I´m a high-functioning sociopath

24. April 2014

Es war nicht schwer, den Aufenthaltsort des Lords herauszufinden. Er gab sich auch keine Mühe, besonders versteckt unterwegs zu sein – hatte er auch keinerlei Veranlassung. Praktisch ein Kriegsheld.

Das Konzept eines fremdrassigen Lord wollte sich nicht recht in Qirds Weltbild einfügen lassen, aber er löste das Problem, wie er es mit allen absurden Widersprüchlichkeiten innerhalb des Systems tat: Er erklärte es zu einer Ausnahme, die bestimmt ihre guten Gründe hatte, denn nichs konnte im Sith-Imperium geschehen, ohne dass es eine wohlüberlegte Ursache gäbe.

Dergestalt wieder in sicheren Gewässern lenkte er seine Schritte von der Kaserne weg, eilte über die belebten Plätze der glorreichen Hauptstadt zum nächsten Taxistand. Nicht, dass der Lord ihm einen Gefallen schulden würde. Nicht für eine unbedeutende Kleinigkeit wie die Sache mit dem Lagerhaus auf Tessien. Und schon einmal prinzipiell überhaupt nicht, da ein Lord ihm sowieso alles befehlen konnte. Durfte. Sollte.

Ränge, Macht, Stufen im sozialen Gefüge. Jeder an seinem Platz. So gehörte sich das.

In Qirds Kopf fingen die Konzepte wieder an zu streiten. Abschaum – gottgleiches Wesen … fremdrassig – Sith. Unwillig schüttelte er sich, versuchte seinen ewigen inneren Konflikt auf die Rückbank zu verbannen. Er hatte eine Aufgabe, seine schwächlichen Anwandlungen an privaten Zweifeln (zweifellos eine Folge seines unreinen Blutes) konnten warten, bis er Freizeit hatte. Also etwa in drei, vier Wochen.

Er hob den Kopf, ließ Regentropfen des allnachmittäglichen Gewitters über sein Gesicht laufen. Die Entladungen der Blitze hoch oben in der Athmosphäre – für ihn ein buntes Feuerwerk.

Weiter. Zu Lord Cotal. Ein paar Puzzleteile setzen. Qird erwartete in diesem Fall nicht viel. Sith Ro’ias Auftrag, Terenkopova und ihren Meister, Lord Drowl, zu finden, lag weit jenseits der Interessensphäre des Chiss. Aber er hatte sich auf Tessien über das Schicksal von Ro’ias Meisterin, Lord Garrde, informiert. Und – wenn man den Quellen trauen konnte – auch im Hintergrund an deren Befreiung gearbeitet. Oder sie zumindest wohlwollend betrachtet.

All diese Unsicherheiten wollte Qird nun in einem Gespräch in Fakten verwandeln. Und wenn man herausfinden konnte, was den Chiss antrieb, mochte es vielleicht sogar möglich sein, dessen Einfluss zu nutzen, um an die Entführer von Lord Garrde (wenn man von Entführung sprechen konnte … besser neutral bleiben) heranzukommen.

Pflicht. Arbeit. Für das Imperium.

Der Miraluka beschleunigte seine Schritte. Vor ihm der Taxistand. In seiner Sicht nur eine chaotische Ansammlung von Dringlichkeitsgefühl.

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Weiter mit OOC. Zunächst einmal das hier: News zu Housing und Guild Ships bei SWTOR. Es verschiebt sich anderthalb Monate nach hinten aber … wow! Tatooine! PvE-Anreize für Gilden, Buffs … Das klingt alles fast zu schön um wahr zu sein. Ich bin mordsmäßig auf alles gespannt. Noch mehr Grund, jeden Tag Geld in die Gildenbank zu packen.

Was außerdem geschah: Ich habe mit Aroval zusammen das zweite Flashpoint-HK-Teil geholt und bin jetzt soweit, mich seelisch und moralisch auf wochenlange Buddelarbeit quer durch die Galaxis einzulassen. Mein Sith wollte schon immer Archäologe sein (nein, wollte er nie). Aber ich habe bei Ro’ia gesehen, wie cool HK mit der imperialen Customization aussehen kann und bin vollkommen sicher, dass es das wert sein wird.

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