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Guter Seemann, böser Seemann

23. September 2013

UeberraschungskarteIngula spuckte über die Reling ins Wasser.  Er schüttelte sich wie ein nasser Sleen. Natürlich war es eine gute Idee gewesen, den Alten mitzunehmen. Der hatte Sternenwege im Kopf, der würde sie bis über das Ende der bekannten Welt hinausbringen. Oder sie weit weg von jeder Hoffnung auf Rettung auf ein Riff setzen. Beides lag im Rahmen der Möglichkeiten.

Außerdem hatten sie so schnell wie möglich aus Port Kar weg gemusst. Die Feindstadt fraß an ihren Nerven. Der Capitano war immer melancholischer geworden, Laesio immer aggressiver und Ingula selbst war nicht sicher, ob sein zielloses Herumwandern in den Kanälen nicht hie und da eine Leiche hinterlassen haben könnte. Er wusste es schlichtweg nicht mehr. Schwarze Löcher in der Erinnerung. Mal wieder.

Deshalb hatte es schnell gehen müssen. Sie hatten die Gelegenheit beim Schopf ergriffen. Eigenmächtig Entscheidungen gefällt. Obwohl sie nur „mal eben sehen“ wollten. Doch dann waren zuerst schon wieder diese beiden Frauen aufgetaucht und hatten spitze Bemerkungen fallen lassen, die alles und nichts bedeuten konnten. Über gestohlene Karten und dergleichen. Fast war das Ganze eskaliert. Doch dann war der alte Kartograph erschienen …

Den Priesterkönigen sei Dank für seine abstoßende Gewohnheiten! Er hatte im Müll herumgewühlt, was die beiden blaugekleideten Frauen so angeekelt hatte, dass sie, obwohl eine vage Besorgnis von ihnen ausgegangen war wie der sanfte Duft ihres Parfums, nichts unternommen hatten, als Ingula Marinos mit Verspechungen von „Salat“ und „der Capitano will mit Dir reden“ hinunter zum Pier der Aequitas gelockt hatte.

Laesio war noch geblieben, um den Rückzug zu decken, doch kaum hatte Ingula mit Hilfe des gerade noch rechtzeitig aufgetauchten Zimmermanns Demetrios den verblüfften Kartographen über die Planke aufs Schiff gezerrt, war auch Laesio angerannt gekommen, hatte Taue und den Anker (ja, man würde einen neuen Stein brauchen …) gekappt und die Herrin der Thassa hatte angefangen, sich träge in die Strömung zu drehen. Das Ablegemanöver war nicht ganz so elegant wie gewöhnlich verlaufen … doch ging es diesmal nicht um Ästhetik sondern vorrangig um Geschwindigkeit.

Zu ihrer Verwunderung hatte sich niemand aufgemacht, sie zu verfolgen. Aber anscheinend war der Verlust von Marinos noch nicht aufgefallen. Ein streng riechender Verrückter weniger in einer Stadt, in der sich die Menschen stapelten.

Und so waren sie jetzt wieder zurück nach Selnar gelangt. Die kopierten und die echten Karten im Bauch des Schiffes, den Alten brabbelnd im Deckkastell und die Möglichkeiten golden am Horizont.

Das hieß – Möglichkeiten, falls der Alte reden würde. Laesio und Ingula hatten es mit einem Wechsel aus Einschüchterung und Freundlichkeit versucht, doch bisher war das Ergebnis bescheiden. Man würde wohl abwarten müssen, was eine Befragung durch den Capitano ergab.

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OOC: Ja, wir haben gestern die Gelegenheit ergriffen, um den Alten zu kidnappen. Adran war leider nicht da. Sollte der also eine andere Plotidee haben, können wir sicher zumindest die Ankunft auf Cos retconnen. Es ergab sich nur einfach so schön die Möglichkeit. Und viel mehr Plot wäre uns für Port Kar auch erstmal nicht eingefallen. Aber, wie gesagt – Retcon geht sicher immer.

Der Umzug des Schiffes „nach Hause“ lief leider nicht so glatt wie das erste Umsetzen. Der Rezzer der Schiffsmöblierung verweigerte komplett seinen Dienst und erst ein völliger Reset der Scripts und des Rezzers selbst brachte das gewünschte Ergebnis.

Mit etwas Glück gibt es heute Abend Plot in vollständiger Besetzung. Würde mir sehr gefallen!

Und zwischendurch werde ich heute für Yoel wie versprochen auf Flickr Bilder von Einlegarbeiten hochladen. Mein Mac konnte die alten CDs tatsächlich noch lesen! Hurra undsoweiter! Aber bitte nicht zuviel erwarten … ich habe das echt in grottiger Qualität gescannt.

Edit: Uuuund da isses! Sind nur 13 Bilder, der Rest ist redundant oder einfach nicht besonders sehenswert. Also, wer konservierte Tiere mag, ist in meinem Photoset „Zoological museum Heidelberg“ gut aufgehoben. Yummy!

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  1. 23. September 2013 um 7:45 am
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