An der Fleischtheke

25. Juli 2014

Ich war bisher noch nie bewusst auf dem Sklavenmarkt. Warum auch? Sklaven sind Haushaltsgegenstände, sie erscheinen einfach irgendwie; darin Tassen sehr ähnlich, die auch niemals jemand gekauft hat und von denen man doch einen ganzen Schrank voll besitzt, darunter auch die komische mit dem angestoßenen Henkel und der Aufschrift „Man muss kein Jedi sein um hier zu arbeiten – und es hilft auch nicht!!“ (im Ernst – woher kommt diese Tasse?).

Aber diesmal war es nötig, eine Sklaven zu kaufen. Denn irgendwie wollte grade gar keiner in der Küche einfach so erscheinen und Meister Concabille neigt dazu, Gegenstände die keine Waffen sind, einfach fallen zu lassen. Also waren wir in Kaas City auf dem Sklavenmarkt. Begleitet von Onkel Ginyu, der zwar ähnlich wenig Ahnung von Lebendware hat, die man nicht mit Betäubungsmunition im Dschungel fängt, aber zumindest hat er eine Menge Untergebene und das schien irgendwie die passende Qualifikation zum Kaufberater.

Der Markt war deprimierend. Hoffnungslose Gesichter, der Geruch nach Verzweiflung und das stetige Summen von Energiepeitschen. Natürlich ist es einfach so, dass Sklaven nunmal Sklaven sind. Wer zu schwach ist, um frei zu sein, kann sich glücklich schätzen, im Imperium zu leben. In der Republik würde so ein Wurm nur in irgendeinem Slum verrotten, an Hunger oder Krankheit eingehen. Bei uns darf er zumindest um sein Leben arbeiten. Trotzdem muss ich mich nicht ständig mit diesem Bodensatz umgeben.

Ich habe keine Meinung zur Ware geäußert. Seit ich von zu Hause fort bin versuche ich, meinen Besitz systematisch zu reduzieren. Kleidung für den Alltag, Robe und Rüstung für Dienst bei Darth Aroval, meine Schwerter, ein Datapad, ein Holocom, meine Zeldrate. Mehr habe ich nicht. Dafür braucht es keinen Sklaven.

Am Ende hat Meister Concabille einen Zabrak erworben, der sich um die Echsen kümmern soll. Und sie hat bestimmt eine Stunde mit einem schmierigen Verkäufer herumgesetzt, der ihr eine weißhaarige junge Menschen(?)frau aufschwatzen wollte, für die er den Gegenwert eines kleinen Raumfrachters haben wollte. Ich weiß nicht, ob sie das Weibchen am Ende gekauft hat oder nicht (sicher nicht zum verlangten Preis). Ich bin vorher gegangen. Außerdem hat mir Onkel Ginyu etwas in den Kopf gesetzt, das sich dort nun hin und herwindet und mir keine Ruhe lässt.

Sie würde es mir sagen. Obwohl es natürlich ein Nicht-Problem ist, das sich mit einem kurzen Besuch beim Medi-Droiden (man muss dazu nicht einmal einen Arzt belästigen!) lösen lässt. Deswegen muss ich mir darüber keinerlei Gedanken machen. Meine Phantasie läuft Amok, eine Sekunde lang schießt mir ein merkwürdiges, ungebetenes Bild durch den Kopf und ich schüttle mich. Nein. Nicht mein Ding. Die Männer meiner Familie waren schon immer ziemlich üble Väter. Ich habe nicht vor, diese Tradition fortzusetzen.

Es ist nichts passiert und es wird nichts passieren. Wir bleiben frei.

Aber nur um sicher zu gehen, dass auch in Zukunft nichts passiert, werde ich einen Arzt aufsuchen. Natürlich ist nichts passiert. Was weiß Onkel Ginyu schon, dessen vergleichende Verhaltensbiologie auf der Beobachtung von Tieren fußt!

Alles nur Spekulationen.

Real hingegen ist der cortosisverstärkte Parang, den mein Forscheronkel mir vorhin überreicht hat. Das Bumerangschwert liegt gut in der Hand und lässt sich auch sehr gezielt werfen. Ich musste etwas mit der Macht nachhelfen damit es auf Spur blieb, da es noch winzige Balanceprobleme hat. Oder ich einfach noch nicht gut genug daran gewöhnt bin. Eine wirklich feine Waffe. Hoffnungslos simpel – aber das denken die meisten Sith auch über Vibroschwerter. Ich werde mich eingehender mit dem Parang beschäftigen. Onkel Ginyu erwartet dahingehend einen Bericht.

Etwas gesünderes, auf das ich meine Gedanken konzentrieren kann.

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Weiter mit OOC und passend zu Ghurabs unangenehmen Gedanken zum Thema Familie ein Bild seines Vaters. Superdaddy Lord Rednelak. Rein optisch sowohl seinem Sohn als auch seinem Bruder ähnlich. Ich gewöhne mich langsam wirklich an das Aussehen des alten Bastards.

Das RP gestern war etwas konfus. Ich weiß nicht, ob die Sklaven-Spielerin nun bei uns bleibt oder nicht. Ich werde es sehen! Wie man auf dem ersten Bild links auf dem Container sehen kann, hatten wir auch wieder RP-Besuch. Wobei es natürlich nicht die Bohne romantisch war. Vielmehr wurde Ghurab irgendwann sehr ungeduldig und gereizt, als sich die Verhandlungen hinzogen.

Ich habe gestern versucht die GSI-H2 auf Tatooine allein zu machen. Kathro meinte, es wäre gar kein Problem. Naja, ist es wohl auch nicht. Wenn man einen Jugger spielt und lockere sieben Interrupts zur Verfügung hat. Ich als Powertech musste mit meinen drei Interrupts deutlich zuviel Schaden fressen. Und weil ich keinen ausgestatteten Heal-Gefährten habe, schaffte ich den Droiden nur auf etwa 15% herunterzuprügeln. Ich habe dann Genthri um Hilfe gebeten und zu zweit war es natürlich (obwohl er noch RP-mäßig ohne Waffe unterwegs war …) Kuchenstückchen.

Ich werde heute mal meine ganzen überflüssigen Basic- und Classic-Coms für neue Ausrüstung für meine Heal-Gefährtin raushauen (Mako ist noch mit Voss-Gegenständen eingekleidet … die heilt derzeit gar nichts!). Und dann nochmal sehen, ob der Droide allein zu schaffen ist. Tschakka und so.

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