Fieber

29. Juli 2014

Der Sleen machte es sich in seinem Schaukelstuhl neben Khalbs Schlafmatte bequem. Er schlug die Hinterpfoten graziös übereinander und ließ die rote Zunge hervorschnellen. „Ich habe Dir gleich gesagt, dass Du es deiner Mutter hättest sagen sollen. Aber hast Du auf mich gehört? – Nein, natürlich nicht. Niemand hört auf ein Mordopfer.“

Khalb wischte sich den Schweiß aus den Augen und zog die Iso-Decke enger um sich. Im Moment wechselte er fast im Minutentakt zwischen Fieber und Schüttelfrost. „Du bist kein Mordopfer. Ich habe Dich in einem fairen Kampf getötet!“ Die Zähne des jungen mando’ad klapperten so sehr, dass er die Worte kaum verständlich herausbrachte. Die Lieutenant auf der Matte neben ihm, die Augen im verbrannten Gesicht bisher geschlossen, drehte sich etwas und sagte „Was?“

„Der Sleen redet nur Mist“, erklärte ihr Khalb, was ihr zu genügen schien, denn sie drehte sich von ihm weg und murmelte Unverständliches.

Die große Echse in ihrem Schaukelstuhl kicherte „Ihr werdet hier alle sterben. Ihr schafft das fast ohne Hilfe. Erst lässt Du Dich von mir beißen, dann sprengt sich diese alberne Frau hier selbst in die Luft und wie es aussieht frisst der Verrückte grade Leuchtpilze. Das Imperium und die Mandalorianer … ihr kapituliert vor einem bisschen Dschungel.“

Khalb setzte sich auf, seine Schulter schmerzte höllisch. Ein Griff zur Seite … nichts als seine Ausrüstung, das musste dann eben genügen. Er warf seinen kurzen kal nach dem nervenden Reptil. Seltsamerweise flog der Dolch direkt durch den Sleen hindurch. Die Tiere dieses Mondes hatten beeindruckende Fertigkeiten.

Bewegung am Zelteingang. Sergeant Morrisen schlug die Klappe beiseite und sah ins Halbdunkel. „Alles in Ordnung?“

Der Sleen packte den Schaukelstuhl umständlich in seine geblümte Handtasche und watschelte auf den Hinterfüßen nach draußen „Ich sehe einmal nach dem Typen mit den Pilzen. Könnte lustig werden!“

Khalb ließ sich wieder nach hinten fallen, keuchte schmerzerfüllt auf, als seine entzündete Schulter den Boden berührte. Trotzdem antwortete er dem Sergeant so deutlich wie möglich: „Elek, alles in Ordnung“. Schweiß lief ihm in Bächen über den Körper und er fror wie noch nie in seinem Leben.

Der Sleen hatte schon recht. Sie machten hier eine Menge Unsinn. Er hätte buir sagen müssen, dass der Sleen ihn gestern doch tiefer erwischt hatte. Spätestens dann, als seine Schulter sich immer heißer angefühlt hatte. Aber er war still geblieben. Weil er nicht weinerlich sein wollte. Und dann hatte er die Quittung für diese Dummheit bekommen. In dem er die Nacht schon im Fieber verbracht hatte und dann, als der Captain ihn zum Reparieren der im Unwetter beschädigten Zelte gebraucht hätte, einfach umgefallen war. Sie hatten ihn dann zurück ins Zelt geschleppt. Er war nichts als eine Last gewesen. Eine der Medics hatte sich die Schulter angesehen und irgendetwas chirurgisches getan, was Khalb nicht sehen konnte. Er wusste nur, dass es ihm nicht gefallen hatte, wie der Sergeant gefragt hatte, ob man den Arm würde abnehmen müssen. Zum Glück schien die Ärztin guter Dinge, dass Khalb bald wieder auf den Füßen wäre. Hoffentlich hatte sie recht ….

Später hatte es im Lager dann noch so etwas wie eine Fast-Explosion gegeben. Khalb hatte es nicht wirklich mitbekommen, aber der Sleen hatte es später erzählt. Die Lieutenant des 181sten hatte sich das Gesicht verbrannt, als beim Versuch, Wasser zu sterilisieren, eine Gaskartusche hochgegangen war. Man konnte kaum glauben, was alles schief gehen konnte, wenn man sich ernsthaft bemühte.

Bevor ihn ein unruhiger Fieberschlaf tiefer in das unendliche Grün des Waldes zog, dachte Khalb noch einmal daran, wie freundlich die Sergeant zu ihm gewesen war. Hoffentlich erinnerte sie sich später nicht daran, dass er fast geheult hätte, als die Medic die Entzündungen aufgeschnitten hatte ….

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Uuuund OOC! Dank der diversen Unwetter allüberall in Deutschland zur besten RP-Zeit waren wir gestern beim Plot nur sechs Leute. Deshalb haben wir auch nur kleinere Dinge getan – hauptsächlich Unglücke und Unfälle. Dass Beskell Pilze frisst, wie der Fiebertraum-Sleen behauptet hat, ist reines OOC-Wissen. Ob Aik den Irren sich tatsächlich mit lokaler psychoaktiver Flora abschießen lässt, werden wir noch sehen. Zuzutrauen wäre es ihm aber.

Ansonsten natürlich noch PvE. Ich habe mit zwei von drei Tanks die GSI-Heroic auf Tatooine gemacht, was mich bei Nummer zwei etwas mehr Mühe gekostet hat. Sherku und Mako kriegen den Champion-Droiden problemfrei wenn auch langsam umgebügelt, ohne dass Sherku gesundheitsmäßig jemals unter 95% sinkt. Qird und sein „Cheerleader of Darkness“ Talos sind schlechter ausgerüster (Qird 162/168, Talos 140/156), kriegen es aber trotzdem ganz gut hin. Qird fiel einmal auf 70% aber das war auch der größte Einbruch. Jetzt fehlt noch Ghurab. Sollte genauso laufen wie mit Qird – allerdings muss ich erst einmal Ghurabs Heil-Companion Quinn auf Stand bringen. Der eiert mit Belsavis-Ausrüstung durch die Gegend, was nicht sehr gesund enden wird, wenn ich die beiden damit auf den GSI-Droiden loslasse. Also heute mit Ghurab Geld sammeln und GTN leerräumen.

Eigentlich sollte ich mein Geld fürs Housing sparen … aber ich habe in SWTOR lieber hier und jetzt Spaß als in einem halben Monat. Housing kann ich später immer noch kaufen, sooooo wichtig ist mir das nicht. Ich werde mich im August natürlich für diese Faulheit selbst in den Arsch beißen, aber damit muss ich leben.

Zum Abschluss noch etwas, das vage zum RP gestern passt.

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