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Literatur ist das, was man daraus macht.

19. Dezember 2013

TrainingsgelaendeDie letzten Schritte bis zum Quartier, die Hand an die Zarge, herumfassen und sich praktisch in das kleine Appartment hineinkatapultieren. Dann kurz vor dem Durchgang zum Kinderzimmer bremsen, Hände auf die Knie und erst einmal Durchatmen. Nicht lange – so viel war er nun auch wieder nicht gerannt. Eine halbe Stunde in einem völlig willkürlichen Muster quer durch die Kaserne, um den Hof, durch die (erlaubten) Gebäude. Nicht viel eben. Aber ein netter Tagesabschluss.

Khalb dreht sich um – natürlich war das Modellschiffchen ihm gefolgt. Es war darauf programmiert. Er grinste, griff danach und schaltete es aus. Dann legte er es in das Regalfach, in dem er seine Sache aufbewahrte. Naja .. Sachen … er besaß jetzt zwei Datapads, einen Spielzeugblaster und dieses Modell eines Raumschiffes. Er arrangierte alles irgendwie und ließ sich dann zwischen den Betten auf den Boden fallen. Die üblichen Liegestütze bevor er schlafen gehen würde. Und dabei Zeit, über den Tag nachzudenken.

Viel gab es ja nicht zu denken. Er hatte das dämliche Buch wieder in die Messe zurückgebracht, es würde keinen Ärger geben. Hätte es sowieso nicht, da er es nicht geklaut, sondern erst mehrere Stunden gewartet hatte, ob es der Vorbesitzer wieder mitnehmen wollte, bevor er es sich gegriffen hatte. Die Idee an sich war auch makellos: Er hatte etwas gutzumachen (auf eine diffuse Weise. Er war sich immer noch nicht ganz sicher, warum genau) und Talila las gerne. Auf einem der Tische lag ein anscheinend verlassenes Buch. Die Verbindung von A nach B war offensichtlich. Allerdings hätte er nicht nur auf das bunt animierte Titelbild, das einen Raumkampf und einen wild grinsenden Mann zeigte, achten sollen, sondern möglicherweise auch auf den Titel. Nun ja, hatte er es eben wieder zurückgelegt … obwohl er im Gegensatz zu Talila ziemlich sicher war, dass Lorsa‘buir über „Die erotischen Abenteuer von Frachtercaptain Zeus Pine“ eher schallend lachen als ihre Kinder für den Besitz dieser schrägen Lektüre bestrafen würde.

Und außerdem konnte er sich vorstellen, dass sie nach der Trainingseinheit mit den Rekruten guter Laune war. Talila und er hatten das Ganze beobachtet. Nim hatte sich auch zu ihnen geselllt (die Twi’lek wirkte irgendwie verschüchtert, Khalb konnte nicht genau sagen, warum. Vermutlich irgendetwas mit den Imperialen). Und das Schauspiel hatte sich gelohnt. Einer der Rekruten war auch Mando’ade. Aber Talila hatte gemeint, dass man sich von dem besser fernhielte, er sei ihr ziemlich auf die Nerven gegangen. Für Khalb war er dennoch interessant, da der Typ der erste männliche Mando’ade war, den er jetzt aus der Nähe zu sehen bekam. Ob er in irgendeiner Weise als Rollenvorbild taugte, ließ sich aber noch nicht einschätzen. Jedenfalls faltete ihn Lorsa genauso zusammen wie alle anderen Rekruten auch – eigentlich sogar heftiger, da er zu Anfang darauf beharrte, lieber in den Nahkampf gehen zu wollen als einen Blaster zu benutzen. Lorsa schien mit keinem von ihnen wirklich zufrieden zu sein – nicht einmal mit dem blauhäutigen Medic, der so gepflegt aussah, als könnte man von seinen Stiefeln essen.

Khalb beendete seine Liegestützen und richtete sich auf, dehnte Arme und Schultern. Mittlerweile ging ihm das Training viel leichter von der Hand und er hatte Spaß daran, so viel zu tun, bis er fast umfiel. Über Talilas Vorschlag, geplanter vorzugehen, um gezielter Muskeln und Ausdauer aufzubauen, musste er auch noch einmal genauer nachdenken. Er war nicht so methodisch wie seine Schwester, er würde Hilfe brauchen, sich eine Routine zuzulegen.

Nim hatte gemeint er würde sicher ein anderes Buch für Talila finden können. Nur – wo? Schon der Schmalzschinken war ein Glückstreffer gewesen … alle anderen Datapads waren maximal Dienstanweisungen oder Wartungsvorschriften. Ob er den Mando’ade frage sollte, ob der irgendetwas hatte … gab es Geschichtsbücher von ihrem Volk? Hmmmm ….

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Le_Sleen

Weiter mit OOC. Hier erst einmal das Beweisbild für Johanna – ein Sleen in SWTOR. Warum die Sleens auf Corellia (es handelt sich um während des Häuserkampfes zwischen Imperium und CorSec/Republik ausgebrochene Zootiere, die jetzt rund um ihre alten Käfige herumstreunen) eine grüne Gestankswolke haben, weiß ich nicht. Die Sleens auf anderen Planeten müffeln nicht.

Irgendwie ist SWTOR-RP für mich mittlerweile fast wie früher SL-RP: Man kommt on, tut irgendwas, kann aber sicher sein, dass man jederzeit RP haben kann, wenn man nur kurz im Chat fragt, ob jemand da ist. Ich bin natürlich noch vorsichtig und als altgedienter Misanthrop und Pessimist nicht sicher, ob der paradiesische Zustand länger anhalten wird, versuche aber, mich nach Kräften daran zu erfreuen.

Meine Quest nach „Special Snowflake“ schreitet gut voran. Bis ich nach Dromund Kaas zum RP gegangen bin, konnte ich meinen Snowcovered Parcel-Bestand auf 47 Stück bringen, was fast der Hälfte der benötigten Pakete entspricht. Ich bin guten Mutes, das bis zum Ende des Events zu schaffen. Anscheinend hat sich auch die Schneeball-Spieler-Situation entspannt, gestern jedenfalls bekam keiner der am RP Beteiligten während der ganzen Zeit auch nur einen Schneeball ab. Und wir waren mitten in Kaas City! Offensichtlich hat es sich nun herumgesprochen, dass man diese Aktion am Besten während des normalen Questens nebenher erledigt, anstatt Mitspielern auf den Sack zu gehen. Oder die Hardcore-Zocker haben alle ihren Titel schon, das wäre auch möglich.

So, noch zwei Tage bis Weihnachtsurlaub. Kriegt man auch noch rum!

… Und wer weiß, warum ich den Frachtercaptain aus dem Schmuddelroman „Zeus Pine“ genannt habe, kann auch genau sagen, welche Fernsehserie ich im Moment mit Begeisterung verfolge.

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