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Alignments und andere Charaktereigenschaften

28. August 2013

Ingula2_bDas „Was für ein D&D-Charakter bin ich?“-Test-Dings gestern erfreute sich ja einer ziemlichen Beliebtheit. Es gab eine recht klare 50/50-Trennung in gute und böse Charaktere. Was für Menschen kenne ich hier nur! Aber damit man auch versteht, um was es beim sogenannten Alignment bei D&D überhaupt geht, hole ich mal ein wenig aus.

Dungeons & Dragons ist mit deutlich über dreißig  Jahren eines der ältesten und mit Sicherheit das meistgespielte und bekannteste Pen&Paper-System. Man kann damit alles vom einfachen Durchgemetzel bis zur hohen Politik spielen – besser geeignet ist es aber zugegebenermaßen für´s Draufhauen. Erstellt man sich einen Charakter für D&D, so drückt man ihm von Anfang an eine Gesinnung (Alignment auf Englisch) auf. Diese Festlegung gibt einem im RP einen roten Faden an die Hand (wobei sklavischer Gehorsam nicht von Nöten ist und man durch entsprechendes Verhalten natürlich das Alignment jederzeit ändern kann) und hat manchmal auch technische Auswirkungen (Gegenstände, die z.B. nur von bösen Charakteren benutzt werden können. Oder „Berufe“ wie Paladin, die eine exakte Gesinnung benötigen). Das Alignment teilt sich in zwei Hälften. Die erste hat die Abstufungen Lawful – Neutral – Chaotic und bezieht sich darauf, wie der Charakter zum System steht. Ein „lawful“-Charakter liebt Recht und Ordnung und tut sich schwer damit, Obrigkeiten zu misstrauen oder sich ihren Befehlen zu widersetzen … selbst wenn diese völliger Schwachsinn wären. Er ist der Überzeugung, dass eine gut funktionierende Gemeinschaft das Knie der Biene ist, weil dann für jeden gesorgt ist. Im Gegensatz dazu steht der chaotische Charakter. Ein Libertin, der Freiheit über Zwänge stellt und Befehle grundsätzlich hinterfragt oder völlig ignoriert. Er glaubt nicht an den Segen einer Regierung und hat generell eine missgebildete Bürgerpflichtsdrüse. Über die Gesinnung „neutral“ muss man nichts groß sagen – das sind die „Midoegal“-Leute.

Die zweite Hälfte des Alignments ist Good – Neutral – Evil und definiert, wie sich der Charakter zu seiner direkten Umgebung verhält. Wie er zu Freunden, Familie oder zufällig getroffenen Fremden steht. Das ist reichlich selbsterklärend. Ein guter Charakter gibt dem Bettler ein Kupferstück, der böse nimmt´s dem Penner wieder weg und tritt ihm dazu noch in die Fresse. Und wieder – der Neutrale ist die Schweiz.

Ich hoffe, ihr ganzen bösen Typen schämt euch jetzt mal ´ne Runde, während Lola, Daanta und ich uns in unserer Gutherzigkeit sonnen und überheblich einherstrawanzen.

Ingula2_aUnd auf zu anderen Themen.

Den gestrigen Feierabend habe ich zweigeteilt. Ich habe meinen Agenten über Quesh geschickt, damit er sich die Substanz holen konnte, die dafür sorgen wird, dass sein Kopf wieder ihm allein gehört. Obwohl ich die Agentenstory auf dem Ami-Server schon bis nach Hoth gespielt habe, ist auch das zweite Mal spannend, weil Entscheidungen das Ganze eben doch reichlich beeinflussen. Mein jetziger Agent hat zum Beispiel einen NSC am Leben gelassen, den mein alter Agent getötet hatte, so dass dieser NSC … nein, ich spoilere nicht.

Die andere Hälfte des Abends habe ich an Herrn Ingula herumgebaut, den man auf den Screens in diesem Post bewundern kann. „Ingula“ ist ein lateinischer Imperativ und bedeutet „Stich ihn/sie/es ab!“. Ob das ein Motto wird? Wer weiß.

Jedenfalls habe ich ihm gestern Schmuck besorgt. Teure Sache, wenn man ein bestimmtes Aussehen (Ich nenne es den „Mr. T-Look“) möchte. Aber ich bin zufrieden. Passt alles ganz gut. Wen´s interessiert – das Kettengewölle ist von Mandala und die Armreifen von Rozoregalia. Beides unisex. Das Septum-Piercing ist ein Billigteil vom Marketplace. Aber das sieht man sowieso kaum, weshalb es auch kein teures Stück vom Nobeldesigner sein musste.

Narben habe ich ebenfalls neu. Ich hatte das, was ich wollte, nicht im Inventar. Also musste ich Photoshop hochfahren und mich bemühen. Ganz ist es noch nicht das, was mir vorschwebt. Die Narben am linken Bein sind kacke, da habe ich Mist gebaut, und eine der Narben im Gesicht ist noch nicht gut genug sichtbar. Da muss ich heute definitiv noch einmal ran. Ich mag es, etwas zu tun zu haben. Dann logge ich sogar wieder gern in Second Life ein.

Das Bild mit den Narben habe ich übrigens bewusst nicht ganz nackt gemacht, da ich gestern bei Brom einen Screen sah, der dafür sorgte, dass sich der arme Herr Ingula untenrum jetzt deutlich zu mickrig fühlt, um sich der Öffentlichkeit im Birthday-Suit zu präsentieren. Ich rede von dem Bild in diesem Blogbeitrag. Und da ist ja wohl verständlich, dass man sich gehemmt fühlt, wenn man selber damit keine Gegenstände vom Boden aufheben kann. Auf jeden Fall ist´s ´ne optimale Werbung – wenn der Spear of Gor damit keine Kajira findet, hilft nix mehr. Mann, das Bild sorgt dafür, dass ich seine Kajira werden möchte!

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  1. Kendrick McMillan
    28. August 2013 um 9:22 am

    Och Zasta, wegen Broms „schwing Ding“ muß man nicht gehemmt sein, wir alle wissen doch, das ein goreanisches Glied mit jedem Jahr länger wird und man sich irgendwann bequem in eine Ecke setzen kann während das Glied die Kajirae durch die Taverne jagt (ja ich habe Exolates Buch gelesen *grins*)
    Aber jede wette, selbst bei der Größe kann Broms das hier noch nicht…………..

    • 28. August 2013 um 9:30 am

      Also wie Ringe beim Baum? Is ja ´n Ding.
      Aber sach ma, Alter … so rein theoretisch … könnten wir mal ingame ´ne Runde reden, ob Du nicht Lust auf ein nautisches Projekt hättest?

  2. Kendrick McMillan
    28. August 2013 um 9:38 am

    Ja genau, wie Ringe beim Baum.
    Nautisches Projekt? Hört sich interessant an. Ja, lets meet ingame ^^

    • 28. August 2013 um 9:40 am

      Entweder bin ich heute abend RL oder ich bin irgendwann zwischen halb sechs und sieben in SL.
      Und es ist nicht mein Projekt. Ich bin nur am Rande dabei.

  3. Kendrick McMillan
    28. August 2013 um 10:31 am

    Ich werde versuchen heute da zu sein. Was das Projekt angeht, denke ich es ist das wo du vor kurzen in deinem Blog drüber kurz gesprochen hast.

    • 28. August 2013 um 10:43 am

      Ne, ich hab nicht drüber gesprochen. Nur gestern mal so vor mich hingewumpelt.
      Kannst ja mal mit Adran reden, von dem geht der Teil, den ich meine, aus.

  4. Tanja
    28. August 2013 um 10:56 am

    Nautisches Projekt heisst da steht ein Keller unter Wasser und jetzt sucht er Leute die beim Pumpen und entrümpeln helfen. DAS ist mal marketing!

    • 28. August 2013 um 11:02 am

      Und danach backe ich WAFFELN!

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