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Zweifel und süße Getränke

9. Januar 2014

Dieses Bild erkläre ich nach der RP-Story von gestern. Ich hab jedenfalls ´ne ziemliche Krawatte … Fuck, peinlicher Schreibfehler und das PSD-Dokument nicht hier. Tja, Fail allüberall! Stellt euch ein strategisches „h“ vor.

Er atmete tief aus, als er durch die Tür rannte. Sie hinter sich schloss und begann, die Schnallen und Klemmen der Rüstung zu lösen. Genießerisch die Schultern dehnen und – eine Spur von nachher-aber-sofort-weggeräumter Panzerungsteile hinter sich lassend, zu dem winzigen Raum (man konnte sich grade mal darin umdrehen – aber das war mehr, als die niederen Dienstgrade bekamen) tappen, den man mit viel gutem Willen als „Bad“ bezeichnen konnte.

Für ein paar Momente war alles gut, als er vom Training mit Illjana ins Quartier der Familie zurückkehrte. Eine Zeitlang einfach nur mit der Schützin (oder was immer sie auch war, Khalb war unsicher aber auch nicht der Meinung, dass es ihn etwas anginge) zu Laufen. Einfache Dinge, keine Themen, die sich zu Streit auswuchsen. Er fühlte sich ziemlich wohl in der Gesellschaft der Blonden, die ihn nicht so von oben herab behandelte. Es war zwar etwas schwierig, sie nicht die ganze Zeit anzustarren (sie hatte einen Hang zu … sehr spezieller Kleidung), aber dieses Problem stellte sich zum Glück nicht, wenn man damit beschäftigt war, einen Sprint quer durch ein Lager voller großer und kleiner Container einzulegen. Sie behandelte ihn nicht wie einen zurückgebliebenen Schwachsinnigen, statt dessen hatte sie ihm dieses Datapad mit … er hatte keine Ahnung, was das war … gegeben. Ob das helfen würde, mit dem Lesen und so? Bilder und Text.

Langsam floß die Euphorie aus ihm. Sammelte sich mit dem Wasser der Dusche zu seinen Füßen. Die Wirklichkeit kehrte zurück. Die Anspannung.

Der Streit. Er war gegangen, damit es kein wirklicher Streit wurde. Es war kein Problem, aneinander zu geraten. Aber das würde nicht vor Anderen passieren. Die Familie hatte zusammen zu halten. Probleme löste man untereinander; man breitete sie nicht vor Fremden aus. Es war ihm sogar ziemlich egal, ob Talila nun Recht hatte (garantiert nicht! Buir ließ sich bestimmt nicht als Kanonenfutter für verletzte Eitelkeiten verheizen!). Aber egal wie – nach außen waren sie eine Familie. Denn alles andere schuf nur Angriffsflächen und Schwächen.

Und hinzu kam, dass Illjana verdammt scharfe Augen hatte. Sie hatte seine Schwäche bemerkt. Das machte es nicht einfacher. Wenn jeder es sehen konnte, musste er daran arbeiten. Aber wie? Man wurde nicht einfach so schlauer. Und man konnte ein Gehirn nicht so einfach trainieren wie ein Körper, oder? Ob das Datenpad mit den bunten Geschichten helfen würde? Talila machte so ein verdammtes Gewese darum, dass sie früher hatte lernen müssen …. Mann, sie wusste gar nicht, wie gut sie es damit hatte! Jeder Trottel konnte Laufen, Liegestütze machen … aber wenn man nichts gelernt hatte, wenn man grade mal mit viel Mühe Lesen und kaum gescheit Schreiben konnte … was tat man dann? Und das war es ja nicht allein. Er hatte auch keine Ahnung von all´ den anderen Sachen. Dem Rechnen, der Geschichte – oder auch nur, wie die Galaxis aussah.

Er zwang seine Gedanke in andere Bahnen. Das Datenpad würde helfen. Ganz sicher. Also … andere Dinge. Diese Frau, die fast aussah, wie die weißhaarige Dar’Jetii. Mann, war er erschrocken, als sie die Kapuze abgenommen hatte. Aber sie war keine von ihnen. Sie war wohl eine Dienerin, die mit Absicht danach ausgesucht war, als Doppelgängerin benutzt werden zu können. Gruselige Sache. Und sie war nicht glücklich über alles. Also, über Politik. Oder die Dar’Jetiise. Wäre er vermutlich auch nicht, wenn er die geringste Ahnung davon hätte. Sie hatte sich an ihrem Getränk festgehalten und sich leise aber bitter beklagt. Illjana hatte für alle eine Runde ausgegeben. Khalb konnte sich nicht erinnern, jemals etwas so Süßes getrunken zu haben, aber er hatte sich nichts anmerken lassen. Bloß nicht wie so ein Landei vom Hinterwäldlerplaneten ´rüberkommen!

Warum gab es Doppelgänger für die Dar’Jetii? War diese nette Frau nur deshalb an Bord, um … bei einem möglichen Attentat zu sterben? Es war schon seltsam. Zu ihm war die Lord nie unfreundlich gewesen, hatte ihn zwar seltsam angestarrt, aber das hieß wohl nichts. Sie war sogar bei der Befreiung in der Mine dabei gewesen. Und als Lorsa ihn und seine Vod adoptiert hatte. Aber dann kamen Buirs Warnungen, die Folterung dieser anderen Dar’Jetii in der Kaserne und eine entbehrliche Dienerin. Wenn es um diese seltsamen Mächtigen im Imperium ging, gab es wohl keine einfachen Antworten.

Khalb machte sich bettfertig und ging an den letzten Satz Liegestütze für diesen Tag. Warum konnten Dinge nicht einfach sein? Oder immer so schön, wie im Dschungel jagen zu gehen?

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Weiter mit OOC. Extra für mich wurde gestern ein schöner Flashpoint ausgesucht. Damit ich Sightseeing und hübsche Bilder machen konnte. Extra für mich! Vorher waren wir noch in den Czerka Labs, haben dort den zweiten Flashpoint und die Dailies gemacht – aber dann ging es zum Battle of Ilum (Hardmode). Ich liebe diesen Planeten! Die bizarre Eislandschaft, der dunkle Himmel mit den langsam darüber ziehenden Kometen. Wunderschön. Und der Flashpoint ist – da größtenteils outdoor – genauso. Ich habe auch ganz großartige Bilder gemacht. Vermute ich mal. Denn … direkt nach Betreten der Czerka Labs hat mein Spiel mal wieder vergessen, dass „Print“ eigentlich Screenshots machen soll. Ich habe von gestern also exakt ein Bild. Sherku vor Czerka-Moon-Himmel.  Keine Eislandschaft, kein böser Endgegner, keine RP-Screens. Ganz großes Damentennis! FRAPS ist ein prima Programm – aber es frisst mir ziemlich an den Ressourcen meines Rechners, so dass ich es mittlerweile nach Möglichkeit ausgeschaltet lasse. Vor allem, wenn ich tanke. Denn da kann ich Lag nun wirklich nicht gebrauchen. Tja, da zitiere ich mal Gault, wenn er eine Mission vergeigt hat „You win some, you lose some. You just lost some!“

Ansonsten war aber alles gut. Ich bin schon wieder auf halbem Wege zum nächsten Marken-Ausrüstungs-Teil und beginne, eine Verbesserung auch im Spiel selbst zu fühlen. Ich finde das Tanken in SWTOR zwar fordernder als in WoW (da muss man als Tankadin oder Schutzkrieger nach der Initialaggro ja kaum noch was tun. Healaggro? Was war das nochmal?), da man einen langsameren Aggroaufbau hat und stärker auf Proccs angewiesen ist, weil die wenigen Taunts eine bizarr lange Abklingzeit haben – aber das macht es natürlich auch interessanter. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich Defense/Shield/Absorb ausbalancieren soll. Die Theorycrafter sind wie immer uneins und wie immer wilde Zahlenwerfer. Na, erstmal auf die kleine Stufe hochklettern, dann sehen wir weiter. Bis jetzt halte ich dank der Gammelausrüstung immer noch nur sehr schwer Aggro (Einzelziele gehen ganz gut, außer es kommt mal wieder ein Crit rein und ich hab alles auf cooldown – aber in Gruppen ist es ein Gerenne). Ich muss mich außerdem mal vom WoW-Anspruch des „Ich binde restlos alles außer Adds im Level-1-Bereich“ lösen. Die Leute sind groß, ein Add macht denen nix.

Nach dem PVE habe ich umgelogged und wir haben uns – wie oben zu lesen – mit RP vergnügt. Und heute? Vermutlich wieder Märkchensammeln.

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