Startseite > Out Of Character > Ich hasse Abschiede

Ich hasse Abschiede

9. August 2013

BeautySo ein Scheiß. Es war schon länger angekündigt und ist ja auch ein toller Grund … aber es ist trotzdem ein Scheiß.

Ja, das ist mal ein RL-Post. Und zwar kein schöner. Deshalb habe ich einen albern nachbearbeiteten Screnshot vornedran gestellt.

Ein guter Freund hat die Beförderung bekommen, auf die er seit Jahren scharf ist. Und deshalb zieht er nach Berlin. Ans Ende der Welt. Dreck.

Klar, das ist das Zeitalter der sozialen Netzwerke, da verliert man sich nicht aus den Augen. Nur, dass wir dergleichen nicht benutzen. Wir haben uns immer per Telefon, per Mail oder – meistens sogar … Steinzeit! – per persönlicher Absprache verabredet. Was nicht bedeutet, dass dann immer alle da sind. Aber ich wette, für pünktliches Erscheinen (oder überhaupt-Erscheinen) kann auch ein soziales Netzwerk nicht garantieren.

Es ist schon schwierig genug, mit einer Freundin, die es ans Theater in Bonn verschlagen hat, Kontakt zu halten – und das ist nichtmal ein Drittel der Fahrstrecke weg. Ich fürchte, Freund C. ist uns für immer verloren. Ein Nebeneffekt ist darüber hinaus, dass er der einzige war, der außer mir in der 1244-Vampire-Runde geleitet hat, ich somit entweder Kumpel D. mal dazu bringe, gelegentlich den Sack voller Katzen zu hüten, oder mich damit abfinde, dass ich am dransten bin.

Ich sollte mich freuen, dass die Welt der Biologie/Pharmazie nun für C. offen steht. Statt dessen bin ich mies gelaunt. Manchmal bin ich echt am unteren Ende der guter-Mensch-Skala.

Fuck.

Advertisements
Schlagwörter:
  1. Serena
    9. August 2013 um 9:23 am

    Vergiss die Skala.
    Freunde an die Weiten der deutschen Republik zu verlieren tut immer weh! Und täte es das nicht, wärest Du auf der Skala noch weiter unterendig als so.
    Wer könnte das besser verstehen als diese hier…….
    …… deren drei beste Freunde/Freundinnen ebenfalls in unerreichbaren Fernen leben?
    (Unerreichbar ist relativ und budget abhängig. Unerreichbar ist relativ und berufsstress abhängig.)
    Bloss das ich diejenige war die wegzog.
    Und nee, man verliert sich nicht unbedingt aus den Augen aber es ist dennoch was anderes als schnell mal auf einen Tee bei jemandem vorbei springen zu können.
    Dabei sind es bei mir „nur“ 320/360/ und ……na gut einmal 740 km!
    Die ersteren sollte man locker erreichen können, oder die mich. Aber nun sind wir nicht mehr die Jüngsten, und meine Gabi zum Beispiel wird von ihrem Job derart aufgefressen, dass sie sich an Wochenenden am liebsten nur daheim vergräbt und keinerlei Resourcen mehr für Autobahnfahrten hat.
    Der langen Rede kurzer Sinn: Ich versteh Deinen Frust!
    Shit.

    • 9. August 2013 um 10:57 am

      Danke.
      Als absoluter Slacker fällt es mir auch schwer, den Grund nachzuvollziehen. Ein Job ist dazu da, dass der Kühlschrank und der Autotank voll sind. Mehr nicht. Warum man dafür nach sonstwohin muss, will mir einfach nicht in den Kopf. Aber ich akzeptiere, dass andere Menschen nicht die gleiche „midoegal“-Haltung in Karrieredingen haben wie ich.
      Aber wie schon gesagt: Scheiße.
      Ja, Scheiße.

  2. 12. August 2013 um 11:17 am

    Nun hast Du einen Grund mal die geilste aller Großstädte zu besuchen, wenn Du dann schon mal da bist, ruf mich an, gehen wir auch mal ein Bierchen trinken.

    Und ja, Geld verdienen ist auch geil! Restaurant statt Kühlschrank ist, zumindest Samstags, meine Devise.

    Der Sleen

    • 12. August 2013 um 11:50 am

      Kein Alkohol für mich. 😉
      Und Berlin-Hype ist auch nicht meins. Nur weil irgendein Feuilleton-Waschl enge Hose bekommt bei mehreren plattsubventionierten Theatern … 😀
      Kulturell sind z.B. Köln oder Basel für mich deutlich interessanter. Und näher.

      Aber das ist reine Geschmackssache. Jeder wo er mag. Die Welt ist groß und bunt.
      Und wer Geld gerne mag, der soll es auch haben. Da bin ich großzügig, solange jeder genug zum Leben hat (ich halte es mit Gandhi oder Rabia). Was bin ich heute wieder gelassen und freundlich! Muss am Sommer liegen.

      • beowulfmcdonnell
        12. August 2013 um 7:52 pm

        Mit dem Seen in Berlin ein Bier trinken steht auch bei mir auf meiner to do Liste gleich nach
        *Krampfadern ohne Betäubung ziehen lassen*

        Sollte es dich trotzdem mal dorthin treiben. Sach „Bescheid“
        Ich würde mich von der schönsten Stadt Deutschlands trennen um in diesen stinkenden Großstadklotz zu reisen. Wir könnten bestimmt beim Maat ein Lager bekommen und uns auf einer der Pfützen dort ein Boot leihen. Vielleicht haben die sogar nen Norddeutsches Bier dort…

        Gruß Beo

        • 12. August 2013 um 9:34 pm

          Okay, langsam wird´s reizvoll. 🙂
          Mit Beo und dem Maat kann´s nur gut werden. Bier ist zwar immer noch keine Option, aber mit euch auf irgendwelchen Flüsschen (alles, was kleiner als der Rhein ist, ist ein Rinnsal) herumschippern … hmmm …

  3. beowulfmcdonnell
    12. August 2013 um 6:00 pm

    Sleen und Berlin finde ich ebenfalls gleichermaßen so reizvoll wie mir die Krampfadern aus den Beinen ohne Betäubung ziehen zu lassen. Aaaaaber der Maat lebt dort.. Solltest du dich mal überwinden diesen stickigen Großstadtmoloch einen Besuch abzustatten. Sach „Bescheid“ Dann würde ich mich sogar aus der schönsten Stadt Deutschlands rausbequemen um dort hinzufahren.. 😉

  1. No trackbacks yet.
Kommentare sind geschlossen.
%d Bloggern gefällt das: