Bestienkampf

6. März 2014

Tief einatmen. Das Blut wegwischen, das mir aus der Nase in einem dünnen Faden zum Kinn läuft. Ich schüttle den Kopf, aber die Schmerzen klingen nicht ab. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich noch etliche Stunden damit rechnen kann, dieses bohrende Gefühl hinter der Stirn zu haben.

Ich habe es einfach und anstrengungslos aussehen lassen – aber ihre Angriffe einzustecken und abzuwehren hat einen ordentlichen Tribut gefordert. Die Jedi ist stark, wenn sie zulässt, dass ihre Wut und ihre Leidenschaften ihr Potential zu Tage fördern.

Aber ich erzähle besser, wie es zu diesem kleinen Kampf kam.

Lady Khyraa lies uns zu sich rufen. Sheysa kam später nach, doch hatte die Lady ausdrücklich die Anwesenheit unseres Jedi-Tierchens nachgefragt. Ich sah keinen Schaden darin, ihr die Zabrak zu zeigen und schleifte die Gefangene mit.

Im Studierzimmer angekommen, schaffte es unser gehörnter Fang sogar, sich einigermaßen zu benehmen (es war nur einmal der Einsatz des Schockhalsbandes und ein wenig Nachdruck erforderlich). Das Gespräch mit der Lady war im Prinzip nur belangloses Geplänkel, wenn auch die dubiose Rolle der Piratin Alyce zur Sprache kam. Leider ließ sich Lady Khyraa aber nicht weiter in diese Richtung aus, da Sheysa eintraf und sich das Thema zu einem Hobby ihrer Ladyschaft hin verschob: Bestienkämpfen. Ihre Neugier wurde geweckt, als sie von mir erfuhr, wie wir in den Besitz der Zabrak gelangt waren. Und da von Sheysa noch ein Gegengefallen für die Gastfreundschaft auf dem Anwesen ausstand, bat die Lady darum, einen Kampf zwischen unserer Jedi und ein paar ihrer Schoßtierchen organisieren zu dürfen.

Natürlich stimmten wir zu – so günstig käme Sheysa nicht mehr so schnell aus der Schuld!

Nachdem dies geklärt war, verlor Lady Khyraa auch auffallend schnell das Interesse an einer Fortsetzung des Gesprächs und entließ uns zurück ins Gästehaus. Sheysa zeigte mir die Ergebnisse der Nachforschungen bezüglich Meister Concabilles Aufenthaltsort (es scheint, als wäre ein kleinerer Palast des Hauses Organa unser nächstes Ziel. Das klingt nach jeder Menge Jedi und jeder Menge Kampf. Ich kann nicht sagen, dass mich diese Aussicht betrüben würde) und wir planten unseren nächsten Schritt für den folgenden Tag.

Aber bis dahin … ein wenig Spaß.

Die Jedi hatte sich den ganzen Abend immer wieder renitent gezeigt – jetzt gab ich ihr Gelegenheit zu fühlen, wie viel mehr die Macht bieten konnte, als nur diese beschränkte Harmonie-Gelassenheit-Sache, auf der sie so beharrte. Sheysa sah zu, zunächst gelangweilt, aber als es mir gelang, unseren kleinen Gast wütend zu machen, sie für das Potential des Konfliktes zu öffnen, war auch sie zunehmend amüsiert.

Ich ließ die Jedi mich angreifen, sich an meiner Verteidigung abarbeiten. Ließ sie schreien und toben. Kindliche Wut. Noch nicht geschliffen, noch kein Werkzeug. Noch nicht die Erfüllung, die die wahre Natur der Macht geben kann. Aber sie hat gekostet. Und es scheint ihr geschmeckt zu haben.

Eine Ablenkung. Ein Hobby. Mehr ist sie nicht. Aber wenn man in ihre Augen sieht … vielleicht …

Ich weiß es noch nicht. Sie muss selbst herausfinden, ob sie ihre anerzogenen Scheuklappen abnimmt. Ich beobachte, habe Spaß dabei. Und wenn sie zu einem nützlichen kleinen Fremdlingsding werden kann – umso besser.

Aber meine Priorität ist natürlich Meister Concabille. Alles andere hat hintenan zu stehen. Und morgen werden wir uns dieses Organa-Anwesen vornehmen.

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Weiter mit OOC! Ich kam gestern abend rechtzeitig zum geplanten Weltboss-Run wieder nach hause (die Tage bei Lola waren großartig! Kultur, Zeug, Filme, zuviel Essen, Spaß, Lord Satan, eine Pferdemaske …) – doch haben wir leider kein Glück gehabt. Mittwochs sind die meisten Weltbosse abgefarmt, nur Dreadtooth war daheim und der schickte uns auf die Bretter, weil irgendwie der Buff beim Pullen nicht proccte und deshalb immer beim ersten AoE mehrere Leute, die durch Zufall den Buff eben nicht bekommen hatten, instant umfielen. Schade drum.

Aber der Alternativplan war natürlich: RP! Und wir sind nach Alderaan gerauscht, um weiter an der Befreiung von Darth Aroval und Invicta Concabille zu feilen. Und Hamik hüpfte derweil auf Korriban herum, um eine von Lady Khyraas Töchtern heranzuziehen …

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