Farbe auf Metall

24. Januar 2014

Blau! Grün! Pflichtbewusstsein! Verlässlichkeit! Die Stahlwände mit den langsam pulsierenden roten Lichtern flogen an ihm vorbei. Noch zwei Korridore bis zum Lager. Hier über eine Schwelle springen, sich an einem Türrahmen festhalten, um sich möglichst schnell um eine Ecke zu katapultieren. Fast da! Farbe!

Khalb war fast sicher, dass buir eigentlich nicht gemeint hatte, dass er jetzt sofort losrennen und sich Farbe für seine Rüstung besorgen sollte – aber er war nicht so dumm (oder langsam) gewesen dazubleiben, damit sie ihn stattdessen ins Bett hätte schicken können. Das musste jetzt angegangen werden.

Und außerdem war er der Meinung, nach der ganzen Streiterei heute hätte er sich etwas Spaß verdient. Obwohl das Training auch Spaß gewesen war. Er mochte Blasterschießen. Sehr! Da konnte man fast vergessen, dass die blaue Ärztin (die war erst vierzehn! Vier-zeeehn! Diese blauen Typen waren wirklich eine seltsame Sorte) irgendwie mit vod aneinandergeraten war. Oder eher, dass vod mit dem Vater der blauen Ärztin … oder der mit vod? Und warum dann buir mit vod aber nicht deswegen ..? Khalb drehte sich der Kopf allein bei dem Versuch, all diesem emotionalen Durcheinander auch nur ein winziges bisschen Sinn abzugewinnen. Am besten, er ließ es ganz.

Man konnte den Abend auch gut nur dafür im Gedächtnis behalten, dass sie auf die Holoziele hatten schießen dürfen. Und dass buir ihm die Sache mit den bunten Rüstungen erklärt hatte. Alles andere war nur Umeinandergerede, womit er nicht wirklich klarkam, weshalb er es ignorierte.

Auf das fokussieren, was er verstand. Farben. Lorsa hatte ihm von den frühen Mandalorianern erzählt. Von den Taung, bei denen die Farben noch Rangabzeichen waren, von den späteren Clans, die jeder eigene Farben hatten. Bis zur heutigen Zeit, in der Farben manchmal etwas bedeuteten und manchmal einfach nur Ausdruck dessen waren, was dem jeweiligen Krieger gut gefiel. Eigentlich hatte Khalb ja vorgehabt, seine Rüstung bunt zu lackieren, weil ihm das ganze elende Grau, Stahlgrau, ganz Grau, Dunkelgrau, Hellgrau, Rotgrau, Schwarzgrau der Imperialen furchtbar auf die Nerven ging. Aber als Lorsa ihm gesagt hatte, dass er Blau und Grün nehmen sollte, hatte ihm das auf Anhieb gefallen. Pflichtbewusstsein und Verlässlichkeit. Das klang gut. Buir hatte eine neue Rüstung. Er hätte sie fast nicht damit erkannt (davon abgesehen, dass er ihre Blaster überall erkennen würde). Und ihre neue Farben … er hätte nachfragen sollen, warum sie sie gewählt hatte. Aber er war zu aufgeregt gewesen, dass er nun selber Farben haben durfte und hatte es vergessen „Erbsenhirn!“ schalt er sich selbst, als er weiter die Korridore entlangrannte. Wenn er nachher zurück ins Quartier käme (und nachdem er sich das unvermeidliche Kopfabreißen wegen des Wegrennens abgeholt haben würde), würde er nachfragen.

Aber bis dahin … musste er Illjana finden, damit die ihm beim Lackieren helfen .. assistieren .. zusehen … konnte. Er könnte natürlich auch auf Talila warten, die bestimmt auch ihre Rüstung würde anmalen wollen. Welche Fraben buir ihr wohl geben würde?

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OOC: Vor dem Mando-Familien-Terror in Farbe und bunt gab es gestern für mich wieder eine Runde Hardmode-Flashpoint (Hammer Station). Ich denke, langsam merke sogar ich, dass es immer besser läuft. Zwar haben wir aus Versehen den Bonusboss nicht gemacht (ja, sowas kann passieren) aber sonst lief alles wie am Schnürchen. Und das ohne irgendwelche Abkürzungen oder „Noobgetue“. Ich finde es immer noch reichlich stressig, große, weit verteilte Gruppen einzusammeln – aber dafür war ich ziemlich stolz auf mich, als ich bei dem Boss mit dem Heiler und dem Droiden alle drei gut im Griff hatte. Okay, das mag keine Raketenwissenschat sein, da der Hauptboss Nahkämpfer ist und deshalb nach der Initialaggro praktisch wie mit Sekundenkleber befestigt an mir hing. Aber auch sonst hatten wir bei keinem Boss Schwierigkeiten.

Heute geht es wieder in eine der Czerka-Instanzen. Die finde ich bisher von allen Hardmode-Flashpoints am herausfordernsten. Besonders der Droidenboss mit seinen verbuggten Adds und die beiden Monsterbosse in den Kuppeln.

Außerdem bin ich mit Concabille zum Sith-RP verabredet. Sie will mit ihrem Schüler nach Korriban und in den Bibliotheken dort nach Hinweisen suchen, wie sie ihren Meister befreien kann. Oder so ähnlich. IC weiß mein Sith von gar nichts – und ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch erstmal genau so bleibt. Denn wer würde schon einem frischen Schüler vertrauen, der vor einer Woche noch einem feindlichen Lord gedient hat? Und überhaupt – welcher Sith würde einem anderen überhaupt vertrauen? Ziemliches Kontrast-RP zu den Mandos, die sich bedingungslos aufeinander verlassen.

Desweiteren ist nun Woche zwei ohne SL-RP für mich zu Ende gegangen. Immer noch keine Entzugserscheinungen und immer noch nichts Neues, was mich wieder locken würde. Bestimmt gibt es irgendwann wieder etwas, das ich gern spielen würde (und die Gestaltungsmöglichkeiten von SL vermisse ich in SWTOR natürlich auch) – aber ich habe keinen Zeitdruck und keine Frustration. Ein wenig Wehmut, Sehnsucht nach den schönen Zeiten in Brundisium, Carcassonne, Cos, Deepwood Motte, Lydius …aber so ist das eben.

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