Was der Feind uns zurückliess …

17. Februar 2014

Nein, das war nicht im RP. Wir haben nur mit Emotes herumgealbert, als wir auf die anderen gewartet haben.

Manchmal glaube ich fast, mein Vater hat recht und ich bin zu nichts zu gebrauchen, außer unsere Gene weiterzutragen. Wie habe ich so lange brauchen können, um die Verbindung zu ziehen! Der Droide musste es mir praktisch auf die Nase binden, bevor ich begriffen habe. Natürlich! Es ist so verdammt offensichtlich und Meister Concabille hat uns direkt darauf zugeführt. Die Defender!

Ich sehe den eifrig in Richtung Brücke wackelnden Droiden um die nächste Ecke verschwinden, stehe noch ein paar Herzschläge still. Sheysa erscheint mit einem Eimer Wasser. Was will sie damit? Ich blicke in den Raum hinter mich, wo die Jedi in ihren Fesseln hängt. Ah. Hat wohl mit dem Zabrakweibchen zu tun. Will Sheysa es ersäufen? Ich werde mich nicht einmischen. Auch wenn ich die Jedi angeschleppt habe, ist sie doch jetzt Sheysas „beste Freundin“ und ihr privates Projekt. Und da werde ich mich ganz sicher nicht dazwischenstellen.

Sie könnte allerdings problematisch werden. Denn bald werden wir uns mitten im Republikraum befinden – und dann eine Jedigefangene spazierenzukutschieren ist ein unnötiges Risiko. Ich lasse Sheysa noch ein wenig Spaß, werde mich vielleicht selbst noch ein bisschen amüsieren – aber dann geht die Jedi aus der nächsten Luftschleuse.

Ich verdränge die Frau mit den Hörnern aus meinem Kopf und konzentriere mich auf Wichtigeres. Die Defender. Der Lieutenant hat gesagt, die Koordinaten würden auf Piratengebiet hinweisen. Das passt zu den Aussagen des Droiden. Der Jedimeister hat sein Schiff bestimmt nicht einfach ungeschützt auf der Oberfläche von Hoth abgestellt. Also werden wir entweder mit den Piraten verhandeln müssen oder sie direkt angreifen. Ich bevorzuge Letzteres. Der Jedi wird das Pack gut genug bezahlt haben – und es ist unauffälliger, sie einfach alle zu töten. Findet eine Republikpatrouille ein paar Dutzend gefrorene Leichen, müssen sie nicht zwangsläufig uns als Urheber vermuten. Aber lebende Piraten, die uns gesehen haben, können und werden für den richtigen Preis reden. Also – kein Risiko. Meister Concabille verlässt sich auf mich und ich werde sie nicht enttäuschen.

Ich rekapituliere die Geschichte des Droiden: Ein Jedimeister hat regelmäßig seine Defender hier auf Hoth in einer Höhle der Piraten abgestellt, um mit einem dort für diese Anlässe geparkten imperialen Schiff Missionen in unserem Gebiet zu verfolgen. Er traf auf Meister Concabille, sie kämpften, er trennte ihr eine Hand ab doch sie besiegte ihn trotzdem und nahm ihn gefangen. Der Droide, vormals im Besitz des Jedi – und anscheinend von diesem hauptsächlich auf Teezubereitung und Gelaber programmiert – wurde Kriegsbeute. Und wenn ich richtig verstanden habe, hat sich der Jedi schlussendlich auch gegen die Republik gewandt.

Meister Concabille gibt uns nun die Defender in die Hand, damit wir zu ihr können. Ich weiß noch nicht, wohin genau sie gegangen ist – aber wenn wir dafür getarnt unterwegs sein müssen, wird es wirklich tief in den Kernwelten sein.

Ich bin immer noch nicht sicher, was wir finden werden. Sind wir nur Eskorte oder am Ende doch Rettungstrupp? Bevor wir unser Ziel erreichen, werde ich mit Sheysa sprechen. Wir müssen zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen. Es geht völlig gegen unsere Natur als Sith, normalerweise ist die natürliche Einheitsgröße bei uns „eins“ – aber ich habe die dumpfe Ahnung, dass Meister Concabille sich etwas dabei gedacht hat, als sie mich Sheysa mitnehmen liess.

Ich beschleunige meine Schritte. Ich spüre die Bewegung des Schiffes unter meinen nackten Fußsohlen. Der Lieutenant wartet auf Anweisungen.

Es geht los.

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Weiter mit OOC. Im Moment ziehen wir unser Sith-RP etwas in die Länge, da amüsanterweise anscheinend Jedispieler an sich – ganz wie ihre dargestellte Charaktere – sehr lange zur Entscheidungsfindung und Diskussion brauchen. Sie verfassen Berichte und Akten und derweil warten wir. Zum Glück haben wir unsere putzige Jedi-Gefangene Doz-rish, die wir unterdessen in Kontakt zu ihrer inneren dunklen Seite bringen können! Heute abend geht es weiter. Wir können die Defender den Piraten abnehmen – aber dann müssen die Jedi wirklich in die Pötte kommen.

In Sachen PvE war hauptsächlich Oricon los. Lorsa hat einen alten Kumpel nach einem Jahr wieder zu SWTOR gelockt und wir sind durch Czerka-Hardmode und über Oricon gerannt, damit er eine sinnvolle Grundausstattung bekommen konnte.

Adran hat mir gestern über Skype verkündet, dass das GoT-Projekt in SL wohl nichts werden wird. Das ist schade – angesehen hätte ich es mir wahrscheinlich schon mal. Aber klar, es ist ein absolutes Nischenthema. Das war es schon als wir unsere GoT-Sims hatten. Und damals gab es noch deutlich mehr Spieler als heute. Es ist sehr traurig zuzusehen, wie SL immer kleiner wird. Es gibt dort so unendliche Möglichkeiten! Es ist das RP-Utopia schlechthin. Es ist die perfekte Ergänzung zu P&P. Ich wünschte, jemand würde die Formel dafür finden, wieder Leute dort hin zu holen. Okay, ich habe natürlich billig reden. Ich bin ja selber derzeit nicht dort. Aus der Ferne kann man gut „Würde doch ..“ und „Könnte man nicht ..“ sagen. Das kostet nichts. Und Experten, die von den Zuschauerrängen alles kommentieren und natürlich auch alles besserwissen gibt´s genug. Ich gebe mein Unwissen zu. Ich stehe zu meiner Ratlosigkeit. Ich kann nur sagen, dass es einige Leute gibt, mit denen ich jederzeit wieder mit Begeisterung spielen würde, wenn mich das Thema reizt. Hoffnung haben!

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