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Ein romantischer Tritt gegen den Kopf

13. Juni 2014

Das, auf was Ghurab da sitzt, ist ein Orobird. Natürlich nicht IC und später dazu mehr.

Tief unter uns ist der Lärm der riesigen Stadt zu einem monotonen Summen verblasst. Über uns reißt der Himmel überraschenderweise kurz auf und zwischen den faserigen Wolkenfetzen sehen die Sterne klein, kalt und irgendwie missmutig aus. Der Schatten eines der riesigen Schiffe über der Stadt schiebt sich an unseren Füßen vorbei. Ich sitze auf der Brüstung der Terrasse, unter meinen Füßen hunderte Meter Nichts an einer Glasfront. Der ozonscharfe Frühsommerwind bläst von unten. Ich kneife die Augen zusammen, drehe mich halb um. Sie liegt halb auf einem der Stühle, schwenkt ein dickes Glas mit bernsteingoldener Flüssigkeit, die dick wie Blut träge Wellen schlägt. Als sie an der Zigarre zieht wölben sich ihre Wangen nach innen und Schatten machen ihr Gesicht hohl. Ihre Augenbrauen sind harte Linien über den dunklen Gläsern vor den Implantaten.

Der Abend hätte auch anders enden können. Der Grundablauf Training – Zigarren und Whisky – Philosophie auf der Terrasse über der Stadt wäre vermutlich gleich geblieben. Aber dass Meister Concabille dabei einen hübschen Fleck Sprühpflaster über einer frischen Wunde an der Schläfe zur Schau stellt und sich hartnäckig den vom Medidroiden angebotenen Schmerzstillern verweigert (der Alkohol geht vor) war nicht vorgesehen.

Der Kampf war – wie fast immer – ungeplant. Training ist Leben, Leben ist Training. Wir waren auf dem Kasernenhof und es … ergab sich einfach. Nicht einmal besonders elaboriert. Nur ein Geplänkel mit ein wenig unnötiger Akrobatik. Aber sie schien mir anders als sonst. Als wären ihre Muskeln nicht ganz bei ihr. Als würde die Macht in ihrem Körper nicht in gewohnten Bahnen fließen. Aber was weiß ich schon, was in ihr vorgeht?

Ein wenig Ausweichen, ein wenig Zuschlagen. Ein paar Sprünge über und in einen monumentalen Brunnen. Sich drehen, Zuschlagen. Kampf, Zorn, Leidenschaft. Mein Stiefel erwischte sie an der Schläfe und sie ging zu Boden, als hätte man einer Marionette die Schnüre zertrennt. Wie ihr Blut sich im Wasser ausbreitete war schöner als ein Gemälde.

Bis vor ein paar Wochen war ich sicher, dass mein erster richtiger Sieg über meinen Meister mit ihrem Tod enden würde. Ein Sieg bedeutet, dass ich nicht mehr viel von ihr lernen kann. Dachte ich. Und wenn es Zeit wird, sich nach neuen Herausforderungen umzusehen, muss der alte Meister sterben. So ist das nunmal. Schon immer gewesen, wird immer so sein. Mit dieser Philosophie bin ich aufgewachsen und habe sie bisher – im Gegensatz zu vielem anderen – nie in Frage gestellt. Der Stärkere überlebt, der Schwache geht unter. Das ist eine tragende Säule des Imperiums.

Aber mittlerweile … fange ich an, Prioritäten zu verschieben. Mein Leben gefällt mir, wie es ist. Mein Ehrgeiz ist es, besser zu werden. Und ich habe noch keinen besseren Kämpfer gesehen als meinen Meister. Ich mag von ihr rein gar nichts über Politik, Intrigen oder Kontakte lernen – aber das ist mir für meine Entwicklung auch nicht wichtig. Die Macht wird mich befreien. Ja, das ist es. Freiheit. Das, worauf der Kodex hinausläuft. Und ich bin so frei, wie es nur geht.

Ich sehe wieder am Haus hinunter in die Tiefe. Ich spüre, dass sie mich ansieht.

Wenn ich mich jetzt wieder umdrehe, werde ich zu ihr hinüber gehen. Und ob wir dann reden oder auch nicht – wer weiß?

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.. uuuund Qird auf dem Orobird. Dieser Vogel kann was! All Terrain non-Armored Transport-Bird.

Weiter mit OOC. Gestern also ein wenig Sith-RP mit Ghurab und Concabille. Später dann auch noch einige Minuten mit Khalb in der Regimentscantina – aber das war kurz bevor ich off musste und deshalb maximal ein Gastauftritt. Ich hatte den Orobird erwähnt. Ein wenig. Praktisch auf den Screenshots kaum zu erkennen. Ach was …. mein Chocobo!! I haz Chocobo!!

Ist das Tier nicht großartig? Wer nicht mit Final Fantasy computerspielmäßig sozialisiert wurde (bei mir fing das mit FF VII auf der Playstation an) kann vermutlich mein Hyperventilieren beim Anblick dieser albern-fetten Orobird-Mounts nicht verstehen. Alle anderen machen „Awwww“ und haben automatisch das hier im Kopf:

(Ich habe mal das Theme von FF IX genommen, da ich grob geschätzt hundert Stunden mit dem Schatzgrabe-Minigame verbracht habe)

Diesen Tropical Orobird gibt es seit Dienstag mit dem neuen Cartel Pack. Ich habe mir natürlich drei Packs gekauft. Und genauso natürlich habe ich keinen Vogel gezogen. Also musste ich warten, bis die Tiere im Handelsmarkt aufschlagen. Das taten sie gestern. Doch bevor ich auch nur meine virtuelle Geldbörse zücken konnte, wurde ich angehandelt und habe das possierliche Tierchen geschenkt bekommen. Dafür, dass ich Illjana gezeichnet habe. Ich war völlig geplättet, begeistert, durch und durch entzückt und bin den ganzen restlichen Abend mit dem Vogel herumgeritten. Nochmal ganz, ganz herzlichen Dank dafür!

Er heißt übrigens „Ojoioi“. Denn auf der Flotte fragte jemand im General Chat, woher man einen „Ojoioi-Vogel“ bekommen könnte.

Und sonst? Qird hat mit Fortuna sympathisiert, die schließlich auch blind ist, und drei goldene Zertifikate erspielt. Khalb hat jetzt also beide Kingpin-Blaster und kann, sobald ich die Mods umgebaut habe, Badass aussehen. Ich werde jetzt mal sehen, ob ich noch die Assault Cannon erspielen kann und dann höre ich auf. Vielleicht. Mir geht es schon wie Siebzehn, dem in einen Spielautomaten verliebten Droiden. Nur, dass ich weniger Glück habe.

Heute wollen wir übrigens die beiden mir noch unbekannten 50er Flashpoints „Kaon under siege“ und „Lost island“ machen. Aus storygründen. Ich habe Bessere Hälfte gefragt, ob die Heile-Hexe mitwill. Das ist aber noch unsicher, da heute das seltene Ereignis „Freitag der 13.“ auf Vollmond trifft und man das natürlich mit einer Horrorfilmnacht mit Schwagereddy feiern muss. Wir werden sehen. Sonst müssen wir eben auffüllen oder ohne Heiler gehen.

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  1. Sarah
    13. Juni 2014 um 9:00 am

    Guten morgen, wie sieht es mit dir und ingula aus? Wenn du keine lust/zeit/motivation mehr hast ließe sich der gute jetzt recht bequem aus der geschichte entfernen. Alternativ wäre sonntag erstmal der nächste geplante spieltermin.

    • 13. Juni 2014 um 9:09 am

      Sonntag kann ich mal ins Auge fassen, da habe ich derzeit noch nichts vor.
      Mir fehlt immer noch ein bisschen die Lust zum Gorspielen – aber kann ja noch kommen. „Entfernt“ haben möchte ich meinen Charakter in jedem Fall nicht. Schlimmstenfalls wird er NSC.

      • Sarah
        13. Juni 2014 um 9:20 am

        Das freut doch zu hören. Und das ganze ist genauso wenig gor wie es rom ist – steck es einfach in eine fantasy-schublade und gut ist. Wahrscheinlich pappt das gor-etikett in erster linie darauf um die einheitskost gewohnte spielergemeinschaft in sl nicht zu verschrecken. Aber solange es eine hübsche kulisse für ein paar abenteuer bietet. …

        • 13. Juni 2014 um 9:24 am

          Den Versuch ist es jedenfalls wert.
          Ich würde mich zwar in einem klaren Setting wohler fühlen (hätte ich nicht gedacht – aber irgendwie beisst sich für mich Antike mittlerweile ganz schön mit Gor) aber gegen low Fantasy ist prinzipiell mal nichts einzuwenden.
          Um wieviel Uhr geht´s Sonntag los? Halb Acht, Acht?

          • Sarah
            13. Juni 2014 um 12:04 pm

            Hatten wir da jemals einen exakten Zeitpunkt ? Normalerweise kommen alle irgendwie zwischen halb acht und acht online und erklären sich erstmal warum man jetzt wieder afk geht 😉

            Wenn du magst und mir auch nichts dazwischen kommt kann ich aber versuchen sieben anzupeilen, dann kann ich dich zumindest schonmal auf den aktuellen stand bringen, wie auch immer er gerade ausschauen mag.

          • 13. Juni 2014 um 12:22 pm

            Halb acht ist besser! Ich versuche auch pünktlich zu sein 🙂

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