Sich blutige Nasen holen

31. Mai 2014

Korriban_KampfAlle Türen im Schiff stehen offen. Deshalb kann ich das Zirpen des Coms von der Brücke deutlich hören. Seit bestimmt zwei Minuten versucht jemand, unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Garantiert die Orbitalkontrolle. Wir haben seit – wie lange? – die Startfreigabe … drei Stunden … vier Stunden … und trotzdem hat sich die Heart of Courage noch nicht von Korriban wegbewegt. Und ich habe das Gefühl, dass sie das auch die folgenden Stunden nicht tun wird. Dann schicken sie bestimmt jemanden um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Und die finden dann überall blutige Handabdrücke (nicht nur Handabdrücke), herumliegende Waffen und verstreute Klamotten. Ein echtes Schlachtfeld.

Ich lache über diesen Gedanken leise in mich hinein und ernte dafür eine Bewegung neben mir. Wir haben nur … ausgeruht. Für etwas anderes haben wir das Bett im Captain´s Quarter auch nicht benutzt. Viel zu langweilig, wenn der Rest des Schiffes soviel Unterhaltungsmöglichkeiten bietet.

Sie erhebt sich und ich kann es schon wieder nicht fassen. Natürlich ist sie schön und natürlich ist das völlig belanglos (so würde ich ihr das sicher nicht sagen, ich schätze es, dass mein Kopf auf meinen Schultern befestigt ist). Darum geht es auch gar nicht. Es geht um Freiheit, um Leidenschaften, um Gewalt und Spaß.

„Ich brauch ´n Caf“ Sie geht hinaus. Mein Blick hängt an ihren Muskeln und Narben. Haut über Eisen.

Ich bekomme es immer noch nicht in den Kopf, warum überhaupt etwas passiert ist. Es sollte nur eine kurze Reise nach Korriban werden. Für unseren Herrn. Nur um nachzusehen, ob nach dem Überfall der Republik noch für ihn wertvolles Akolythenmaterial übrig geblieben wäre. Wir waren nicht die einzigen mit diesem Auftrag, wie es schien. Und irgendwie haben wir uns auch gar nicht darum gekümmert …

Sie hat die ganze Zeit genörgelt, dass heutzutage an der Akademie alles anders wäre als „früher, als sie da war“. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihr gesagt, sie würde sich verdammt nochmal anhören wie eine alte Frau. Es war mir klar, dass das kein besonders diplomatischer Satz war. Definitiv nicht.

Der darauf folgende Kampf dauerte bestimmt eine halbe Stunde. Über Trümmerteile des Angriffs und über die uralten Trümmer der Gräber. Wir haben uns um nichts gekümmert als unsere Schwerter und unseren Zorn.

Und sie hat mir mit einem gut gezielten Schlag das Piercing auf dem Nasenrücken in das Wangenfleisch getrieben und den Nasenknorpel ordentlich gebrochen. Ich habe es ihr zurückgegeben (vor einer Stunde hat uns unsere letzte … Pause zum Medidroiden geführt, weil wir nicht mehr wirklich gut Atmen konnten. Viel besser seitdem, nur noch angenehme Prellungen und blaue Flecke) und irgendwie führte eins zum anderen. Auf eine Art, wie unsere Kämpfe vorher noch nie geendet haben. Keine Ahnung, was anders war. Keine Ahnung, was zu diesem Kuss inmitten des roten Staubes geführt hat.

Auf jeden Fall hatten wir es dann verdammt eilig, zurück zum Schiff zu kommen.

Ich stehe auf, folge ihr in die winzige Bordküche. Sie starrt den Caf-Automaten an, als würde der allein dadurch schneller arbeiten (sollte er besser). Ich stelle mich hinter sie, koste das Salz auf ihrem Nacken. Hat sich irgendetwas geändert? Nein, warum auch? Meisterin – Schüler. Egal. Morgen sind wir wieder auf Dromund Kaas und alles ist wie immer. Ich spüre ihre harten Muskeln unter der erstaunlich weichen Haut. Lasse meine Finger an ihrem Bauch nach unten wandern.

Bis wir uns wieder an den Caf erinnern, hat sich die Maschine abgeschaltet und ist kalt geworden. Passiert.

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Saphs_NightmareWeiter mit OOC. Jetzt hat Saph es verpasst! Das, worauf sie seit Wochen hin-gerüchtet. Das, was Sey im Gildenchat so elegant als „FICKÄÄN“ annonciert hat. War aber auch ein schönes RP. Wieder mal sehr viel Gewalt. Bösartige Kämpfe mit ordentlich Blut machen uns RP-mäßig viel Spaß. Und wenn dann auch noch das Publikum auf den billigen Plätzen (der Terror-Dog-Lord und sein kleiner Gatekeeper-Sidekick) seinen Senf großzügig dazugibt, ist man nur noch angespornter, das auf´s-Maul zu perfektionieren.

Als zum Abschluss dann noch das obligatorische „… ich würfel mal. Alles über 95 ..“ kam und eine Screenshot-verifizierte 97 folgte, endete der Abend so lustig, wie er begonnen hatte. Ob wir die 97 ausspielen? Keine Ahnung. Kommt auf Lust und Laune an. Jetzt muss man erstmal das „Normalitäts-RP“ für Concabille und Ghurab auf die Reihe bekommen.

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