Was wäre wenn …?

5. August 2013

Reicher_Rentner_bDas letzte Mal, als ich Zasta gespielt habe, war das 2011 in Kusas winzigem Dorf bei Belnend. Er war Navigator und Besitzer in Personalunion einer Fracht-Bireme – der „Nautilia“ – und dabei, in der Thassa-Logistikbranche Fortschritte zu machen. Kusa wiederum lebte ganz für ihre üblichen bizarren Forschungen (die Sache mit den Skeletten war noch recht groß) und zog den noch in Lydius geborenen Sohn der beiden, Rufus Taurus, auf.

Man folge mir also einfach mal aus Spaß auf einem kleinen, gewundenen Weg vom damals zum vielleicht jetzt …

Reicher_Rentner_aNimmt man den SL-Gor-üblichen Zeitfluss als Maßstab, sind seit 2011 sicherlich fast zwanzig Jahre vergangen. So könnte also passiert sein …

Zasta hat nun statt einem vier Schiffe – die Nautilia, die Stella Lydia (wer weiß, woher ich die Inspiration für diesen Namen habe, gewinnt einen Spaziergang über den Starship Graveyard auf Hoth), die Amor Vincit Omnia und die Ad Astra (letzteres sind die Namen von Harsieses Schiffen). Er hat sich in einem winzigen Hafen namens Porta Corva (erfunden), einen halben Tag nördlch von Port Kar, niedergelassen – wobei sein Heimstein nach wie vor Lydius ist, das er seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Man hat es unter dem Protektorat der großen Hafenstadt ganz gemütlich – zwar politisch nur Satellit aber wen kümmert das? Zasta hat die Geschäfte und allen Besitz an seinen mittlerweile erwachsenen Sohn weitergegeben, der damit beschäftigt ist, die angestellten Händler (es geht auch mal andersrum, ihr Krämer!), Seeleute, Wachen, Arbeiter und dergleichen zu koordinieren.

Jetzt ist man also mit knapp vierzig schon Rentner und kann tun, was man gerade möchte. In Zastas Fall sind das mit ziemlicher Sicherheit Reisen, Forschungen (was ist eigentlich aus dem Sleen-Projekt geworden?), Besuche bei Kusa (keine Ahnung, ob sie den Vertrag verlängert hätten oder nicht. Gut verstehen würden sie sich in jedem Fall noch und zusammen wohnen wäre – wie damals – auch nicht drin. Dazu sind beide zu exzentrisch) und der Versuch, vielleicht noch einmal irgendwo einen Tarn zu erwerben, der den Platz des lange verblichenen Richard einnehmen kann.

Tja, Gedankenspiele.

Und das alles nur, weil Andera so schöne Städte baut.

Geschehen am letzten Wochenende. Ich habe mich mit Adran über die Witcher-Romane (kann Sapkowski jemanden leiden und wenn ja, wen?) und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, diese als RP umzusetzen unterhalten und dabei mal gesehen, ob ich Zasta optisch modernisieren kann. Wie sich zeigte, war erstaunlich wenig nötig, um auf den Stand von 2013 zu kommen. Skin blieb (das gute Stück von Redgrave ist immer noch fast unerreicht), Augen blieben, Hairbase blieb (den Laden gibt´s eh nicht mehr und seitdem habe ich keine besseren gefunden). Haare wurden wieder kurz, der Bart wanderte vom Kinn an die Seiten (Mutton Chops für den Gewinn!) weil das schön seemännisch aussieht. Kaufen musste ich dahingehend nichts, da das Jonahs Haare und Bart sind, die ich nur eingefärbt habe. Schmuck blieb ebenfalls, da RP-relevant. Mann, der Gefährtenschaftsring ist sogar von 2010 …

Bracers von knicknack sind auch schon alt und Sandalen in Mesh gibt es außer die in den Gladiatoren-Sets (die natürlich auf dem anderen Charakter sind …) keine gescheiten, so dass ich auf altes Sculpt-Zeug aus den Tiefen meines Inventars zurückgriff. Einzig neu ist die Mesh-Tunika. Gefällt mir sehr, da schlicht. Okay, ich hätte sie gern in mod, da die Texturen nicht ganz so dolle sind – aber man kann nicht alles haben, es war nicht teuer und ob ich dieses Outfit jemals verwende steht sowieso in den Sternen.

Jedenfalls sieht Zasta nun deutlich älter und erwachsener aus (ich erinnere mich noch gut an Kusas entsetztes „Ich habe ein Kind vergefährtet!“ als sie erfuhr, dass Zasta erst knapp über zwanzig war. War amüsant) und … ja, was und? Nichts und. Er ist und bleibt ein lieb gewonnener, lang gespielter Charakter mit einer reichen Story im Nacken.

Ich hebe meinen Becher mit Wasser und trinke auf ihn. Auf den Forscher, unfreiwilligen Juristen, unfreiwilligen Politiker und immer Neugierigen. Nie gab es einen weniger bürokratischen Blaukastigen. Auf Gorwing Duck, Auf den blauen Indiana Jones.

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  1. 5. August 2013 um 11:31 am

    woher hast du denn die Meshtunika? Tharkan sucht schon ewig und findet nix… wir haben auch einige Tipps von Adran abgeklappert, wo es teilweise super schöne Sachen gab- aber nix in Mesh was gefiel.. oder gleich garnix in Mesh für die Herren der Schöpfung….

  2. Te-ah-tim-eh
    5. August 2013 um 12:23 pm

    Ein paar hundert Jahre Lebenserwartung und mit 40 in Frühpension? Gor wird untergehen, wenn das Rentensystem krachend zusammenbricht. 😉

    • 5. August 2013 um 1:00 pm

      Ach was, das ist wie an der Uni – emeritiert aber immer noch am publizieren.

  3. Serena
    6. August 2013 um 7:38 am

    Stella Lydia?
    Vermututung eins: Als Erinnerung an die Zeit als Lydius noch ein funkelnder Stern am Himmel der RP Orte war?
    Vermutung zwei: Als Erinneung an eine Dame namens Lydia, die Dich irgendwann irgendwo sehr beeindruckt hat?
    Vermutung drei: Weil das Schiff (Lydius ist wie Du sagst ja sehr nahe) wie ein kleiner Trabantenstern um Lydius herumschippert?

    Ich weiss nicht ob ein Avi unbedingt Mesh tragen und up to date sein muss. Meine männlichen Avatare haben so gut wie keins und vermissen es auch nicht.
    Meine weiblichen Avis sind sehr wählerisch mit Mesh, da ich einerseits zwar viele Klamotten schön finde, es andererseits aber unerträglich finde das sich die Figur den Herstellern der Klamotten entsprechend verändert. Und die Hälfte meiner Mädels ist zu drall um Meshes tragen zu können, da, egal welche Grösse der Hersteller macht zum Beispiel bei XL oder XXL nie ein Bäuchlein oder eine etwas breitere Taille drin ist.
    Meine Jungs mögen es nicht wie Meshhersteller den Hintern und die Schenkel definieren, und schon gleich gar nicht die Schultern.
    Nee, muss nicht sein.

    • 6. August 2013 um 7:46 am

      Nope. Stella Lydia heißt so wegen dem gigantischen Dreadnaught namens „Star of Coruscant“, das als kilometerlanges Wrack auf Hoth herumliegt. Also philosophisch nicht sehr tief aber eine Verbeugung.

      Mich hat bei Prim-Tuniken immer unglaublich fuchsig gemacht, dass die Lappen durch alles durchhängen. Beim Sitzen, Stehen, Laufen … zum Kotzen. Man sieht aus wie Josephine Baker im Bananenröckchen. Und das ist albern. Tuniken waren deshalb das Erste, was mich beim Gedanken an Mesh mit einem warm and fuzzy feeling erfüllt hat. 🙂
      Mit den Größen habe ich selten Probleme, da Mesh bekanntermaßen am Skelett hängt und deshalb Schulter-, Taillen- und Hüftbreite, Arm- und Beinlänge genau die des Avatars sind. Und die S-Größe passt auch meinen schlanken, wenig bemuskelten Avataren ohne Probleme. Oder sieht Zasta auf diesen Bildern klumpig aus? Ich finde, er sieht sehr gut aus!
      Von daher: yay für Mesh bei RP-Klamotten!

  4. Serena
    6. August 2013 um 9:15 am

    nö er sieht nicht klumpig aus. Aber bei den Klamotten, Skelett hin oder her, die ich jemals probiert habe – und egal ob Männlein oder Weiblein – war es immer so dass, wenn ich die Alpha auszog um zu gucken wie sich das Kleidungsstück zum Körper verhielt ……..der Körper irgendwo durchkam oder an anderen Stellen viel zu sehr verdeckt wurde. Soll heissen:
    Auch wenn es am Skelett hängt entspricht es nicht der Figur des Avatars. Das CLippen hat mich nur in meinem allerersten SL Monat geärgert. Danach hab ich es geschafft, das einfach auszublenden. Nur wenn ich ein Photo machen wollte, konnte ich das nicht, da sieht es einfach dämlich aus. Aber beim RP oder Rumlaufen in SL hat es mich nicht mehr gestört, ich habs mir einfach weggedacht 🙂

    • 6. August 2013 um 9:29 am

      Da bin ich wohl mit meinen eher normalo proportionierten Charakteren ohne Heldenproportionen endlich mal auf der Sonnenseite angekommen! 🙂
      Zu Sculpt-Zeiten passte mir nichts ohne Gefrickel, jetzt ziehe ich S an und es passt.

  5. Johanna
    6. August 2013 um 3:11 pm

    Zasta sieht nicht klumpig aus, aber gar nicht, sondern erwachsener und doch durchaus etwas muskulöser. 20 Jahre eher Outdoor und nicht nur Federhalter stemmen macht sich halt doch bemerkbar. ^^ Quite handsome! Und der Backenbart steht ihm. Obwohl er mich auch ein wenig an Steampunk und ein Monokel erinnert. ^^

    Wann hat er sich denn eigentlich erinnert, wer er ist und wo er herkam? Das letzte, was du hier im Blog über ihn schrubst, war noch mit Gedächtnisverlust. Glaub ich.

    • 6. August 2013 um 3:23 pm

      Du warst nicht dabei, als Kusa da ihre ganz spezielle Mediziner-Magie gewirkt hat … 😀
      Nein, er wurde mit nichts auf den Kopf geschlagen. Daran konnte man sie hindern. Aber ihr Ausraster war schon bühneneif.
      Ich mag RP mit Kusa sehr. Schade, dass sie in SL mittlerweile noch rarer ist als ich.

  6. Mell
    7. August 2013 um 2:40 pm

    Zasta und Kusa 🙂 ich erinnere mich an Kusa nur in Bademantel, Schluppen, Handtuchwickel auf dem Kopf und einer Gesichtsmaske (ich glaube die war grün) und in der Hand ne Pfanne ….auf dem Weg in die Taverne *gg*

    • 7. August 2013 um 2:47 pm

      Die beiden haben eine großartige „Hausdrachen“-Komödie aufgeführt, während das 1:1-RP sehr tief und ruhig war.
      Meistens. 😀
      Mit Kusa konnte ich meine alberne Seite voll ausleben und trotzdem hat sie zum Beispiel beim Guerilla-RP viel Dichte, Spannung und Ernst reingebracht. Sie hat geholfen, dem Maat und mir echtes Bedrohungs-Gefühl zu vermitteln. Mann, war Iltras damals im Versteck im Wald fertig mit der Welt! So hätte das RP immer sein können.
      Nostalgie beißt mich schon wieder in den Hintern!

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