Hit and run

27. Mai 2014

Auf ein zehn Meter großes Insektentier zuzurennen, zu brüllen, Zeug danach zu werfen … und zu hoffen, dass es einem dann auf´s Maul haut – ja, das ist der größte Spaß beim Tanken! Und genau das durfte ich gestern wie jeden Montag kräftig ausleben. Und aus irgendwelchen Gründen (Planetenkonstellation, Cross-Faction-Chatbug, Feiertag in Timbuktu …) hat sogar meine Screenshot-Taste funktioniert. Also kann man sich in diesem Post auf Bilder in Rotbraun, Rot, Braun und Schwarz freuen. Denn viel mehr Farben gibt es in der Dread Fortress nicht.

Außer natürlich man bringt eine Party Bomb mit. Aber beim Warten auf den Restraid ist Tanzen ja normal.

Nach dem Chaos des letzten Montags hatte ich ein ziemlich flaues Gefühl im Magen, ob sich für diesmal mehr Konzentration zusammenkratzen lassen würde. Aber zu meiner Freude lief wieder alles wie beim ersten Mal: absolut glatt und fast ohne Tode. Nur beim Droiden-Weekly-Boss und bei Brontes´ Todestentakeln hat es jeweils ein, zwei Leute gerissen. Ansonsten – absolut stilles Fahrwasser.

Sogar den mistigen zweiten Boss, den Gatekeeper (bist Du der Schlüsselmeister?), haben wir wieder im ersten Anlauf umgebügelt. Obwohl ich an dieser Stelle immer das Gefühl habe, dass ich nur wie ein kopfloses Huhn zwischen anderen kopflosen Hühnern von A nach B renne und gelegentlich Mobs abspotte (zu 50% die falschen).

Beim Rancor-Boss habe ich zum ersten Mal statt des dicken Tieres seine kleinen Schweinefreunde übernommen und es lag mir überhaupt nicht. Ich habe es meistens zu spät gemerkt, wenn sie angetanzt kamen und irgendwie lief das auch nicht so wirklich flüssig. Naja, egal. Vieh lag zügig flach, alles gut.

Der Droiden-Boss ging ebenfalls recht gut. Nur stellte ich dort mal wieder fest, dass Antank-Zeit sehr unterschätzt wird. Wenn ich einen Boss anspringe und Initialaggro generiere (macht Jet Charge sehr ordentlich. Klar, soll es ja auch) habe ich ein gewisses Zeitfenster, in dem der Mob an mir hängt, ohne dass ich groß etwas tun muss. Habe ich nun aber die Aufgabe, einen Boss zu positionieren, muss ich mit ihm an der Aggro-Leine spazierengehen, ohne großartig neue Aggro addieren zu können. Spott funktioniert nämlich so, dass es nur zur höchsten Bedrohung addiert. Habe ich also schon die Aggro, bringt es nicht viel. Wandere ich aber mit dem Boss und die DDs holzen in dieser Zeit, in der ich wenig tun kann außer gelegentlichen Schüssen (was die Wanderzeit verlängert und mich deshalb größerer Gefahr aussetzt, das abzubekommen, weshalb man den Boss überhaupt positionieren muss), drauf wie die Wahnsinnigen, zieht mir das sehr schnell die Aggro ab und der Boss geht jemand anderen hauen. Das bedeutet, ich muss ihn wieder einfangen, verschwende einen wertvollen Spott und das Gelatsche (während dessen wenig Damage gemacht werden sollte weil siehe-oben) geht von vorne los, da der Boss ja jetzt wieder weit weg von dort steht, wohin ich ihn bringen wollte.

Deshalb: Seid nett zu eurem Tank, lasst ihn antanken. Ihr habt auch etwas davon. Erstens natürlich kein riesiges Monster am Arsch, das euch den Kopf mit der Rohrzange abschrauben möchte und zweitens einen perfekt positionierten Boss, auf den ihr dann volle Möhre Schaden machen dürft.

Bei Randoms könnte ich mir einen solchen Vortrag sparen, da muss man als Tank eben mit leben. Aber bei einem internen Raid hoffe ich doch, dass mein Händeringen und Klagen vielleicht auf fruchtbaren Boden fällt.

Generell habe ich bei diesem Raidabend eigentlich ganz gut abgeräumt. Zwar nichts, was Sherku brauchen könnte – aber für die Kleinen ein paar Goodies. Eine 168er Juggerbrust für Ghurab, einen 162er Helm für Qird und noch eine 162er Hose, deren Stats ich jetzt vergessen habe. Außerdem sieht die Shell der Juggerbrust extrem cool aus. Also, so richtig klasse. Ich überlege, ob ich die für Sherku verwende. Verschicken kann ich ja sowieso nur die Mods.

Und wie man am letzten Bild hier sieht: Bald (nach nur einer Stunde Gesamtzeit) lag auch Dread Master Brontes im Dreck und wir waren mal wieder die Helden. Nächste Woche testen wir, wie weit wir es im Dread Palace, der schwersten verfügbaren Operation, schaffen. Das mag etwas früh sein – aber nur mal so schauen ist ja erlaubt. Wenn wir auf die Mütze bekommen, gehen wir eben weiter ausrüsten. Mir fehlen noch etliche (etwa 60) Marken bis zum nächsten Ultimate-Ausrüstungsteil. Aber ich glaube, ich bin prinzipiell ganz gut ausgerüstet. Zwar noch ein 162er Relic, was aber nicht anders geht, da die 180er Relics für Tanks völlig, absolut und sowas von unbrauchbar sind, dass man nur verwundert den Kopf schütteln kann.

Vermutlich ist das eine Taktik von Bioware: Wer schlau genug ist zu erkennen, dass diese Tank-Markenteile nichts taugen, ist auch schlau genug zu tanken. Der Rest hat gelitten. Super Idee, den Tanks das Leben noch schwerer zu machen. Gibt schließlich viel zu viele davon. So viele, dass man als Tank sogar schon 50.000 Credits bezahlen muss, um in eine OPS zu kommen. Ach, halt, nein, das war ja umgekehrt (war aber bestimmt nur ein Witz, ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das wirklich ernst meint, für einen Tank bezahlen zu wollen) … Jedenfalls prima, dass man der unbelibtesten Skillung auch noch Steine in den Weg legt. Gibt anscheinend genug Leute, die sich das trotzdem antun. Mir macht es viel Freude (wenn auch ganz sicher nicht mit einer Random-Gruppe!) aber es nervt trotzdem, wenn man sieht, dass andere Klassen ihre Setboni nutzen können, während man als Tank nichts dergleichen kann, ohne so massiv Werte zu verlieren, dass es quietscht. Egal, genug gerantet. Ich habe Spaß und das ist die Hauptsache.

Und was werde ich heute im Virtuellen tun? Ich habe noch keine Ahnung. Ich hätte Lust auf SWTOR-RP. Aber da Genthri Spätschicht hat, liegen Sherkus und Qirds Geschichten diese Woche auf Eis. Khalb hängt mit dem restlichen Regiment zum Manöver auf Alderaan … vielleicht findet sich da ja etwas. Und Ghurab … hmmm .. keine Ahnung. Man könnte die wirre Story fortsetzen. Aber da habe ich nur mittel Lust drauf. Klar, ich habe Bock auf das brontale Meisterin/Schüler-Duo. Aber der gefangene Lord hat sich OOC in Drohungen gegen meinen Sith ergangen, dass er ihm alle Knochen brechen würde  (was ich angesichts der Tatsache, dass er am Ende im Sand lag etwas schräg finde) und da weiß ich dann nicht, ob das nicht ein Rezept für Drama ist, wenn das schon ins OOC schwappt.

Ich könnte auch Gor-Piraten in Second Life spielen. Aber, so schön es auch war, die alten Freunde wiederzusehen, es hat sich nicht das Feuer von früher entzündet. Kann natürlich noch kommen, ich schließe nicht aus, dass ich einfach eine gewisse Anlaufzeit brauchen könnte. Die Erinnerungen sind sehr schön. Aber kann ein RP nur von Erinnerungen leben oder auf Erinnerungen fußen? Mal sehen. Vielleicht schaue ich heute abend mal rein, wenn sich in SWTOR nichts für mich ergibt.

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  1. 27. Mai 2014 um 2:03 pm

    Nein, Erinnerungen reichen nicht, denk ich. Es macht unter Umständen Sinn euch als Spielergruppe doch neu zu positionieren. Ich hatte bei den Piraten – weil ich euer RP ja kannte – schon das Gefühl ihr könntet in Gefahr geraten im eigenen Sud zu kochen, so isoliert da am Hafen.
    Gut, man könnte euch anheuern für Bösartigkeiten, das ginge. Sobald man euch kennt. Vorerst hat Pavidus aber womöglich ein wenig Ärger am Bein. *g*

    • 27. Mai 2014 um 3:01 pm

      Mal schauen. Derzeit habe ich keine Zeit oder Lust, mich in Intrigen- oder Oberschichten-RP einzuarbeiten. Für mich persönlich gäbe es also vermutlich keine Alternative zu den Freibeutern – für die anderen bestimmt schon, die hängen noch mehr an SL als ich. Aber hat ja erst angefangen, kann sich noch alles entwickeln.

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