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Abschied, Umzug und Aufbruch

6. Januar 2014

Headquarters_cBevor ich IC von Khalbs Erlebnissen mit Chiss, Medpacks und den Vorbereitungen auf das letzte Gefecht berichte, wende ich mich heute ausnahmsweise zunächst etwas OOC zu.

Selnar ist ja nun leider den Weg alles Irdischen gegangen und die cosianischen Freibeuter müssen sich nach einem neuen Heimathafen umsehen. Die Zeit auf Port Kar/Cos war großartig – genau unser Ding. Wir hatten immensen Spaß und konnten Abenteuer erleben. Von uns aus hätte das noch viel länger weitergehen können, denn das war Gor, wie wir es spielen wollen. Leider ist den Ownern nach ihrer langen, ununterbrochenen Spielzeit die Lust am Setting erst einmal abhanden gekommen (und ich mit meinen anderthalb Jahren Gorpause nach Lydius-Burnout kann das absolut verstehen) und ihr neues Projekt sieht zwar klasse aus, ist aber settingsmäßig nicht wirklich meins/unseres. Wer aber Bock auf Gegenwarts-RP hat, sollte es sich dringend mal ansehen! Sehr, sehr schick.

Headquarters_aDie Freibeuter bleiben also erst einmal auf Gor. Die Auswahl RP-stylemäßig für uns geeigneter Sims ist so überschaubar, dass die Zahl „eins“ sie nahezu perfekt beschreibt. Also fiel die Wahl leicht. Weniger leicht war die Volte, mit der wir uns dort einnisten werden. Mal sehen, wie wir so Fuß fassen werden. Genaueres erzähle ich dann wohl morgen. Ich bin heute abend ab 20 Uhr im RP – und wie man sieht habe ich über meiner Wohnplatte etwas aufgebaut, das uns das Transitspiel erleichtern soll. In 2500 Meter Höhe ist natürlich mit gescheitem Ozean nix zu wollen und ich werde Lola auch nicht die 300 Prim der Aequitas permanent in den Pelz setzen – aber als „meanwhile, at a little trading post at the banks of river Vosk“ ist das Teil doch gut geeignet. Ein Schrittstein von dort nach hier.

Headquarters_bIch habe das Ding noch nicht in meinen Rezzer gesetzt … und angesichts der gar nicht so wenigen Einzelteile graut´s mir jetzt schon davor, das dann endgültig zu tun. Muss aber, da wir rein plotmäßig auch noch Chenbars Villa bräuchten, und die zusätzlich aufbauen … das wäre primmäßig unverschämt!

Headquarters_dWie man sieht hat sich auch schon Tanja über meine Bauwut gewundert – ist sie doch bei mir zuhause eigentlich nur kahles, schwebendes Mauerwerk gewohnt.

Was ich aber dringend noch tun möchte: Den Leuten von Cos für die feine Zeit dort danken. Es war cool und genau das, was ich/wir spielen wollten (ich spreche jetzt einfach mal frech für die anderen Freibeuter mit). Maximale Freiheit und Abenteuer. Wenn es jemals eine Fortsetzung geben sollte, könnt ihr damit rechnen, dass zumindest ich, wahrscheinlich aber auch noch die Restmannschaft, dort aufschlagen wird.

Nun aber weiter mit SWTOR. Neben dem sich langsam aufbauenden Letztes-Gefecht-Plot (das Schiff ist im Hyperraum – vermute ich zumindest. Vielleicht hängts auch noch über Dromund Kaas, dann müsste ich meinen IC-Teil umschreiben. Egal!), gibt es auch viel OOC. Lorsa scheucht mich mit Sherku im Eiltempo über Oricon, durch die Czerka-Dailies und sogar Heroic-Flashpoints „durfte“ („Wir machen das jetzt mal, das klappt schon“) ich mit dem Cathar-Powertech schon tanken, damit ich schön viele Coms sammle. Gegen Leute Aggro zu halten, die mindestens eine, im Regelfall aber mehr Ausrüstungsstufen über einem selbst sind, ist nervenaufreibend. Mit den Kollegen vom Sturmregiment ist das zwar alles nett, fröhlich und problemfrei – als ich aber in meinem Übermut auch mal eine Randomgruppe versucht habe (natürlich da auf meinem Niveau und nicht drüber), geschah sofort wieder das, was mich zum MMO-Eremiten hat werden lassen: Dumme, dumme Menschen. Pullende Heiler, ent-stunnende DDs, auf-alles-in-der-Mobgruppe-einhauende-Tourette-DDs … you name it. Lerneffekt: So sehr die Coms auch locken mögen – nur mit den Gildenleuten! Die Randoms sollen sich ihre Tanks aus Käserinde schnitzen. Nicht mehr mit mir. Aber jetzt weiter zu Khalbs Erlebnissen! Von OOC zu IC …

Erste_HilfeSeine Schritte hallten auf dem Metall des Bodens. Ungewohnt laut durch die schweren Rüstungsstiefel. Ungewohnt laut in den stillen Korridoren. Ungewohnt laut im Bauch des riesigen Schiffes, um das herum der Hyperraum wie Wasser ströhmte, und sie zu ihrer unbekannten Bestimmung trug. Und eigentlich war hier alles unbekannt. Und alles war in eine seltsame Anspannung gehüllt, die er auf Keska nicht wahrgenommen hatte, obwohl doch auch dort Kampf und Tod ständig präsent gewesen waren.

Er schüttelte den Kopf und beschleunigte seine Schritte zu einem Joggen (das wollte er sowieso noch – Talila hatte ihn beim Lauftraining unterbrochen); das Lager, zu das ihm der blaue Kerl geschickt hatte, war nicht mehr weit. Es war nicht seine Aufgabe, sich darüber Gedanken zu machen, wie sich Soldaten fühlten. Oder warum sie es taten. Seine Aufgabe war es zunächst einmal, seine Familie und sich zu schützen. Ob die Lektion heute dabei helfen konnte? Na, Freunde hatten er und seine Vod sich vermutlich nicht gerade gemacht. Weder die blaue Frau noch der Soldat waren sonderlich begeistert gewesen. Aber die waren irgendwie ja auch selbst schuld ….

Es sollte nur ein Kurs sein, wie man mit dem Feld-Medipack umging. Klang langweilig aber notwendig, also hatte Khalb sich von Talila dort hinziehen lassen. Auf einem der obersten Decks des Schiffes, über ihnen die vor dem Chaos des Hyperraums fest verschlossenen Fenster, hatten die zwei Chiss gewartet, die er gelegentlich schon mit Lorsa‘buir zusammen gesehen hatte. Und andere Soldaten. Zunächst Erklärungen. Mit langen, komplizierten Worten, die er noch nie gehört hatte und die ihm Talila zum Glück knapp zusammenfasste. Nach den Erklärungen – Übungen! Mehr sein Ding. Praxis und so. Und da fingen dann die Probleme erst richtig an. Die blaue Frau wollte oder konnte Talila nicht genau erklären, was sie nun machen sollte. Und gleichzeitig hatte sie den Soldaten dazu abgestellt, als Übungsmaterial für die beiden Kinder herzuhalten. Natürlich arbeiteten sie zusammen! Und natürlich gingen sie Aufgaben immer prompt und mit maximaler Effizienz an (dazu wurden sie schließlich erzogen). Dass der Soldat dies als Angriff sah, Khalb durch die Gegend warf und Talila dann den Blaster zog, um ihren Vod zu verteidigen … das wäre doch nun wirklich vorauszusehen gewesen! Und dann war die Blaue auch noch verwirrend in ihren Angaben, was sie jetzt von Khalb wollte … es war ziemlich stressig.

Aber am Ende wurde niemand wirklich verletzt. Nur Talila bekam von Khalbs Enthusiasmus mit dem Injektor einen ordentlichen blauen Fleck (passte zu der Instruktorin) und der wiederum bot seiner Vod als ausgleich an, dass sie ihm auch eine verpassen dürfe. Also ein absolut ziviler Lernabend, wenn man genauer darüber nachdachte. Trotzdem hatte Khalb irgendwie den Verdacht, dass der andere Blaue gar nicht so unfreudig darüber war, dass er Khalb in Richtung des Lagers hatte fortschicken können …

Er sah nach oben. Nur Stahl über ihm im Gang. Keine Sterne über ihm. Schritte auf Metall, sein Atem in seinen Ohren.

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  1. 6. Januar 2014 um 1:48 pm

    Ich hoffe ihr könnte da Fuß fassen, Zasta. Eure Gruppe halte ich für relativ unabhängig von dem, was außenrum passiert, so dass ich denke – solange das Gebaute außenrum keine Magenschmerzen und keinen Augenkrebs bereitet – werdet ihr Spaß haben.
    Vor einem halben Jahre hätte ich nicht gedacht, dass dich irgendwas nach Gor zurückbringt und im Moment habe ich exakt dasselbe Gefühl für mich und Beric geht es wohl ähnlich.
    Für alles, was wir rp-mäßig gern auf Gor noch erlebt hätten, fehlt es schlicht an einer tragfähigen Community insgesamt. Somit ist das Setting für uns erstmal „ausgespielt“.

    • 6. Januar 2014 um 2:13 pm

      Danke für die Wünsche! 🙂
      Etwas Input von außen muss schon sein – sonst läuft man sich tot und bekommt Lagerkoller. Aber insgesamt sind wir natürlich schon fähig, uns Unterhaltung und Plot zu verschaffen.
      Ja, vor einem halben Jahr war ich wirklich noch im „Gor? – Vorbei“-Modus. Auch ich dachte, dass ich nichts mehr finde, was das bietet, was ich spielen möchte. Es ist auch bei euch sehr wahrscheinlich Burnout. Been there, done that, got the T-shirt. Die Community finde ich nämlich nicht schlimmer als vor zwei Jahren. Es sind nur weniger Leute geworden. Und ein noch deutlicherer Einbruch bei „Leuten wie uns“.
      Unsere Gruppe hat den Vorteil, Gor als Setting nur zu nutzen, weil es dort genug Leute gibt. Damit sind wir – wie ihr auch – nicht Settingsgebunden. Leider – wie gesagt – reizt mich (und auch andere aus der Mannschaft) Gegenwarts-RP nicht wirklich, wenn es nicht WoD ist (und selbst dann muss man mir goldene Berge versprechen).

      • 6. Januar 2014 um 2:38 pm

        Ich glaube von der „Community“ bekommt man erst so richtige was mit, wenn man Sim-Owner ist. Als Spieler haben mich solche Dinge nie tangiert oder interessiert. Da musste ich nicht hinter anderen aufräumen, ihre Konflikte schlichten und ich war auch nicht für ihre Bespaßung zuständig.
        Spieler sein auf Gor ist okay. Mit einer Gruppe 3-10 ähnlich-tickenden Spielern kann man spielen, worauf man Lust hat. Im kleinen Rahmen.
        Aber für die epische Schlacht hat’s halt nicht gereicht. Die Leute fühlen sich schon bevormundet, wenn es um eine schlichte Terminabsprache geht.

        • 6. Januar 2014 um 2:50 pm

          Mich hat auch genau das für Gor damals ausgebrannt – dieses nur-für-die-Sim-dasein. Es macht Spaß, es fordert … aber irgendwann merkt man, dass man plötzlich Dienstleister für ein virtuelles Stück Land geworden ist.
          Auch damals schon war man der arrogante Sack, wenn man was geplant oder gar auf die Beine gestellt hat. 😉
          Also, alles beim Alten, nichts besser, nichts schlechter. Die Maschine frisst weiterhin Kreativität.

          Da hilft echt nur, sich abzuschotten.

  2. 6. Januar 2014 um 7:46 pm

    Moment! Mich könnte Gegenwarts-RP durchaus reizen, sofern es interessant ist. Oder Zukunfts-RP a la Shadowrun. Womöglich auch Plusquamperfekts-RP – wenn ich mich noch genau erinnern könnte welche Zeitform das war…

    • 6. Januar 2014 um 8:03 pm

      Vollendete Vergangenheit.
      Okay, dann bin nur ich das bremsende Element und werde euch nicht im Wege stehen.

  3. 9. Januar 2014 um 12:15 am

    ich kann mein bett nicht mehr sehen und denke, ich nutze die schlaffreie zeit für ein paar kommentare.

    nea und beric, vielen dank, dass wir bei und mit euch spielen durften.

    yoel, shadowrun ist geil, aber für sl wohl eher schwierig. ich habe das liebend gern als p&p gespielt. auch in sl müßte man es auswürfeln. ansonsten würde der decker nie auf schwarzes ice oder eine bösartige ki treffen, magier und shamanen wären dann sowieso unverwundbar, außer sie werden von dunkelzahn gefressen.

    aber ich könnte mich dann mal als marketing-clown versuchen. ich habe jeden roman zu dieser serie und könnte euch mit zitaten zu tode langweilen. voll btb und so!

    • 9. Januar 2014 um 7:44 am

      Meine Shadowrun-Zeit ist lockere zehn Jahre her. Ich denke, es gibt in SL genug Orte, an denen man das spielen könnte. Aber es gibt doch viel interessanteres … Lovecraft´scher Horror zum Beispiel. 😀

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