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Der Kubus. Und: Freibeuterärger in Selnar.

17. Dezember 2013

Bevor ich zu den Abenteuern der cosianischen Piraten komme: Weil bald Weihnachten ist (zusammenhangslos) und es mir gestern auf der Heimfahrt wieder in den Sinn kam: Ein kleines Psychospielchen zum mitmachen! Der Kubus! Mag vielen Leuten schon bekannt sein – aber ich finde es immer wieder interessant und unterhaltsam, da es seltsamerweise auch noch funktioniert, wenn man die Auflösung kennt. Man baut sozusagen ständig daran weiter.

  1. Stell´ Dir eine Wüste vor.
  2. In dieser Wüste ist ein Kubus.
  3. Außerdem gibt es ein Pferd.
  4. Blumen. Es gibt auch … Blumen.
  5. Und eine Leiter.
  6. Und irgendwo ist ein Sturm.

Einfach, oder? Und jetzt mal drüber nachdenken: Wie sieht die Wüste aus? Geröll? Sand? Klassische Dünen? Eiswüste? Berge ohne Vegetation? Und der Kubus? Ist er groß wie ein Haus oder klein wie ein Spielwürfel? Fliegt er oder ist er im Sand begraben? Aus welchem Material ist er? Ist er hohl? Tut er etwas? Weiter zum Pferd … Wie verhält es sich zum Rest der Szenerie? Ist es ein Pony, ein Ackergaul, ein aufgeputztes Zirkuspferd? Und wo sind die Blumen? Und wie sehen sie aus? Viele kleine Gänseblümchen? Eine große, vertrocknete Sonnenblume? Ein Dornbusch? Lehnt die Leiter am Kubus oder liegt sie herum? Ist sie aus Holz, Metall, Stein, Gummi? Wie viele Sprossen hat sie? Ist sie verlässlich? Kommt der Sturm näher oder entfernt er sich .. oder tobt er gerade mitten um den Kubus oder das Pferd oder die Blumen?

Also – alles schön visualisieren. Bis es ganz deutlich ist und man praktisch darin herumspazieren kann. Auflösung gibt´s nach dem RP-Bericht. (Bitte nicht zu ernst nehmen, es ist ein Party-Psychospaß) Und jetzt weiter nach Cos!

Ja, das ist eine Katzenstrickmütze. Das ist voll BtB und gehört so. ´nuff said.

Ja, das ist eine Katzenstrickmütze. Das ist voll BtB und gehört so. ´nuff said.

Ingula rollte weiter sehr wütend Karten zusammen, trennte seine Pergamente von denen, die Nereus finanziert hatte. Es sollte niemand behaupten, er würde sich widerrechtlich Dinge aneignen! Er zögerte bei den Karten aus Port Kar. Streng genommen hatte er sie geklaut und kopiert … also waren es seine. Aber andererseits wäre er ohne den Rest der Crew nicht drangekommen … nein, nicht seins. Er legte sie wieder in die Truhe. Er hörte Laesio sich draußen vor der Cabana bewegen. Dem Bootsmann ging das Ganze viel zu nah. Natürlich hatte er recht – es gab kein zweites Schiff wie die Aequitas. Und wenn Ingula nun fortginge, würde er auch nie wieder auf so einer Königin der Thassa dienen. Hinzu kam, dass Ingula ziemlich sicher war, dass Laesio mitkommen würde, wenn er jetzt das letzte Mal die Laufplanke hinunterging.

Er richtete sich auf und rollte seine letzte Karte fester zusammen, damit sie noch in die ohnehin schon zu gut gefüllte Lederrolle passte. Er sah zu seinem Mäppchen mit den Werkzeugen. Zu den auf dem Cabanatisch verstreuten Stiften, Nadeln und Bändern. Der Affe saß neben einem der Stühle und aß eine Frucht, blickte ihn aus dunklen, runden Augen an.

Einen ganzen Lebensabschnitt beenden, weil ihm Lomerus und der Schiffsjunge auf die Nerven gingen? Nein, nicht deswegen. Es war die Situation … dass ihm klar geworden war, dass er nicht der Handlanger willkürlich agierender Politiker sein wollte. Bisher war ihm völlig egal gewesen, unter welcher Flagge die Aequitas fuhr. Ob es nun der cosianische Fisch war oder die Kukri von Schendi. Politik … das war Gerede und hin und wieder eine brennende Stadt. Nicht sein Bier. Aber in letzter Zeit hatte sich das alles mit Gewalt in sein Leben gedrängt. Die seltsamen Gelehrten und Pingel in Ar, das Schiff aus Port Kar und jetzt auch noch … ja, jetzt wurden Lomerus und Pavidus vom fetten Ubar dafür belohnt, dass sie auf der Aequitas mitfuhren und zufällig irgendwo waren. Wo blieb da Gerechtigkeit? Belohnungen waren Ingula egal. Geld war ihm ein abstraktes System. Wenn er zu essen hatte, war es genug. Aber hier ging es ums verdammte Prinzip. Und Nereus konnte sich dem Ubar nicht ewig entziehen.

Eigentlich war ihm nicht klar, um was es überhaupt und wirklich ging. Aber das war egal. Sicher war – es war alles nicht mehr richtig. Also musste er etwas unternehmen. Etwas ändern. Laesio zurückzulassen … der Gedanke war seltsam und fühlte sich an wie Bauchschmerzen. Das verblüffte ihn. Das kannte er nicht. Aber den Bootsmann bitten, mitzukommen? Nein, er würde Laesio nicht von der Aequitas wegreißen. Der liebte dieses Schiff mehr als sein Leben. Und Ingula war ein guter Navigator aus einer guten Navigatorenfamilie. Er hätte sehr schnell wieder ein Schiff zu führen.

Man musste nach vorn sehen. Und Gerechtigkeit suchen.

———————

Zurück zu OOC! Jap, dicke Luft bei Freibeuters! Waren irgendwie alle auf hundertachtzig und man ging sich gegenseitig an die Kehle. War sehr, sehr toll zu spielen. Hat mir viel Spaß gemacht. Ob wir am Freitag noch zu einer letzte Gor-Session vor Weihnachten/Neujahr kommen? Das würde mich freuen! Und ja, ich habe eine Katzenstrickmütze auf Ingula platziert, die mit wundervoller Stoa ignoriert wurde. Cheers!

Heute ist wieder SWTOR-RP. Ich hatte gestern mit Lorsa ein kurzes, amüsantes OOC-Whisper-Gespräch. Lorsa: Lorsa hat für die zwei Kinder auch ein Geschenk. Ich: Ein Pony! Lorsa: Nein, was Mandalorianischeres. Ich: Ein wütendes Pony!

Well … Dann mal zurück zum Kubus! Alles genau im Kopf? Szenerie und alles steht? Dann hier die küchenpsychologische Auflösung!

  1. Die Wüste ist nur ein Setting, eine Bühne
  2. Der Kubus ist, wie Du Dich selbst wahrnimmst
  3. Das Pferd ist Deine Wahrnehmung Deines Partners
  4. Die Blumen sind das, was Du der Welt gibst – Kinder, Projekte, Arbeit …
  5. Die Leiter ist Deine Freundeskreis
  6. Der Sturm ist (natürlich) ein Problem oder ein Problemkomplex.

So, jetzt fröhliches Rätselraten, was das Unterbewusstsein da zusammengekocht hat! Bei mir hat sich im Laufe der Zeit etliches verändert. Material und Größe des Kubus und dergleichen. Interessante Sache. Aber bitte bloß nicht zuviel für das tägliche Leben hineininterpretieren!

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  1. 17. Dezember 2013 um 10:43 am

    ich habe zwar die auflösung gelesen, aber wurst! der kubus steht in der wüste, in dem steht das pferd, an dem die leiter lehnt und das biest frißt die blumen. allerdings braut sich im kubus ein sturm zusammen und wird alles vernichten, um ein wenig destruktiv zu bleiben.

    zum rp: japp, die aggressionen haben gefallen. 😀 freitag kann ich erst später, so ab 21:30 uhr. vorher muss ich eine freundin zum xten mal in sl verheiraten. diesmal druidisch-keltisch, so mit bänder über die masturbationsgriffel. ja, diese druiden!

    • 17. Dezember 2013 um 10:46 am

      ganz vergessen: der kubus ist aus durchsichtigen glas und das pferd ist ein reinweißer schimmel. die leiter eine gute leifheit-stehleiter und die blumen sind blöde rosen. soviel noch zur materialbeschaffenheit.

      • 17. Dezember 2013 um 10:55 am

        Alles vernichten ist immer gut. Der Kubus ist also mindestens pferdegroß? 😀
        Das Lustigste an diesem „keltischen“ Zeug ist, dass das alles Erfindungen des 19. Jahrhunderts sind, da es keine Überlieferungen gibt und nichtmal die Römer es für nötig hielten, was darüber zu sagen. 😀 Aber hey – wenn´s die Leute mögen …. 😉
        Freitag geht bei mir auch später, Samstag kann ich ausschlafen!

  2. anidusacarolina
    18. Dezember 2013 um 10:21 pm

    Lol
    Das ist ja knuffig. Was hab ich gelacht!
    1 Die Wüste sieht bei mir aus wie die Sahara. Darin steht zwischen zwei Dünen der würfen der aussieht wie die Kaaba.
    Erster Rückschluss: Ich bin mir heilig und mein Ego ist definitiv zu gross, grins.

    2 Das Pferd ist ein Schimmel und steht oben auf der Kaaba
    Zweiter Rückschluss: Mein Partner tanzt mir auf dem Kopf herum.

    3 Die Blumen waren sozusagen die Randbepflanzung des „Kaaba Würfels“ oben.
    Dritter Rückschluss: Ich gebe der Welt gar nix, sondern dekoriere mich mit dem was ich ihr geben sollte 🙂

    4 Die Leiter lag bei mir irgendwo in einer weit entfernten Düne.
    Vierter Rückschluss: Meine Freunde sind in der Matrix hihi, weit weg eben.

    5 Der Sturm war ne Windhose die am Horizont tobte.
    Fünfter Rückschluss:
    Wenn ich nicht ganz schnell das Pferd vom Kopf kriege, mich selber entheilige und die Leiter näher zu mir ran grabsche, um dann die Blumen an der Leiter festzubinden, wird der Sturm nicht lange am Horizont bleiben.

    Giggel.
    Nett!

    • 18. Dezember 2013 um 10:44 pm

      Is ´n guter Spaß. Und manchmal denkt man auch drüber nach!

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