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Codeword onomatophobia: you will wear blue clothes.

6. September 2013

Cos_Abend1_aWer in SWTOR den Imperial Agent gespielt hat kennt das „Codeword Onomatophobia“ nur allzu gut. Man tut eine Menge Dinge wegen dieses gar nicht mal so kleinen Wörtchens und kann sich erst mit Hilfe von „iconoclasm“ (Bildersturm) davon lösen.

Wovon ich mich gestern nicht lösen konnte, als ich nach etwas Sith-spielen in Selnar ankam, war die gor-übliche Farbkodierung. Ich hatte es fast befürchtet … aber die Unvermeidlichkeit, mit der sie sofort auftrat, hatte ich nicht vorausgeahnt. Gleich der Erste, den ich traf, eröffnete das RP praktisch damit, dass er mir – nachdem ich das Hantieren mit jeder Menge Kartenmaterial und Kohlestiften emotet hatte – erklärte, dass ich als Metallhandwerker hier sicher Erz kaufen wolle.

Tja, nun. Da machste nix. Plus ça change, plus c‘ est la même chose. Aber zum Glück löste sich das recht schnell, komplett IC und ziemlich problemlos auf und es wurde deutlich besser. Und bisher noch keine einzige Zeile wegen des Nasenrings kassiert. Insofern – vielleicht sind die Dinge ja doch anders geworden? Schön wäre es. Denn dann wäre man vom Spielen nach Schablonen zum Spielen mit Charakteren vorgedrungen. Ich habe jahrelang darum gekämpft, dass Zasta kein dumpfer Bürokrat sein musste, sondern ein abenteuerlustiger Wissenschaftler sein durfte. Gelungen ist es mir nicht wirklich. Aber vielleicht hat sich in den anderthalb Jahren meiner Abstinenz das Bewusstsein etwas verändert und ich kann nun einen Blauen spielen, der Ernest Hemmingway, Zheng He oder Crichtons ibn Fadlan ähnlicher ist als irgendeinem kafkaesken Handlanger? Das wäre wahrlich ein Hochgenuss. Auch ohne Bleistiftreste auf der Pizza.

Cos_Abend1_bWie gesagt – es wurde ein netter Abend. Zwar wie erwartet war auf Selnar noch nicht allzu viel los, aber ich durfte einen Krieger kennenlernen, der eine große Affinität zu glitzernden Dingen hatte und dessen Sklavin jede Menge Gold und Juwelen herumschleppen musste, traf auf einen Händler, der unbedingt mit dem Kapitän reden will, um den Inhalt des Laderaums der Aequitas zu erwerben (da muss er leider warten, bis Adran aus dem RL zurück ist. Mit dem in Besitzdingen sehr solipsistisch veranlagten Ingula kann man über dergleichen nicht sprechen. Und ist auch nicht sein Job. Eigentum ist doch nur Diebstahl) … und traf die Sklavin einer Diplomatin, in deren Kopf recht interessante Informationen stecken könnten. Für jemanden, der das Erstellen von Seekarten zur Kunst erhoben hat, auf jeden Fall eine Goldgrube. Weshalb nun ein Termin mit der Besitzerin zu vereinbaren ist, damit die Informationen ihren Weg auf Rencepapier finden können.

Richtig etwas passiert ist noch nicht. Aber war auch der erste Abend, da war das klar. Ich muss meine Rolle noch finden. Ingula ist mir eine Ecke zu brav geraten. Eine einzige, sanft ausgeführte Todesdrohung an den Händler, als der uneingeladen das Schiff besichtigen wollte, ist nicht wirklich das, was man von einem Soziopathen so erwartet. Da muss mehr kommen. Rein narrativ gesehen war das jedoch der richtige Ansatz. Man darf bei einer regelmäßig auftretenden Figur nicht überzeichnen, sonst wird es eine Karikatur (das Wort kommt aus dem Lateinischen mit der Ursprungsbedeutung „einen Karren be/überladen“. Und genau darum geht es – das Rechte Maß an Beladung) ohne Überraschungen und Tiefgang.

Wird schon alles laufen. Fazit: Ich habe einige Zeit gebraucht, denke aber, dass ich reinkommen werde, wenn alles gut läuft. Mal sehen, wie und ob ich dieses Wochenende in Selnar sein werde. Prinzipiell möchte ich schon die Story mit dem Hirn der Pani spielen, aber das hängt natürlich von den anderen Beteiligten ab.

Zeit genug habe ich, da dieses Wochenende kein Vampire und nur vielleicht SWTOR-RP ansteht. Also – mal sehen!

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  1. 6. September 2013 um 9:24 am

    Das klingt doch garnicht so schlecht, lieber Zasta, das wird schon. Und so wie Du Deinen Nasenring als besonderen Touch spazieren führst, so kann ja auch durchaus ein Krieger seine Kajira mit Schmuck behängen, eben weil er nicht den ehrenhaften Asketen spielt, sondern gerne protzt und zeigt was er hat…oder gerne hätte, denn ob das alles echter Schmuck ist? Oder ein Händler benutzt seine Kajira als wandelndes Aushängeschild in feinsten Stoffen. Warum nicht? Wir haben einen Lederarbeiter, der seine Kajira mit seinen neuesten Kreationen austattet- nicht immer zu deren Begeisterung, meist aber zur Belustigung aller anderen. Schade, das mein Herr ausgerechnet seine ausgeprägte Sparsamkeit an mir demonstriert *seufzt*
    Lös auch Du Dich davon, dass alle das Gor spielen was Du im Kopf hast, geniess es einfach als klasse RP auf Grundlage des Settings. Denn nicht nur Du bist Individualist – auch die anderen 🙂 Dann macht es auch Spass.
    Gibts bei Euch einen Observertag? Dann komme ich auf jeden Fall mal gucken! Vielleicht heute Abend…

    • 6. September 2013 um 9:31 am

      Die Kajira trug keinen Schmuck. Sie trug einen übervollen und ihr viel zu schweren Korb voll mit Juwelen und Gold. Beute aus Turmus, die der Krieger mit gezogener Waffe bewachte.
      Und ich habe mich nicht darüber mokiert, ich habe es als Kontrapunkt erwähnt. Ich halte es völlig mit Helge Schneider. 🙂
      Observertag hab ich keine Ahnung, ich war erst einmal da. Aber ich denke mal, wenn man den GM auf OOC stellt ist das klar genug.

      • 6. September 2013 um 9:46 am

        Okay 🙂 Dann schaue ich doch mal vorbei bei Euch.
        Und den Krieger, mit der geschmückten Kajira hatten wir in Jorts, meine ich. Fand ich klasse, da er auch immer wieder drauf hin wies, sie herumscheuchte, damit es auch jeder sieht… Da hatte ich unwillkürlich dran gedacht bei Deiner Beschreibung.
        Eines der Dinge die mich aber immernoch nerven sind diese Zappel-AOs, bei denen die Kajirae in einem Fort Turnübungen veranstalten, die ihnen fast das Kreuz brechen oder Krieger die auf einmal herum hoppsen wie kleine Jungs oder sich anderweitig per AO völlig kindisch bewegen. Alternativ freie Frauen die sich alle 30 Sekunden fast auf den Boden schmeissen um was auch immer da zu machen oder auf einem Bein um einen herum stolpern. SO schwer ist es nicht, die albernen Anis aus einem ansonsten guten AO raus zu basteln und gegebenenfalls sogar durch andere gratis Animationen zu ersetzen.
        Positiv: es gibt kaum noch Kajirae mit Hoppelgang oder Kollarkommandos im open Chat. Und die meisten tragen Tuniken und kein BlingBling.

        • 6. September 2013 um 10:03 am

          Ja, optisch war ich gestern auch zufrieden. Der Händler durfte schwarzgrau anhaben ohne dass er gelyncht wurde und alle trugen Tunika.
          Halt schade, dass die Frauenkleider weiterhin so cinderellamäßig sind und keine der Ladies mal schön antik rumlaufen darf. Tun mir ziemlich leid, die Damen!
          AOs waren auch gut. Da war meine noch die unruhigste (ich benutze meine Game-of-Thrones-AO), was ich vorhabe bei Gelegenheit mal zu korrigieren, da ich mir selber aufn Sack gehe.
          Heute abend frage ich mal Cato, ob ich die Aequitas bissel möblieren kann, Namensplakette anbringen und so. Und ein, zwei Scherenstühle in die Cabana. Damit das schiff nicht nur nach Deko aussieht. Außerdem muss ich mit adran die Flagge ausdiskutieren, die an den Mast kommt.

  2. Luc
    6. September 2013 um 10:10 am

    …und pass bloß auf diesen Affen namens „Konjunktiv“ auf!

    • 6. September 2013 um 10:12 am

      Der wirft mit Kot. Hat er von mir. 😉

  3. Adran
    6. September 2013 um 10:24 am

    Zasta Korobase :J Außerdem muss ich mit adran die Flagge ausdiskutieren, die an den Mast kommt.

    Gekreuzte Speere!!!!

    • 6. September 2013 um 10:26 am


      😀 Aber gern, baue ich.

  4. Tanja
    6. September 2013 um 10:53 am

    Adran :

    Zasta Korobase :J Außerdem muss ich mit adran die Flagge ausdiskutieren, die an den Mast kommt.

    Gekreuzte Speere!!!!

    ’ne Weiße!

    • 6. September 2013 um 10:58 am

      Never give up, never surrender!

  5. 6. September 2013 um 2:21 pm

    Apropos Speere, ich bin mal gespannt wann Brom auffällt an welchem Kanal er wohnt.^^

    Das mit der Möblierung geht problemlos in Ordnung. Wir haben überraschend wenig Prims verbraten bisher. Es sollte nach Möglichkeit die 150 Prims jedoch nicht überschreiten.

    • 6. September 2013 um 4:08 pm

      Ich dachte an etwa 20, 30. 😀 Und damit hielt ich mich schon für gierig.
      Dann kriegt Adran heute abend mal ´n Residenzschiff.
      Eventuell könnte ich auch mal versuchen, den Brundisium-Schiffsrezzer wieder in Betrieb zu bekommen. Dann wäre es außerhalb der Spielzeiten nur ein Prim.

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