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Zwischen Tod und ewig leben muss es etwas Drittes geben …

4. Juni 2013

Remy_Ankunft_aHinter ihm knarrte die Punia Aeterna, das Flaggschiff seines Herrn und Blutvaters, und zerrte an den Tauen. Morgen würde die Galeere wieder gen Limassol – nach Hause … – aufbrechen und Maryam und ihn hier zurücklassen. Rémy atmete tief und unnötigerweise ein und ließ sich in einer jahrelang geübten Bewegung – einer Mischung aus Schulterzucken und Kopfschütteln – die Haare in die Stirn fallen. Feindesland.

Er sollte nicht hier sein. Und wusste doch genau, warum Iskender von Carthago ihn so weit wie möglich nach Osten geschickt hatte. Rémys Heimat brannte. Die Franzosen, die Katholiken, sie töteten seine Glaubensgenossen, die Reinen, die Katharoi. Und statt in seiner Geburtsstadt für den wahren Glauben zu kämpfen, half er seiner Schwester im Blute auf der Suche nach Abu Ibn Sina, dem größten Arzt des Erdkreises. Letzter bekannter Aufenthaltsort: Alamut. Nicht einfach.

So gut sein Clan auch mit den Söhnen Haqims auskam, so unwahrscheinlich war es dennoch, dass sie Maryam einfach in ihr Sanctum würden spazieren lassen. Diese Mission würde langwierig werden. Vertrauen erwerben, reden, verhandeln.

Während Okzitanien einen blutigen Tod starb.

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Aber selbstverständlich hatte Iskender recht. Die Salubri waren wichtiger als seine alten Familienbande. So wenige nur noch … Und gerade Saulots Kinder, die Heiler des Clans, waren ständig gefährdet. Maryams Mission war wichtig. Sie wollte und musste lernen. Für eine Zukunft, in der vielleicht Gerechtigkeit geschehen würde.

Rémy ging durch die Straßen des nördlichen Hafenviertels. Selbst jetzt, zu dieser Stunde, noch belebt. Er sah zur Zitadelle hinauf. Daneben eine Kapelle. Fast ohne sein Zutun trugen ihn seine Füße dorthin. Die genagelten Sohlen seiner Stiefel klackerten auf den Steinen des stillen Kreuzgangs. Eine Insel der Ruhe im Geräuschemeer der nächtlichen Stadt. Die Tür war nicht verschlossen. Natürlich nicht. Mondlicht auf dem Boden wie Milch in einer Schüssel.

Bevor er sich zum Gebet kniete, strich er das ungewohnt schwarze Habit glatt. Kein strahlendes Weiß. Dunkel und abgewetzt. Kein okzitanischer Adliger, nur ein geringer Sergeant. Er konnte nur hoffen, dass das Spionagenetzwerk des hiesigen Prinzen nicht gut genug war, dass er als Blutsohn des Großkomtur von Zypern erkannt wurde.

Er war kein guter Diplomat.

Er musste es werden.

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OOC: Spontaner Beschluss von gestern Abend. Heute, Dienstag, gibt es ein informelles RP in Akkon. Noch ohne irgendwelche schöne Innengestaltung, nur ein wenig Gespiele, weil wir Lust darauf haben. Dabeisein werden bisher Mashia, Adran und ich – jeder, der seinen Vampir mal IC vorstelle möchte, ist natürlich herzlich willkommen.

Remy_Ankunft_cBesonders wichtig ist, dass man einen Minirock trägt. Tanja hat hier schonmal etwas vorbereitet. Zeit … ist 20 Uhr okay? Ich kann auch früher, aber acht Uhr war bisher immer so ein kleinster gemeinsamer Nenner.

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  1. te-ah-tim-eh
    4. Juni 2013 um 7:46 am

    Hm, Sallys Veitstanz? Das klingt als könnte es mit so einer Themenmusik amüsant werden.

    • 4. Juni 2013 um 7:53 am

      Hatte ich noch als Ohrwurm von der Autofahrt. Es wäre das oder „Tomatenfisch“ von den Inchtabokatables gewesen. Und diese Quote ist einfach schöner für Vampire als „Ach ja, und ´n Hund will ich auch!“.

  2. Kendrick McMillan
    4. Juni 2013 um 8:10 am

    „Zwischen Tod und ewig leben muss es etwas Drittes geben …“
    Klar entweder Bottrop oder Oer Erkenschwick

    • 4. Juni 2013 um 8:14 am

      Bottrop ist nur eine Ausfahrt an der A40, das zählt nicht. 😉

  3. Tanja
    4. Juni 2013 um 9:59 am

    Dann kann es nur Bielefeld sein.

    PS: Hätte man mich informiert das ich in einen Abend der Entscheidungsfindung gerate, welcher bildlich protokolliert wird, natürlich hätte ich Hosen getragen.

    • 4. Juni 2013 um 10:01 am

      Besser eine Burqa. Man weiß ja nie. Oder zumindest noch ein Schwert umgehängt.
      Und es war ja keine Entscheidungsfindung. Wir standen doch nur herum und haben gelabert. Also wie immer. 😀

  4. dieandera
    4. Juni 2013 um 11:52 am

    nen Tomatentunfisch will ich haben dann braucht man nur noch den Zwiebelfisch und hatt alles was man für ne leckere Pizza braucht

    • 4. Juni 2013 um 12:33 pm

      Dir fehlt der Teigfisch. 😀 Und der Basilikumfisch.

      • dieandera
        4. Juni 2013 um 12:40 pm

        das ist doch Blödsinn, jeder weiß doch das Teig Bergmännisch abgebaut wird, oder hast du noch nie von den Teigmienen in Verona gehört? Übrigens sehr gefährlich viele der Kumpel die in den Teigminen schuften müssen werden nicht älter als 50

        • 4. Juni 2013 um 12:56 pm

          Ja, klingt nach vielen Hefe-Explosionen.

          • dieandera
            4. Juni 2013 um 2:27 pm

            deswegen haben die Kanarienvögel dabei die warnen normal davor

          • 4. Juni 2013 um 2:34 pm

            Die sind auf trockenhefe trainiert? Mann, diese Italiener haben´s drauf!

  5. dieandera
    4. Juni 2013 um 12:06 pm

    ach, war gestern kurz auf dem umgebauten Lydius,
    die Sim hat eine erschreckende rolle rückwärts gemacht, sehr schade
    von einer sich Antik und echt anfühlenden Sim mit Tempeln und co wurde sie wieder ein Primhaufen der aussieht wie schlechtes Fake Mittelalter.
    Nun ja kein wunder wenn man eine 2-3 Jahre alte Gestaltung wieder vorkramt.

    • 4. Juni 2013 um 12:34 pm

      Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. 🙂

      • dieandera
        4. Juni 2013 um 12:41 pm

        jap, aber trotzdem irgendwie enttäuschend und verwunderlich

        • 4. Juni 2013 um 12:56 pm

          Ist vermutlich eine Hipster-Sache. Was weiß ich?

  6. Tanja
    4. Juni 2013 um 12:47 pm

    Oder sein Gefängnis.

  7. dieandera
    4. Juni 2013 um 3:08 pm

    Zasta Korobase :
    Die sind auf trockenhefe trainiert? Mann, diese Italiener haben´s drauf!

    wenn die Konzentration zu groß wird singen die Vögel

    dann wissen die Bergarbeiter das sie die Mine verlassen müssen

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