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Der Schraubenschlüssel und das neue Leben

11. Dezember 2013

rp_khalb2Khalb drehte sich auf der Pritsche in dem kleinen Quartier, das Lorsa ihnen zugewiesen hatte. Er konnte nicht einschlafen. Und so wie Talilas Atem von der anderen Seite des kleinen Raumes herüberklang, ging es ihr nicht anders. Er überlegte kurz, ob er versuchen sollte, mit ihr darüber zu reden, was passiert war. Nein, keine gute Idee. Noch war alles zu sehr im Fluss und wenn man als Waise auf Keska (erst vier dann zwei) etwas sehr schnell lernte, dann dass man besser erst einmal abwartete. Was heute sicher war, galt morgen nicht einmal mehr den Dreck unter den Nägeln.

Ob er das Ganze glauben konnte? Er und Talila waren nun plötzlich Teil eines Clans … und das nur, weil sie einen Schraubenschlüssel nach einer Sith geworfen und er versucht hatte, sie aus dem Weg zu zerren, bevor …. Sithdinge passieren konnten? Die Weißhaarige war auf jeden Fall eine Sith. Das war sicher. Erst hatte er an Jedi gedacht (immerhin hörte man Geschichten darüber, dass die nett zu Leuten waren. Khalb hatte noch nie in seinem kurzen Leben einen gesehen. Waren vermutlich in besser erreichbaren Sternensystemen nett …), als die Weißhaarige, ihre Soldaten und seine neue (er probierte das erste Wort aus, das sie ihnen beigebracht hatte) buir in die Mine gekommen waren und alle freilassen wollten. Aber Jedi verabschiedeten sich nicht mit „Ruhm dem Imperator“.

rp_khalb1Jedenfalls hatte er nicht gedacht, dass der Tag, der damit begonnen hatte, dass er den Energieverteiler oben auf den engen Rohrschächten in der Mine hatte reparieren müssen, damit enden würde, dass er von einer Mandalorianerin in einen Clan adoptiert würde. Und jetzt in einer Baracke schlafen und brav sein sollte, während draußen imperiale Soldaten und andere Mandalorianer sich während des Wachwechsels leise unterhielten.

Wieder versuchte er Ordnung in seine Gedanken zu bringen.

Zuerst ein ganz normaler Tag für die Zwangsarbeiterkinder, die das Imperium von Keska 4 in die Minen von Keska 2 verschleppt hatte. Dann plötzlich viele Soldaten in der Mine. Dazu diese weißhaarige Frau mit dem Gehstock und der interessanten Beinprothese. Und die Frau mit der schwarzroten Rüstung und den blitzenden Blastern an der Seite. Dann der Appell. Dann die Sache, dass die Frau mit der Rüstung und dem Visorhelm Talilas Zähne sehen wollte. Dann die Bemerkung der Weißhaarigen – und Talilas Werkzeugwurf. Der Schraubenschlüssel in einem Bogen auf das Gesicht der Weißhaarigen zusausend, sich in der Luft wie in Sirup drehend. Dann … traf er sie nicht. Prallte an eine ganz andere Wand. Dann Khalbs instinktives Vorspringen. Scheiternd am eisenharten Arm der Frau mit der Rüstung, die ihn am Kragen packte und schüttelte wie einen Akk-Welpen. Und dann … sagte die Gerüstete, dass sie genau sie beide als Bezahlung haben wollte. Bezahlung.

Und jetzt waren sie hier. Hatten erklärt bekommen, dass sie lernen würden. Dass es nicht wichtig war, wo man herstammte und wer die leiblichen Eltern waren, sondern was man war. Und anscheinend waren er und Talila das, was buir Lorsa gesucht hatte. Dabei ware sie so unterschiedlich, wie zwei Kinder nur sein konnten. Talila war hitzköpfig und unbedacht, Khalb versuchte so nüchtern und rational zu sein, wie er nur konnte. Sie war sicher eine geborene Kämpferin. Aber was war er? Ein Beschützer?

Irgendwie schlichen sich Bedenken ein, dass Lorsa mit ihm vielleicht einen Fehlgriff getan hatte. Musste ein Mandalorianer so viel nachdenken? Musste er nicht vielmehr einfach handeln? Natürlich wollte Khalb kämpfen … schon seit er versucht hatte, vor zwei Jahren seinen Vater vor dem .. Tier zu retten und der Stock einfach an dessen gepanzerter Haut zerbrach. Aber – reichte das?

Wieder drehte er sich auf der Pritsche herum, zerrte die fadenscheinige Decke über sich. Egal wie. Er würde das schaffen. Vielleicht hörte man auch einfach irgendwann auf, nachzudenken? Aber erst wenn er herausgefunden hatte, wofür sie die Bezahlung waren. Dass es mit der Sithlord zu tun hatte, war klar. Aber was genau?

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Weiter mit OOC: Gestern also mal wieder SWTOR-RP. Ich hatte sehr, sehr viel Spaß. Eigentlich hält Quesh ja als Keska 2 vor – aber da Talila gamemechanikmäßig erst Level 23 ist (der Spieler dahinter ist eigentlich republikzentriert und wird mit Empire-Chars technisch einfach nicht so richtig warm) und sie deshalb auf Quesh jeder Mob zum Frühstück fressen würde, sind wir kurzfristig auf Hutta ausgewichen. Das bedeutete zwar regen Durchgangsverkehr – aber erstaunlicherweise nicht einen einzigen Griefer! Das seltsamste war maximal der Gildenname „imperiale spiezjaleinheit“ (ungelogen so geschrieben!), der kurz im Raumhafen vorbeihüpfte. Jetzt freue ich mich auf das weitere Spiel. Der Plot um Keska scheint wohl diese Woche zu Ende zu gehen, dann läuft es für den Kreldo-Clan und seine neuesten beiden Anhängsel auf Dromund Kaas weiter.

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