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Medizinische Unfälle, Adrenalin und Blaster

14. Juni 2014

Das ist kein RP, das ist ein Flashpoint, dazu mehr im OOC-Teil.

Khalb saß mit gekreuzten Beinen auf seinem Bett, nagte an der Unterlippe und starrte auf das Datapad, auf dem bisher nichts als das Datum und „Bericht“ stand. Einen Bericht schreiben! Wie ging sowas? Das hatte er noch nie getan und nicht nur der Kampf mit den Worten und Satzzeichen kam ihm in die Quere (vermutlich der einzige Kampf, dem der junge Mando’ad mit Freuden ausweichen würde), sondern auch das plötzliche Hirnvakuum das jeder kennt, der mit einer leeren Seite und der Pflicht sie zu füllen konfrontiert wird.

Es war doch so einfach! Jeder Trottel konnte beschreiben, dass … ja, dass … hmm … alles!

Der Lieutenant hatte eine Übung … einen Wettstreit im Wald angesetzt. Im Dschungel! Und dann war da dieser riesige tote Baumstamm über den Wasserfall, der Geruch nach Wasser und Fäulnis und überall um sie herum die Geräusche von Millionen von Lebewesen. Diese riesigen Yosuzks mit ihren Nackenschilden, die warnend gegrunzt hatten, als sie sich der Herde näherten. Um sie herum das zertrampelte Gras zwischen den jahrhundertealten Bäumen. Und dieser ganz große Baum mit den Zielscheiben. Khalb war über den Baumstam gerannt, der Schritt sicher auf der nassen Rinde, unter ihm brüllend das Wasser. Er hatte richtig gut getroffen. Beskell war auch nicht schlecht – aber warum lief er so langsam? Das machte doch keinen Spaß!

Und dann das Klettern! Bis über das Laubdach hinaus, man konnte bis Kaas City sehen! Dumm nur, dass die winzigen Droiden so sehr versteckt waren. Khalb hatte nur die mit den niedrigen Zahlen erwischt, Beskell hatte mehr Übersicht gehabt. Aber egal! Der Baum, das Klettern!

Und erst die Sache mit der Höhle unter dem Wasserfall. Komisch, dass dem Lieutenant das Skelett völlig egal gewesen war, von dem Khalb den Schädel angeschleppt hatte. Und dass er den Mechanismus mit den zwei Credsticks ausgegraben hatte war auch irgendwie nicht richtig gewesen. Woher sollte er denn wissen, dass er nur einen der Credsticks hätte mitnehmen sollen? Hatte ihm keiner gesagt!

Später war es noch besser geworden, als er Beskell davor schützen musste, von einem versteckten Angreifer (dass es sich dabei um Sergeant Morrisen gehandelt hatte, hatten sie erst später erfahren) vom Weg hinunter in den Krater weggeputzt zu werden. Hatte auch fast geklappt. Immerhin kamen sie gut unten am Höhleneingang an. Und Khalb konnte seinen Kameraden ärztlich versorgen. Ein Stim mit Adrenalin schien eine gute Wahl. Er hatte keine Ahnung gehabt, dass Beskell irgendwie .. allergisch? … darauf reagieren würde. Aber alles in Ordnung! Er lebte ja noch. Nichts weiter passiert.

Dann hatte sie ein Shuttle zurück zur Kaserne gebracht und der Lieutenant hatte den bedrohlichsten Satz des Abends ausgesprochen: „Geben Sie mir morgen Ihren Bericht“.

Und jetzt saß Khalb hier und musste das bunte Durcheinander in seinem Kopf in trockene, imperiale Sätze verwandeln. Das. Würde. Nicht. Einfach. Aber ein Gegner wurde nicht kleiner, in dem man ihn anstarrte. Khalb hatte vor gar nichts Angst. Also – los!

  • Bericht von Hilfssoldat Khalb Kreldo zur Übung vom XX.XXX.XX (Datum) im Dschungel südlich von Kaas City.
  • Anwesende: Lieutenant Thun, Private Beskel, Hilfssoldat Khalb Kreldo, Später noch Sergeant Morrisen. (soweit lief dieser Bericht ganz herrvorragend. Den Flow nutzen!)
  • Der Ltd. setzte einen Wetbewerb an, bei dem wir über einen Baumstamm rennen (über einem Wasserfall) und dann auf Ziele schießen mussten. Ich weiß nicht, wer gewonnen hat, das hat der Ltd. aufgeschrieben. (Ja, guter Bericht!)
  • Der Ltd. ließ uns auf einen Baum klettern. Nicht den von vorher. Einen anderen. Wir mussten Droiden herunterholen. Auch nicht die von vorher. Ich denke, dass Private Beskell gewonnen hat. (Wenn man einmal auf der Rolle war …)
  • Der Ltd. hat uns in einen Krater geschickt irgendetwas holen. Wir haben es getan. Ich weiß nicht, ob es so lief, wie er es sich vorgestellt hat. Wir haben Dinge mitgebracht. (Hm. Klang zu unspektakulär. Aber imperiale Berichte mussten so sein.)
  • Der Ltd. wolte dann, dass wir wieder in den Krater rennen und dabei Heckenschützen (dem Sergeant, das haben wir aber erst später herausgefunden) ausweichen. Ich habe Private Beskell Deckung gegeben. Er wurde trotzdem am Hintern getroffen aber es geht ihm gut.
  • Ich habe den Private als Ersthelfer versorgt. Es geht ihm wirklich gut.
  • Danach Rückflug zur Kaserne.

So sah ein perfekter Bericht aus. Khalb nickte sich selbst zufrieden zu und sicherte die Datei, damit er sie morgen dem Lieutenant aushändigen konnte. Sollte niemand sagen, er könnte nicht mit Worten umgehen. Aber vielleicht war es doch besser, Illjana vorher Korrektur lesen zu lassen …

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Noch mehr Kaon. Die Athmosphäre ist wirklich gruselig.

Neben dem oben beschriebenen RP waren wir auch im PvE unterwegs. Kaon under Siege ansehen, die Zombie-Outbreak-Instanz von SWTOR. Wir konnten komplett als Gildengruppe gehen, was Sightseeing zuließ – wenn nicht grade mal wieder irgendeine Gegnergruppe „direkt auf Siebzehn/Ginyu zukam“. Ich war mit Sherku als Tank dabei und Fanasha durfte erste große Flashpoint-Heil-Erfahrung sammeln. Es lief natürlich völlig glatt, da Kaon nur eine 50er Sache ist. Aber wir waren ja auch nicht wegen der Erfolge dort, sondern damit wir das Setting genießen konnten.

Und das ist mehr als gelungen! Man kommt auf einem Planeten an, auf dem ein Shuttle mit Rakghoulen abgestürzt ist und jetzt verbreitet sich das Virus. Apokaylptische Grundstimmung mit jeder Menge hirnloser Zombiemonster. Man ist nur mit kleinen Stirnlampen unterwegs, die Gegner kommen in Horden aus dem Stockdunklen. Überall infizierte Opfer in verschiedenen Stadien des Zerfalls. Brennende Mülltonnen und gruselige Hintergrundgeräusche. Großartig! Definitiv einer der besten Flashpoints!

Die Gegner waren zu 50er Zeiten garantiert brockenhart – sie haben uns auch auf 55 noch gestunned und gekickt wie die Bekloppten.

Als nächstes steht der Folge-Flashpoint „Lost Island“ an. Wann genau wir ihn machen weiß ich noch nicht, freue mich aber darauf. Noch mehr Zombie-Action!

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