Strike it rich

16. Juli 2014

Das einzige Geräusch war das leise, monotone Summen der Klimaanlage. Der Frachter durchschnitt die Leere zwischen den Welten völlig lautlos. In vier Stunden müssten sie umsteigen. Und dann in zwei Tagen noch einmal. Und dann jemanden finden, der aus welchen Gründen auch immer zum Outer Rim flog. Aber jetzt konnten sie sich ausruhen. Sherku schloss die Augen. Das Bild der Rüstung war sehr deutlich. Die Form war noch etwas unausgearbeitet, da musste man sehen, was sich anbot. Was ins Auge sprang. Für sich selbst hatte er damals eine sehr klassische Form gewählt. Keine Besonderheiten. Aber für Jepall … irgendetwas, das den Träger mit abbildete. Er würde es jederzeit auch mit Gewalt abstreiten aber Sherku war auf seinem Gebiet mehr Künstler als Handwerker. Es war ihm wichtig, dass eine eiserne Haut ihren Träger nicht nur vor allem bis hoch zu den Schwertern der jetiise und dar’jetiise schützte und dabei so wenig als möglich (gar nicht!) behinderte, sondern dass sie durch mehr als ihre Farben ausdrückte, was für ein Krieger in ihr steckte. Aber kein Firlefanz. Praktisch hatte die Rüstung zu sein …

Sherku rollte sich auf der schäbigen Matratze herum. Jepall schlief. Der Sack mit den fast dreißig Kilo beskar lag zwischen ihnen beiden eingeklemmt. Der Captain, der sie von Dxun mitgenommen hatte, hatte natürlich keine Ahnung, dass die zwei mando’ade hier Metall im doppelten Wert seines gammeligen Schiffes herumschleppten. Und man musste ihn auch gar nicht auf Ideen bringen.

Letztendlich war der Schatz ganz einfach zu finden gewesen. Zumindest wenn man wusste, wer ihn versteckt hatte. Und natürlich kannte Sherku seinen vor etlichen Jahren gefallenen buir. Trotzdem hatten sie sich durch eine Menge falscher Höhlen gequetscht, die sich rund um die eher vagen Koordinaten, die sie bekommen hatten, befanden. Sie hatten es tage- und wochenlang mit der unfreundlichen Fauna des Mondes aufgenommen und es wäre eigentlich ein sehr unterhaltsamer Jagdausflug gewesen, hätten sie nicht so ein klares Ziel gehabt.

Am Ende war es die wirkliche Herausforderung gewesen, den Eingang der Höhle überhaupt zu finden. Nicht an einem Berghang sondern tief eingeschnitten am Grund einer Felsenschlucht. Und natürlich voll mit unfreundlichen Monstertieren. Humorvoll wie buir schon immer gewesen war, hatte er die einzigen Hinweise direkt hinter dem Nest der Brutmutter dieser Tiere – einer lederhäutigen Monstrosität, groß wie ein Bagger – angebracht.

Sie hatten das Vieh besiegt und die Stelle gefunden, an der der Sack mit dem Eisen unter einem Haufen großer Steine vergraben worden war. Und der Moment, als sie endlich die handgroßen Barren berühren konnten, war sehr feierlich gewesen.

Aber sie waren mando’ade. Rührseligkeit war nie lange ihr Ding. Also hatten sie das Erbe eingepackt und sich direkt wieder auf den Heimweg gemacht.

Oh, wie sehr ihm die Finger juckten, endlich mit der Arbeit anzufangen!

Aber ohne eigenes Schiff war die Reise zurück nach Hause, zu seiner Schmiede, der Werkstatt und seinen Werkzeugen, sehr lang. Auf von System zu System zockelnden Händlerschiffen, auf alten Passagiermühlen mit nahezu historischen Hyperantrieben … es würde vermutlich Wochen dauern. Er würde Geduld haben müssen.

Sherku seufzte.

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OOC: Der Schatzjäger-Plot ist nun also zu ende. Jetzt müssen wir eigentlich den Housing-Patch abwarten, da wir Tatooine brauchen. Sollte kein größeres Problem sein, weil unser nächster Mando-RP-Abend sowieso dem Survival-Plot zum Opfer fallen wird. Und dann sind es nur noch drei Wochen bis zu den Häusern.

Die Höhle, die uns Kathro empfohlen hatte, war wirklich klasse! Den ganzen Abend kein Publikumsverkehr (obwohl dort ein saftiger +4-Endurance-Datacron herumliegt und wir das dazugehörige Championmonster jedesmal, wenn es auftauchte, wieder umgeklatscht haben) und stimmungsvoll ausgeleuchtet. Es kam wahres Schatzgräber-Feeling auf.

Ob wir Garrm mit in unseren Clan aufnehmen sollten? Die Leute, die mit ihm groß einen Clan geplant hatten, haben es wohl doch nicht durchgezogen, so dass der arme Kerl nun allein herumsteht. Er sieht Jepall ziemlich ähnlich. Was natürlich völlig irrelevant ist.

Etwas ganz Anderes und allgemeine Beobachtung: Im Moment ist SWTOR gestopft voll. Es muss wohl die Housing-Ankündigung sein, denn früher war es nicht normal, dass zur besten Raid- und RP-Zeit (wir haben etwas später angefangen) über zwanzig Leute auf dem Czerkamond herumspringen. Außerdem nehmen die Goldseller überhand, was für die Gesundheit eines Spieles ja immer ein gutes Zeichen ist. Es macht das Creditsammeln natürlich nicht leichter, wenn man bei den Dailies ständig von Leuten ohne Kinderstube die Objectives, auf denen man grade gegen den entsprechenden Wächter-Mob kämpft, weggenommen bekommt. Aber machen kann man da nichts, einfach Geduld haben. Und Karma schlägt auch des öfteren mal zu.

Und natürlich das hier. Ich komme langsam in Stimmung für unser viktorianisches Werewolf am Samstag. Und auch wenn mein walisischer Fianna nicht Luke Kellys ausufernde Haarpracht hat, so stelle ich mir ihn stimmmäßig durchaus so vor. Etwas anderer Dialekt (poshes Walisisch? Geht das überhaupt?) aber ich mag diese Stimme unglaublich gern. Ich hoffe, Fee (Spielleiterin für Werewolf) zwingt mich nicht beim Spielen zum Singen. Dieses musische Talent hat mich meterweit verfehlt. Laut – kein Problem (hey, jahrelang aufm LARP am Lagerfeuer gegrölt. Der Hauptmann der Wache ist … ach, egal) auch mit viel Gefühl geht … allein gebrichts an Fähigkeit.

The sky for a roof and your candle a star
My love for a fire sweet Tibby Dunbar …

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