Startseite > In Character, Out Of Character, Rollenspielpraxis, Star Wars - the old Republic > Vertrauen erarbeiten, das Spiel spielen, ohne zu gewinnen

Vertrauen erarbeiten, das Spiel spielen, ohne zu gewinnen

23. Mai 2014

Er war nur in soweit ein Spieler, wie es die Angehörigen des Geheimdienstes immer waren. Nichts ließ sich wirklich berechnen, die Macht fand ihren eigenen Weg und trotzdem wäre es schön, wenn Menschen sich wenigstens manchmal rational … also, ein bisschen, nur ein wenig … verhalten würden. Trotz dieses fatalistischen Blickes auf die Dinge liebte Qird dennoch die Ordnung. Das Imperium würde sich viel effektiver erweitern können, müsste man nicht immer irgendwelche Wild Cards einsammeln, die dachten, mit ihrer persönlichen Bereicherung auch der Sache zu dienen.

Er verschränkte die Hände hinter dem Rücken, wanderte ziellos, ließ sich vom Geräusch des Wassers leiten. Immer noch konzentriert auf den letzten Schlagabtausch.

Der metallische Geruch des Schmelzwassersees vermischte sich mit der süßeren Note des Grases zu einer viel zu entspannenden Begleitmusik der majestätischen Berglandschaft Alderaans. Qird schüttelte unwillig den Kopf und fokussierte sich, ließ den Zorn wie eine anschwellende Woge in sich wachsen und ihm Klarheit bringen.

Es waren nicht wirklich Fortschritte zu erkennen. Qird konnte sehen, dass sich der Adjutant Thun absolut einbildete, dem Imperium aufs Beste zu dienen (oder er war ein richtig, richtig guter Schauspieler, was angesichts seiner Vergangenheit nur mehr als wahrscheinlich war) aber der Mann forderte eindeutig zuviel Vertrauensvorschuss. Und er zeigte die aufsässige Haltung gegenüber Sith, die dafür gesorgt hatte, dass man den alten Geheimdienst ersetzt hatte. Er zeigte es nicht offen, war respektvoll und höflich und ein ach so guter Soldat – aber gelegentlich, wenn man ihn in eine Ecke manövrierte und die richtigen Knöpfe drückte, konnte man einen Blick unter die glatte, beflissene Oberfläche werfen.

Qird hatte nur zu deutlich Lisreyas Gedanken gespürt. Die Echani zog die einfache Lösung vor: Thun exekutieren und das Netzwerk aufrollen. Aber Qird zögerte. Es mochte kurzfristig für das Imperium sicherer sein … aber auf mittlere Sicht warf man ein Werkzeug weg, das vielleicht nicht so kriegsentscheident war, wie Thun glaubte, das aber dennoch eine wertvolle Bereicherung darstellen konnte.

Aber um dieses Werkzeug benutzen zu können, musste man es zuerst verstehen. Und dafür sorgen, dass nichts im Dunkel blieb. Natürlich wollte Thun, um seiner eigenen Sicherheit willen, nicht alles aus der Hand geben, seine Karten bedeckt halten. Und Qird und Lisreya wollten dagegen alles verstehen, alles beleuchten und alles abwägen. Diese Interessen kollidierten und so hatte ein Spiel begonnen, bei dem es für den Adjutanten um seinen Kopf und für Qird und Lisreya um den Zugang zu einer riesigen Menge Wissen ging.

Thun hatte die Partie eröffnet, als er die beiden Agenten durch sein Lebenswerk geführt hatte. Sorgfältig wie ein guter Reiseleiter auf die schönsten Stellen verweisend und seine Touristen mit glitzernden Kleinigkeiten verblüffend und entzückend. Dann hatte er den Einsatz auf den Tisch gelegt. Und Qird war nicht angesprungen. Oder doch? Spätestens als der Adjutant einen Stapel Spielchips addiert hatte, denen einfach nicht zu widerstehen war … ein Schläfer mitten in der Enklave auf Alderaan … musste Qird einfach nach dem Haken schnappen.

Trotzdem würde er dieses Wissen nicht dazu nutzen, sich bei Lord Tragos einen guten Stand zu verschaffen, wie Thun vorgeschlagen hatte. Qird glaubte an eigene Leistung. Nicht daran, sich mit fremden Federn zu schmücken. Das war Thuns Verdienst – auch wenn der derzeit eine Beichte beim Lord nicht überleben würde. Der Adjutant war auf die beiden Agenten angewiesen. Und er hatte etwas, was die beiden wollten. Eine reizvolle Situation.

Qird gab vor sich selbst zu, dass ihm dieses Spiel Spaß machte.

——————————

Weiter mit OOC. Das … Wesen links im Bild habe ich gestern auf der Flotte gesehen. Man kann sagen was man will: Bei diesem Outfit ist deutlich mehr los, als man so einfach verarbeiten kann. Irgendwann steigt das Hirn schlicht aus und akzeptiert, dass es zwischen Himmel und Erde mehr Ding´ gibt als sich die Schulweisheit träumen lässt.

Vor dem oben beschriebenen RP im Manöverlager auf Alderaan (ein sehr, sehr spannendes, wenn auch leider kurzes RP) habe ich mich im PvE getummelt. Zusammen mit Csan, Vrynasha und Siebzehn bin ich durch drei Flashpoints im Abenteuermodus gerauscht. Es lief unglaublich flott und locker. Sieht man davon ab, dass gegen die zwei Damagebiester nur schwer anzutanken war. Und es wird nicht besser, wenn man mit „Der Typ da vorne hat mich angesehen! Isch hau disch Maul, Knecht!!!“ einen Orbitalschlag setzt, während ich noch im Gildenchat versuche, Saph zu erklären, dass die Hellblazer-Comics nicht viel mit dem Keanu-Reeves-Film zu tun haben. Oder ich einen kurzen Ausfall geistiger Art habe, zum Droidenboss in den Czerka-Labs herunterspringe und ihn ohne den Fallschaden wegzureggen sofort angreife, mich dabei lautstark beschwere, warum man nicht warten kann. Äh. Ja.

Auf jeden Fall war mal wieder festzustellen, wie weit man doch gekommen ist. Ich erinnere mich an meinen ersten Heroic Czerka-FP mit Sherku als Tank. Da hatte ich 140er Ausrüstung. Im Nachhinein betrachtet war das putzig verbrähmter Selbstmord. Aber wir haben´s damals geschafft. Und heute läuft das nebenher und man macht es sich künstlich schwierig, nur damit man Krisensituationen üben kann.

Außerdem wissen wir jetzt, dass in der Assassin-Droid-Produktionsserie, aus der Siebzehn stammt, offenbar selbstreinigende Backöfen zur optionalen Ausstattung gehören. Das nenne ich mal Luxus.

Es war auf jeden Fall sehr entspannt und hat Spaß gemacht. Gerne jederzeit wieder!

Ansonsten freue ich mich jetzt aufs Wochenende, hoffe auf RP und werde am Sonntag ab 20 Uhr in Second Life sein. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr aus SWTOR mitkämen – aber später einsteigen funktioniert bestimmt auch.

Spaß am Rande: Gestern habe ich noch zu Kenny gesagt, dass ich bisher in SWTOR noch keine Klone meiner Chars gesehen habe – heute ist die Bewerbung eines Sith im Forum, der bis auf Narben, Schmuck und eine etwas hellere Hautfarbe das gespuckte Ebenbild von Ghurab ist. Bin ich jetzt traurig, weil ich nicht mehr einzigartig im SRK bin oder finde ich das amüsant und lasse Ghurab mit einem „seichter Genpool“-Spruch darauf reagieren?

Es ist sowieso erstaunlich, wie viele Leute sich die letzte Woche in der Gilde beworben haben. Militär-RP scheint Konjunktur zu haben. Für mich ist das etwas schwierig, da Lorsa weg ist und nun auch noch Shillia kurz vor der Exekution steht – denn damit wäre Khalb dann der einzige Mando’ade im Regiment. Und was ist ein Dreizehnjähriger, der noch nichtmal sein Ritual hinter sich hat, für ein Mando’ad? Dann könnte ich den Kleinen vermutlich einmotten und hätte damit nur noch die zwei Sith im SRK-RP (von denen einer zu Aroval gehört und der andere zum Geheimdienst – also beide nichtmal direkt im Regiment drin!), was natürlich Vollquark ist. Ohne Soldaten-Char (und mein Zwergmando ist ein solcher – auch wenn Genthri gestern dachte, Khalb solle mal Sanitäter werden – irgendwo im Hintergrund schreit Ro’ia „Neeeeeiinnn!!!!“ – was nun wirklich seeehr abwegig ist) hat man in einer Militärgilde nicht viel verloren.

Ach, gibt sich alles. Wir haben bis jetzt noch für alles eine Lösung gefunden. Ich mache mir zwar Gedanken, bin aber entspannt.

Advertisements
Schlagwörter: , ,
  1. 23. Mai 2014 um 2:51 pm

    Auf den nächsten Raid wird Csan eine Tüte Toast und Käse mitbringen …immerhin wird sicher Siebzehn wieder dabei sein, dann kann sie da auch überbackenen Toast backen oder so. Für irgendwas muss so ein Droide ja gut sein 😀
    Nö, lief gestern sehr bequem und schnell, so kann das gerne immer sein. Das selbst der Wüstenboss gut lief, ist natürlich für mich ein besonderer Bonus gewesen, das ist echt einer meiner Hassgegner, weil so viel schiefgehen kann, wenn man Pech hat – und da liegt das ’schief gehen‘ selten an mangelndem Skill.

    • 23. Mai 2014 um 4:12 pm

      Wir hatten ja Pech mit der doppelten Sandsturm-Phase. Und trotzdem war alles entspannt. 🙂

  2. Ro'ia
    23. Mai 2014 um 3:18 pm

    WHAT?! Khalb und Sani? Oh mein Gott, rette sich wer kann. Entweder stirbt man lieber an seinen Verletzungen oder aber durch Khalbs Sani-Methoden. 😀

    • 23. Mai 2014 um 4:11 pm

      Er wird ja auch kein Sani. Auch wenn er in erster Hilfe schon Spitze ist.

  3. 23. Mai 2014 um 7:46 pm

    Och. Istra gibt ihm sicher gerne einen Grundkurs. *lächelt sadistisch* 😀

  4. Kathro
    25. Mai 2014 um 9:59 pm

    *kurz mal such* Musste leider noch was klären bzgl. Plots, hab es deshalb leider nicht geschafft… 😦

  1. No trackbacks yet.
Kommentare sind geschlossen.
%d Bloggern gefällt das: