Das Ende des Rätsels

5. November 2013

In_Ar_Zweiter_TagUm ihn herum flossen die Gespräche wie Wasser. Schlugen über ihm zusammen und liefen zurück ins Meer. Seltsam, dass die Leute hier so … anders waren. Er sah von seinem Platz in der Ecke der Bibliothek auf. Leute seiner Kaste. Rein theoretisch sollte er sich wohl fühlen, sollte sich in angeregtem Erfahrungs- und Wissensaustausch ergehen. Statt dessen vergrub er sich am einsamsten Tisch in diesem großen Haus der Gelehrten und starrte missmutig auf die Rollen vor ihm.

Der trocken-staubige Pergament- und Rencepapiergeruch schien die anderen Leute hier zu beflügeln. In ihm weckte er nur die Sehnsucht nach der Weite der Thassa und den Mustern der Sterne.

Ingula seufzte. Die Zeichen auf dem Bild des Schiffsjungen tanzten vor seinen Augen. Und Konzentration war sowieso so eine Sache, wenn man immer daran denken musste, dass man eigentlich lieber bei … jemandem wäre. Dem es derzeit anscheinend gar nicht gut ging. Schwer zu sagen. Der Navigator kam mit Menschen und ihren Gefühlen nicht besonders glänzend zu recht. Aber in diesem Fall war es sogar für ihn ziemlich eindeutig gewesen. Er fand, dass es ein ein ziemlich geschickter Schachzug von ihm gewesen war, den jungen Pavidus hinterherzuschicken. Der konnte in seiner freundliche Naivität sicher herausfinden, was los war. Und dann würde Ingula aus Pavidus herausbekommen, was er tun konnte. Das war ein Plan.

Seine Finger trommelten einen gereizten kleinen Rhythmus auf die Blätter auf dem Tisch. Eine Matrone in cyanstrahlender Robe warf ihm einen strengen Blick zu. Er setzte sein in vielen einsamen Stunden auf der Thassa geübtes nahezu-wie-menschliches-Lächeln auf und sie sah weg. Wirkte fast immer.

Zurück zu den Zeichen …. direkter Vergleich mit Kartenmaterial aus Anango … Konstanten behalten, Variablen einbeziehen … eine Berechnung hier, eine Verbindung nach dort … Zeit verging … Zeit … Abgleich quer über die Sternen- … ja, das konnte es tatsächlich sein! Wenn man davon ausging, dass … und dann berücksichtigte, dass die Steinbilder aus Teslit etwa so alt waren … Ja!

Sein „Verdammte Scheiße, ich hab´s!“ ließ die zunächst studierenden oder sich leise und vornehm unterhaltenden Kastenkollegen ihm vorwurfsvolle Blicke zuwerfen, die ihn nicht im geringsten interessierten. Er rollte die Referenzkarten hektisch zusammen, stopfte sie wieder in die Aussparungen in den vielen Schränken, welche die Wände der großen Bibliothek säumten, klaubte seine Notizen und Pavidus´ Bild auf und rannte aus dem Gebäude, gefolgt von leise gezischeltem „… Wilde aus dem Süden … wenn es nach mir ginge … völlig egal, was sie denen dort beibringen“.

Wo waren nun seine Kameraden?

Nereus und Lomerus hatte er zuletzt im Gästehaus gesehen, in dem auch diese Grünverschleierte gewesen war, bei der Laesio so sicher behauptet hatte, dass er sie schon als Sklavin auf Cos gesehen hätte. Und wo der Arzt dieser seltsamen Frau, die sie hinausgeworfen hatte, Blätter gegen .. irgendwas? … gegeben hatte.

Und Pavidus hatte er losgeschickt, sich um den irgendwie bedrückt, wütend (das war ja nicht schlecht. Laesio war am meisten er selbst, wenn er wütend war. Aber heute war er anders wütend) und beleidigt wirkenden Bootsmann zu suchen. Was bedeutete, dass Ingula in dieser riesigen Stadt nicht die geringste Chance hatte, die beiden zu entdecken. Also zurück zu diesem Gästehaus.

Und dann – zum Schatz! Oder wo immer die Koordinaten nun hinwiesen …

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Weiter mit OOC. Gestern lief´s in Ar wunderbar glatt. Wir sind noch anderen Besuchern aus Cos begegnet – also einer, es ware aber noch mehr in der Stadt – und wir haben nun die echte Frau Wirtin kennengelernt. zusätzlich gab´s die Möglichkeit zur Rache an der Frau, die uns hinausgeworfen hatte. Lomerus´ halluzinogene Blätter waren in diesem Fall die erste Wahl. Vor allem da Nereus mehrfach darauf hinwies nicht „schon wieder wie in Port Kar“ enden zu wollen. Nicht die geringste Ahnung, was er damit nur meinen könnte! Marinos geht´s doch blendend!

Wie sieht es denn mit Anwesenheit der Crew am Donnerstag aus? Laut Gruppe soll es da wohl etwas Größeres geben und ich würde es mir gerne ansehen. Falls kein anderer der Aequitas kann, würde ich den Alt auspacken und „einfach so“ mitkommen. Oder als der dürre Verbündete des Ubar, den Nea vorgeschlagen hat (Name vergessen, Shame on me). Dabeisein will ich auf jeden Fall. Aber regulärer Freibeutertag ist ja erst wieder Freitag.

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  1. 5. November 2013 um 8:21 am

    Chenbar von der Insel Tyros. 😉

    • 5. November 2013 um 8:33 am

      Danke!
      Falls es Sinn ergibt, den an dieser Stelle in den Plot zu packen, würde ich ihn nehmen.
      Außer natürlich die Aequitas-Kumpels sind da. Dann klarerweise Ingula.

      Habe nochmal quergelesen über Chenbar. Alles machbar. Aber ohne Gefolge dämlich zu spielen.

      • 5. November 2013 um 4:32 pm

        Ich kann nicht noch einen Alt jonglieren, glaub ich. Vielleicht findest du ein Mündel zur zärtlichen Anbahnung an den Fleischklops?

        Vielleicht liest ja jemand mit, der Interesse hat.

        • 5. November 2013 um 6:54 pm

          Mal sehen – ob Mündel oder Krieger, ginge alles.
          Würde mich freuen, wenn sich jemand fände.

  2. Adran
    5. November 2013 um 8:44 am

    No Capitano. Donnerstags bin ich üblicherweise erst sehr spät da.

    • 5. November 2013 um 8:49 am

      Hmpf. Mist. Na gut, mal abwarten, was die anderen drei sagen und dann entscheiden.

  3. 5. November 2013 um 7:25 pm

    sicher helfen die blätter gegen „irgendwas“. aber seine heilerkeit ist an profanen menschlichen sachen, wie schmerzen und krankheiten und deren kurierung nicht gar so interessiert. es gibt wichtigeres! 😀

    donnerstag würde ich sehr gerne dabei sein, auch wenn ich noch keine ahnung habe, worum es geht. irgendwie scheinen die gruppenmitteilungen bei mir zu zicken. die sache ist, dass ich notdienst habe. ob ich aktiv oder eher passiv bin, richtet sich dann sehr danach, ob ich nebenher arbeiten muss und wie kompliziert die klienten oder das ganze drumherum sind.

    • 5. November 2013 um 9:18 pm

      Da der Capitano fehlt – würdest Du entweder Chenbars Mündel (junge Frau, soll an fetten Ubar von Cos verschachert werden) oder seinen Adjudanten (Krieger) spielen? Oder was anderes aus der Ecke „Hofstaat eines Inselubar“?

      • 6. November 2013 um 6:48 am

        lass uns heute bitte inworld darüber reden. die frau möchte ich allerdings schon gleich ausschliessen, meine mary paßt nicht so wirklich als goreanisch zu verschachernte und ’nen extra ava möchte ich mit für eine einmalige rolle nicht basteln, zusammenkaufen, was auch immer… außer sie wäre nackt (da hätte ich ein mesh-mündel. ich hasse klamottenanpasserei). ergo kommt eher der adjudant in frage.

  4. 6. November 2013 um 7:30 am

    Was ja davon abgesehen – immer geht – sind cosianische Krieger. Die haben sowieso auch immer Grund in der Residenz herumzuhängen und wenn sie der Bewachung dienen.

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