Die Schlacht im Eis

7. März 2014

Er lag in seinem Kokon aus Macht, eingesponnen in Wärme, während das Leben stetig sacht aus ihm herausfloss. Um ihn herum Tonnen von Eis, meterdicker Schnee. Kein Laut außer das langsam verebbende Schlagen seines Herzens. Und das beständige leise Piepen des Notsignaltransmitters in seiner blutigen Faust, an seinen Bauch gepresst. Noch war Zeit … könnten sie ihn finden. Vielleicht … Vielleicht nicht. Noch ein Atemzug unter der ungewohnten Maske, die kalt und beschlagen an sein Gesicht drückte. Zeit … Immerhin hatte er den Jedi mitgenommen. Hatte den Feind genauso unter der Lawine begraben wie sich. Sterben, Verrecken wie ein räudiger Akk-Hund, sollte der Mann mit der Silberklinge. Das Schwert mit dem weißen Kristall, das ihn so tief in die Eingeweide gebissen hatte. So .. tief … Langsame Dunkelheit, verblassen der Machtfäden um sich. Der Transmitter piepte. Zeit.

Ein OOC-Bericht zur Schlacht! Da ich keinen Soldaten-Charakter in der Gilde habe (sieht man von Khalb ab, dessen ersten Kill ich gern im Rahmen dieses Plots bekommen würde – aber dabei hätte ich gern Lorsa mit on, damit die Mama vor Stolz platzen kann, wenn Söhnchen seinen ersten Republiksoldaten abknallt), bin ich gestern zur Schlacht mit meinem Sith Qird mitgekommen. Und weil ich ihn gerne zusammen mit Aiks Sniperette spielen möchte, passt auch das Ende ganz hervorragend, denn dann kann diese … nein, ich greife jetzt nicht vor. Ich erzähle schön der Reihe nach.

Also. Eine Schlacht. Und das war es wirklich! Neun Leute auf Imperiumsseite und nochmal so viele (ich glaube sogar mehr) bei der Republik. Klingt nach den fast vierzig Beteiligten der Lydius-Kassau-Endschlacht damals natürlich nach nicht gerade viel – aber hey, es ist nicht mehr 2010! Zwanzig Leute voll im Kampf-RP haben ist keine schmale Leistung!

Weshalb ich an dieser Stelle ein richtig großes Lob an Seylar und Amon aussprechen möchte, die das Ganze koordiniert haben. Großartig gemacht! Alles lief nahezu reibungslos, es gab kein OOC-Gemecker (oder fast keins. Ganz ohne geht glaube ich nur in einem idealen Universum) und es wurde sogar auf Special Snowflakes wie mich Rücksicht genommen, die lieber Einzelkämpfe ganz am Rand fechten wollten. Habt ihr klasse gemacht und ich freue mich, dass es Leute wie euch gibt, die für den Spaß anderer in jeder Menge Hektik herumrudern!

Jedenfalls hatte ich am Anfang nicht so arg viel Spaß, das gebe ich zu. Ich kam mit dem System nicht klar und war verwirrt. Doch zum Glück konnte ich mich dann (nachdem ich die verwundete Captain Keeler mit Hilfe der Macht im Schnee verbuddelt hatte, Saph hat sie später gerettet) mit einem Jedi, den ich in den Zweikampf gezogen hatte, auf ein Eisplateau absetzen und dort vor mich hinkämpfen. Und das machte mir dann Freude. Der Jedi war erst nicht so der ganz große Emoter – aber nach und nach habe ich ihn mit Para angesteckt und er ging etwas aus sich heraus. Gut, seine technischen Ausführungen zu Jedi-Kampfstilen trugen (meiner Ansicht nach, mileage may vary) nicht zwingend zur Athmosphäre bei – aber wenn´s für ihn fein war, stelle ich da sicherlich keine nörgeligen Forderungen. Whatever floats your goat, man!

Da ich aber irgendwann müde wurde, habe ich mir einen netten Effekt für das Ende gegönnt: Eine Eislawine, ausgelöst durch bewusstes Abtrennen des kleinen Eisschelfs mit dem Lichtschwert.

Die begrub dann den Sith (und den Jedi) unter sich, der sich aber mit der Macht einen kleinen Raum schuf. Ob er überlebt hängt nun davon ab, wie schnell er gefunden wird. Gelegenheit für Aiks Char .. oder jemand anderen. Wir werden sehen! Ich würde mich freuen, wenn ich hier weiter ansetzen könnte – aber das überlasse ich ganz den Mitspielern.

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