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Das gesichtsfressende Monster

12. Januar 2014

Khalb lag sehr zufrieden auf seiner Matraze und malte mit großer Sorgfalt und unendlicher Mühe Buchstaben, Worte, Sätze ab, die blau auf dem Display des Datapads mit den Comics flackerten, das Illjana ihm gegeben hatte. Er flüsterte alles mit, manchmal bewegten sich nur seine Lippen. „E-s is-t ein .. e d-u-nk-l..e N…ac —t.. falsch .. h dazu ..“

Das war mal ein wirklich spannender Abend gewesen! Und er war mitten dabei und hatte wie ein Erwachsener an der ganzen Aktion teilgenommen. Er wusste jetzt zwar nicht, was mit der weißen Gestalt bei Lord Garrde passieren würde (auch wenn er natürlich bestimmte Vorstellungen hatte, was Dar’Jetiise so mit Monstern taten, die ihre Soldaten auffraßen), da er geholfen hatte, die beiden Verletzten zur Krankenstation zu bringen und dann natürlich alles Wichtige sich nach woanders verlagert hatte, so dass er beschlossen hatte, jetzt erst einmal zu … trainieren, aber .. ach, von Anfang an!

Es war eigentlich erst einer dieser ewig gleichen Tage im Hyperraum, die sich wie Perlen an einer Schnurr aneinanderreihten. Jeden Tag trainieren, jeden Tag die selben Korridore entlangrennen, jeden Tag die selben Metallwände anstarren und jeden Tag der selbe Geruch nach Luftdesinfektion, Langeweile und Bedrückung.

Doch dann hatte Lorsa‘buir ihn abgefangen, als er – in der vagen Hoffnung auf irgendeine Abwechslung, und sei´s auch nur ein Streit mit vod – vor der Cantina herumgelungert hatte. Und sie hatte ihn bis zum Bug geschleppt und sehr drohend geklungen. Zuerst hatte Khalb geglaubt, es ginge um die … lautere Meinungsverschiedenheit mit Talila vor ein paar Tagen, doch dann stellte sich heraus, dass Lorsa wütend wegen des Erste Hilfe Kurses war! Und da hatte Khalb ja nun wirklich nicht das allerkleinste Fitzelchen Schuldgefühl im Herzen. Rein gar nichts hatte er falsch gemacht! Und genauso erklärte er es auch seiner Mutter.

Es gab einen der üblichen, heftigen und leidenschaftlichen Kreldo-Clan-Meinungswechsel und am Ende standen sie sich gegenüber, starrten sich an und es war keine Rede mehr davon, dass Khalb bestraft werden sollte. Allerdings stand ein Besuch bei der blauen Medizinerin auf dem Programm. Oder hätte gestanden, hätte Hamik nicht plötzlich diese seltsam dringende Botschaft über Com an Lorsa geschickt.

Und so war auf einmal keine Rede mehr von Zusatzunterricht, denn als sie im Hangar ankamen, wo der Chiss besorgt etwas untersuchte, das sich als toter Soldat mit halb aufgefressenem Gesicht herausstellte …

Und es wurde noch interessanter … das Wesen war nicht etwa ein entkommenes Experiment (wer machte Experimente? Khalb hatte diesen Teil nicht ganz mitbekommen) oder ein Rakghoul vom Außeneinsatz .. es nutzte die Macht und war unsichtbar!

In zwei Teams wurde der Hangar durchkämmt, nachdem er abgeriegelt worden war. Khalb fühlte sich immens nützlich und erwachsen – besonders als plötzlich die blaue Medizinerin aus dem Nichts angegriffen und herumgeschleudert wurde .. naja, eigentlich erst dann, als auch der Mediziner-Chiss-Mann irgendwie weggekickt wurde. Da durfte Khalb dann seine frisch erworbenen Erste-Hilfe-Kenntnisse anwenden (ob Hamik die blauen Flecke nach dem Aufwachen zu schätzen wissen würde? Hey, das war Wissenschaft!), Stims und so! Das konnte er! Und weil der bewusstlose Hamik sich auch nicht wehrte, entging er damit Einigem.

Da offensichtlich war, dass die Soldaten nichts gegen das seltsame Wesen ausrichten konnten, wurde nach einem Sith geschickt. Lord Garrde konnte tatsächlich wohl etwas sehen (für Khalb war dort nur leere Luft) und man trieb das Wesen in die Enge.

Das Wesen … ja, anders konnte man dieses schneeweiße Gespenst auch nicht bezeichnen. Nach einigen Aufforderungen durch die Dar’Jetii materialisierte sich vor ihren Augen ein schmutzigweißer Schemen in Fetzen, der verzückt vor Lord Garrde zu Boden sank. Das führte natürlich dazu, dass sich alle sofort auf das Monster stürzten. Lord Garrde hatte Betäubungsmunition befohlen, da sie das Ding für … irgendwas wollte. Khalb mochte nicht darüber nachdenken. Die Schreie aus dem Büro der Weißhaarigen waren ihm noch zu deutlich im Gedächtnis. Aber ein gesichterfressendes Monster hatte sowas verdient, oder?

Da ihn Lorsa‘buir jetzt die beiden Verwundeten versorgen schickte, blieb das weitere Schicksal des … Dings für ihn im Dunkeln. Aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass Lord Garrde es nicht töten würde. Zumindest nicht sofort.

Er konzentrierte sich wieder auf das Schreiben, das eher nach einem Kampf gegen alles, was im literarischen Sinne gut, wahr und schön war, aussah. Gesichtsfresser hin oder her – Training ging vor.

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OOC: Einen Bericht über Second-Life-RP gibt es wohl morgen. Ich muss erst noch ein wenig überlegen.

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