem Ohr) das in SL nunmal systemimmanent ist.

Ansonsten war ein ganzer Tag dem RL-Vampirespielen gewidmet. Ich ging ohne besondere Lust hin – aber es wurde natürlich einmal mehr denkwürdig. Die beiden Neuzugänge zur Runde haben sich gut eingefügt (wenn ich auch den florentinischen kleinadligen-Lasombra noch etwas zu schrill finde. Na, wird sich noch geben) und ich konnte mit einem schönen Cliffhanger enden („Du kannst doch nicht einfach Kostas umbringen!!“).

SWTOR fand dann am Montag statt, der sowieso völlig verregnet war. Kapitel eins der Agentenstory beendet. Coole Sache.

Wie man sieht habe ich ihm passend zu den Ereignissen auch sein Imperiums-Jäckchen aus- und ein langes Gestapo-Mäntelchen angezogen. Wie man ebenfalls sieht setze ich meine große Tradition fort, meinen Charakteren Tiernamen zu geben.

Ich habe mich in die Heilerrolle hineingefunden, aus einer plötzlichen Laune heraus auch eine vierer Heroicquest geheilt (Ei mit Maggi. Lecker aber ich brauch nicht noch eins) und es ist wie das Tanken ebenfalls ein sehr entspanntes Spielen. Bei Bossen gehe ich rein auf Heilung, beim Trash ist es spannend die Balance zu finden, bis wann man Schaden macht, bevor man seinem Companion besser mal eine Kolto Infusion hinklatscht. Raketenwissenschaft ist es jedenfalls nicht. Wie immer – HoT aufrecht erhalten, auf Tactical Advantage warten, hin und wieder Oh-Shit-Heilung drauf. Damit geht man aus nahezu jedem Kampf voll raus und die Energie sinkt selten unter 3/4.

Beim Endkampf von Kapitel eins bin ich nur einmal draufgegangen, da ich statt mit Kaliyo mit Vector gekämpft habe, was bedeutet, dass der gute Käfermann natürlich als Damagedealer gegen einen Heiler nicht so optimal Aggro hält. Das ist kein Problem, wenn man nur den Boss hat … aber ich habe gepennt und nicht darauf geachtet, dass bestimmte Mobgruppen respawnt sind und mich der Boss in Phase zwei dann mit seinem Sith-herumgebombe in eine davon geschmissen hat. Da wars dann vorbei, das konnte Vector nicht mehr auffangen. Eigene Dummheit.

Außerdem habe ich mir testweise mal einen Charakter auf dem deutschen SWTOR-RP-Server erstellt. Nun ja. Der Allgemeinchat war … interessant. Nicht WoW-prollig (eher das Gegenteil), aber seltsam. Es wurde sehr viel über RL-Befindlichkeiten geredet („Ich hab´ ja sooo Kopfweh“  – „Das tut mir leid!“), was nach zwei Stunden doch etwas zehrt. Aber man sollte den Allgemeinchat erst eimal anlassen, wenn man sich einen Überblick über das Klima auf einem Server verschaffen möchte. Dort scheint es jedenfalls sehr kuschelig zu sein. Ich bin dann irgendwann wieder Richtung Ebon Hawk verschwunden. Vielleicht irgendwann noch einmal ein zweiter Versuch.

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  1. Johanna
    24. Mai 2013 um 6:35 pm

    Ich weiß ja nicht, ob du weißt, dass Chri ein Werbemann durch und durch ist…. Es ist weniger sein Schweizertum, glaub ich, als sein unerschütterlicher Glaube an sich selbst. Könnte natürlich sein, dass DAS schweizer-immanent ist. ^^

    • 24. Mai 2013 um 10:41 pm

      Kennst Du von Dietmar Wischmeyer „Eine Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten“? Da gibt es die schöne Formulierung: Der Bekloppte glaubt bedingungslos an sich selbst – was Wunder, er kennt ja auch sonst niemanden! 😀

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