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Ein alter Mann und die Thassa

20. September 2013

Alter_Mann_aIngula stellte sich den Affen ein paar Herzschläge lang in Roben und Schleier vor und fing an zu Lachen. „Unschicklich“. Na sicher. Und erst der Blick des Alten, als er ihm erklärt hatte, dass der Affe definitiv nicht weiblich wäre … Egal wie man es drehte oder wendete – dem Mann aus Tyros fehlten ein paar Steine auf der Schleuder.

Der Navigator sprang die Planke zur Aequitas hoch und sah sich suchend um, ob er Laesio oder den Capitano irgendwo entdecken konnte. Fehlanzeige. Wo trieben die sich herum?

Es würde vermutlich wirklich einfach werden, den Verrückten einzukassieren. Die Informationen aus ihm herauszuprügeln dürfte die wahre Herausforderung sein. Dass die Informationen vorhanden waren, stand außer Zweifel. Für Hirngespinste waren die Erzählungen des Alten mit deutlich zu vielen Details gewürzt, die nur ein erfahrener Seemann (oder zumindest erfahrener Kartograph) wissen konnte. Außerdem hatte sich die dabeistehende Blaue – die aus der Halle der Kapitäne – wachsam und misstrauisch gegeben, als sei Marinos ihr leicht dementer aber geliebter Vater. Einen plappernden Wahnsinnigen versuchte man nicht so zu schützen.

Alter_Mann_bDie Sache mit den Schatzschiffen interessierte Ingula nicht besonders, auch wenn er wettete, dass Laesio dafür Feuer und Flamme sein könnte. Beim Capitano war er sich nicht ganz sicher – immerhin waren beim Heben von aufgelaufenen Rundschiffen vermutlich weder Ruhm noch Ehre zu gewinnen. Für Nereus war bedeutender, dass der Alte wohl die Gewässer zwischen Port Kar und den Inselubaraten wie seine dreckige Westentasche kannte. Das konnte den Weg für eine großangelegte Invasion bereiten.

Womit man noch zurechtkommen würde müssen wäre der völlige Irrsinn, der sich in unschöner Regelmäßigkeit in das Geplapper des Mannes aus Tyros schlich. Ingula hatte eine recht geringe Toleranz für Verrücktheiten und war sich sicher, damit an Bord der Aequitas nicht der Einzige zu sein. Niemand durfte dem Alten vorzeitig den Schädel einschlagen, da dieser mit der Bauernschläue jedes Verräters sein Wissen nicht niedergeschrieben hatte. Noch nicht …

Alles eine Frage der Motivation. Und natürlich müssten sie ihn erst einmal an Bord bekommen. Ihn oder den Hafenmeister. Oder beide.

Ingula grinste. Es ging voran!

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OOC: Zu Ehren des Meisters, in dessen Richtung ich mir im Post-Titel eine kleine Verbeugung erlaubt habe, ist der RP-Teil meiner heutigen Schreibe nach meinen Möglichkeiten frei von unnötigen Adjektiven, Adverbien und enthält nur wenige meiner ausholenden Einschübe und Nebensätze. Gut, es waren schon einige notwendig, um nicht nur SPO zu veranstalten. Aber man möge meine Bemühung trotzdem anerkennen.

Das nächste OOC ist sehr unschön. Eigentlich wollte ich gerade jetzt mein Troopermobil satteln und gen Ruhrgebiet aufbrechen, um ein verlängertes Lolawochenende zu verbringen. Tja, nix is. Lola ist krank und liegt im Bett. Hat sich den Computer prekär auf dem wackligen Beistelltisch aufgebaut und röchelt, fiebert und schnieft vor sich hin. Daher fällt jegliche Unternehmung erst einmal flach. Also bleibe ich zu Hause, bin aus der Ferne unterstützend und habe das lange Wochende auf den 3. Oktober verschoben.

Nun bin ich also da, das Wetter ist mies, alles ist kalt und ich werde auf der Couch sitzen und Planet der Affen schauen.

Und abends im RP sein.

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  1. Kendrick McMillan
    20. September 2013 um 8:30 am

    Also wirklich, für besuche bei Menschen, die mit der Verteilung von Viren und Bakterien beschäftigt sind kann man sich doch ganz einfach sowas zu legen….
    http://www.microgard.de/product18.asp?MYID=18
    oder besser noch sowas hier
    http://www.segurisk.de/Schutzraum-ABC/ABC-Schutzanzug-EUROLITE.html

    • 20. September 2013 um 8:37 am

      Das macht diese Leute dann aber auch nicht begeisterter davon, dass man mit ihnen ins Kino, in die Stadt, was Essen gehen möchte. 🙂
      Kranke Leute sind voll langweilig! 🙂

  2. Kendrick McMillan
    20. September 2013 um 8:47 am

    Aber Krank sein kann auch praktisch sein, solange man noch gehen kann. Einkaufen zum Beispiel. Ständig stehen Leute genau da wo du dran willst, wildes Husten und Schnodder hoch ziehen, läßt die Leute schnell flüchten, mit Panik in den Augen. Nur an der Kasse bringt das nix…..selbst wenn du halb zusammen brichst, erzählst du hättest Ebula und die Vogelgrippe überlebt, aber das diese Krankheit nun dein Ende sein könnte, keiner läßt dich vor.

    • 20. September 2013 um 9:39 am

      Och, ich bleibe doch lieber gesund. 🙂

  3. Kendrick McMillan
    20. September 2013 um 10:39 am

    Besser ist das 😀

  4. Mell
    20. September 2013 um 10:57 am

    Der Herbst hat noch nicht mal richtig angefangen und schon sind ganz viele Leute krank. Da mach ich mal drei Kreuze das in meinen “ Ich will alle Krankheiten zuerst und alle sollen aufeinmal krank werdenl“ Haushalt noch keine Vieren vorgedrungen sind.
    Gute Besserung für Lola und dir trozdem ein schönes Wochenende!

    • 20. September 2013 um 11:41 am

      Danke Dir!
      Ja, in der Firma sind auch sofort alle krank geworden, als es etwas kälter wurde. Erstaunlicherweise wie immer die Outdoor-Freaks zuerst.

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