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Nützlichkeit ist Überleben

12. Dezember 2013

Khalb_NimDie Ärztin (die Sklavin?) hatte ihm zwar gesagt, dass er die Finger davon lassen sollte, aber es juckte. Also sah er sich im halbdunklen Zelt um, ob Lorsa oder Talila nicht plötzlich hereingeschossen kämen, und kratzte dann vorsichtig auf dem Verbandspad herum, das Nim ihm über die entzündete Wunde auf der Wange geklebt hatte. Viel Erleichterung brachte es nicht, also zog er Grimassen, bis das Anspannen des Gesichts dafür sorgte, dass es eher weh tat als zu Jucken. Besser. Der heiße Nachtwind bewegte die Zeltklappe. selbst jetzt, kurz vor Standard-Mitternacht, war es noch deutlich über dreißig Grad. Schweißklebrige Kleidung war ein ständiger Begleiter auf Keska 2.

Der Abend mit der Twi´lek hatte ihm einiges zum Nachdenken dagelassen. Ihr leicht scharfer Geruch nach Desinfektionsmittel stand noch im Raum. Sie hatte vielleicht nur sechs oder sieben Jahre älter ausgesehen als er … sehr jung, sehr dünn und mit der Aura gezwungener Fröhlichkeit für ihren jugendlichen Patienten. Und er hatte das kurze Gespräch zwischen ihr und buir mitbekommen. Sie gehörte irgendeinem imperialen Offizier. Sie hatte Pech gehabt, wo Khalb und Talila gestern das große Los gezogen hatten. Obwohl natürlich eine sanfte, freundliche Ärztin vermutlich wenig dazu geeignet war, in einen mandalorianischen Clan aufgenommen zu werden. Sie sah nicht aus, als würde sie Dar´Jetii angreifen. Mit Schraubenschlüsseln.

Trotzdem sollte sie frei sein. Vor kurzem selbst noch von Ugnaughts und Soldaten herumgescheucht, hatte Khalb viel Sympathie für jeden, der in die Hände des Imperiums geriet. Buir hatte es ihm erklärt – wer kein Bürger war und sich nicht wehren konnte, war für das Imperium nichts als ein Sklave.

Glück … jede Menge davon. Statt eines der Opfer zu sein, hatte er nun die Chance, etwas zu werden. Und je mehr ihm Lorsa von den Mandalorianern erzählte, die jetzt sein Volk waren, um so sicherer wurde er, dass die es viel richtiger machten als Imperium, Republik oder die Hutten und Gangster.

Bald würden sie von Keska 2 abziehen. Und er würde die Heimatwelt des Imperiums kennenlernen. Er würde vorsichtig bleiben. Der Familie trauen und sonst wachsam sein. Lorsa hatte ihm gesagt, dass die Dar´Jetii mit dem künstlichen Bein ihn nichts anginge. Er war definitiv nicht dieser Meinung, da buir eben dieser Dar´Jetii Bezahlung für die zwei Kinder schuldete, wenn er das Gespräch richtig verfolgt hatte. Aber … nun, man würde sehen.

Er klaubte die Reste des Rationenpakets unter seinem Bett hervor und aß gehorsam (Lorsa hatte ihm erklärt, er müsste deutlich zunehmen, bevor er trainieren und lernen konnte) noch einen Proteinklumpen. Das trockene Gebrösel schien in seinem Mund beim Kauen irgendwie mehr zu werden.

Und … viel zu nett. Nicht daran gewöhnen, von buir auf die Stirn geküsst zu werden, bevor sie zum Dienst ging.

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Weiter mit OOC! Eigentlich hatte ich gestern gar kein RP geplant, wollte nur die Bounty-Contract-Week-Quest machen – aber dann ging´s doch ab nach Quesh und die Mando-Kinder-Geschichte weitergespielt. Der Für eine Handvoll Eisen-Plot wird wohl heute oder morgen kulminieren, da hat Khalb natürlich nix bei verloren.

Bounty_KhalbAlso dann heute entweder Gor oder nur PvE in SWTOR. Es ist schon unterhaltsam, wie problemlos man zwischen „Level 47, Merc“ und „13-jähriger-Mando-Bub“ springen kann, obwohl es exakt der selbe Avatar ist. Vermutlich kommt mir da meine SL-Übung zu Gute. Aber vielleicht wird´s rein aus Solidarität mal Zeit, mit dem Merc auf Beskar´gam umzusteigen. Das komplette Mercenary-Elite-Set (komisch, auf dem Bild fehlen Handschuhe und Stiefel .. hab ich doch auch ..) habe ich mir schon gebaut.

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