Kein Swoop-Bike aber Alkohol

28. April 2014

Als Khalb die Cantina hinter sich ließ und in Richtung der Kaserne trabte, spuckte er ein par mal kräftig aus (das war bestimmt auch wieder eine Ordnungswidrigkeit, hier im Herzland der Imperialen) und rieb sich mit dem Handrücken über die Zunge. Mann, hatte das widerlich geschmeckt … so schnell nicht nochmal, wenn´s nach ihm ginge. Aber er hatte das Zeug getrunken um seiner Lorsa‘buir eine Freude zu machen. Und natürlich aus taktischen Gründen. Denn wenn man eine zeitlang den makellosen Sohn gab, rückte das so kategorisch abgelehnte Swoop-Bike (er erzählte besser nicht, dass Illjana am Tag zuvor schon am Motor herumgetuned hatte …) vielleicht in greifbarere Nähe.

Dann verbrachte er ein paar Sekunden damit, sich mies zu fühlen. Weil seine Mutter gerade erst von einem wochenlangen gefährlichen Einsatz nach Hause gekommen war und er nur dieses Swoop im Kopf hatte. Pflichtbewusst freute er sich ein wenig darüber, dass die Familie jetzt wieder eine unbestimmte Zeit (denn die nächste Kiegsmission des Regiments kam sicherlich bald) miteinander verbringen konnte.

Nach diesem kurzen emotionalen Parforceritt seufzte er, schüttelte den Kopf und sah nach oben zu der Umfassungsmauer der Kaserne. Vielleicht doch nicht sofort nach Hause sondern noch eine Runde nächtliches Laufen ..? Nur um den Kopf freizubekommen. Lorsa würde sicherlich noch ein, zwei Stunden mit Shillia in der Cantina bleiben.

Er ließ den Tag noch einmal Revue passieren, während er in sein übliches Lauftempo fiel und ihn seine Füße in Richtung einer seiner liebsten Strecken trugen. Am Tag zuvor war dieser fremde Mando’ad angekommen. Gerade, als Illjana in der Garage der Kaserne an dem Bike für Khalb herumgeschraubt hatte. Der Mann wirkte anders als die vode, die Khalb bisher kennengelernt hatte. Er gab sich betont kultiviert und legte viel Wert auf Geschichte und Traditionen. Definitiv nichts, was die Mando’ade um Khalb herum taten, die im hier und jetzt lebten und Geschichte zwar gelegentlich erzählten, damit sie nicht in Vergessenheit geriet, jedoch ihr Augenmerk ansonsten nur auf die aktuelle Situation richteten. Als Khalb gegangen war, um Shillia zu holen, hatte er noch hinter sich Illjana mit dem Fremden streiten hören. Die Ex-Piratin hatte sich von einigen Bemerkungen ziemlich aufregen lassen … sah ihr gar nicht ähnlich.

Aber dieses kleine Ereignis verblasste natürlich völlig neben Lorsas Rückkehr. Die Geschwister hatten zusammen mit Shillia (Khalb hielt sich immer noch von ihr fern. Die Sache mit dem ehrlosen Angriff beim Training und dem Auflaufenlassen des alten Mannes nagte noch) im Hangar am Raumhafen gewartet, bis ihre Mutter endlich, endlich wieder die Füße auf heimatlichen (naja, was man an Dromund Kaas so Heimat nennen konnte) Boden setzte.

Wie üblich war Talila stocksteif geblieben und hatte den emotionalen Part ihrem Bruder überlassen. Entkam aber trotzdem nicht einem mütterlichen Kuss und einer Umarmung.

Lorsa war gut gelaunt und belohnte ihren Sohn für seine ersten Kills mit der Erlaubnis, sie und Shillia in eine Offizierscantina zu begleiten. Für Khalb jetzt nicht so unglaublich spannend – aber wenn es ein Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden war …

Dummerweise blieb es aber nicht dabei, nur dort zu sein. Er musste auch ein Glas Zeug trinken (er hatte sich den Namen nicht gemerkt … Ti-irgendwas?). Es schmeckte übel. Er musste husten und ihm lief die Nase. Und jetzt fühlte er sich irgendwie schwummrig davon. Egal – hauptsache buir war wieder sicher zuhause, hatte ehrenhafte Kämpfe und Siege hinter sich und schien grundsätzlich bereit zu akzeptieren, dass ihr Sohn während ihrer Abwesenheit ganz schön erwachsen geworden war.

Natürlich war es genau das, was Khalb auch wollte: Erwachsen sein. Klar wollte er das. Er konnte kämpfen und töten. Und bald käme dann sein Übergangsritus. Als wäre die Zeit auf Tessien nicht Gefahr genug gewesen … Er hatte jedenfalls keine Angst davor, was das Ritual bringen könnte.

Aber irgendwie war die Narrenfreiheit, die er als Kind genoss, auch schön. Man konnte einfach nicht alles haben!

Gegenwartsorientiert wie alle Angehörigen seines Volkes verbannte er die Spekulationen über seine Zukunft nach hinten im Kopf und konzentrierte sich auf seine nächtliche Laufstrecke. Vielleicht noch eine kurze Runde durch den eigentlich verbotenen Dschungel direkt vor der Stadt …?

—————————

OOC: Endlich wieder Mando-Familien-RP. Und zusätzlich regt sich die bisher eher verschlafene Mando-Community auf Vanjervalis Chain wieder. Das gefällt mir. Ich hoffe doch, dass das keine zu bürokratische Angelegenheit wird und die Alleswisser über jedes RP ihren Mehltau legen. Was bin ich wieder positiv! Aber wenn man mitbekommt, dass die erste Diskussion im Aliit-Channel seit Monaten direkt in Beckmessern um das richtige Zitat zur Rüstungsfarbe (na, woher sind uns Buchzitierer noch in schlechter Erinnerung?) ausuferte, habe ich vermutlich Grund zur Sorge. Naja – selbst wenn. Ich habe meinen Zirkel aus entspannten Mando’ade. Da brauche ich keine Heißluftschaufeln. Und vielleicht ist es auch gar nicht so sondern wird superklasse.

Anderes Thema (ja, trotz zweier Vampire-Tage am Wochenende hatte ich trotzdem noch ordentlich SWTOR am Start). Wie man an obigem Bild sieht, habe ich mir tatsächlich in einem Anfall blutigsten Masochismus die Komplettierung der HK-51-Questreihe angetan. Ich bin Sonntag morgens mit Metal im Ohr und Entschlossenheitsfalten auf der Stirn losgezogen und am Nachmittag hatte ich den Droiden komplett. Eins steht fest: Nie wieder! Aber schick sieht er schon aus in seiner Imperial-Guardian-Droid-Verkleidung. Das Originalaussehen gefällt mir jetzt nicht gerade (ich habe schließlich auch nie KOTOR gespielt, weswegen mir Nostalgie in dieser Richtung völlig fremd ist) – aber ich wollte den Droiden ja sowieso nur, weil man für die beiden Forged-Allainces-Flashpoints diese Customization bekommen hat.

HK-51 kam mit einer 116er Ausrüstung und ich habe nicht allzu viel erwartet, als ich ihn testweise mit zu meiner Daily-Runde genommen habe. Was hat mich der Blecheimer überrascht! Er zieht schadensmäßig fast mehr als meine 140er ausgerüstete Vette! Ich konnte in aller Ruhe Goldelite-Mobs verdreschen, während mein treuer Assassin-Droid alle Adds wegmähte als wären es Eiweißshakes beim Bodybuildertreffen.

Seine Stimme finde ich allerdings eher albern. Irgendwer fand es lustig, ihn wie einen Dalek klingen zu lassen. Ich erwarte ständig, dass er „Exterminate!“ quiekt oder „ExPLAAAIN, EXPLAIINNNN!!“ (aus der „Asylum of the Daleks„-Folge). Na, egal. Ein Assassin-Droid für meinen Sith. Und nie, nie wieder Zeug ausgraben.

Ansonsten habe ich einen Aufräumrappel bekommen. Ich habe die völlig zugemüllten Cargo Holds von Sherku, Khalb und Ghurab ausgeräumt und praktisch alles zu Dumpingpreisen ins Trade Network gestellt. Nach mir die Sintflut, Hauptsache wieder Platz. Dabei habe ich einige interessante Gegenstände wiederentdeckt. Hat sich also gelohnt. Und weil ich zu diesem Zwecke lange auf der Flotte herumstand, bekam ich auch diese Perle von Komunikation im General-Chat mit:

  • [Boba’Fett]: Warum kann ich mich nicht in den Gruppenfinder eintragen?
  • [Somerandomdude-ichhabseinenNamenvergessen]: Weil Boba Fett immer allein jagt!

Wundervoll. So watscht man Leute mit dummen Namen stilvoll ab. Hut ab für den Random Dude.

Advertisements
Schlagwörter: , ,
%d Bloggern gefällt das: