Der Rauch und der Nebel

10. Oktober 2013

Traumzeit_bEs schien, als sei die ganze Welt in großer, konturloser Raum. Als würde das Licht von überall her kommen. Keine Schatten, überall nur weiß. Tropfen von Kondenswasser lösten sich vom Holm des Segels und das „Plonk“ mit dem sie auf die reglose See trafen, schien eine Ihn zu spät zu kommen. Wenn er das Ruder einstach, konnte er zusehen, wie sich die Oberfläche der Thassa spannte wie die Haut auf einem Pudding. Sich nach unten dehnte und dann aufplatzte. Das Holz glitt in die Tiefe, griff Wasser, brachte ihn vorwärts.  Der Nebel war überall und doch war in seinem Inneren ein Weg zu sehen, deutlich wie die Planken der Aequitas unter seinen Fingern. Unter … seinen … Fingern?

Traumzeit_aAch ja. Natürlich. Es war eines der Blätter des Arztes. Nichts weiter. Ingula lächelte langsam in den Nebel. Ob Blatt oder nicht. Der Weg war deutlich. Die Karte legte sich wie eine Decke über die Helligkeit. Die Insel stach wie eine Wunde hervor. Er bewegte das Dinghi in Richtung des roten Punktes vor ihm. Irgendetwas stimmte damit nicht. Die alten Karten, die sie aus dem Archiv in Port Kar gestohlen hatten (ob die blaue Lady mittlerweile bemerkt hatte, dass etwas fehlte?), fielen darauf, bildeten Lage um Lage von Geschichte auf weiß und rot. Und es ergab keinen Sinn.

Der Navigator atmete tief ein. Auf der anderen Ebene, dort, wo warmes Holz unter Fingern und Knien war, wo er neben sich einen anderen Körper roch und spürte, kam ihm Mathematik zu Hilfe. Von seinem Vater seit Kindesbeinen Gelerntes, in der Kaste und Familie seit Jahrtausenden weitergegeben.

Aber hier im Nebel, im weißen Raum, waren die Zahlen nur im Wege, schnatterten Unsinn wie sein Affe. Warum passte nichts aufeinander? Geschichte hatte zu fließen wie der warme Strom, der die Schiffe auf seinem breiten Rücken von den Inseln bis zu den nördlichen Wäldern trug. Aber Geschichte bockte.

Ingula führte das kleine Boot um die Insel herum, die sich immer in seinem Augenwinkel befand. Nichts passte.

Wieder atmete er ein, hielt den Rauch, der im Weiß hinter den Augen Nebel war, in seinen Lungen. Er übersah etwas. Von der Insel … nein, das konnte nicht sein. Es war nur ein Fehler. Oder? Was, wenn das kein Fehler war, kein Verrutschen von Stift und Lineal …? Er bewegte das Dinghi von der Insel fort, folgte dem Fehler. Die Insel glitt ihm aus dem Sichtfeld wie eine im Auge schwimmende Wimper.

Folgte dem Fehler. Dem … Fehler. Und fand – noch einen Fehler.

Der Navigator lachte in beiden Welten.

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Xiang_Fei_HasanWeiter mit OOC. Da gestern keiner der Restmannschaft im RP war – nur Adran hielt mt mir die Stellung, wobei er aber hauptsächlich damit beschäftigt war, schlimme, schlimme Dinge machen zu müssen – habe ich eine kleine Spazierfahrt über die Sim unternommen, mich mit Leuten unterhalten und Ganzbafs vorgestern mit zur Aequitas gebrachte Blätter sozusagen in Gedanken einem Test unterzogen. Heute Abend werde ich wieder da sein und zumindest mit dem Doktor etwas unternehmen.

Wie man oben sieht zwinge ich mich zu Kreativität. Die Vorskizze steht schon. Ob es jemals was wird? Ich kann es nicht sagen. Ich bemühe mich, kann mich aber kaum aufraffen.

Ich habe gestern von Luc zwei Screens aus dem entstehenden Ar bekommen. Sieht interessant aus. Ich glaube, Cetus könnte tatsächlich eine Karriere als Tarnjockey ins Age fassen. Ist ja schließlich laut Büchern nichts kastenspezifisches, sogar Supertarl macht das einfach mal so. Wobei der praktisch alles einfach mal so macht. Für einmal die Woche nebenher wäre das bestimmt spannnd. Erfolgloser da viel zu großer und schwerer Tarnjockey. Aber zuerst kommt Ingula. Auf jeden Fall.

Wobei ich schon zwei Leute hätte, die mit mir ´ne Bäcker-Gang aufmachen würden für Ar. Wir werfen mit Zwergenbrot und bedrohen Passanten mit Spekulatius (nur in der Weihnachtszeit). Danach betrinken wir uns und singen schwermütige Lieder. Ich würde jetzt „cum grano salis“ hinzufügen, muss aber aufpassen, dass meine Asterix-Hochbildung niemanden verärgert, also deutsche ich es ein: Nicht ganz so arg ernst zu nehmen.

Und weil mir´s an SWTOR-Content im Blog mangelt: Slowpoke Zasta hat gestern seinen Powertech endlich mal nach Oricon geführt. Der neue Planet ist jetzt schon einige Zeit life und deshalb mittlerweile nicht mehr gar so überlaufen. Man bekommt nette Questbelohnungen. Auch wenn ich als Fundstück mal wieder nur eine Marauder-Hose ausgraben konnte. Schon seltsam – egal mit welcher Klasse ich auch spiele, immer finde ich tonnenweise mittlere Rüstung mit Str/End drauf. Ich habe weder einen Sentinel noch einen Marauder. Mein Warrior ist Juggernaut und meine Jedi ist Guardian. Ich kann´s vielleicht an Celina weiterreichen, deren Jedi-Tante ja Sentinel ist und sich über eine 154er Hose garantiert freut. Ist aber leider erst ab Level 55 zu gebrauchen.

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  1. Devlin
    10. Oktober 2013 um 5:43 pm

    Mir schwant, die Rolle Bäcker(in) erscheint nun in einem ganz neuen Licht, voll im Trend :), und ne Bäckergang, also ein Backteam, Backkollektiv, Arbeitskreis Bäcker, cool.

    • 10. Oktober 2013 um 7:21 pm

      Klingt alles sehr goreanisch. Wobei ich mich erinnere, dass es mal ´ne goreanische Bäckerinnung im RP gab. Nährte meine Verwirrung bezüglich Normans Erwähnung des Backhandwerks in den Büchern. Gab Rezepte heraus.

  2. Devlin
    10. Oktober 2013 um 7:26 pm

    eine Bäckerinnung klingt schon wieder so kompliziert, mir würde das schon im Vorfeld den Spass verderben, ja wir sind deutsch, muss alles bürokratisch sein..ja aber doch nicht in unsrer Freizeit, nix Innung, wild drauflos backen undSpass haben, ob es die Zutaten in Gor überhaupt gibt oder nicht, scheiss egal, vielleicht gabs ja auch alles, wurde nur nicht erwähnt.

    • 10. Oktober 2013 um 7:48 pm

      Trug jedenfalls mit zu meinem Bild von Bäckern im Gor-RP bei.

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