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Blut unter dem Sand

18. Januar 2014

Mein Körper schlägt auf dem Gitter der Plattform auf, ich sinke zusammen und wie in Wasser verlaufende Tinte dringt das Schwarz in mein Gesichtsfeld. Ich kann schon kaum mehr verstehen, was sie sagen. Es ist egal. Ob sie mich hier töten oder zu ihrem Herrn schleppen … das Ergebnis ist das selbe. Ich fühle, wie diese seltsame helle Energie, die der Anführer (war er das überhaupt?) der Angreifer in meinen Körper gepumpt hat, sich durch jede meiner Zellen frisst. Sie heilt und gleichzeitig im Konflikt mit der innewohnenden kühlen, vertrauten Dunkelheit alles zerreißt, was ich bin.

Ich fühle Bitternis, denn unser Lord hat uns verraten. Ließ uns auf verlorenem Posten kämpfen, unser Blut für … nichts geben. Ich habe kein Mitleid für die Soldaten, die von Granaten zerrissen wurden. Kein Bedauern über die von Blasterschüssen durchsiebten Schachfiguren. Sie sind nichts. Sie waren nie etwas anderes.

Aber ich hätte mehr werden können als das letzte Aufgebot eines alten Mannes, dessen Macht von seinem Schüler herausgefordert wurde. Ich bin erst ein halbes Jahr von der Akademie fort … ich will nicht .. so .. sterben! Ich verfluche meinen Vater, der mich hier auf diesem Wüstenplaneten abgestellt hat wie eine Sicherheit auf der Bank. Der dachte, er könnte mich hier unter den gnadenlosen Zwillingssonnen aufbewahren für schlechte Zeiten, zur Sicherung des Fortbestandes unseres Hauses, während meine älteren Geschwister nach wahrer Macht streben sollten. Ich war nur eine Genreserve …

Und jetzt ist es doch anders gekommen.

Weil dieser Chiss mit seiner kleinen Armee anmarschiert kam. Und der feige Lord Niquiel uns wie Sandsäcke zwischen sich und dem Feind aufgestellt hat. Einem Feind, der ältere und erfahrenere Sith als ich es nun jemals werden kann, ins Feld führte.

Ich kann nicht behaupten, dass mich der Kampf mit der Frau mit den schwarzen Glasaugen – Concabille, ich werde diesen Namen bewahren – nicht mit wilder Freude erfüllt hätte. Nie zuvor habe ich solche Hingabe an Zorn und Blut gesehen. Es war, als sei nichts anderes mehr von Bedeutung.

Ich habe ihr ordentlich Andenken mitgegeben, ich hoffe, ihr Bein fällt ihr ab.

Die Dunkelheit umfängt mich mit warmen Armen. Reinigt mich von diesem seltsamen Licht. Es mag keinen Frieden geben, aber ich muss trotzdem loslassen …

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OOC: Ich habe gestern einen NSC in Cortalis´Plot gegeben – und es war ein großartiger Spaß! Wir (die NSC) haben einen unterirdischen Bunker auf Tatooine verteidigt. Letztendlich haben wir verloren aber das macht ja nichts. Es gab wundervolle Szenen wie das „wir bewerfen uns mit Gabelstaplern“-Duell der Sith, die Flucht von Söldner Ryler, der feststellte, dass ihm die Stirn juckt und er seine Hand aus dem darüber gefesselten Handschuh ziehen kann oder die dramatische Granate, für die niemand Besitzansprüche geltend machen wollte. Wie es mit meinem gar-nicht-so-sehr-mehr-nur-NSC-Sith weitergeht, werden wir sehen!

Zwischendurch habe ich kurz auf Sherku gelogged, weil Lola einen Bounty-Hunter-Tagesquest gezogen hatte, der für ihre Skillung praktisch unknackbar war. Außerdem haben wir vor dem RP noch schnell einen Heroic Flashpoint eingeschoben, der sich etwas hinzog, weil es uns zunächst an Schaden gebrach. Aber dann klappte es doch ganz gut.

Heute mittag gibt es für mich Vampire. Von der Galaxis ins alte Rom.

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