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Mit Schwertern und mit Würfeln: Kaas City und Victoria

20. Juni 2014

Ist es das jetzt? Kehrt der labile Zustand zurück, den wir in den letzten Wochen mit dem Etikett „Normalität“ versehen haben? Schlimmer kann´s jedenfalls kaum werden.

Ich gehe neben ihr zurück in das Penthouse voller Trainingswaffen, leerer Flaschen, nicht ganz leerer Flaschen und herumliegender Klamotten. Wir neigen beide nicht zu Gemütlichkeit und noch weniger zu Ordnung. Und mir scheint, in Meister Concabilles Kopf geht noch mehr durcheinander als man auf den ersten Blick erkennen kann. Aber ich bin nicht in der Stimmung für einen weiteren Kampf heute Abend, weshalb ich schön die Klappe halte.

Ich spüre Sheysas skeptischen Blick im Rücken. Ich weiß jetzt immer noch nicht, was sie wieder auf Dromund Kaas will – aber das findet sich entweder noch heraus oder war doch nicht so wichtig. Die Weißhaarige ist genauso ratlos wie ich was den Zustand meines Meisters angeht. Auch sie kennt Concabille eher als gelassen; ihr Zorn ein kühler Grund in dem ihre Schwertkunst tief die Wurzeln versenkt hat. Und dann heute dieses unsichere, fast schon pubertäre Durcheinander. Das unkontrollierte Aufflammen und die nicht zu erklärende Reizbarkeit.

Ich gebe zu, dass ich mich habe anstecken lassen.

Als ich zu Sheysas Gespräch mit meinem Meister hinzukam rechnete ich nicht damit, dass schon ein kleiner Funke eine Explosion würde auslösen können. Und weil mich das auf dem falschen Fuß erwischte, stieg ich auf den Kampf genauso hektisch und unschön ein, wie mein Meister es vorgab. Ich denke nicht, dass wir ein besonders ästhetischer Anblick waren. Das Ganze mehr eine Cantina-Prügelei statt Tanz mit Stahl.

Im Nachhinein sollte mir so ein Theater vor einer anderen Sith peinlich sein.

Andererseits wirkte Sheysa nicht so, als verstünde sie auch nur im Geringsten, was gerade vor sich ging. Sie ist die ständigen, beiläufigen Kämpfe zwischen Meister Concabille und mir gewohnt. Aber auch sie war von der Instabilität der Invicta überrascht.

Ich mag es nicht, dass wir (ja, in diesem Fall denke ich von uns als eine Einheit) vor Anderen Schwäche zeigen. Und ich wette, sobald Meister Concabille wieder klar denkt, wird sie das ähnlich sehen. Ob ich das nächste Mal einfach ernst machen sollte? Blut und Tod wären mir in jedem Fall angenehmer als die Show, die wir gerade geboten haben ….

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Weiter mit OOC! Nicht nur beim Romance-Dream-Team ging es weiter, auch die Piraten haben in Victoria konzentriert an ihren Plänen gefeilt. Sie sind auf den spielsüchtigen Sohn des Magistrats getroffen, der sich auf einen (für die Crew) unglaublich profitablen Handel einließ, um Pavidus aus dem Ludus zu retten, in dem der Schiffsjunge als Kampfsklave gelandet ist. Außerdem gab es noch ein Badehaus-Intermezzo (ja, die Freibeuter sind sehr reinlich. Wir kriegen IC ständig zu hören, dass unsere Charaktere so „ungepflegt“ wären, dabei sind wir mit ihnen öfter in Badehäusern als sicher 90% der ach so reinlichen Stadtbevölkerung. Naja, man ist es seit Ar gewöhnt. Irgendwie scheinen Ingulas Dreads das Prädikat „Igitt“ an die ganze Gruppe zu heften). Und die Händlerin Lucia wollte sich mit Laesio treffen. Außerdem werden vorsichtig und systematisch gewisse Zutaten gekauft. Mit genug Abstand voneinander, dass niemand sich zusammenreimen kann, wozu man Salpeter, Birkenpech, Schwefelkristalle, Brennkalk und dergleichen verwenden kann. Laesios Pilgerreise steht etwas im Hintergrund – zumindest bis Pavidus wieder frei ist.

Schauen wir mal, wie sich alles entwickelt. Ich bekomme in Victoria zwar recht wenig mit (relativ. Von Politik oder anderer Leute Plots bekomme ich Null und Nichts mit, vom Piratenplot aber bestimmt 70 bis 80 Prozent), finde aber an jedem Abend, an dem ich mich einklinke, etwas zu tun. Ob ich mal anfangen sollte, mit Leuten zu spielen, die nicht zur Mannschaft gehören?

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  1. Devlin
    20. Juni 2014 um 8:51 am

    lacht, zasta auch ohne deine dreads wird der rest eurer crew als Hafengesocks bezeichnet, ich war mehrfach anwesend und musste schmunzeln, Ich habe keine Ahnung, warum das so ist..niemand von euch emotet dreckige Beine oder dergleichen. Ich denke, es ist schwierig für einige zu trennen. Denn auch Leute, welche zum ersten Mal, beispielsweise auf Lomerus treffen, IC gar nicht wissen können, dass er vom Schiff ist, sogar die grüne Tunika trägt und sich als Arzt vorstellt, behandeln ihn nicht, wie sie beispielsweise Lady Seraphina behandeln würden, welche den gleichen Berufsstand hat. Keine Ahnung, keine Ahnung.
    Gruss, Lucia

    • 20. Juni 2014 um 12:11 pm

      Das ist vermutlich die IC/OOC-Sache. In Blogs sind wir „die Piraten“ (ja, natürlich auch hier 🙂 ) und das hängt dann. Naja, kommen wir mit klar.

  2. 20. Juni 2014 um 5:57 pm

    *verteilt mal generös Kopien aus ihrer umfangreichen Sammlung an dirt layer* Ach ja, da haben wir noch *krusch* eine rote Modifikation. Neiiin, kein Blut, sondern lecker Rambeeren-Schlonz 😉 Apropos: wenn Euer Grüner nicht so knausrig wäre, dann hätten Du und die Crew schon von Pinnulas leckeren Früchten (Anm. d. Red.: gemeint ist an dieser Stelle NUR das Obst im Korb!) naschen können.

    Aber diese „Grattler-Geschichte“ ist schon irgendwie ein Phänomen bei Euch. Haftet Euch an wie…naja, total authentischer Schmutz eben 😉 Ich kann mich noch gut an Deinen Post bzgl. der Begebenheiten in Ar erinnern. Vielleicht solltet ihr zur Klarstellung Eure tags ändern in z.B. „Ingula, der obwohl-Pirat-wohlduftend-fein-rausgeputzt“. Ansonsten…*wedelt wieder mit den dirt-layer-Kopien* ich vercheck nicht nur Rambeeren^^

    • 20. Juni 2014 um 10:35 pm

      Dirt-Layer verkaufe ich in meinem Shop. 😉 Hab ich also saaaackweise im Inventar.
      Konnte man im GM-Tag mehrzeilig werden? Ich hab keine Ahnung mehr aber eine vage Erinnerung, dass das gehen konnte/könnte.

  3. 21. Juni 2014 um 1:30 pm

    Als pflichtbeflissene Kastenschwester habe ich den Konjunkutiv flux zum Indikativ ummodifiziert und Dir eine NC mit Vorlage für ein mehrzeiliges GM-Tag geschickt.
    Ach, und damit Ihr nicht gleich noch eine Stufe im sozialen Gefüge Gors nach unten „gerüchtet“ werdet, sei zur Klarstellung angemerkt: das mit der Kastenschwester bezieht sich auf Lady Mithrandriel, die Schriftgelehrte, nicht auf Pinnula, das Urt-Mädchen 😉

    • 21. Juni 2014 um 3:21 pm

      Ich glaube, uns hält sowieso jeder für Brückenpenner. 😉
      Aber vielen Dank! Jetzt kann ich mir Prousts Hauptwerk in Kurzform über die Murmel hängen (Im Badeanzug oder im Smoking).

      • 21. Juni 2014 um 5:01 pm

        Bitte, bitte: nur zu. Wenn man dann mit dem Lesen des Tags auf der Schädeldecke Deines Ava angelangt ist, weiß man zumindest, weshalb die Zeit verloren war 😉 Alternativ könntest Du die gewonnenen Zeilenkapazitäten auch als Werbefläche meistbietend an Mitglieder der victorianischen Händlerkaste vermieten. Reklame für Seife oder Parfüm wäre doch passend… 😉 Oder, noch besser: vermiete den Platz als Wahlwerbefläche an die Bewerber um die Posten der Volksmagistrate!

        • 21. Juni 2014 um 5:03 pm

          Das wäre lukrativ aber ich verpflichte mich lieber Idealen!

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