Public Relations aus der Hölle

30. April 2014

Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Aktion nicht mein derzeitiges, mir sehr angenehmes, Leben gefährdet habe. Seit ich mit dem Überfall auf Tattooine praktisch vom Radar meiner Familie verschwunden bin, habe ich nichts getan um sie darauf aufmerksam zu machen, dass ich diese Aktion überlebt haben könnte.

Auf Alderaan war sicherlich niemand, der mich schon einmal gesehen hat oder mich mit der Sippschaft in Verbindung bringen könnte. Auf Tessien gab es nur Kampf – ich glaube kaum, dass die Jedi ihre Daten auswerten um zu sehen, wer in ihren Reihen gewütet hat.

Aber jetzt, hier, zurück auf Dromund Kaas, zurück auf dem Planeten, auf dem ich geboren wurde, bin ich gerade eben unvorsichtig geworden. Ich drehe die grünliche Flasche in den Händen. Die kleine eingelegte Scheußlichkeit im Alkohol darin, dreht sich mit. Vor mir liegt der riesige Komplex mit der spartanisch eingerichteten Penthouse-Wohnung, in der wir in ein paar Minuten den eben erwähnten Alkohol seiner gerechten Verwendung zuführen werden.

Ich hätte es nicht tun sollen. Aber ich begleiche Wettschulden.

Ich habe diese Flasche Irgendwas (der Name ist mir schon wieder entfallen. Ich bin kein Kenner in solchen Dingen) mt einem Credstick bezahlt, der aus dem Besitz meiner Familie stammt. Sollte mein Vater – warum auch immer – noch nach mir Ausschau halten (immerhin kann man auf Tatooine ja keine Leiche gefunden haben), wird ihn diese Transaktion von weniger als hundert Credits direkt nach Kaas City zurückführen.

Und dann ist das unbelästigte Lernen und Kämpfen wohl vorbei. Er wird Leute schicken, um nachzusehen. Vielleicht könnte ich es so aussehen lassen, als sei der Credstick schon auf Tatooine gestohlen worden. Ich kann ihn irgendeinem kleine Gauner unterjubeln. Aber ich möchte auch nicht auf die Bequemlichkeit verzichten, Geld zu haben.

Vielleicht wird es Zeit, sich endlich der ganzen Scheiße zu stellen. Die Konfrontation mit meinem Vater suchen und dann irgendwie lebend herauskommen. Ich habe genug davon, mich zu verstecken.

Aber nicht heute. Heute abend werden der Meister und ich auf der Dachterrasse sitzen, dieses scheußliche aber exklusive Gesöff vernichten und vielleicht erzählt sie mir, was es mit dieser Sha-irgendwas … Shanara … Shedona .. völlig egal, die Frau, über die sie sich aufgeregt hat, auf sich hat. Nicht, dass es mich wirklich außerhalb des Zusammenhanges, dass es meinen Meister vom Wesentlichen ablenkt, interessieren würde. So wenig wie ich mich darum kümmern möchte, was Sheysa und Captain Stryder über „Pressekonferenzen“ und „Medien“ und „Öffentlichkeit“ besprochen haben.

Seit wann sind offizielle Dementi, Interviews und die Gratismeinung irgendwelchen Fußvolks auf irgendwelchen Planeten Teil unseres Kampfes darum, die Beherrschung der Macht zu meistern? All´ dieses Gezappel um Ränge, Titel, Güter lenkt nur vom Wesentlichen ab. Ich frage mich, ob Darth Aroval diesen Zirkus gestattet, weil er ihn amüsant findet. Einen anderen Grund kann ich mir nicht vorstellen.

Unser Orden ist zu mediengeilen Politikern degeneriert, die ihre Macht in Winkelzügen mehren, statt dass wir uns auf den schlichten, starken, ästhetisch begeisternden Konflikt konzentrieren.

Manchmal glaube ich, dass ich etliche tausend Jahre zu spät geboren wurde.

Ich betrete das Foyer des riesigen Hochhauses und gehe zu einem der Aufzüge. Der dicke Teppich schluckt meine Schritte. Der uninteressierte Blick eines Pförtners folgt mir, bis sich die Türen hinter mir geschlossen haben.

Ein Abend mit Philosophie, Alkohol und Zigarren. Und morgen wieder ganz die loyalen Kettenhunde.

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OOC: Ein wenig Sith-RP mit einem kleinen Kampf. Wie immer. Ich glaube, es gab noch keinen RP-Abend mit Concabille und Ghurab, an dem die beiden nicht die Klingen gekreuzt hätten. Aber das ist für sie einfach nur die Art, wie sie ihre Gedanken und Gesprächsthemen fokussieren. Oder wie sie flirten, da ist man sich noch nicht sicher.

Der sich anbahnende große Politik-Plot um Haus Garrde und seine seltsame Erbfolge ist für Ghurab ein reichlich rotes Tuch. Er wird – genau wie Concabille – als „bedrohlich herumstehender Sith“ unterwegs sein und ansonsten alle Public-Realtions-Winkelzüge herzhaft verachten. OOC habe ich natürlich Spaß daran (auch wenn ich versuche, OOC-Spoiler zu vermeiden und auf dem selben Wissensstand zu bleiben, den Ghurab auch IC hat). Ich mag Intrigen-RP, solange ich es nicht selbst veranstalten muss.

Ansonsten gab es gestern einen Patch, der eine ganze Menge Bugs gefixt hat (und dafür – natürlich – ein paar andere dazubrachte) und bei dem man anlässlich des Star Wars-Tages am Sonntag („May the Fourth be with you“) einen gar putzigen kleinen Astromech geschenkt bekam. Demnächst wird es auch endlich sehr, sehr coole, ganz schlichte schwarze Roben zu kaufen geben. Und ein Set mit unglaublich geilen Stiefeln. Ich glaube, dann werde ich zum ersten Mal Klamotten direkt aus dem Kartellmarkt kaufen. Denn damit würde mein Sith einfach genial aussehen. Diese Robe dann noch in Hood Down und alles ist paletti.

Außerdem habe ich gestern Ro’ia zum Markensammeln fürs Raid-Outfit motivieren können. Wir haben zusammen die Czerka-Weekly gemacht. Das beinhaltet auch zwei Flashpoints. Also zwei Randoms mit auf der Piste. War aber beide Male erträglich. Nur das zweite Mal war unfreiwillig amüsant, als ein kleiner Jugger meinte, mit den großen Hunden pissen gehen zu können. Aber da diese Czerka-FPs im Normalmodus auch von frisch operierten Laborratten problemfrei gemeistert werden können, war das kein Problem.

Ich muss selbst auch mal etwas aktiver werden, was Flashpoints angeht.

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