Türen. Anfänge. Enden.

13. Januar 2014

Zuerst ein Screenshot von Sonntag. Einfach weil der Name so bizarr ist. Und was wird erst passieren, wenn er den Ingame-Lord-Titel bekommt? Lord-Overkill!

Dieses Wochenende war virtuell gesehen sehr, sehr voll. Sowohl in Second Life als auch in SWTOR ist viel passiert und nebenher habe ich noch von Lola vage Berichte (NDA und so) über den TESO-Stresstest bekommen. Aber ich fange ganz gesittet und strukturiert mit Second Life und am Anfang an.

Eigentlich hatten die Freibeuter am Freitag mit ihrem Guerilla-Plot in Ar starten wollen. Wir hatten uns alle drauf gefreut, Pläne gemacht und sind voller Tatendrang eingelogged. Aber dann … bekam ich diese IM von Devlin, dass es sich nicht mehr lohnen würde, dass wir nach Ar kämen. Zu wenig Leute. Sie würden es wohl in nächster Zeit aufstecken. Das kam nun nicht völlig überraschend – aber nachdem ich die Woche zuvor von ihr ganz anders und eher positiv-kämpferisch gefärbte IMs zu diesem Thema erhalten hatte, war ich zumindest milde verblüfft.

Traurig waren wir auf jeden Fall alle. Nicht nur wegen der Sim, sondern auch, weil damit das Kapitel „Gor“ für uns wohl erst einmal gegessen ist, da damit die letzte storydriven Sim ihre Segel streicht. Wir haben in unserer Cos-Piratenzeit genug Gorsims besucht um zu wissen, dass es für uns derzeit keinen Platz gibt.

Also werden die Freibeuter in Winterschlaf geschickt, bis es vielleicht irgendwann wieder eine Ort gibt, an dem wir Story, Spannung, Abenteuer und Antike finden können.

Einen Toast auf die Macher von Selnar/Port Kar; einen Toast auf die Macher von Ar: ihr habt es versucht. Es gab nicht genug „von uns“. Möget ihr immer den Horizont sehen und nicht nur den eigenen Vorgarten!

Aber vielleicht läute ich die Totenglocke zu früh und es geschieht für Ar doch noch ein Wunder. Ich würde es den Ownern wünschen!

Wie es jetzt RP-mäßig für uns weitergeht steht in den Sternen. Am Freitag sind wir spontan als Porno-Filmcrew auf Locationsuche bei Cato und Nea aufgeschlagen. Aber Gegenwarts-RP ist nunmal nichts für mich. So unterhaltsam dieser Freitag Abend auch war … es war nur ein Witz zwischendurch. Unsere Charaktere platte Abziehbilder und ihre Story nicht wirklich vorhanden.

Der Rest zeigt nach dem Ar-Ende auch Ermüdungserscheinungen. Mashia und Nobody möchten keine Zombies spielen und es sieht auch so aus, als würde das ständige Wegbrechen von Settings, an die man sich gerade gewöhnt hatte, seinen Tribut fordern. Mir macht die Springerei nicht mehr viel aus. Ich binde mich emotional in SL an nichts mehr. Aber wenn die anderen darunter leiden, ist vermutlich jetzt ein guter Zeitpunkt, einen Schlussstrich zu ziehen. Wir werden sehen, was sich heute abend ergibt.

Da passt es natürlich nicht, dass ich jemanden aus der SWTOR-Gilde mit meinem Gerede von „unendlichen RP-Möglichkeiten“ so neugierig auf SL gemacht habe, dass er sich gestern einen Account erstellt hat. Ich konnte einmal mehr feststellen, warum Second Life nicht mehr allzu lange durchhalten wird (durchhalten wird es sicher, aber weiter schrumpfen und weiterhin maximal 0,01 % der Neuanmeldungen auch halten): Hat man niemanden, der einem alles erklärt und zeigt, zu den richtigen Orten bringt und generell den Führer im Dschungel macht … ist das Ding komplett unzugänglich. Es bietet keinerlei Motivation, ein zweites Mal einzuloggen. Es ist einfach eine Red Hot Mess des generellen Wahnsinns.

Andererseits schien Genthri aber Spaß zu haben, nachdem wir ihn mal vom grausamen Noob-Aussehen weggebracht hatten. Er hat sich neugierig überall umgesehen …. und als ich nach ein paar Stunden offline-sein wieder in SWTOR aufgetaucht bin, bekam ich als erstes von ihm im Gildenchat (nicht wörtlich) „Ich war auf einem Bauernhof. Und da gab es eine Melkmaschine.“ – „Nicht draufklicken!!!!“ – Zu spät“

Er hatte auch noch jemanden aus der Gilde dazu gebracht, sich den Spaß einmal anzutun und die beiden erlebten anscheinend genau das, was SL seinen miesen Ruf eingebracht hat. Tja, Klischees sind Klischees, weil sie wahr sind. Wenn ich auch zur Verteidigung der „Online Social Experience“ (Your mom is an online social experience!) anführen muss, dass „german sex“ keine Suchwörter sind, die ich empfohlen hätte.

Darauf das uralte (2008! Das sind ja schon sechs Jahre!) aber im Inhalt immer noch aktuelle Video:

Plus: I want to do the seeeeeex!

Aber genug von Second Life. In SWTOR gab es auch etliches Erzählenswertes. Vor allem zwei wundervolle  Bemerkungen von Lorsa. Als erstes direkt vor dem Tanken meiner ersten 55er Heroic: „Wenn Dir das Wort Heroic zu schlimm ist, nennen wir es einfach anders. Abenteuer! Wir spielen Abenteuer-Modus.“ Und dann noch beim zweiten „Abenteuer“-Flashpoint (Cademimu, der Wookiee-Boss): „Also irgendwie sehen diese Ugnaughts schon aus wie kleine Behinderte“

Die Abenteuer an sich liefen hervorragend. Zwar ging uns der Droidenboss in den Czerka-Labs in Enrage, aber wir habe ihn trotzdem umgehauen. Ich gewöhne mich langsam an das Ganze und hoffe, dass ich weniger Ballast als vielmehr mittlerweile eine sinnvolle Ergänzung bin. Da ich darauf achte, wie ich meine Ausrüstung zusammenstelle, denke ich auch, dass ich recht unhektisch zu heilen bin. Oder sein werde, wenn ich mal bessere Ausrüstung habe (Schnitt immer noch 156). Es kam schon die Frage auf, wer in der Gilde denn prinzipiell mal ganz unverbindlich Lust auf Raiden hätte. Und weil ich zumindest die Stories sehen möchte, habe ich mich gemeldet. Aber alles ganz langsam und geduldig.

Lola hat nach dem TESO-Stresstest auch wieder ein wenig Lust auf MMOs bekommen und den SWTOR-Account reaktiviert. Bis jetzt noch als Preferred, aber falls der Spaß sich erhält, wird´s wohl auch wieder Abo. Lola und Schwager-Eddie sind als Minisith unterwegs. Ob sie ins RP wollen, kann ich noch nicht sagen.

Apropos RP – da war natürlich auch eine Menge los. Am Freitag habe ich einen horrorfilmmäßigen Außeneinsatz verpasst, bei dem es jede Menge Infizierte, Tote und Rakghoule gab. Lorsa fing sich einen Parasiten in der Bauchhöhle ein (Saph: „Nicht im Gehirn?“) und am nächsten Tag stellte sich heraus, dass es auch einen blinden Passagier gegeben hat – nachzulesen im Blogpost von gestern.

Und als Abschluss des Wochenendes hatte Khalb noch einen Zusammenstoß mit dem „Mann ohne Ehre“, gefolgt von einer Lehrstunde in Mando-Philosophie bei Shillia. Das werde ich als IC-Story vermutlich in den nächsten IC-Beitrag mitverwursten, da es eher eine coming-of-age-Überleitung als ein eigenständiges Abenteuer war.

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  1. Adran
    13. Januar 2014 um 11:28 am

    Und du hast dich am TESO Stresstest nicht beteiligt? Dabei habe ich extra den Redguard Nightblade „Hassanisabah“ die ganze Zeit verfolgt um zu wissen wann du ihn anfällst! *g*

    Aber sehr, sehr hübsches Spiel für ein MMO und es steckt mehr Skyrim drin als ich dachte.

    • 13. Januar 2014 um 11:43 am

      Nein, ich mach nie Betas, ich will mir keine Überraschung verderben.
      Bisher habe ich von der Beta prinzipiell mehr ernüchterte/enttäuschte Statements als Positives gehört. Das ist gut, dann gehe ich völlig ohne Erwartungen an die Sache.

  2. Adran
    13. Januar 2014 um 12:07 pm

    Ich habe auch ein paar Jammerlappen gehört – aber das waren Leute, die waren schon sowieso von irgendeiner Pre-Alpha Stage frustriert oder haben den Client auf DEUTSCH installiert (und ohne Sprachausgabe und nur mit „Placeholder – Placeholder – Placeholder“ als Questtext ist die Beta vermutlich wirklich keine Freude gewesen.).

    Ich war recht angetan von der ganzen Atmosphäre und da Atmosphäre 11/10 eines guten Spiels ausmacht bekommt’s von mir Daumen hoch. An manchen Ecken könnten sich ein paar Gor Sims als Ideensteinbruch breitmachen – fremdartige Flora und Fauna, exotische Orte und eine raue Welt.

    Uuuund – es gab einige (wenige) NPC, die man auf die Schnelle mit einem Text-to-speech Programm vertont hatte und das war in der Magiergilde der Nords einfach zum schreien komisch.

    • 13. Januar 2014 um 12:32 pm

      Die Kritikpunkte die ich hörte, waren reflektiert und abgewogen, keine Jammerei. Hauptsächlich grafische Dinge, Animationen, UI, Gebietsdesign, Fertigkeiten, Customizing-Möglichkeiten und dergleichen betreffend.
      Aber ist nicht mein Problem. Ich seh´s mir an sobald es fertig ist und bilde mir meine Meinung. Nehme ich die bisherigen Meinungen als Schnitt, wird´s mich vermutlich ein, zwei Monate beschäftigen, was doch auch ein guter Wert ist. Oder ich warte, bis es F2P geht.

  3. Mell
    13. Januar 2014 um 12:08 pm

    Der Grund warum ich es so schwer finde wieder richtig Feuer und Flamme für ein RP zu werden. Hat man sich drauf eigelassen, ist man gut drin und kann solangsam spielen weil man sich wohl fühlt ….zack weg!
    Die Sim von Nea hab ich mir gestern auch angesehen. Wirklich hübsch aber nichts für mich.
    Außerdem bin ich von Mittelaltersim zu Mittelaltersim gehüpft und von Gorsim zu Gorsim. Alles nicht das gelbe vom Ei.
    Gut ich schau jetzt nur nach deutschen Sims weil ich einfach zu faul bin mein Englisch auf RP tauglich zu bringen.
    Ich logge eh schon nicht mehr offt ein, es wird wohl noch weniger werden bis es irgendwann garnicht mehr passiert.
    Die wichtigen Kontakte hab ich auch außerhalb von SL oder ich weiß zumindest wie ich sie erreichen kann 🙂
    Allerdings wenn du mir Rèmy versprichst ….dann will ich gerne wieder öffter einloggen 🙂

    • 13. Januar 2014 um 12:34 pm

      Den kann ich Dir leider nicht versprechen. WoD mag außer uns in SL keiner spielen. Zumindest nicht ohne Rüschenhemden und Kajal. 😀

  4. Adran
    13. Januar 2014 um 1:25 pm

    Mittelalter ohne Vampire. Mit Nordleuten. Und Elfen. Das zieht bestimmt.

    • 13. Januar 2014 um 1:49 pm

      Gibts in SL doch schon – die DSA-Sim. Ich bezweifle mal, dass es da un-mittelalterlicher ist als auf den tatsächlichen SL-MA-Sims.

  5. Tanja
    13. Januar 2014 um 1:32 pm

    Es gibt einen Lord-Stadl?! Iss ja putzig…

    • 13. Januar 2014 um 1:49 pm

      Lordstadel Megastadel. Und wenn der mal Lord wird heißt er Lord Lordstadel Megastadel.
      Neulich sah ich auch eine Frau „Zuchtmeista“. Besonders lustig, da sie zwei paddelförmige Schwerter schwang. Und zehn Minute später in der Random-Instanz-Gruppe eines Gildenkollegen landete und nichts drauf hatte.

  6. Luc (Zelmo)
    13. Januar 2014 um 2:41 pm

    Das mit Ar tut mir auch leid, Zasta… Aber was willste machen. So nach zwei, drei Monaten musste halt den Realitäten ins Auge sehen. Das mit den „Ermüdungserscheinungen“ durch dauernden Settingwegbruch kann ich gut nachvollziehen. Macht das Alter, ne.

    • 13. Januar 2014 um 2:53 pm

      Ar hätte es echt verdient gehabt. Das politische Storypotential war gewaltig.
      Danke, dass ihr´s versucht habt.
      Never give up, never surrender! By Grabthar’s hammer, by the suns of Warvan, you shall be avenged!

  7. Luc (Zelmo)
    13. Januar 2014 um 3:10 pm

    Like.

  8. 13. Januar 2014 um 4:46 pm

    Ja, das ist wirklich super schade. Ich persönlich hätte zu gern in Ar gespielt. Was leider aus verschiedenen Gründen nicht ging, die aber alle nix mit Ar zu tun hatten.
    Mann mann, die Sim ist sooooooooo schön!
    Ich hoffe auf ein Wunder.

    • 13. Januar 2014 um 6:28 pm

      Hätten alle in Ar gespielt, die es „soooo schön“ fanden, wäre alles in Butter. 😉

      Neiun, das ist nicht ganz richtig. Es ist vielmehr so, das es für den Spielstil, wie er in Ar und Cos gepflegt wurde, einfach nicht genug Publikum gibt. Wir sind wenige. Zu wenige. Und werden immer weniger.

      • te-ah-tim-eh
        13. Januar 2014 um 7:06 pm

        Das ist zwar nicht der einzige, aber sicher der Ausschlag gebende Grund. Wobei die eigentliche Frage darin liegt, warum wir in Gor immer weniger werden – anderswo boomt es.

        • 13. Januar 2014 um 8:50 pm

          Wo boomt es denn? das wäre mal interessant zu wissen, denn dann würden wir da hingehen! 🙂
          Immerhin hatten wir uns Gor ausgesucht, gerade weil da die meisten potentiellen Mitspieler sind.

          • 13. Januar 2014 um 10:16 pm

            Die Dark Urban Sims sind ziemlich gut besucht. Also echt nichts im Vergleich zu Rest-Gor, ich denke ein großer Wechsel ist gerade im Rollen.

          • 14. Januar 2014 um 7:48 am

            „Dark Urban“ hört sich unglaublich schrecklich an. Ich stelle mir da alles von „Ich bin so psycho!!!!“ über „Isch bin da Biker, Alda!“ bis zu „Niemand is so böse wie ich, verneigt euch!“ vor. Also eine Art Kondensat aller GE- und Nordgor-Sims. Einmal statt Horst der stellvertretende Abteilungsleiter mal der ganz harte Knochen sein. Autsch.
            Mag natürlich sein, dass ich mich hier vollständig irre.

          • 14. Januar 2014 um 4:04 pm

            ^^Ja nun, teilweise mag das so sein. Aber mir würde ne Menge geiles RP in dem Setting einfallen. Mit mafiösen Strukturen und so.

  9. Rannug
    13. Januar 2014 um 6:25 pm

    das problem bei gor ist – jede rhat seine sim – machst du eine neue auf ob gut oder schlecht dann must du sie allein tragen und auf die schnelle zulaufen wird dir eben fast keiner – du must den langen atem haben und durchhalten das heißt auch damit rechnen das du so nen sim alleine zahlen udn spielen wirst weil eben keienr kommt und es lang dauert.

    Viel sim, ob gut oder schlecht, werden aufgemacht und dann wird erwartet es läuft. Das si ne schöne aber unrealistische erwartungshalung. Zum einen ssind die meiste spieler irgendwo und bleiben da bis deren sim zu macht zum anderne muss die sim selbst wen spieler frei sidn diese auch an sprechen und halten. das geht am besten wenn man viele spieler hat so das immer jemand da ist der sich um di eneuen kümmert.

    Wennda aber nix bleibt oder kommt dann ist der Frustfaktor schnell sehr groß weil die ablenkung fehlt udn die abwechslung. dazu dann sowas wie nen tag down etc. udn es häuft sich. am ende dann die frage warum geb ich soviel geld für ne leere sim aus. warum die ganze arbeit für 3 spieler … und genau diese fragen sollten vorher befriedigend geklärt sein. denn dann – glaube ich zumindest – steht sone sim auch ein jahr oder länger.

    Klar kam man sagen rannug hat wieder großes maul. Aber ich amchs ja selber. Teveh wird bis dezember da sein dann wird ausgewertet – alleine zahlen kann ichs irgendwann nimmer aber ein jahr bleibt sie und wenn ich alleien spiel. meien abwechslung hole ich mit auf anderen sims udn wenn ich keinen bick hab stehe ich way rum – sicher so findet man keine spieler. aber darauf hab ichs nicht ausgelegt. wenn will ich spieler die ich unterwegs treffe übers RP mitnehmen. Wenn sie denn wollen. Denn mir einfahc zullaufen das sit ein glücksspiel. und die sind mitunter schnelelr weg als sie gekommen sind.

    meine 2 Pfennige

  10. 13. Januar 2014 um 6:35 pm

    Zasta reißt schon wieder Gräben auf und spaltet die RP-Gemeinde.^^

    Und was euren Auftritt angeht, mein Highlight war das Höschen vom Hengst.

    Aber ich glaube, dass wir meist am „so shiny“ scheitern. Schnelle Begeisterung, hoher Einsatz, rasche Ermüdung, Langeweile, weg und weiter. Routine ist für mich einfach eine Schlinge um meinen Hals. Ich kann lange Spaß haben an einem Settings, solange da was passiert, solange Bewegung drin ist. Aber sobald die weg ist oder alles gespielt ist, hält mich wenig.

    Für den epischen Krieg zwischen Cos und Ar hätten wir mehr Spieler gebraucht. Denn letztlich hätten wir zumindest für die Combat-Phasen eben nicht mit Alts jonglieren können. Da kann man schlecht auf zwei Seiten spielen dann. Das ist im Prinzip das gleiche, was wir am Ende von Turmus festgestellt haben.

    Hinzu kommt, dass jeder so seine Schmerzgrenze hat, was die ihn umgebende RP-Qualität oder die Art des Spiels angeht. Nicht jeder kann mit jedem und die meisten wissen was über einen, was sie vom anderen gehört haben und können dann auch nicht mit dem und blabla, der übliche Zirkus. Es wäre interessant von den verbleibenden Gor-Spielern mal ein Soziogramm zu erstellen, wer überhaupt noch mit wem kann und möchte.

    Mich erinnert die Gor-Gemeinde immer ein wenig an Schopenhauers Geschichte von den Stachelschweinen.

    • 13. Januar 2014 um 8:51 pm

      Graben und Spalten ist doch das, woraus SL besteht. 😀
      Ich gebe Dir recht, in Bewegung bleiben hilft. Aber SL schrumpft und der Pool wird kleiner.

  11. Devlin
    13. Januar 2014 um 8:33 pm

    Ich hatte auch gedacht, Ar hat Potential, weil es eben ganz einfach Ar ist. So viele Spieler haben ihre Chars mit der Stadt Ar verbunden, ich komme aus Ar, ich wurde da ausgebildet etc, u.a. meiner ja auch, deshalb stand es für mich persönlich eben fest, dass Elaines Geschichte irgendwann einmal nach Ar führen muss, ich wollte es nicht immer nur emoten und dann haben wir einfach mal angefangen mit bauen, in unsren Köpfen ist das schon seit Jahren, aber gewagt haben wir es nie.
    Wir haben nie erwartet, dass Spieler kommen und bleiben, wir wollten einfach nur, dass dort diese Stadt ist, welche von so vielen immer nur emotet wurde, aber nie wirklich da gewesen ist und bespielt wird und zwar simübergreifend .Doch das deutsche Gor braucht kein Ar, Wir hätten uns einfach gefreut, wenn die Stadt mehr angenommen würde, alle reisen überall hin, nur nicht nach Ar, vielleicht war die Sim zu schön, der Neid zu gross, so ist halt deutsch Gor kaum jemand freut sich, wenn jemand was schönes bietet, damit die Gorwelt bereichert wird, nein, in deutsch gor freut man sich, wenn wieder mal ne sim schliesst.
    Es ist nicht so, dass wir dort kein RP hatten oder die Kosten uns erschlugen, aber die wenigstens Spieler, die eine Stadt besuchen können einfach nur spielen auch ohne, dass ein Pulk Einheimischer gleich auf sie zustürmt.
    Ich denke jeder Simowner kennt das Gefühl, das man „Gäste“ empfangen sollte, doch irgendwann bleibt dann das eigene RP auf der Strecke und auch das ist frustrierend.
    Da gings uns wie Mell.
    Heute morgen habe ich abgeräumt und habe die Absicht eine Mauer zu errichten, sehr hoch und weiss mit einem Lift nach oben. 🙂
    Ich habe mir auch Neas und Catos Sim angeschaut, die ist echt schön gebaut, aber auch für mich ist diese Art RP nichts.
    Gruss, Dev

    • 13. Januar 2014 um 8:53 pm

      Viel Glück mit der Mauer!
      Für mich kommt sie vermutlich zu spät, ich bin zu müde, um derzeit wieder GoT anzufangen. Und das SWTOR-RP ist zu spannend, die ferne Galaxis ist zu bunt und die Leute dort zu nett.

  12. 13. Januar 2014 um 9:53 pm

    „nein, in deutsch gor freut man sich, wenn wieder mal ne sim schliesst.“

    Ja, und die Gründe dafür kann ich dir auch sagen. Aber nicht im Blog, sonst fühlen sich welche wieder an den Pranger gestellt.

  13. 14. Januar 2014 um 12:15 am

    Es macht mich unendlich traurig den Untergang Ars zu erleben, nach so vielen Versuchen Rollenspiel in Gor zu betreiben, auch weil ich glaubte bei so vielen Sims wird es auch viele Spieler geben, glaubte ich in Ar endlich meinen Anker werfen zu können. Die letzten zwei Wochen waren wirklich frustrierend, irgendwie wollte sich niemand nach Ar verirren und wenn dann doch mal ein grünes Pünktchen aufleuchtete verschwand es recht schnell wieder. Auch verspürte den Antrieb auf diese wenigen Gäste zu zu stürmen, doch schob ich schon Frust und brachte keine Lust auf, dies auch zu tun. Es war nicht viel los, ja und ich mag es ihnen auch nicht verdenken, aber am Ende bleibt da nur Melancholie.

    • 14. Januar 2014 um 12:21 am

      Und zur Müdigkeit bezüglich Got, vieleicht hilft dies den Hunger zu wecken:

      oder das:

      Wäre jedenfalls ein weitaus spannenderes Setting als es Gor je sein kann.

      • 14. Januar 2014 um 7:39 am

        Wir haben GoT ja ein halbes Jahr lang gehabt.
        Nach anfänglichem Hype hat es sich auf etwa zehn Spieler eingependelt, was zwar ganz gut war, aber nicht reicht, wenn man keine Ausweich/Reisemöglichkeiten hat.

  14. 14. Januar 2014 um 12:46 am

    So traurig es ist, fürchte ich doch, dass man Devlins und Neas Einschätzung bzgl. der „Simkultur“ in Deutsch-Gor zustimmen muss. Es liegt mir fern, irgendetwas zu verallgemeinern, doch ich persönlich habe immer wieder den Eindruck gewonnen, dass manch einer mit Neid und Missgunst auf andere Sims blickt, wenn sie neu entstehen und dann laufen – und mit Schadenfreude, wenn sie den unvermeidlichen Weg allen Primlebens, nämlich zurück ins Inventar des Owners, gehen. Man macht sich lustig, weil wieder einer meint, sein eigenes Ding machen, sprich seine eigene Sim hochziehen zu müssen. Und wird dieses „Ärgernis“ dann auch noch gut angenommen von den Spielern, findet sich immer ein Grund, die Sim im „Buschfunk“ oder öffentlich in Blogs schlecht zu reden. Zur Not muss eben ein Bücherregal herhalten, um ein vernichtendes Urteil über eine Sim zu fällen, wenn es sonst offenbar nichts zu beanstanden gibt.

    Nochmals: ich will nicht generell den Stab brechen, denn ich habe ebenso vielfach erlebt, dass man sich mit Respekt und aufrichtiger Anerkennung für die Leistung des anderen begegnet. Und hinzu kommt, dass ich all dies „nur“ aus Spielerperspektive beurteilen kann. Für mich selbst kann ich sagen, dass ich vor jedem, der sich die Zeit, das Herzblut und das Geld nimmt, um eine Sim aufzubauen und zu betreiben, den Hut (respektive den Schleier) ziehe. Und ich genieße es, in meiner Rolle zu reisen und immer wieder neue Sims erleben zu dürfen – und damit meine ich nicht nur die Sim als „Primwesen“, sondern in mindestens gleichem Maße die spezifische Stimmung und Art des Spiels dort.

    Bemerkenswert finde ich, was Du als ein (oder das) „Hauptcharakteristikum“ von Ar herausstellst, Zasta, nämlich, dass es eine „storydriven Sim“ ist. An diesem Terminus bin ich sofort haften geblieben, weil er meines Erachtens absolut punktgenau das Wesen einer Sim wie Ar beschreibt. Und man kann nur jeder Spielergemeinschaft wünschen, dass es ihr gelingt, ihrer Sim eine solche Seele einzuhauchen. Ich nehme hier bewusst die Spielergemeinschaft als Ganzes und nicht nur die Owner „in die Pflicht“. Die Owner können sicher mit der Gestaltung der Sim, den Simregeln und der „Hintergrundgeschichte“, ein solides Fundament schaffen. Doch letztlich sind es die Spieler, die die Prims mit Leben füllen.

    So, und nun geb ich Ruh, ehe mir noch Logorrhoe unterstellt wird 😉
    Liebe Grüße
    Mith

    • 14. Januar 2014 um 7:43 am

      „Storydriven“ kommt mMn nicht von allein. Man muss es bewusst initiieren und pflegen – als Owner wie als Spieler. Mir erscheint es, dass aber die Mehrheit der Spieler lieber „reaktiv“ spielt – also „ich lebe in den Tag hinein, weil mein Char eben so ist und ich will kein Drehbuch“ (kurzes Kötzerchen für den Drehbuch-Begriff, der irgendwann mal aufkam und unausrottbar herumgeistert). Und Mehrheiten sind eben Mehrheiten.

      • te-ah-tim-eh
        14. Januar 2014 um 6:45 pm

        „Reaktiv spielen“ ist ein passender und treffender Ausdruck. Es hat nur, wie dir auch jeder andere P&P Spieler, PBEMler, Forenspieler oder LARPer bestätigen wird, rein gar nichts mit Rollenspiel zu tun – das ist grundsätzlich aktiv.

  1. 14. Januar 2014 um 1:20 pm
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