Geschenke und Mitfahrgelegenheiten

15. Juli 2014

Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird! Aber dabei habe ich wohl vergessen, dass es in unserer Familie anscheinend in jeder Generation einen gibt, der immer genau das tut, was er will und nicht soll. Ich drehe mich auf der Frachtrampe, durch die ich mich gerade in das Schiff ducken will, noch einmal um und sehe nach unten. Onkel Ginyu ist auf einen Kistenstapel gesprungen und wühlt sich durch den Inhalt eines kleineren Containers. Um ihn verstreut Scherben von uralten Gefäßen, Steintafeln und die Reste irgendeines zeremoniellen Dingsdas der alten Sith. Einige der Bediensteten versuchen die Artefakte in Sicherheit zu bringen, bevor er sie in seinem Eifer von den Kisten herunter auf den Boden fegt. Hin und wieder raunzt er Anweisungen und irgendein erschrecktes Assistenten-Häschen hoppelt davon.

Ich grinse, drehe mich wieder um und gehe mich im Schiff umsehen. Mein Taxi nach Alderaan zu Meister Concabille. Eigentlich habe ich Lord Ginyu nach seiner Rückkehr nur besucht, weil ich neugierig war. Als ich meinen Onkel das letzte Mal gesehen habe, war ich gerade mal sechs Jahre alt und er dabei, zu seiner größten Forschungsreise aufzubrechen. In den Jahren danach gab es zwar gelegentliche Holonachrichten – aber ich gebe zu, dass mich seine archäologischen und genetischen Forschungen zu sehr an den wissenschaftlichen Eifer meines Vaters und Borraas erinnern und ich ihnen deshalb wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Trotzdem war er immer derjenige Verwandte, der mich am neutralsten behandelt hat. Er scheint der Meinung zu sein, dass ihm alles egal sein kann, solange er tun und lassen kann, was er will. Diese Auffassung von Freiheit teile ich – deshalb kommen wir so gut aus, wie es innerhalb unserer Spezies überhaupt möglich ist.

Ich betrachte die alte Waffe, die er mir mitgebracht hat. Eine Art rasiermesserscharfer Bumerang. Gefällt mir. Er will eine cortosisbeschichtete Version davon bauen lassen, dann könnte ich das Ding tatsächlich sinnvoll im Kampf führen. Oder zumindest damit trainieren. Viel altertümlicher würde es dann nicht mehr.

Aber jetzt erst einmal nach Alderaan. Es ist mir recht, dass es schnell gehen muss, da Onkel Ginyu in vier Tagen wieder hier sein will, weil irgendein gesellschaftlicher Zinnober ansteht, zu dem ihn ein Lord Blabla-Schlagmichtot (überall pompöse Namen! Kann sich doch kein Mensch merken!) eingeladen hat und von dem er sich wohl Zugang zu weiteren Projekten erhofft. Oder einen interessierten Zuhörer. Jedenfalls maximale Blasiertheit und hasserfüllte Langeweile. Dann doch lieber ein direkter Kampf. Dieses Getue auf solchen Parties macht mich kirre. Ich vermute, Onkel Ginyu geht es da ähnlich – aber ihm ist die Anerkennung seiner wissenschaftlichen Ergebnisse wohl zu wichtig, um sich von der Aussicht auf das nervenzerfetzend spitz-falsche Lachen irgendwelcher Matronen und die öd-neidischen Blicke der dazugehörigen Würdenträger-Männlein abschrecken zu lassen. Mutiger Onkel Ginyu.

Zum Glück wird das weit weg von mir stattfinden. Ich werde dann auf Alderaan sein und Meister Concabille berichten, was auf Voss geschehen ist. Und was Darth Aroval mir für einen Auftrag gegeben hat.

Viel weiter, als dass ich zu ihr muss, habe ich noch nicht gedacht oder geplant. Zu viel hängt von ihrer Reaktion ab.

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Weiter mit OOC! Ja, für Ghurab hat sich nun eine Möglichkeit eröffnet, zu Concabille zu gelangen. Und gleichzeitig ist sein Onkel wieder da, so dass nun die Hoffnung besteht, wieder einen Verbündeten innerhalb der Karaz-Familie zu haben. Auch wenn Ginyu nun nicht unbedingt am innerfamiliären Politik-Zirkus interessiert ist.

Außerdem hat mir Sey gestern erzählt, dass jemand bei Concabille und Ghurab einen Sklaven/eine Sklavin spielen möchte. Auf der einen Seite bin ich seit Gor ein wenig gebrannt was Sklavenspieler angeht (es gibt doch nur wenige, die die nötige Konsequenz für diese schwierige Rolle aufbringen) auf der anderen Seite ist es mir auch egal. Wie ich Sey schon fragte „Darf man´s auch totmachen?“. Und sie antwortete „Wenn´s darauf anlegt, darf man´s totmachen“. Na, dann von mir aus. Ich bin gespannt. Ich gebe der Sache eine 50/50-Chance, dass es sowieso schon vorher im Sande verläuft.

Aber für mein RP ist erst einmal wichtig, nach Alderaan zu kommen. Und andere Dinge. Die Mandos suchen noch nach dem Beskar (eventuell heute weiter. Kommt drauf an, ob Sey Zeit für Alderaan hat oder nicht), Qird hat noch keine Möglichkeit von Dromund Kaas wegzukommen und Khalb und sein Bro Garrm langweilen sich gar sehr (das tun sie praktisch immer, wenn sie nicht 24/7 Action haben) und werden diesen Zustand so schnell wie möglich ändern.

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  1. 15. Juli 2014 um 10:16 am

    Lord Blabla-Schlagmichtot … 😀 na danke 😀 aber die Umschreibung ist ja schonmal sehr kreativ. Zu schade, dass Ghurab nicht auf die Party kommen will, das hätte sicher für eine Menge Schwung gesorgt 😀

    • 15. Juli 2014 um 11:16 am

      Ich denke in diesem Blogbeitrag wird deutlich, warum Ghurab auf so einer Party eine ganz, ganz schlechte Idee ist. 😀

  2. 15. Juli 2014 um 11:19 am

    Nö? Je unterschiedlicher die Gäste, desto interessanter die Party … und die werte Verlobte des Gastgebers ist ja auch eher ein Haudrauf …die würden sich sicher gut verstehen 😀

    • 15. Juli 2014 um 11:25 am

      Er ginge hin, wenn ihn der Onkel drum bittet. Das ist dann ein persönlicher Gefallen.
      Diesen Samstag gibt´s aber eh Werwölfe im verregneten viktorianischen London, da könnte Ginyu noch nichtmal fragen.

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