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Lerne zu kämpfen, lerne zu beschützen

15. Dezember 2013

RP_ZabrakEr wusste nicht genau, was ihn geweckt hatte. Vermutlich wieder das glasklirrende Springen einer fast hart gewordenen Gesteinsschicht auf dem Lavastrom hundert Meter seitlich und unterhalb des Lagers. Er lag eine Minute in der sich langsam in den Himmel zurückziehenden Dunkelheit des frühen Morgens und wartete, ob er noch einmal würde einschlafen können, zählte die Nähte in der Zeltdecke. Nein, er war nicht mehr müde. Seine Vod schlief noch. Vorsichtig hangelte er sich aus dem oberen der beiden Betten, kam sehr leise auf. Stand im engen Zwischenraum, der zwischen den Schlafstätten und vielen Kisten blieb.

Dann atmete er tief ein, dehnte die Schultern und ging zunächst auf die Knie und dann in die Grundstellung, die ihm Lorsa´buir gestern gezeigt hatte. Liegestütze. Jeden Tag. Zweimal.

Die Arme taten ihm noch vom letzten Abend weh (eigentlich sogar noch schlimmer als gestern abend! Sie fühlten sich an wie zu lange gekochte Nudeln aus purem Schmerz), aber er würde nicht aufgeben. Ihr lobend-freudiges „Kandosii, ad!“ klang ihm noch in den Ohren. Er würde sie nicht enttäuschen … eins … zwei … dreeeei ….

RP_BlasterDer Schmerz in seinen Armen dehnte sich über seine Schultern aus und traf sich am Rückgrat. An … etwas … anderes … denken … vier ….

Das Mädchen mit den Hörnern. Sie hatten sie getroffen, als buir ihn mit auf einen Spaziergang durch das Lager genommen hatte. Was war sie? Er hatte größtenteils den Mund gehalten, da buir irgendwie wütend zu sein schien, sie zu sehen … fünf … Sie gehörte zur Twi´lek-Ärztin Nim, oder so? Er hatte nicht mitbekommen, mit wem Lorsa hinter der Ecke über dem Steinfluss geredet hatte, mehrere Leute auf jeden Fall. Er war damit beschäftigt gewesen, auf den Containerstapel zu klettern. Das Hörnermädchen war nicht aus den Minen, er hätte sich an sie erinnert … sechs … Ob sie auch mit nach Dromund Kaas kommen würde? Die Welt der Imperialen. Dschungel! Gewitter! Er wiederholte leise noch einmal die Anweisungen, die er bekommen hatte. Für den Fall, dass Lorsa etwas zustoßen würde: Seine kleine Vod beschützen … andere Mandalorianer suchen … zum Kreldo-Clan gehen … keinem Imperialen vertrauen … nicht mit irgendeinem Dar´Jetii reden.

Siieeebeeen … nicht aufgeben! Durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Der Schmerz war nicht wirklich, sein Körper konnte mehr, als sein Geist zulassen wollte. Auch das hatte er gestern gelernt. Als sie über die Brücke gegangen waren, die Hitze der zäh fließenden Lava und ihre benommen machenden Dämpfe viele, viele Schritt unter ihnen. Als sie auf diesen kleinen, auf wundersame Weise von der allgegenwärtigen Industrie unberührten Fleck Land gekommen waren. Aaaacccchhht …. Als er ihren Blaster halten durfte  – und dann sogar auf einen der Bäume schießen. Diese Erinnerung war so lebhaft und begeisternd, dass neeeuuuunnnn fast gar nicht weh tat. Zunächst hatte er Schwierigkeiten gehabt, die schwere Waffe überhaupt mit beiden Händen zu stablisieren. Doch am Ende hatte er fast dorthin getroffen, wohin er gezielt hatte.

Und zeeeehn. Geschafft! Viel leichter als noch gestern. Nein, das war nicht wahr. Naja, ein bisschen leichter. Und heute abend würde es noch leichter werden! Und heute abend würde auch nicht mehr hier im Zelt sein. Heute abend wäre wohl auf einem Raumschiff. Er richtete sich leise auf, um Talila nicht zu wecken und schüttelte seine kribbelnden Arme aus. Das neue Leben begann gewaltig Fahrt aufzunehmen!

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Weiter mit OOC. Wieder ein spontanes RP im Camp auf Keska 2, a.k.a. Quesh. Es waren noch etliche andere Spieler da, aber da Lorsa ihre beiden Kinder derzeit noch mit sehr viel Misstrauen von allem fern hält, was nicht Mando ist, kam Khalb nicht wirklich mit ihnen in Kontakt.

Mein bester Freund ist derzeit Mandoa.org. Um den Lernprozess des Jungen zu spielen, werden natürlich ins RP immer wieder Worte in Mando´a eingestreut. Es ist ein bisschen wie ein Volkshochschulkurs. Macht aber sehr viel Spaß. Und mit Sprachen tue ich mir generell auch nicht sehr schwer, so dass das zu packen sein sollte.

In Second Life war ich auch ein wenig Unterwegs – aber dazu morgen mehr. Als Teaser: Es ist so putzig und winzig!!11!einself11!

 

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