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Die Aequitas spreizt langsam wieder die Schwingen

22. Juni 2014

Da mir gestern nicht sehr nach RP war (in beiden Welten), habe ich mich damit vergnügt, unser Schiff wieder etwas seetauglicher zu machen. Die Herrin der Thassa war bekanntermaßen von einem Sturm sehr mitgenommen und ihr Aussehen reflektierte das mit Löchern in den Planken, Schutt an Deck, kniehoch gezogenem Wasser und zerfetzten Segeln.

Aber da die Freibeuter nicht untätig sind und die Reparaturen langsam aber stetig vorangehen, kann die Aequitas natürlich nicht immer gleich aussehen. Also habe ich gestern eine etwas aufgefrischtere Version in den Rezzer gepackt. Un-tatkräftig aber moralisch unterstützt von Ganzbaf und der unsichtbaren Tanja. Und was sieht man hier oben auf dem Screen auf dem Vordeck? Genau.

Eigentlich hatte ich mir eine Ballista gewünscht – aber da Cato bei der Erwähnung von „Nur 200 Prim hat das Teil“ sofort sichtbar die Haare ausgefallen sind, blieb es beim 13-Prim-Katapult. Nichts wird einem gegönnt! Die Ballista sah großartig aus!

Wie man schwach erkennen kann gibt es derzeit in Victoria Experimente mit einem Wettersystem. Der Test-Regensturm ist lokal sehr begrenzt. Auf dem ersten Bild ist er deutlicher.

Alles Tuch der Aequitas ist noch in einem reichlich beklagenswerten Zustand – aber wir haben bis jetzt auch noch keinen Händler dafür gefunden. Und es soll ja noch eine Weile dauern, bis die Herrin wieder das bedrohliche Seeungeheuer aus Selnar ist. Die schwimmende Kriegsmaschine ist derzeit noch ein fußlahmes Kaiila.

Ich habe leider keine von der Form her passenden Amphoren gefunden. Aber so wirken sie auch noch viel freundlicher. Das ist gut! Gut für unsere Pläne und gut für unsere Gesundheit.

Während ich an unserem Schiff herumgewerkelt habe kamen immer mal wieder Leute vorbei. Schon erstaunlich – es sind immer, wenn ich in Victoria vorbeischaue, mindestens zehn, fünfzehn Leute da. Zwar meist nicht vom gesellschaftlichen Umfeld in dem sich Ingula bewegt aber die grünen Punkte sind vorhanden. Soll heißen: Second Life-RP springt dem Tod mal wieder von der Schippe? Ach, was weiß ich. Und solange ich mit der Mannschaft Spaß habe (und das habe ich), bin ich auch dort.

Dank einer NC von Mith haben die Freibeuter jetzt auch GM-Tags, die deutlich machen, dass sie auch optisch kein verwahrlostes Pack sind (an dieser Stelle nochmal Danke! an die Kollegin für den Hinweis, wie man die Tags mehrzeilig bekommt). Keiner von ihnen war je besonders schmutzig oder trug Gammelklamotten (zur Demonstration wie Freibeuter so aussehen können hier mal ein Bild) aber da sie gern manchmal in diese Richtung hin-emotet werden haben wir jetzt zu unseren GM-Tags Dinge wie „sauber und ordentlich“ oder „duftet nach Bad und Seife“ hinzugefügt. Tanja hat selbstlos angeboten, als unser guter Geruch vor uns herzuwehen. Da sie aber ein Noob bei sowas ist konnten wir ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigen.

Außerdem ist es mir gelungen, meine graue Tunika blau umzufärben, was es eventuell einfacher macht, Ingula als Hochkastigen zu erkennen. Wie andere Blaue einen Navigator wahrnehmen weiß ich jetzt nicht. Vermutlich rümpfen Juristen und hohe Beamte die Nasen über den Typen, der den ganzen Tag auch körperlich arbeitet (Ingula sitzt nicht nur herum bis er gebraucht wird). Aber vielleicht respektieren sie auch seine mathematischen und astronomischen Kenntnisse und seine Fähigkeit, Seekarten zu lesen und anzufertigen. Kommt wohl auf die Persönlichkeit des Gegenübers an. In den Büchern schienen mir die Blauen immer unglaublich neugierig und aufgeschlossen. Echte Entdecker. Sicher nicht jeder – aber Interesse an praktisch allem, was nicht bei drei auf dem Baum ist, habe ich immer für ein herausstechendes Merkmal dieser Kaste gehalten.

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  1. 22. Juni 2014 um 5:08 pm

    Dann also doch lieber „Seifen(sprech)blasen“ statt Marcel Proust? 😉

    Was die Bandbreite der Vertreter der Blauen Kaste und deren Ansehen in der eigenen Kaste wie auch in der goreanischen Gesellschaft als Ganzem anbelangt, bin ich ganz Deiner Ansicht. Die von Dir angeführten Kenntnisse und Fähigkeiten Ingulas sind der Blauen Kaste auf jeden Fall würdig. Darüber hinaus kommen meines Erachtens gerade die – salopp gesagt – „Indiana-Jones-Typen“ eigentlich immer gut weg in den Büchern. Ich denke da v. a. an Shaba und seine Entourage in „EXPLORERS OF GOR“. (Ich will hier nun aber bestimmt nicht in die wohl den meisten inzwischen mehr als überdrüssige BTB-Diskussions-Schiene kommen.) In diesem Sinne kann ich Dir nur ermunternd zurufen: auf ins Abenteuer, Ingi! Und gib auf die Schlangen Acht – v. a. auf die intriganten zweibeinigen! 😉

    • 22. Juni 2014 um 5:35 pm

      Ich habe mit Zasta con Lydius einen Shaba-Typen gespielt – komplett mit Wald-Sleen-Forschungsprojekt und altem Last-Tarn zur Beförderung. Und wurde des öfteren deswegen OOC angenörgelt. Mit Ingula bin ich dann von vorneherein den „mir doch egal ob euch das passt“-Weg gegangen. Mit dem Resultat, dass ihm erst recht keiner abnimmt ein Blaukastiger zu sein.
      In SL hat man sich größtenteils darauf eingeschossen, dass die Blauen nur Bürokraten und Juristen sind. Die ganze Wissenschaft, Lehre und Forschung wird meistens nicht bespielt. Schade! Ich halte die Blaue für die spannendste und breit gefächertste Kaste.

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