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Dinge falsch verstehen und dann einfach weitermachen

24. Juni 2014

Belenus_Portrait_WiPDieses Bild macht mir seit Wochen Kopfschmerzen. Der Auftraggeber hat ganz genaue Vorstellungen und hat diese auch ganz genau formuliert. Er gab mir etliche Bildbeispiele, Vorlagen für die Haltung, für jedes Detail. Prinzipiell mag ich sowas überhaupt nicht. Im Job – klar, da muss das sein. Aber in der Freizeit? Ja, ich weiß – ich habe um Bilder der jeweiligen Charaktere gebeten. Und es ist auch klasse, dass er sich so Gedanken um seinen Char macht. Ich bin also anlasslos quengelig. Trotzdem. Es gibt Geld in die Gildenkasse also setzte ich mich gestern dann mal dran, produzierte obenstehende Vorzeichnung. Und bin von vorne bis hinten durch und durch unzufrieden. Alles doof.

Und zu allem Überfluss kommt hinzu, dass ich, nachdem ich mit der Vorzeichnung schon soweit gediehen bin, mir die Beschreibung zum x-ten Mal durchgelesen habe und dabei feststellen musste, dass der Auftraggeber eigentlich eine ganz andere Haltung wollte – keine Ahnung wie mir das bis jetzt entgehen konnte! Jetzt schwanke ich zwischen „Soooo anders sieht´s nicht aus“ und „ich schmeiß´ den Dreck in die Rundablage, trotze eine Woche und fange nochmal von vorne an“. Ich glaube es wird ersteres. Da der Auftraggeber zwar sehr deutlich in seinen Wünschen war, im „Artworks“-Thread des VC-Forums aber nicht gar so kritisch daherkommt (er findet eine Menge gut. Auch Sachen, die mich verwundert blinzeln lassen), hoffe ich einfach mal auf Verständnis.

Im Moment bin ich RP-mäßig etwas verwirrt. Im SRK-Forum habe ich mich jemandem, der sich schwer damit tut ins RP zu kommen, als Spielpartner angeboten. Als gelegentlichen Untergebenen, Feldsani für den Leitenden. Das wurde auch positiv aufgenommen – aber dann erfuhr ich, dass die betreffende Person wohl aus der Gilde ist. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was Sache ist. Einfach mal abwarten, denke ich. Klärt sich vermutlich zeitnah.

Heute geht es jedenfalls erst einmal auf Expedition. Zusammen mit dem Darth (TM) und der Schwester. Kann nicht gutgehen. Keine Chance! Aber wird sicher sehr unterhaltsam zu spielen.

Außerdem zerbreche ich mir den Kopf über Rhys Maddoc ap Evan Ryder. Gesundheit.

Wer das ist? Einer der Hauptdarsteller des Spin-Offs unserer Vampire – Rome-Runde. Normalerweise stürzen wir unsere Vampire Hals über Kopf in die Zeit kurz vor Sullas Diktatur. Es kündigt sich eine Menge an. Lasombra und Ventrue ziehen als Patri/Matres Familiari/ae die Fäden hinter Homo Novi und altem Adel, die Erzeuger unserer Vampire sind seltsamerweise plötzlich politisch sehr aktiv (was zumindest bei einem kelt-iberischen Gangrel sehr zu Denken geben sollte!) und dann kam noch ein Artefakt eines vor 130 Jahren in „unserer“ Stadt getöteten Magus/Mathematikers (der mit den gestörten Kreisen) hinzu … Viel zu tun. Aber wir brachten die erste Season (unser Spielleiter formuliert gern im Serien-Jargon) mehr oder weniger erfolgreich hinter uns und bevor wir uns der zweiten Staffel widmen gibt es ein kleines Spin-Off. Statt Vampire in Syracus zur Spätzeit der Republik hüpfen wir eine Zeitlang als Werwölfe 1890 in London herum.

Ich bin jetzt kein übertriebener Garou-Fan (milde ausgedrückt. Team Kain all the way!) aber ein paar Monate haarig sein bringt mich auch sicher nicht um. Jetzt muss ich nun also meinen Charakter basteln. Die Idee ist schon da. Ein walisischer Adliger, Offizier in Indien, zurückbeordert da sich „blutige Vorfälle“ unter seinem Kommando häufen. So nett und fesselnd diese erste Idee auch ist – sie birgt viel Recherchepotential. Erst einmal: Struktur der Streitkräfte in Indien. Was macht der Kerl so? Walisischer Adel. Himmel, was ein Thema! Wie werden in viktorianischer Zeit adlige Offiziere sanft entsorgt, wenn sie Mist bauen? Indien und Pakistan waren damals ja noch eine Soße … aber wie stellt sich die restliche Struktur dar? Gar nicht zu reden davon, dass ich das letzte Mal vor locker fünf Jahren ein Werwolf-Regelwerk in der Hand gehabt habe … Ich werde im Zuge überbordender Faulheit meinen alten Fianna Galliard nehmen, dessen Werte geringfügig anpassen und das dann als komplett neu verkaufen. Um die Hintergrundrecherche komme ich damit natürlich nicht herum – aber zumindest das Wertegefummel habe ich mir dann erspart.

Okay, ich geb´s ja zu. Es macht mir Spaß.

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  1. 24. Juni 2014 um 8:34 am

    Mir gefällt die Zeichnung jedenfalls und ich würde sie ohne zu zögern für eines meiner Pixel adoptieren 😉 (bis auf den rechten Fuß, der sieht irgendwie komisch aus). Das mit den genauen Vorstellungen ist so eine Sachen – aber vielleicht gefällt es dem Betreffenden ja trotzdem? Ich freue mich jedenfalls, mehr davon zu sehen =)

    • 24. Juni 2014 um 8:44 am

      Der Fuß ist noch in Arbeit. 😀 Okay, ALLES ist noch in Arbeit.
      Der Charbesitzer (Cuyan) ward seit einiger Zeit (gefühlt) weder im TS noch im Forum des SRK gesehen – von daher ist eh fraglich, ob er sich äußert. Da er aber glaube ich schon für das Bild bezahlt hat, schulde ich es ihm ob er nun da ist oder nicht.

  2. 24. Juni 2014 um 10:51 am

    Oh Gott jetzt sabbere ich unkontrolliert. Vampire Rome-Runde? Zur Zeit von Sulla? WARUM WOHNT IHR NICHT IN NIEDERBAYERN?!
    Verdammt … ich bin neidisch. Wirklich. *weint*

    • 24. Juni 2014 um 11:01 am

      Wir spielen mit Dark Ages Regeln und haben (da wir uns dem neuen System verweigern und deshalb auch das Rom-Quellenbuch nicht haben) viel für uns ausgearbeitet. Es macht seeeehr viel Spaß, vor allem da unser Meister historisch firm ist.

  3. 24. Juni 2014 um 11:24 am

    Okay jetzt sabbere ich noch mehr *seufz* 🙂 Wir haben mal eine Vampire-Masquerade-Runde im Berlin von 1940 gespielt, inclusive in die jeweilige Gesellschaft includierte Charaktere – das war auch ungemein launig, vor allem, als ich dann als Meister ein Luftsirenen-Geräusch bei Youtube entdeckt hatte und jeden Luftangriff ingame damit ankündigte 😀 hach ja, das waren noch Zeiten ..

    • 24. Juni 2014 um 11:38 am

      Ich mag Vampire in der Gegenwart nicht. Interessiert mich Null. Und ich bin in der glücklichen Lage geschichtsinteressierte Mitspieler zu haben.
      1940 wäre mir schon viel zu „Gegenwart“. Wir hatten für Werwolf noch Danzig 1920 (wegen Völkerbund und so) im Gespräch – aber dann haben M. und ich parallel Ripper Street geschaut und den Rest einfach mitgezogen. 😀

  4. 24. Juni 2014 um 12:13 pm

    Och, die Zeit von ‚Ripper Street‘ wäre auch nett … 😀 zieht doch alle in den bayerischen Wald, wie wär’s? Hier ist die Luft gut, und es gibt viel Bier und äh ..Schweinshaxn … 😀

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